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| − | Ludwig Zeller wurde als Sohn des Salzburger Unternehmers [[Franz Zeller]] geboren. Er | + | Ludwig Franz Leopold Zeller wurde als Sohn des Salzburger Unternehmers [[Franz Zeller (Kaufmann)|Franz Zeller]] (* 1812; † 1891) und seiner Frau Marie, geborene [[Bolland]] (* 1812; † 1873) geboren. Er besuchte bis [[1862]] das [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|k.k. Staatsgymnasium]] in Salzburg, dann die Handelsakademie in [[Wien]]. Nach einigen Praxisjahren im Ausland trat er in das väterliche [[Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik|Handelshaus Andre Hofer]] in Salzburg ein, dessen Geschäftsführung er [[1881]] übernahm. |
| − | + | Seit [[1876]] war er verheiratet mit der [[Wien]]er Kaufmannstochter Theresia Hörzinger (* [[1856]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TRB7/?pg=68 Trauungsbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band VII, S. 66.]</ref>. [[1881]] übernahm er die elterliche [[Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik]] und expandierte nach St. Pölten, Nürnberg, Düsseldorf, Stuttgart und Berlin. [[1874]] wurde er Präsident des [[Salzburger Verschönerungsverein]]s. | |
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[[1904]] erwarb Zeller die [[Villa Rolsberg-Esterhazy]] in der [[Aigner Straße]] nahe dem Firmenstandort mitsamt einem großen Park. Das Gebäude wurde [[1960]] in ein Knabenheim umgewandelt und bis zur Unkenntlichkeit umgebaut. | [[1904]] erwarb Zeller die [[Villa Rolsberg-Esterhazy]] in der [[Aigner Straße]] nahe dem Firmenstandort mitsamt einem großen Park. Das Gebäude wurde [[1960]] in ein Knabenheim umgewandelt und bis zur Unkenntlichkeit umgebaut. | ||
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Aktuelle Version vom 9. Oktober 2025, 15:15 Uhr
Ludwig Zeller (* 27. Mai 1844 in der Stadt Salzburg[1]; † 9. Oktober 1933 ebenda) war ein Salzburger Unternehmer und Präsident der Salzburger Handelskammer.
Leben
Ludwig Franz Leopold Zeller wurde als Sohn des Salzburger Unternehmers Franz Zeller (* 1812; † 1891) und seiner Frau Marie, geborene Bolland (* 1812; † 1873) geboren. Er besuchte bis 1862 das k.k. Staatsgymnasium in Salzburg, dann die Handelsakademie in Wien. Nach einigen Praxisjahren im Ausland trat er in das väterliche Handelshaus Andre Hofer in Salzburg ein, dessen Geschäftsführung er 1881 übernahm.
Seit 1876 war er verheiratet mit der Wiener Kaufmannstochter Theresia Hörzinger (* 1856)[2]. 1881 übernahm er die elterliche Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik und expandierte nach St. Pölten, Nürnberg, Düsseldorf, Stuttgart und Berlin. 1874 wurde er Präsident des Salzburger Verschönerungsvereins.
Kobler-Spängler-Briefe von 1872: Brief von Ludwig Zeller 9. März 1872, Seite 1 |
1876 wurde er Mitglied der Handels- und Gewerbekammer für das Herzogtum Salzburg, deren Präsident er von 1885 bis 1909 war. Unter seiner Präsidentschaft wurde die Gewerbeschule am Rudolfskai gebaut. Weiters führte Zeller Unfall- und Krankenversicherungen für Arbeiter ein. Als Präsident der Handels- und Gewerbekammer war er zudem vom 7. Jänner 1896 bis zum 8. September 1902 Abgeordneter zum Salzburger Landtag.
1904 erwarb Zeller die Villa Rolsberg-Esterhazy in der Aigner Straße nahe dem Firmenstandort mitsamt einem großen Park. Das Gebäude wurde 1960 in ein Knabenheim umgewandelt und bis zur Unkenntlichkeit umgebaut.
1919 sponserte Zeller dem TSV Freilassing die Jahnturnhalle im benachbarten Bayern.
Nach ihm sind der Ludwig-Zeller-Weg in Parsch und die Ludwig-Zeller-Straße in Freilassing benannt.
Quellen
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006
- Lohmann, Harald; Laimer, Helmut; Willi, Claudia: Parsch erzählt. Geschichte und Geschichten eines Salzburger Stadtteils, Salzburg 2008
- TSV Freilassing
- Anton Reisinger: "Wundersames Mondseeland" in books.google.at