Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Der päpstliche '''Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem''' ist vom Heiligen Stuhl zur Unterstützung des Lateinischen Patriarchates (d. h. der [[Katholische Kirche|römisch-katholischen]] Diözese Jerusalem) bestimmt.
  
Der päpstliche '''Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem''' ist vom Heiligen Stuhl zur Unterstützung des Lateinischen Patriarchates (d.h. der römisch katholischen Diözese Jerusalem)bestimmt. Er entstand aus dem mittelalterlichen Brauch des Ritterschlages am Heiligen Grab in Jerusalem und wurde von Papst Pius IX neu geordnet. Er hat heute weltweit etwa 25.000 Mitglieder (Frauen und Männer, Laien und Kleriker).
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==Entstehung==
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Er entstand aus dem [[mittelalter]]lichen Brauch des Ritterschlages am Heiligen Grab in Jerusalem und wurde von Papst Pius IX. neu geordnet. Er hat heute weltweit etwa 25 000 Mitglieder (Frauen und Männer, Laien und Kleriker).
  
[http://www.oessh.at Homepage der Österreichischen Statthalterei]
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Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] wurde die ''österreichische Statthalterei'' in der [[Stadt Salzburg]] neu gegründet. Der Impuls kam [[1951]] von Prälat Protonotar Albert Oesch aus der [[Schweiz]]. Primar [[Hofrat]] Univ.-Prof. Dr. [[Erwin Domanig]] wurde mit dem Aufbau betraut. Man traf sich (im kleinen Kreis der ersten Ordensmitglieder) in der Privatkapelle des (Fürst)[[Erzbischof]]s und ''Großpriors'' DDr. [[Andreas Rohracher]] und zu Hause beim Statthalter.
[http://www.vatican.va/roman_curia/institutions_connected/oessh/index_en.htm Homepage der römischen Ordensregierung]
 
  
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die '''österreichische Statthalterei''' in Salzburg neu gegründet. Der Impuls kam 1951 von Prälat Protonotar Albert Oesch aus der Schweiz. '''Primar Hofrat Univ. Prof. Dr. Erwin Domanig''' wurde mit dem Aufbau betraut. Man traf sich (im kleinen Kreis der ersten Ordensmitglieder) in der Privatkapelle des Erzbischofs und '''Großpriors DDr. Andreas Rohracher''' und zu Hause beim Statthalter.
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Bemerkenswert ist eine Pilgerreise ([[1953]]) nach Rom (von Papst Pius XII. wurden (Fürst)Erzbischof Rohracher, Prälat Oesch, Ordensdame Baronin [[Maria Augusta Kutschera|Trapp]], Altstatthalter Höfflinger, Ordenssekretär Major Weinrichter u. a. empfangen). Auffallend sind in dieser Zeit die vielen (allerdings "kleinen") ''Investituren'' in Salzburg.
Bemerkenswert ist eine Pilgerreise (1953) nach Rom (von S.H. Papst PIUS XII wurden Fürsterzbischof Rohracher, Prälat Oesch, Ordensdame Baronin Trapp, Altstatthalter Höfflinger, Ordenssekretär Major Weinrichter u. a. empfangen). Auffallend sind in dieser Zeit die vielen (allerdings "kleinen") '''Investituren''' in Salzburg.
 
  
Walter Dick (Großkaufmann aus Saalfelden) wurde zur Entlastung Domanigs 1959 erster Leitender Komtur in Salzburg.
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[[Walter Dick]] (Großkaufmann aus [[Saalfelden]]) wurde zur Entlastung Domanigs [[1959]] erster Leitender Komtur in Salzburg. Stadtbaumeister [[Franz Wagner junior]] übernahm als nächster [[1963]] das Amt, wurde aber bald in das himmlische Jerusalem abberufen. Der inzwischen emeritierte Statthalter Domanig übernahm jetzt wieder die Leitung der Komturei und wurde dabei von Stadtbaumeister [[Peter Wagner]] tatkräftig unterstützt. Seit [[1971]] führte Peter Wagner die Komturei.
Stadtbaumeister Franz Wagner übernahm als nächster 1963 das Amt, wurde aber bald in das himmlische Jerusalem abberufen. Der inzwischen emeritierte Statthalter Domanig übernahm jetzt wieder die Leitung der Komturei und wurde dabei von Stadtbaumeister Peter Wagner (Sohn von Franz Wagner) tatkräftig unterstützt. Seit 1971 führte dann Peter Wagner die Komturei.
 
Durch auffallend glänzende Investituren - einmal mit Großprior Beltritti, dreimal mit Kardinal-Großmeister de Fuerstenberg (davon zwei sogenannte "Drei-Länder-Investituren" mit Damen und Rittern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) gewann Salzburg an Profil im Orden.
 
Nachdem P. Wagner Ordenskanzler geworden war, übernahm Kommerzialrat Bernhard Weis (Buchhändler in Salzburg) 1984 die Leitung der Komturei. Er bemühte sich intensiv und erfolgreich um ein spirituell vertieftes, brüderliches Ordensleben. Nach einer ernsthaften Erkrankung trat er zurück und Landesschulinspektor Hofrat Edwin Gräupl wurde 1995 Ltd. Komtur. Er engagierte sich - in der vorgegebenen Linie - für ein anspruchsvolles Programm und intensive Kontakte zum Heiligen Land. Nach seiner Ernennung zum Statthalter übernahm 2000 der Vizepräsident des Landesgerichts Salzburg Dr. Engelbert Bitschnau die Leitung der Komturei. Seit 2004 ist Hofrat Dr. Alfred Berghammer, Abteilungsleiter im Amt der Landesregierung, neuer Leitender Komtur.
 
  
Seit Jahrzehnten werden in Salzburg regelmäßig zwei überregionale Veranstaltungen durchgeführt:
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Durch auffallend glänzende Investituren – einmal mit Großprior Beltritti, dreimal mit Kardinal-Großmeister de Fuerstenberg (davon zwei sogenannte "Drei-Länder-Investituren" mit Damen und Rittern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) gewann Salzburg an Profil im Orden.
  
Meist am Wochenende vor dem Palmsonntag (Freitag bis Sonntag) werden die '''Einkehrtage der Statthalterei''' für alle Damen und Ritter in Österreich veranstaltet. 2002 wird Ordensbruder Altbischof Dr. Stecher (Innsbruck) die spirituelle Leitung übernehmen.
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Nachdem Peter Wagner Ordenskanzler geworden war, übernahm Kommerzialrat [[Bernhard Weis]] (Buchhändler in Salzburg) [[1984]] die Leitung der Komturei. Er bemühte sich intensiv und erfolgreich um ein spirituell vertieftes, brüderliches Ordensleben. Nach einer ernsthaften Erkrankung trat er zurück und Landesschulinspektor Hofrat [[Edwin Gräupl]] wurde [[1995]] Ltd. Komtur. Er engagierte sich – in der vorgegebenen Linie – für ein anspruchsvolles Programm und intensive Kontakte zum Heiligen Land. Nach seiner Ernennung zum Statthalter übernahm [[2000]] der Vizepräsident des [[Landesgericht]]s Salzburg Dr. [[Engelbert Bitschnau]] die Leitung der Komturei. Nach Hofrat Dr. [[Alfred Berghammer]] ([[2004]]–[[2012]]), Abteilungsleiter im [[Amt der Salzburger Landesregierung]], ist Hofrat Mag. [[Reinhold Mayer]] neuer Leitender Komtur.
  
Ende Juli (parallel zum Beginn der katholischen Salzburger Hochschulwochen) lädt die Komturei Salzburg zur '''Wallfahrt nach Maria Plain''' ein. Dabei ist auch immer ein Vortrag vorgesehen (in den letzten Jahren sprachen z. B.: Prof. Dr. Eugen Bieser aus München, der österreichische Kurien- Erzbischof Dr. Alois Wagner, Univ. Prof. Dr. Gerhard Winkler OCist)
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==Veranstaltungen==
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Früher fanden über Jahrzehnten hinweg in Salzburg regelmäßig zwei überregionale Veranstaltungen statt:
  
Die Komtureien Linz, St. Pölten und Salzburg veranstalten gemeinsam im dreijährigen Turnus den '''Ordenstag zum Fest "Maria - Königin von Palästina"''' im Oktober. Salzburg gestaltete die Feier 2000 im Kollegiatsstift Mattse und 2003 am Dürnberg.
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Meist am Wochenende vor dem [[Palmsonntag]] (Freitag bis Sonntag) werden die ''Einkehrtage der Statthalterei'' für alle Damen und Ritter in Österreich veranstaltet. 2002 wird Ordensbruder Altbischof Dr. Stecher (Innsbruck) die spirituelle Leitung übernehmen.
  
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Ende Juli (parallel zum Beginn der katholischen [[Salzburger Hochschulwochen]]) lädt die Komturei Salzburg zur ''[[Wallfahrt Maria Plain|Wallfahrt nach Maria Plain]]'' ein. Dabei ist auch immer ein Vortrag vorgesehen (in den letzten Jahren sprachen z. B.: Prof. Dr. Eugen Bieser aus München, der österreichische Kurien-Erzbischof Dr. Alois Wagner, Univ.-Prof. Dr. [[Gerhard Bernhard Winkler|Gerhard Winkler]] OCist).
  
'''Leitende Komture:'''
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Die Komtureien Linz, St. Pölten und Salzburg veranstalten gemeinsam im dreijährigen Turnus den ''Ordenstag zum Fest "Maria – Königin von Palästina"'' im Oktober. Salzburg gestaltete die Feier 2000 im [[Stift Mattsee|Stift Mattsee]] und 2003 in [[Bad Dürrnberg]].
  
(Hofrat Prof. Dr. Erwin Domanig 1951 - 1958; in der "Gründerzeit" als Regent und dann seit 1954 als Statthalter auch de facto Ltd. Komtur in seinem Wohnort Salzburg)
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== Leitende Komture ==
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*[[Hofrat]] [[Professor]] Dr. [[Erwin Domanig]] (1951–1958); in der "Gründerzeit" als Regent und dann seit 1954 als Statthalter auch de facto Ltd. Komtur in seinem Wohnort Salzburg
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*Kommerzialrat [[Walter Dick]] (1959–1962)
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*Dipl.-Architekt [[Franz Wagner junior]] (1963–1966) (im Amt verstorben)
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*Horat Dr. Erwin Domanig (1967–1970) (übernahm als Ehrenstatthalter diese Funktion)
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*Ing. [[Peter Wagner]] junior (1971–1983)
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*Kommerzialrat [[Bernhard Weis]] (1984–1995)
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*Hofrat Mag. [[Edwin Gräupl]] (1995–2000) (ab 1. Juli 2000 Statthalter)
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*Vizepräsident des [[Landesgericht Salzburg|LG]] Dr. [[Engelbert Bitschnau]] (2000–2004)
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*Hofrat Dr. [[Alfred Berghammer]] (2004–2012)
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*Hofrat Mag. [[Reinhold Mayer]] (seit 2012)
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*Hofrat Prof. [[Hans Widrich]] (2023?)
  
Kommerzialrat Walter Dick 1959 - 1962
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== Priore ==
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* (Fürst)Erzbischof  DDr. [[Andreas Rohracher]] (1951–1955), in der "Gründerzeit" als Großprior auch de facto Prior in seiner Residenzstadt
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* Dr. [[Eduard Macheiner]] (1956–1966), [[Weihbischof]], später Erzbischof
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* Prälat Apostolischer Protonotar Prof. Dr. [[Johannes Neuhardt]] (1967–2005)
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* Prälat [[Balthasar Sieberer]] (2005–2013))
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* Prälat Dr. [[Gottfried Laireiter]] (seit 2013)
  
Dipl. Architekt Franz Wagner 1963 - 1966 (im Amt verstorben)
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== Investituren ==
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1952 (Hofrat Domanig investiert), 1953 (Baronin [[Maria Augusta Kutschera|von Trapp]] investiert), 1955 (Investitur von Elizabeth [[William Howard Arnold|Arnold]], Gattin des in Salzburg kommandierenden US-Generals), 1956, 1958, 1959, 1961, 1969 (mit Patriarch Beltritti), 1974 (mit Kardinal Großmeister de Fuerstenberg), 1979 (mit Kardinal Großmeister de Fuerstenberg, Drei-Länder-Investitur), 1986 (mit Kardinal Großmeister de Fuerstenberg, Drei-Länder-Investitur), 1990, 1998 (mit Patriarch Sabbah), 2004 Jubiläumsinvestitur (50 Jahre seit der Wiedererrichtung)
  
HR Dr. Erwin Domanig 1967 - 1970 (übernimmt als Ehrenstatthalter diese Funktion)
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== Weblinks ==
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* [http://www.oessh.at Homepage der Österreichischen Statthalterei]
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* [http://www.vatican.va/roman_curia/institutions_connected/oessh/index_en.htm Homepage der römischen Ordensregierung]
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* [http://www.graeupl.net/Akademie.html Academia Equestris Austriaca S. Thomae]
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== Quellen ==
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*[http://www.oessh.at/?Komtureien:Salzburg Homepage der Österreichischen Statthalterei des Ritterordens vom Hl. Grab]
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*[http://www.graeupl.net/OESSH-Archiv/index.htm Archiv der Ritterakademie St. Thomas]
  
Ing. Peter Wagner 1971 - 1983
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[[Kategorie:Organisation]]
 
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[[Kategorie:Verein]]
Kommerzialrat Bernhard Weis 1984 - 1995
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
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[[Kategorie:Orden (Kirche)]]
Hofrat Mag. Edwin Gräupl 1995 - 2000 (ab 1.Juli 2000 Statthalter)
 
 
 
Vizepräsident des LGR Dr. Engelbert Bitschnau 2000 - 2004
 
 
 
Hofrat Dr. Alfred Berghammer 2004 -
 
 
 
 
 
'''Priore:'''
 
 
 
(Fürsterzbischof Dr. Dr. Andreas Rohracher 1951 - 1955; in der "Gründerzeit" als Großprior auch de facto Prior in seiner Residenzstadt)
 
 
 
Dr. Eduard Macheiner 1956 - 1966 (Weihbischof, später Erzbischof)
 
 
 
Prälat Apostolischer Protonotar Prof. Dr. Johannes Neuhardt 1967 – 2005
 
 
 
Prälat Balthasar Sieberer 2005 -
 
 
 
 
 
'''Investituren:'''
 
 
 
1952 (Hofrat Domanig investiert), 1952, 1953 (Baronin Trapp investiert), 1955 (Investitur von Elizabeth Arnold, Gattin des in Salzburg kommandierenden US-Generals), 1956, 1958, 1959, 1961, 1969 (mit Patriarch Beltritti), 1974 (mit Kardinal Großmeister de Fuerstenberg), 1979 (mit Kardinal Großmeister de Fuerstenberg, 3-Länder Investitur), 1986 (mit Kardinal Großmeister de Fuerstenberg, 3-Länder Investitur), 1990, 1998 (mit Patriarch Sabbah), 2004 Jubiläumsinvestitur (50 Jahre seit der Wiedererrichtung)
 

Aktuelle Version vom 16. November 2024, 11:36 Uhr

Jerusalemkreuz.jpg

Der päpstliche Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist vom Heiligen Stuhl zur Unterstützung des Lateinischen Patriarchates (d. h. der römisch-katholischen Diözese Jerusalem) bestimmt.

Entstehung

Er entstand aus dem mittelalterlichen Brauch des Ritterschlages am Heiligen Grab in Jerusalem und wurde von Papst Pius IX. neu geordnet. Er hat heute weltweit etwa 25 000 Mitglieder (Frauen und Männer, Laien und Kleriker).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die österreichische Statthalterei in der Stadt Salzburg neu gegründet. Der Impuls kam 1951 von Prälat Protonotar Albert Oesch aus der Schweiz. Primar Hofrat Univ.-Prof. Dr. Erwin Domanig wurde mit dem Aufbau betraut. Man traf sich (im kleinen Kreis der ersten Ordensmitglieder) in der Privatkapelle des (Fürst)Erzbischofs und Großpriors DDr. Andreas Rohracher und zu Hause beim Statthalter.

Bemerkenswert ist eine Pilgerreise (1953) nach Rom (von Papst Pius XII. wurden (Fürst)Erzbischof Rohracher, Prälat Oesch, Ordensdame Baronin Trapp, Altstatthalter Höfflinger, Ordenssekretär Major Weinrichter u. a. empfangen). Auffallend sind in dieser Zeit die vielen (allerdings "kleinen") Investituren in Salzburg.

Walter Dick (Großkaufmann aus Saalfelden) wurde zur Entlastung Domanigs 1959 erster Leitender Komtur in Salzburg. Stadtbaumeister Franz Wagner junior übernahm als nächster 1963 das Amt, wurde aber bald in das himmlische Jerusalem abberufen. Der inzwischen emeritierte Statthalter Domanig übernahm jetzt wieder die Leitung der Komturei und wurde dabei von Stadtbaumeister Peter Wagner tatkräftig unterstützt. Seit 1971 führte Peter Wagner die Komturei.

Durch auffallend glänzende Investituren – einmal mit Großprior Beltritti, dreimal mit Kardinal-Großmeister de Fuerstenberg (davon zwei sogenannte "Drei-Länder-Investituren" mit Damen und Rittern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) gewann Salzburg an Profil im Orden.

Nachdem Peter Wagner Ordenskanzler geworden war, übernahm Kommerzialrat Bernhard Weis (Buchhändler in Salzburg) 1984 die Leitung der Komturei. Er bemühte sich intensiv und erfolgreich um ein spirituell vertieftes, brüderliches Ordensleben. Nach einer ernsthaften Erkrankung trat er zurück und Landesschulinspektor Hofrat Edwin Gräupl wurde 1995 Ltd. Komtur. Er engagierte sich – in der vorgegebenen Linie – für ein anspruchsvolles Programm und intensive Kontakte zum Heiligen Land. Nach seiner Ernennung zum Statthalter übernahm 2000 der Vizepräsident des Landesgerichts Salzburg Dr. Engelbert Bitschnau die Leitung der Komturei. Nach Hofrat Dr. Alfred Berghammer (20042012), Abteilungsleiter im Amt der Salzburger Landesregierung, ist Hofrat Mag. Reinhold Mayer neuer Leitender Komtur.

Veranstaltungen

Früher fanden über Jahrzehnten hinweg in Salzburg regelmäßig zwei überregionale Veranstaltungen statt:

Meist am Wochenende vor dem Palmsonntag (Freitag bis Sonntag) werden die Einkehrtage der Statthalterei für alle Damen und Ritter in Österreich veranstaltet. 2002 wird Ordensbruder Altbischof Dr. Stecher (Innsbruck) die spirituelle Leitung übernehmen.

Ende Juli (parallel zum Beginn der katholischen Salzburger Hochschulwochen) lädt die Komturei Salzburg zur Wallfahrt nach Maria Plain ein. Dabei ist auch immer ein Vortrag vorgesehen (in den letzten Jahren sprachen z. B.: Prof. Dr. Eugen Bieser aus München, der österreichische Kurien-Erzbischof Dr. Alois Wagner, Univ.-Prof. Dr. Gerhard Winkler OCist).

Die Komtureien Linz, St. Pölten und Salzburg veranstalten gemeinsam im dreijährigen Turnus den Ordenstag zum Fest "Maria – Königin von Palästina" im Oktober. Salzburg gestaltete die Feier 2000 im Stift Mattsee und 2003 in Bad Dürrnberg.

Leitende Komture

Priore

Investituren

1952 (Hofrat Domanig investiert), 1953 (Baronin von Trapp investiert), 1955 (Investitur von Elizabeth Arnold, Gattin des in Salzburg kommandierenden US-Generals), 1956, 1958, 1959, 1961, 1969 (mit Patriarch Beltritti), 1974 (mit Kardinal Großmeister de Fuerstenberg), 1979 (mit Kardinal Großmeister de Fuerstenberg, Drei-Länder-Investitur), 1986 (mit Kardinal Großmeister de Fuerstenberg, Drei-Länder-Investitur), 1990, 1998 (mit Patriarch Sabbah), 2004 Jubiläumsinvestitur (50 Jahre seit der Wiedererrichtung)

Weblinks

Quellen