Stadtpfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer: Unterschied zwischen den Versionen

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Datei:Mozart-Wandtafel in der Aigner Kirche.jpg|Mozart-Wandtafel in der Aigner Kirche mit Ave verum Motiv. (L. Mozart heiratete aber im Sbg. Dom)   
 
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Datei:Kreigerdenkmal in Aigen.JPG|Kriegerdenkmal nördlich der Aigner Kirche
 
Datei:Kreigerdenkmal in Aigen.JPG|Kriegerdenkmal nördlich der Aigner Kirche

Version vom 2. Januar 2019, 20:03 Uhr

Pfarrkirche Salzburg-Aigen
Pfarrkirche Aigen, Innenansicht

Die Stadtpfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer ist die römisch-katholische Kirche der Pfarre Aigen. Sie befindet sich in Salzburg-Aigen und ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht.

Geschichte

Die Aigner Kirche liegt unmittelbar neben dem Schloss Aigen und nur wenige Meter vom Beginn des Aigner Parks entfernt.

Bis 1139 lag die Seelsorge für Aigen beim Erzstift St. Peter, dann beim Salzburger Domkapitel. 1411 wird erstmals eine eigene Kirche erwähnt und 1447 ist ein Aigner Friedhof nachgewiesen. Unter Wolf Dietrich von Raitenau kam es zu einer Teilung und Aigen kam zur neu errichteten Stadtpfarre St. Andrä. 1699 wurden die Filialkirchen Aigen und Gnigl zu einer selbständigen Kuratie vereinigt. Die Hauptkirche war Aigen, der Sitz des Kuraten aber Gnigl. In den folgenden 150 Jahren gab es 14 Kuraten von Aigen.

Die Kirche wurde 1852 eine selbständige Pfarre. Der erste Pfarrer war J. G. Freundlinger, der bis dato Kaplan in St. Andrä war. 1891 wurde der heutige Friedhof angelegt, weil der alte um die Kirche zu klein wurde. Noch heute kann man aber Grabmäler um die Kirche sehen (z. B. von Alexander Julius Schindler oder der Orgelbauerfamilie Mauracher). Zwischen 1909 und 1911 wurde das Aigner Kirchlein, nachdem es den Anforderungen einer Stadtpfarrkirche in keiner Weise mehr entsprach, nach den Plänen von Franz Wagner in einem völligen Umbau um ihre eigene Achse gedreht und so entscheidend erweitert. 1969 wurde die Kirche unter Diözesan-Architekt Karl Pirich restauriert.

2003 baute Gaston Kern, elsässischer Orgelbaumeister, eine neue Orgel in die Stadtpfarrkirche Aigen ein. Kern schuf dabei den faszinierenden Nachbau einer französischen Orgel des 18. Jahrhunderts nach dem Vorbild Johann Andreas Silbermann (1712 bis 1783). Die Disposition hat der Organist Stephan Aichinger mitgestaltet[1]. 22 Register verteilen sich auf zwei Manuale und Pedal.

In einigen Quellen ist zu lesen, dass die Eltern von Wolfgang Amadé Mozart, Leopold Mozart und Anna Maria Walburga Pertl, in der Kirche von Aigen geheiratet hätten. Tatsächlich haben sie sich in Aigen lediglich verlobt, wie Leopold in einem Brief aus dem Jahre 1764 andeutet. Heinz Schuler vermutet, dass diese Verlobung am Donnerstag den 19. Oktober 1747 stattfand[2], also ca. ein Monat, bevor sie am 21. November 1747 im Salzburger Dom getraut wurden.

Bildergalerie

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

Fußnoten

  1. http://www.musik-aichinger.at/orgel/
  2. Heinz Schuler: Die Hochzeit der Eltern Mozarts. Eine Quellenstudie. In: Acta Mozartiana 28, Jg. 1981, S. 3–11.