Sigmund-Haffner-Gasse: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Zeile 1: Zeile 1:
 
{{Straße|200|Franziskanergasse|Getreidegasse|{{PAGENAME}}}}
 
{{Straße|200|Franziskanergasse|Getreidegasse|{{PAGENAME}}}}
[[Bild:Sigmund_Haffner_Gasse.jpg|thumb|Blick von Süden nach Norden in der Sigmund-Haffner-Gasse in der Salzburger [[Altstadt]] gegen das [[Salzburger Rathaus]], im Bild auch einer der das Altstadtbild prägenden [[Fiaker]]]]
+
[[Bild:Sigmund_Haffner_Gasse.jpg|thumb|Blick von Süden nach Norden in der Sigmund-Haffner-Gasse in der Salzburger [[Altstadt]]
[[File:Romanischer Löwe im Langenpalais (Salzburg).jpg|thumb|Romanischer Löwe im [[Langenhof]]]]
+
gegen das [[Salzburger Rathaus]], im Bild auch einer der das Altstadtbild prägenden [[Fiaker]]]]
[[File:Sigmund-Haffner-Gasse 02.jpg|thumb|Sigmund-Haffner-Gasse]]
+
[[Bild:Straßenschild Sigmund Haffner Gasse.JPG|thumb|Straßenschild in der typischen Alt-Salzburger Art]]
[[Datei:Sigmund-Haffner-Gasse bei Nacht 20151101.jpg|thumb|Sigmund-Haffner-Gasse bei Nacht]]
+
[[Datei:Gedenktafel_Adolf_Kolping_Gesellenverein.jpg|thumb|Gedenktafel für [[Adolph Kolping]] am [[Hotel Elefant]]]]
<!--[[Datei:Sigmund-Haffner-Gasse mit Rathaus zu Silvester 2009.jpg|thumb|Sigmund-Haffner-Gasse mit [[Salzburger Rathaus]] zu Silvester 2009]]-->
+
[[Datei:Sigmund-Haffner-Gasse mit Rathaus zu Silvester 2009.jpg|thumb|Sigmund-Haffner-Gasse mit [[Salzburger Rathaus]] zu Silvester 2009]]
 
[[Datei:Rathausansicht aus der Sigmund- Hafner-Gasse 072.jpg|thumb|Blick durch die Sigmund-Haffner-Gasse gegen das [[Salzburger Rathaus]]]]
 
[[Datei:Rathausansicht aus der Sigmund- Hafner-Gasse 072.jpg|thumb|Blick durch die Sigmund-Haffner-Gasse gegen das [[Salzburger Rathaus]]]]
Die '''Sigmund-Haffner-Gasse''' befindet sich in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] zwischen dem [[Franziskanerkloster]] und dem [[Salzburger Rathaus|Rathaus]].
+
Die '''Sigmund-Haffner-Gasse''' befindet sich in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] zwischen [[Franziskanerkloster]] und [[Salzburger Rathaus|Rathaus]].
  
== Name ==
+
==Namensgeschichte==
Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], [[Sigmund Haffner]] (* ([[1768]]; † [[1772]]), benannt, der im Haus Nr. 6 wohnte. Der Beschluss zur heutigen Namensgebung wurde im Jahr [[1873]] gefasst.
+
Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen Bürgermeister von Salzburg, [[Sigmund Haffner]] (* ([[1768]], † [[1772]]), benannt, der im Haus Nr. 6 wohnte.
  
== Geschichte ==
+
Sie ist eine der ältesten Gassen in der Altstadt.
Die Gasse ist eine der zentralen und ältesten Gassen in der Altstadt.  
 
  
Der obere, südliche, Teil, bisweilen die ganze Gasse, hieß seit der ersten urkundlichen Erwähnung [[1285]] ''Abtsgasse'', nach dem [[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]. Der untere, nördliche Teil der Gasse hatte in älterer Zeit den Namen ''Haber''- oder ''Milchmarkt''.
+
Der obere Teil dieser Gasse, bisweilen die ganze Gasse, hieß seinerzeit ''Abtsgasse'' (nach dem [[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]), im 18. und 19. Jahrhundert ''Kirch-'' oder ''Pfarrgasse'', da die [[Franziskanerkirche]] lange Zeit Stadtpfarrkirche war.
  
Von etwa [[1335]] bis ins [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]] wurde sie ''Kirch-'' oder ''Pfarrgasse'' genannt, weil die [[Franziskanerkirche]] in dieser Zeit die Stadtpfarrkirche war.
+
Der untere Teil hatte in älterer Zeit den Namen ''Haber''- oder ''Milchmarkt''.
  
== Gebäude ==
+
Der heutige Name wurde im Jahr [[1873]] festgelegt.
 +
 
 +
==Gebäude==
 
Die ältesten Gebäude stammen aus dem [[11. Jahrhundert]].
 
Die ältesten Gebäude stammen aus dem [[11. Jahrhundert]].
  
=== Südlicher Teil ===
+
===Oberer Teil===
 
Vom Franziskanerkloster kommend findet man auf der linken Straßenseite folgende Gebäude:
 
Vom Franziskanerkloster kommend findet man auf der linken Straßenseite folgende Gebäude:
  
'''Nr.&nbsp;22.'''  An der Ecke Sigmund-Haffner-Gasse - [[Franziskanergasse]] befindet sich das [[Rupertinum (Gebäude)|Gebäude]] des ehemaligen [[Collegium Rupertinum]], in dem heute das [[Museum Rupertinum]] untergebracht ist, ein Gebäude, das in der Länge bis zum [[Max-Reinhardt-Platz]] reicht. Es wurde von [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] erbaut und war ein Heim für Studenten der von ihm gegründeten [[Benediktineruniversität]] und das [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Salzburger Gymnasium]].
+
'''Nr.&nbsp;22.'''  An der Ecke Sigmund-Haffner-Gasse - [[Franziskanergasse]] befindet sich das [[Rupertinum]], ein Gebäude, das in der Länge bis zum [[Max-Reinhardt-Platz]] reicht. Es wurde von [[Erzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] erbaut und war ein Heim für Studenten der von ihm gegründeten [[Alte Universität|Benediktineruniversität]].
  
 
'''Nr.&nbsp;20.''' Anschließend steht das [[Kapellhaus]], früher die Unterkunft der Sängerknaben des [[Dom]]s. Es trägt das Wappen des Frürsterzbischofs [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]].
 
'''Nr.&nbsp;20.''' Anschließend steht das [[Kapellhaus]], früher die Unterkunft der Sängerknaben des [[Dom]]s. Es trägt das Wappen des Frürsterzbischofs [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]].
Zeile 32: Zeile 33:
 
'''Nr.&nbsp;16.''' Es folgt der [[Langenhof]], da er der Familie von Fürsterzbischof [[Matthäus Lang]] gehörte. [[1670]] wurde er von der Familie der [[Kuenburger]] in die heutige Form umgebaut.  
 
'''Nr.&nbsp;16.''' Es folgt der [[Langenhof]], da er der Familie von Fürsterzbischof [[Matthäus Lang]] gehörte. [[1670]] wurde er von der Familie der [[Kuenburger]] in die heutige Form umgebaut.  
  
'''Nr.&nbsp;14.''' „Baron [[Pranckh|Prankh]]-Haus“, [[1775]] auch ''Robinighaus'' genannt, 1813 Sigmund von Robinig, 1816 Eisenhändler von Robening, 1858 Karl Buchsbaum
+
'''Nr.&nbsp;14.''' „Baron [[Pranckh|Prankh]]-Haus“.
  
'''Nr.&nbsp;12.''' [[Steinhauserhaus]].
+
'''Nr.&nbsp;12.''' „Dachsbergerhof“.
  
 
'''Nr.&nbsp;10.''' Das [[Ritzerbogenhaus]] mit dem [[Ritzerbogen]].
 
'''Nr.&nbsp;10.''' Das [[Ritzerbogenhaus]] mit dem [[Ritzerbogen]].
Zeile 42: Zeile 43:
 
Parallel auf der rechten Gassenseite steht die Franziskanerkirche, gefolgt von der [[Dietrichsruh]] und dem [[Toskanatrakt]].
 
Parallel auf der rechten Gassenseite steht die Franziskanerkirche, gefolgt von der [[Dietrichsruh]] und dem [[Toskanatrakt]].
  
=== Nördliche Teil ===
+
===Unterer Teil===
 
'''Nr.&nbsp;7-9.''' "[[Elsenheimersche Haus]]", auch „Gusettihaus“: In den Häusern Nr. 7 und 9, Ecke Churfürststraße, schräg gegenüber dem Ritzerbogen, war der [[Gasthof zu den drei Kronen]].
 
'''Nr.&nbsp;7-9.''' "[[Elsenheimersche Haus]]", auch „Gusettihaus“: In den Häusern Nr. 7 und 9, Ecke Churfürststraße, schräg gegenüber dem Ritzerbogen, war der [[Gasthof zu den drei Kronen]].
  
'''Nr.&nbsp;8.''' „Lamberghaus“, früher „Schloßganglhaus“. Zu den Besitzern zählte [[Ludwig Alt|Ludwig (II.) Alt "der Älteste"]] (* ca. 1484; † 1554); später war der Besitz geschossweise aufgeteilt, zu den Besitzer gehörten zB 1813 die [[Triendl]]s, [[Schlossgangl von Edlenbach]], [[Schallhammer]]s und die [[Koflern|Koflerischen]] Schwestern.<ref> Franz X. Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzach-Kreises. Ein Hand- und Addreß-Buch für Jedermann. Salzburg 1813. In der Mayer’schen Buchhandlung [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&pg=PA265&lpg=PA265&dq=Schlo%C3%9Fganglhaus&source=bl&ots=B9xGVpMlG9&sig=mBDbZ-HtRvjiWBXr_BJFFN4ZCPI&hl=de&ei=IM4xTaibI8j5sgbV6bCvCg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3&ved=0CCMQ6AEwAg#v=onepage&q=Schlo%C3%9Fganglhaus&f=false S.&nbsp;265;] Franz Martin aaO MGSLK 78 (1938) S. 158 (Koflern) und 162 (Schallhammer) = ''[[Hundert Salzburger Familien]]'' S.&nbsp;201 u.206.</ref>
+
'''Nr.&nbsp;8.''' „Lamberghaus“, früher „Schloßganglhaus“. Zu den Besitzern zählte [[Ludwig Alt|Ludwig (II.) Alt "der Älteste"]] (* ca. 1484, † 1554); später war der Besitz geschossweise aufgeteilt, zu den Besitzer gehörten zB 1813 die [[Triendl]]s, [[Schlossgangl von Edlenbach]], [[Schallhammer]]s und die [[Koflern|Koflerischen]] Schwestern.<ref> Franz X. Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzach-Kreises. Ein Hand- und Addreß-Buch für Jedermann. Salzburg 1813. In der Mayer’schen Buchhandlung [http://books.google.at/books?id=ZIwAAAAAcAAJ&pg=PA265&lpg=PA265&dq=Schlo%C3%9Fganglhaus&source=bl&ots=B9xGVpMlG9&sig=mBDbZ-HtRvjiWBXr_BJFFN4ZCPI&hl=de&ei=IM4xTaibI8j5sgbV6bCvCg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3&ved=0CCMQ6AEwAg#v=onepage&q=Schlo%C3%9Fganglhaus&f=false S.&nbsp;265;] Franz Martin aaO MGSLK 78 (1938) S. 158 (Koflern) und 162 (Schallhammer) = ''[[Hundert Salzburger Familien]]'' S.&nbsp;201 u.206.</ref>
  
 
'''Nr.&nbsp;6.''' „Haffnerhaus“. Das Gebäude, heute Durchgang zum [[Schatz-Durchhaus]], war der Sitz verschiedener Handelshäuser, so
 
'''Nr.&nbsp;6.''' „Haffnerhaus“. Das Gebäude, heute Durchgang zum [[Schatz-Durchhaus]], war der Sitz verschiedener Handelshäuser, so
Zeile 53: Zeile 54:
 
'''Nr.&nbsp;4.''' Im [[Hotel Elefant]] gründete [[Adolph Kolping]] am [[12. Mai]] [[1852]] den ersten Salzburger katholischen Gesellenverein.
 
'''Nr.&nbsp;4.''' Im [[Hotel Elefant]] gründete [[Adolph Kolping]] am [[12. Mai]] [[1852]] den ersten Salzburger katholischen Gesellenverein.
  
== Prominente Bewohner ==
+
==Prominente Bewohner==
Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa [[Wolf Dietrich von Raitenau]] (* [[1559]]; † [[1617]]), der von [[1587]] bis [[1612]] [[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] von Salzburg war, seine Geliebte [[Salome Alt]] (* [[1568]]; † [[1663]]) im Haus Sigmund-Haffner-Gasse 6 oder [[Heinrich Ignaz Franz Biber]] (* [[1644]]; † [[1704]]).
+
Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich von Raitenau]] (* [[1559]], † [[1617]] ), der von [[1587]] bis [[1612]] [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] von Salzburg war, seine Geliebte [[Salome Alt]] (* [[1568]], † [[1663]]); (im Haus Sigmund-Haffner-Gasse 6) oder [[Heinrich Ignaz Franz Biber]] (* [[1644]], † [[1704]]).
  
== Geschäfte ==
+
==Geschäfte==
 
'''Nr.&nbsp;16.''' In [[Scio's Specereyen]] wurden die original Venusbrüstchen nach altem Rezept angeboten. Die Praline galt bereits zu Mozarts Zeiten als Delikatesse. Die Familie [[Rigaud]] führte diese Tradition in Salzburg fort bis zur Schließung des Lokals im Herbst 2010 fort.
 
'''Nr.&nbsp;16.''' In [[Scio's Specereyen]] wurden die original Venusbrüstchen nach altem Rezept angeboten. Die Praline galt bereits zu Mozarts Zeiten als Delikatesse. Die Familie [[Rigaud]] führte diese Tradition in Salzburg fort bis zur Schließung des Lokals im Herbst 2010 fort.
  
Zeile 67: Zeile 68:
 
Am nördlichen Ende an den beiden Ecken bei der Einmündung der Sigmund-Haffner-Gasse in den [[Kranzlmarkt]] befand sich früher das bekannten Salzburger [[Textilhaus Thalhammer]].
 
Am nördlichen Ende an den beiden Ecken bei der Einmündung der Sigmund-Haffner-Gasse in den [[Kranzlmarkt]] befand sich früher das bekannten Salzburger [[Textilhaus Thalhammer]].
  
== Unternehmen ==
 
* '''Nr.&nbsp;1.''' Baukultur2<ref>[http://www.baukultur2.at Baukultur2]</ref> "Erkennen Weiterführen Verwandeln" im Sakral- Alt- Zu- Erweiterungsbau.
 
 
== Bilder ==
 
{{Bildkat}}
 
 
==Quellen==
 
==Quellen==
* [http://gis.stadt-salzburg.at/citymap/cm_data.asp?what=search&ns_sel_search4=address&nsa_txt_street=Sigmund-Haffner-Gasse&nsa_txt_hnr=&nsa_btn_submit=Adresse+anzeigen Info zu 'Sigmund-Haffner-Gasse auf gis.stadt-salzburg.at]
+
* [http://gis.stadt-salzburg.at/citymap/cm_data.asp?what=search&ns_sel_search4=address&nsa_txt_street=Sigmund-Haffner-Gasse&nsa_txt_hnr=&nsa_btn_submit=Adresse+anzeigen ''Info zu 'Sigmund-Haffner-Gasse' ''] auf gis.stadt-salzburg.at
 
{{Quelle Franz Martin}}
 
{{Quelle Franz Martin}}
* [[Franz Martin|Martin, Franz]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1952
+
* ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]], [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1952
* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
+
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
* Martin, Franz: ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK) Band 78 (1938), 84/85 (1944/45). = derselbe, ''[[Hundert Salzburger Familien]]'' (Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg [[1946]]) S. 201, 206, 315.
+
* Franz Martin: ''Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK) Band 78 (1938), 84/85 (1944/45). = derselbe, ''[[Hundert Salzburger Familien]]'' (Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg [[1946]]) S. 201, 206, 315.
 
* Salzburgwiki
 
* Salzburgwiki
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund-Haffner-Gasse Wikipedia]
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund-Haffner-Gasse Wikipedia]
* [[Franz Valentin Zillner]]: ''Geschichte der Stadt Salzburg'', [https://archive.org/details/bub_gb_M5MJAAAAIAAJ/page/n351 Seite 337ff]
 
  
 
==Fußnoten==
 
==Fußnoten==
 
<references/>
 
<references/>
  
 +
[[Kategorie:Straße Stadt Salzburg]]
 +
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Infrastruktur]]
 
[[Kategorie:Verkehr]]
 
 
[[Kategorie:Straße]]
 
[[Kategorie:Straße]]
[[Kategorie:Straße Stadt Salzburg]]
 

Version vom 28. Dezember 2018, 13:18 Uhr

Bild
Sigmund-Haffner-Gasse.jpg
Sigmund-Haffner-Gasse
Länge: ca. 200 m
Startpunkt: Franziskanergasse
Endpunkt: Getreidegasse
Karte: Googlemaps
Blick von Süden nach Norden in der Sigmund-Haffner-Gasse in der Salzburger Altstadt gegen das Salzburger Rathaus, im Bild auch einer der das Altstadtbild prägenden Fiaker
Datei:Straßenschild Sigmund Haffner Gasse.JPG
Straßenschild in der typischen Alt-Salzburger Art
Gedenktafel für Adolph Kolping am Hotel Elefant
Sigmund-Haffner-Gasse mit Salzburger Rathaus zu Silvester 2009
Blick durch die Sigmund-Haffner-Gasse gegen das Salzburger Rathaus

Die Sigmund-Haffner-Gasse befindet sich in der Altstadt von Salzburg zwischen Franziskanerkloster und Rathaus.

Namensgeschichte

Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen Bürgermeister von Salzburg, Sigmund Haffner (* (1768, † 1772), benannt, der im Haus Nr. 6 wohnte.

Sie ist eine der ältesten Gassen in der Altstadt.

Der obere Teil dieser Gasse, bisweilen die ganze Gasse, hieß seinerzeit Abtsgasse (nach dem Abt von St. Peter), im 18. und 19. Jahrhundert Kirch- oder Pfarrgasse, da die Franziskanerkirche lange Zeit Stadtpfarrkirche war.

Der untere Teil hatte in älterer Zeit den Namen Haber- oder Milchmarkt.

Der heutige Name wurde im Jahr 1873 festgelegt.

Gebäude

Die ältesten Gebäude stammen aus dem 11. Jahrhundert.

Oberer Teil

Vom Franziskanerkloster kommend findet man auf der linken Straßenseite folgende Gebäude:

Nr. 22. An der Ecke Sigmund-Haffner-Gasse - Franziskanergasse befindet sich das Rupertinum, ein Gebäude, das in der Länge bis zum Max-Reinhardt-Platz reicht. Es wurde von Erzbischof Paris Graf Lodron erbaut und war ein Heim für Studenten der von ihm gegründeten Benediktineruniversität.

Nr. 20. Anschließend steht das Kapellhaus, früher die Unterkunft der Sängerknaben des Doms. Es trägt das Wappen des Frürsterzbischofs Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg.

Nr. 18. Universitätsgebäude, ehemaliges „Pustet-Haus“; bekannte Bewohner war Joseph Freiherr von Weiß, Politiker, Jurist und erster Landeshauptmann von Salzburg.

Nr. 16. Es folgt der Langenhof, da er der Familie von Fürsterzbischof Matthäus Lang gehörte. 1670 wurde er von der Familie der Kuenburger in die heutige Form umgebaut.

Nr. 14. „Baron Prankh-Haus“.

Nr. 12. „Dachsbergerhof“.

Nr. 10. Das Ritzerbogenhaus mit dem Ritzerbogen.

Nach rechts öffnet sich die Churfürststraße zum Alten Markt.

Parallel auf der rechten Gassenseite steht die Franziskanerkirche, gefolgt von der Dietrichsruh und dem Toskanatrakt.

Unterer Teil

Nr. 7-9. "Elsenheimersche Haus", auch „Gusettihaus“: In den Häusern Nr. 7 und 9, Ecke Churfürststraße, schräg gegenüber dem Ritzerbogen, war der Gasthof zu den drei Kronen.

Nr. 8. „Lamberghaus“, früher „Schloßganglhaus“. Zu den Besitzern zählte Ludwig (II.) Alt "der Älteste" (* ca. 1484, † 1554); später war der Besitz geschossweise aufgeteilt, zu den Besitzer gehörten zB 1813 die Triendls, Schlossgangl von Edlenbach, Schallhammers und die Koflerischen Schwestern.[1]

Nr. 6. „Haffnerhaus“. Das Gebäude, heute Durchgang zum Schatz-Durchhaus, war der Sitz verschiedener Handelshäuser, so

Nr. 4. Im Hotel Elefant gründete Adolph Kolping am 12. Mai 1852 den ersten Salzburger katholischen Gesellenverein.

Prominente Bewohner

Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa Wolf Dietrich von Raitenau (* 1559, † 1617 ), der von 1587 bis 1612 Erzbischof von Salzburg war, seine Geliebte Salome Alt (* 1568, † 1663); (im Haus Sigmund-Haffner-Gasse 6) oder Heinrich Ignaz Franz Biber (* 1644, † 1704).

Geschäfte

Nr. 16. In Scio's Specereyen wurden die original Venusbrüstchen nach altem Rezept angeboten. Die Praline galt bereits zu Mozarts Zeiten als Delikatesse. Die Familie Rigaud führte diese Tradition in Salzburg fort bis zur Schließung des Lokals im Herbst 2010 fort.

Nr. 12. Restaurant Zipfer Bierhaus

Nr. 10. Die traditionsreiche Buchhandlung Höllrigl.

Nr. 3. Das Geschäft J. Schiessendoppler Inh. Dr. B. Spitz, Besitzer Dipl. Kfm. Dr. Burkhard Spitz, existiert heute nicht mehr.

Am nördlichen Ende an den beiden Ecken bei der Einmündung der Sigmund-Haffner-Gasse in den Kranzlmarkt befand sich früher das bekannten Salzburger Textilhaus Thalhammer.

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

Fußnoten

  1. Franz X. Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzach-Kreises. Ein Hand- und Addreß-Buch für Jedermann. Salzburg 1813. In der Mayer’schen Buchhandlung S. 265; Franz Martin aaO MGSLK 78 (1938) S. 158 (Koflern) und 162 (Schallhammer) = Hundert Salzburger Familien S. 201 u.206.
  2. Franz Martin: 99. Altenau, MGSLK 84/85 (1944/45) S. 63 = derselbe, Hundert Salzburger Familien S. 315.