Sigmund-Haffner-Gasse: Unterschied zwischen den Versionen

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Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa [[Wolf Dietrich von Raitenau]] (* [[1559]], † [[1617]]), der von [[1587]] bis [[1612]] [[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] von Salzburg war, seine Geliebte [[Salome Alt]] (* [[1568]], † [[1663]]) im Haus Sigmund-Haffner-Gasse 6 oder [[Heinrich Ignaz Franz Biber]] (* [[1644]], † [[1704]]).
  
 
== Geschäfte ==
 
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Version vom 2. Dezember 2017, 21:26 Uhr

Bild
Sigmund-Haffner-Gasse.jpg
Sigmund-Haffner-Gasse
Länge: ca. 200 m
Startpunkt: Franziskanergasse
Endpunkt: Getreidegasse
Karte: Googlemaps
Blick von Süden nach Norden in der Sigmund-Haffner-Gasse in der Salzburger Altstadt gegen das Salzburger Rathaus, im Bild auch einer der das Altstadtbild prägenden Fiaker
Romanischer Löwe im Langenhof
Sigmund-Haffner-Gasse
Blick durch die Sigmund-Haffner-Gasse gegen das Salzburger Rathaus

Die Sigmund-Haffner-Gasse befindet sich in der Altstadt von Salzburg zwischen dem Franziskanerkloster und dem Rathaus.

Name

Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen Bürgermeister der Stadt Salzburg, Sigmund Haffner (* (1768, † 1772), benannt, der im Haus Nr. 6 wohnte. Der Beschluss zur heutigen Namensgebung wurde im Jahr 1873 gefasst.

Geschichte

Die Gasse ist eine der zentralen und ältesten Gassen in der Altstadt.

Der obere, südliche, Teil, bisweilen die ganze Gasse, hieß seit der ersten urkundlichen Erwähnung 1285 Abtsgasse, nach dem Abt von St. Peter. Der untere, nördliche Teil der Gasse hatte in älterer Zeit den Namen Haber- oder Milchmarkt.

Von etwa 1335 bis ins 18. und 19. Jahrhundert wurde sie Kirch- oder Pfarrgasse genannt, weil die Franziskanerkirche in dieser Zeit die Stadtpfarrkirche war.

Gebäude

Die ältesten Gebäude stammen aus dem 11. Jahrhundert.

Südlicher Teil

Vom Franziskanerkloster kommend findet man auf der linken Straßenseite folgende Gebäude:

Nr. 22. An der Ecke Sigmund-Haffner-Gasse - Franziskanergasse befindet sich das Rupertinum, ein Gebäude, das in der Länge bis zum Max-Reinhardt-Platz reicht. Es wurde von Fürsterzbischof Paris Graf Lodron erbaut und war ein Heim für Studenten der von ihm gegründeten Benediktineruniversität.

Nr. 20. Anschließend steht das Kapellhaus, früher die Unterkunft der Sängerknaben des Doms. Es trägt das Wappen des Frürsterzbischofs Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg.

Nr. 18. Universitätsgebäude, ehemaliges „Pustet-Haus“; bekannte Bewohner war Joseph Freiherr von Weiß, Politiker, Jurist und erster Landeshauptmann von Salzburg.

Nr. 16. Es folgt der Langenhof, da er der Familie von Fürsterzbischof Matthäus Lang gehörte. 1670 wurde er von der Familie der Kuenburger in die heutige Form umgebaut.

Nr. 14. „Baron Prankh-Haus“.

Nr. 12. „Dachsbergerhof“.

Nr. 10. Das Ritzerbogenhaus mit dem Ritzerbogen.

Nach rechts öffnet sich die Churfürststraße zum Alten Markt.

Parallel auf der rechten Gassenseite steht die Franziskanerkirche, gefolgt von der Dietrichsruh und dem Toskanatrakt.

Unterer Teil

Nr. 7-9. "Elsenheimersche Haus", auch „Gusettihaus“: In den Häusern Nr. 7 und 9, Ecke Churfürststraße, schräg gegenüber dem Ritzerbogen, war der Gasthof zu den drei Kronen.

Nr. 8. „Lamberghaus“, früher „Schloßganglhaus“. Zu den Besitzern zählte Ludwig (II.) Alt "der Älteste" (* ca. 1484, † 1554); später war der Besitz geschossweise aufgeteilt, zu den Besitzer gehörten zB 1813 die Triendls, Schlossgangl von Edlenbach, Schallhammers und die Koflerischen Schwestern.[1]

Nr. 6. „Haffnerhaus“. Das Gebäude, heute Durchgang zum Schatz-Durchhaus, war der Sitz verschiedener Handelshäuser, so

Nr. 4. Im Hotel Elefant gründete Adolph Kolping am 12. Mai 1852 den ersten Salzburger katholischen Gesellenverein.

Prominente Bewohner

Prominente Bewohner der Sigmund-Haffner-Gasse waren etwa Wolf Dietrich von Raitenau (* 1559, † 1617), der von 1587 bis 1612 Fürsterzbischof von Salzburg war, seine Geliebte Salome Alt (* 1568, † 1663) im Haus Sigmund-Haffner-Gasse 6 oder Heinrich Ignaz Franz Biber (* 1644, † 1704).

Geschäfte

Nr. 16. In Scio's Specereyen wurden die original Venusbrüstchen nach altem Rezept angeboten. Die Praline galt bereits zu Mozarts Zeiten als Delikatesse. Die Familie Rigaud führte diese Tradition in Salzburg fort bis zur Schließung des Lokals im Herbst 2010 fort.

Nr. 12. Restaurant Zipfer Bierhaus

Nr. 10. Die traditionsreiche Buchhandlung Höllrigl.

Nr. 3. Das Geschäft J. Schiessendoppler Inh. Dr. B. Spitz, Besitzer Dipl. Kfm. Dr. Burkhard Spitz, existiert heute nicht mehr.

Am nördlichen Ende an den beiden Ecken bei der Einmündung der Sigmund-Haffner-Gasse in den Kranzlmarkt befand sich früher das bekannten Salzburger Textilhaus Thalhammer.

Unternehmen

  • Nr. 1. Baukultur2[3] "Erkennen Weiterführen Verwandeln" im Sakral- Alt- Zu- Erweiterungsbau.

Bilder

 Sigmund-Haffner-Gasse – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

Fußnoten

  1. Franz X. Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzach-Kreises. Ein Hand- und Addreß-Buch für Jedermann. Salzburg 1813. In der Mayer’schen Buchhandlung S. 265; Franz Martin aaO MGSLK 78 (1938) S. 158 (Koflern) und 162 (Schallhammer) = Hundert Salzburger Familien S. 201 u.206.
  2. Franz Martin: 99. Altenau, MGSLK 84/85 (1944/45) S. 63 = derselbe, Hundert Salzburger Familien S. 315.
  3. Baukultur2