Berchtesgadener Land: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 3. September 2007, 18:33 Uhr

Das Berchtesgadener Land mit einer Fläche von 840 qkm und 101.926 Einwohnern (Stand 30.6.2004) teilt sich in drei geographische Regionen: die um Laufen und Freilassing, die um Bad Reichenhall und die um Berchtesgaden.

Datei:Berchtesgadener Land 02.jpg
Steintafel an der Grenze zwischen Salzburg und Bayern entlang der der Bundesstraße nach Berchtesgaden
die "Familie" Watzmann
Datei:Land 03.jpg
Glaube und Natur in der Nähe der Wallfahrtskirche Maria Gern gesehen
Datei:Bayern 02.jpg
Schloss Staufeneck bei Piding, Bayern

Daten

  • höchster Punkt: 2713 m (Watzmann-Mittelspitze)
  • tiefster Punkt: 383 m (Einmündung des Schinderbaches in die Salzach in Laufen).
  • Fläche von 840 qkm
  • Einwohner: 101.926 Einwohner

Begrenzung

Das Berchtesgadener Land umfasst das Gebiet der Berchtesgadener Alpen zwischen der Saalach im Westen und der Salzburg im Osten, dem Steinernen Meer im Süden und de,m Untersberg im Osten. Südlich liegt der Nationalpark Berchtesgaden mit Zentrum Königssee unter dem 2.713 m hohen Watzmann.

Geschichte

Aufzeichnungen der Augustiner ist zu entnehmen, dass sie im 11. Jahrhundert mit Rodungsarbeiten im Gebiet von Berchtesgaden begannen. Die Stiftskirche von Berchtesgaden wurde 1122 geweiht.

Bis ins 12. Jahrhundert lässt sich auch die Geschichte rund ums Salz im Berchtesgadener Land zurück verfolgen. Damals wurden unterhalb des Götschenkopfes bei Markt Schellenberg erste Salzvorkommen entdeckt. Dort ist auch um 1220 die erste Saline zur Weiterverarbeitung entstanden, die bis 1805 betrieben wurde. Im Markt Berchtesgaden ist im Jahre 1517 mit dem Anschlagen des Petersberg-Stollen mit dem Salzabbau begonnen worden. Die hier erzeugte Sole wurde erst zur Saline nach Schellenberg, ab 1555 in die neu errichtete Saline Frauenreuth in Berchtesgaden (Gelände des heutigen Bahnhofes) geleitet.

Die reichen Salzvorkommen und ihrer Verwertung brachten Reichtum und Wohlstand und die Ernennung von Berchtesgaden zur Fürstprobstei. Salz war es auch, dass mehrmals zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Erzbistum Salzburg führte (u. a. zur Entmachtung von Wolf Dietrich von Raitenau.

Berchtesgaden stand von 1393 bis 1404 unter der Verwaltung von Salzburg. Erst mit der allgemeinen Säkularisation im Jahre 1803 wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden. 1810 kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die darauf folgenden Jahrzehnte zeigen das Aufkommen des Fremdenverkehrs. Erst waren es Künstler, dann Alpinisten, bis schließlich der allgemeine Tourismus einsetzte, der auch heute noch dominiert.

Ganz zum Unterschied vom Gebiet um Reichenhall, das seit jeher bayerisches Territorium war. Aus keltischen und römischen Anfängen erreichte auch dieses Gebiet dank der Solequellen und der Salzverarbeitung Reichtum und Ansehen. Kehrseite war, dass auch hier immer wieder Kriege wegen des Salzes geführt wurden, besonders mit den benachbarten Salzburger Fürstbischöfen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man die Heilkraft der Sole und Bad Reichenhall entwickelte sich zu einem bekannten Soleheilbad.

Der nördliche Teil des Landkreises gehört zum so genannten Rupertiwinkel, dessen Name auf Rupertus, den ersten Bischof von Salzburg, Rupert von Worms, zurückgeht. Dieses Gebiet unterstand bis zur Säkularisation im Jahre 1803 dem Erzbistum Salzburg.

Als Schifferstadt im Zuge des Salztransportes auf der Salzach konnte die Stadt Laufen zu ansehnlichem Wohlstand gelangen.

1816 erfolgte dann auch hier die Trennung von Österreich: durch die Saalach-Salzach-Linie getrennt kam der westliche Teil zu Bayern, der östliche Teil zu Österreich.

Bayern übernahm verwaltungsmäßig diese bestehende Dreiteilung des Berchtesgadener Lands. Erst durch die allgemeine Landkreisgebietsreform in Bayern 1972 entstand schließlich der heutige Landkreis Berchtesgadener Land, der aus diesen drei Gebietskörperschaften (unter Abtrennung des nördlichen Laufener Gebietes) gebildet wurde.

Kugelmühlen

Kugelmühlen stellten aus den Steinen der Berge des Untersbergmassivs allerlei her: so wurden natürlich die vom Wasser rund geschliffenen Kugeln als Munition für Geschütze verwendet, aber auch als Ballast für Schiffe auf den Weltmeeren fanden die Kugeln Verwendung. Oder für Kinder stellte man Murmeln her.

Auf Bayerischer Seite wurden sie zum Beispiel in der Almbachklamm unterhalb der Wallfahrtskirche Maria Gern erzeugt, auf österreichischer Seite z. B. in Fürstenbrunn - Glanegg. Über 100 Kugelmühlen soll es um 1850 noch im Raum Berchtesgaden gegeben haben. Betrieben wurden sie von Bergbauern, die während der Sommermonate für ihren Hof etwas Geld dazuverdienten wollten.

Sehenswürdigkeiten und Besichtigungsmöglichkeiten

Weblinks

Bildgalerie

Quellen