Stadtpfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | Aigen wurde [[1852]] eine selbständige Pfarre. Der erste Pfarrer war [[Johann Georg Freundlinger]], der bis dato Kaplan in St. Andrä gewesen war. [[1891]] wurde der heutige [[Friedhof Aigen|städtische Friedhof]] angelegt, weil der alte um die Kirche zu klein geworden war. Noch heute kann man aber Grabmäler um die Kirche sehen (z. B. von [[Alexander Julius Schindler]] oder der Orgelbauerfamilie [[Mauracher]]). Zwischen [[1909]] und [[1911]] wurde das Aigner Kirchlein, nachdem es den Anforderungen einer Stadtpfarrkirche in keiner Weise mehr entsprach, nach den Plänen von [[Franz Wagner]] in einem völligen Umbau um ihre eigene Achse gedreht und so entscheidend erweitert. [[1969]] wurde die Kirche unter Diözesan-Architekt [[Karl Pirich]] restauriert. | |
| − | [[2003]] baute Gaston Kern, elsässischer Orgelbaumeister, eine neue Orgel in die Stadtpfarrkirche Aigen ein. Kern schuf dabei den faszinierenden Nachbau einer [[Frankreich|französischen]] Orgel des [[18._Jahrhundert|18. Jahrhunderts]] nach dem Vorbild Johann Andreas | + | [[2003]] baute Gaston Kern, elsässischer Orgelbaumeister, eine neue Orgel in die Stadtpfarrkirche Aigen ein. Kern schuf dabei den faszinierenden Nachbau einer [[Frankreich|französischen]] Orgel des [[18._Jahrhundert|18. Jahrhunderts]] nach dem Vorbild Johann Andreas Silbermanns ([[1712]] bis [[1783]]). Die Disposition hat der Organist Stephan Aichinger mitgestaltet<ref>http://www.musik-aichinger.at/orgel/</ref>. 22 Register verteilen sich auf zwei Manuale und Pedal. |
| − | + | In einigen Quellen ist zu lesen, dass die Eltern von [[Wolfgang Amadé Mozart]], [[Leopold Mozart]] und [[Anna Maria Walburga Pertl]], in der Kirche von Aigen geheiratet hätten. Tatsächlich haben sie sich in Aigen lediglich verlobt, wie Leopold in einem Brief aus dem Jahre 1764 andeutet. [[Heinz Schuler]] vermutet, dass diese Verlobung am Donnerstag den 19. Oktober 1747 stattfand<ref>Heinz Schuler: ''Die Hochzeit der Eltern Mozarts. Eine Quellenstudie''. In: ''Acta Mozartiana'' 28, Jg. 1981, S. 3–11.</ref>, also ca. ein Monat, bevor sie am [[21. November]] [[1747]] im [[Salzburger Dom]] getraut wurden. | |
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Aktuelle Version vom 17. Januar 2025, 16:48 Uhr
Die Stadtpfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer ist die Pfarrkirche der römisch-katholischen Stadtpfarre Salzburg-Aigen. Sie befindet sich in der Stadt Salzburg-Aigen, ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht und zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt.
Geschichte
Die Aigner Kirche liegt unmittelbar neben dem Schloss Aigen und nur wenige Meter vom Beginn des Aigner Parks entfernt.
Bis 1139 lag die Seelsorge für Aigen beim Benediktinerstift St. Peter, dann beim Salzburger Domkapitel. 1411 wird erstmals eine eigene Kirche erwähnt und für 1447 ist ein Aigner Friedhof nachgewiesen. Unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau kam es zu einer Teilung und Aigen kam zur neugeschaffenen Stadtkaplanei St. Andrä. 1699 wurden die Filialkirchen Aigen und Gnigl zu einer selbständigen Kuratie vereinigt. Die Hauptkirche war Aigen, der Sitz des Kuraten aber Gnigl. In den folgenden 150 Jahren gab es 14 Kuraten von Aigen.
Aigen wurde 1852 eine selbständige Pfarre. Der erste Pfarrer war Johann Georg Freundlinger, der bis dato Kaplan in St. Andrä gewesen war. 1891 wurde der heutige städtische Friedhof angelegt, weil der alte um die Kirche zu klein geworden war. Noch heute kann man aber Grabmäler um die Kirche sehen (z. B. von Alexander Julius Schindler oder der Orgelbauerfamilie Mauracher). Zwischen 1909 und 1911 wurde das Aigner Kirchlein, nachdem es den Anforderungen einer Stadtpfarrkirche in keiner Weise mehr entsprach, nach den Plänen von Franz Wagner in einem völligen Umbau um ihre eigene Achse gedreht und so entscheidend erweitert. 1969 wurde die Kirche unter Diözesan-Architekt Karl Pirich restauriert.
2003 baute Gaston Kern, elsässischer Orgelbaumeister, eine neue Orgel in die Stadtpfarrkirche Aigen ein. Kern schuf dabei den faszinierenden Nachbau einer französischen Orgel des 18. Jahrhunderts nach dem Vorbild Johann Andreas Silbermanns (1712 bis 1783). Die Disposition hat der Organist Stephan Aichinger mitgestaltet[1]. 22 Register verteilen sich auf zwei Manuale und Pedal.
In einigen Quellen ist zu lesen, dass die Eltern von Wolfgang Amadé Mozart, Leopold Mozart und Anna Maria Walburga Pertl, in der Kirche von Aigen geheiratet hätten. Tatsächlich haben sie sich in Aigen lediglich verlobt, wie Leopold in einem Brief aus dem Jahre 1764 andeutet. Heinz Schuler vermutet, dass diese Verlobung am Donnerstag den 19. Oktober 1747 stattfand[2], also ca. ein Monat, bevor sie am 21. November 1747 im Salzburger Dom getraut wurden.
Bildergalerie
Bilder
Stadtpfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quelle
- Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974
Einzelnachweise
- ↑ http://www.musik-aichinger.at/orgel/
- ↑ Heinz Schuler: Die Hochzeit der Eltern Mozarts. Eine Quellenstudie. In: Acta Mozartiana 28, Jg. 1981, S. 3–11.
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