Franz Wesenauer (Priester): Unterschied zwischen den Versionen

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Franz Wesenauer, Sohn des Franz Wesenauer und der Katharina geb. Heigl, absolvierte in Salzburg das erzbischöfliche Knabenseminar [[Borromäum]] und das [[Priesterseminar]]. Er empfing am [[13. Juli]] [[1930]] von [[Erzbischof]] [[Ignaz Rieder]] im [[Salzburger Dom]] die Priesterweihe.
 
Franz Wesenauer, Sohn des Franz Wesenauer und der Katharina geb. Heigl, absolvierte in Salzburg das erzbischöfliche Knabenseminar [[Borromäum]] und das [[Priesterseminar]]. Er empfing am [[13. Juli]] [[1930]] von [[Erzbischof]] [[Ignaz Rieder]] im [[Salzburger Dom]] die Priesterweihe.
  
Er war als Kooperator in [[Dekanat Kufstein#Pfarren|Wörgl]] (1931 – 1935), [[Stadtpfarre Salzburg-Nonntal|Salzburg-Nonntal]] (1935), [[Dekanat Bergheim#Pfarren|Großgmain]] (1938) und [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä|Salzburg-St. Andrä]] (1938 – 1945) tätig.
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Er war als Kooperator in den Pfarren [[Pfarre Wörgl|Wörgl]] ([[1931]][[1935]]), [[Stadtpfarre Salzburg-Nonntal|Salzburg-Nonntal]] (1935), [[Pfarre Großgmain|Großgmain]] (1938) und [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä|Salzburg-St. Andrä]] (1938–[[1945]]) tätig.
Von 1945 bis 1950 wirkte er als Direktor des Universalmuseums [[Johanneum]] und Diözesanjugendseelsorger, anschließend durch drei Jahrzehnte als Stadtpfarrer von Salzburg-St. Elisabeth.
 
  
In der [[NS-Zeit]] verhalf er als Kooperator von St. Andrä zusammen mit Pfarrer [[Franz Zeiss]] verfolgten jüdischen Familien zur lebensrettenden Flucht.
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Von 1945 bis [[1950]] wirkte er als Direktor des Universalmuseums Johanneum und Diözesanjugendseelsorger in Graz, anschließend durch drei Jahrzehnte als Stadtpfarrer der [[Pfarre Salzburg-St. Elisabeth]].
  
Seine Tätigkeit im Johanneum verschaffte ihm Eingang als „Onkel Franz“ in [[Thomas Bernhard]]s Jugendautobiografie „Die Ursache. Eine Andeutung“ (1975). Wesenauer sah sich verunglimpft und klagte Bernhard sowie den Verleger wegen übler Nachrede; der Prozess endete mit einem Vergleich, demzufolge das Buch nur mehr in einer bereinigten Fassung verkauft werden durfte.<ref>Vgl. Riendeau, Vincent: [https://papyrus.bib.umontreal.ca/xmlui/bitstream/handle/1866/4642/Riendeau_Vincent_2010_memoire.pdf Der Literaturskandal: Symbolisches Kapital und Selbstbezug am Beispiel Thomas Bernhards. Mémoire présenté à la Faculté des arts et sciences en vue de l’obtention du grade de maîtrise ès arts en études allemandes] Université de Montréal, 2010.</ref>
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In der [[NS-Zeit]] verhalf er als Kooperator von St. Andrä zusammen mit [[Pfarrer der Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä|Pfarrer]] [[Franz Zeiss]] verfolgten jüdischen Familien zur lebensrettenden Flucht.
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Seine Tätigkeit im Johanneum verschaffte ihm Eingang als „Onkel Franz“ in [[Thomas Bernhard]]s Jugendautobiografie „''Die Ursache. Eine Andeutung''“ (1975). Wesenauer sah sich verunglimpft und klagte Bernhard sowie den Verleger wegen übler Nachrede. Der Prozess endete mit einem Vergleich, demzufolge das Buch nur mehr in einer bereinigten Fassung verkauft werden durfte.<ref>Vgl. Riendeau, Vincent: [https://papyrus.bib.umontreal.ca/xmlui/bitstream/handle/1866/4642/Riendeau_Vincent_2010_memoire.pdf Der Literaturskandal: Symbolisches Kapital und Selbstbezug am Beispiel Thomas Bernhards. Mémoire présenté à la Faculté des arts et sciences en vue de l’obtention du grade de maîtrise ès arts en études allemandes] Université de Montréal, 2010.</ref>
  
 
Zum Andenken an Franz Wesenauer wurde am [[14. Juli]] [[2015]] im Salzburger Stadtteil Neustadt am [[Mirabellplatz]] Nr. 5 vor der [[Andräkirche]] ein [[Stolperstein]] verlegt.   
 
Zum Andenken an Franz Wesenauer wurde am [[14. Juli]] [[2015]] im Salzburger Stadtteil Neustadt am [[Mirabellplatz]] Nr. 5 vor der [[Andräkirche]] ein [[Stolperstein]] verlegt.   

Version vom 9. Juli 2020, 14:11 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel beschreibt den Priester Franz Wesenauer. Über den gleichnamigen Bildhauer aus Hof bei Salzburg informiert der Artikel Franz Wesenauer (Bildhauer).
Gedenktafel für Franz Wesenauer an der Elisabethkirche

Franz Seraph Wesenauer (* 8. Juni 1904 in Ebensee, .; † 19. Oktober 1991 in der Stadt Salzburg) war Priester der Erzdiözese Salzburg, langjähriger Pfarrer von Salzburg-St. Elisabeth und eine bekannte Persönlichkeit des katholischen Lebens der Stadt Salzburg.

Leben

Franz Wesenauer, Sohn des Franz Wesenauer und der Katharina geb. Heigl, absolvierte in Salzburg das erzbischöfliche Knabenseminar Borromäum und das Priesterseminar. Er empfing am 13. Juli 1930 von Erzbischof Ignaz Rieder im Salzburger Dom die Priesterweihe.

Er war als Kooperator in den Pfarren Wörgl (19311935), Salzburg-Nonntal (1935), Großgmain (1938) und Salzburg-St. Andrä (1938–1945) tätig.

Von 1945 bis 1950 wirkte er als Direktor des Universalmuseums Johanneum und Diözesanjugendseelsorger in Graz, anschließend durch drei Jahrzehnte als Stadtpfarrer der Pfarre Salzburg-St. Elisabeth.

In der NS-Zeit verhalf er als Kooperator von St. Andrä zusammen mit Pfarrer Franz Zeiss verfolgten jüdischen Familien zur lebensrettenden Flucht.

Seine Tätigkeit im Johanneum verschaffte ihm Eingang als „Onkel Franz“ in Thomas Bernhards Jugendautobiografie „Die Ursache. Eine Andeutung“ (1975). Wesenauer sah sich verunglimpft und klagte Bernhard sowie den Verleger wegen übler Nachrede. Der Prozess endete mit einem Vergleich, demzufolge das Buch nur mehr in einer bereinigten Fassung verkauft werden durfte.[1]

Zum Andenken an Franz Wesenauer wurde am 14. Juli 2015 im Salzburger Stadtteil Neustadt am Mirabellplatz Nr. 5 vor der Andräkirche ein Stolperstein verlegt.

Weitere Salzburgartikel mit Bezug auf Franz Wesenauer

Literatur

  • Hofmann, Josef: Prälat Franz Wesenauer. Ein Priesterleben. 1904-1991. [Selbstverl. Prof. Dr. Josef Hofmann] 1998.

Quellen

Einzelnachweise

Zeitfolge