Höllbräu: Unterschied zwischen den Versionen

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Zu den Besitzern gehörten vom späten [[18. Jahrhundert|18.]] bis zum frühen [[20. Jahrhundert|20.]] Jahrhundert die Familien [[Elixhauser]], [[Franziska Kobler|Kobler]] und [[Schrems]]:
 
Zu den Besitzern gehörten vom späten [[18. Jahrhundert|18.]] bis zum frühen [[20. Jahrhundert|20.]] Jahrhundert die Familien [[Elixhauser]], [[Franziska Kobler|Kobler]] und [[Schrems]]:
* [[Johann Ambros Elixhauser]] (* 1736/1737; † [[1793]]) war Bierbrauer am [[Stiegl]]; er kaufte im Jahre [[1788]] das Höllbräu und übergab es [[1791]] seinem Sohn Franz de Paul Elixhauser (* 1764; † 1793/1797).<ref>Artikel [[Johann Ambros Elixhauser]] samt dort ersichtlichem Grabmal; Artikel [[Franziska Kobler]] unter Verweis auf den „Uebergabe Vertrag“ vom 10. Oktober 1791 von Johann Ambrosius Elixhauser, „Stiegl Brauer“, an den Sohn Franz Elixhauser, und auf [[Erich Marx]] (Hg.), ''Das »Höllbräu« zu Salzburg. Geschichte eines Braugasthofes'', Salzburg 1992, S.&nbsp;183 und passim; [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]] – [[Robert Hoffmann (Historiker)|Hoffmann, Robert]]: ''Geschichte der Stadt Salzburg'', Salzburg 1996, S.&nbsp;189.</ref>
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* [[Johann Ambros Elixhauser]] (* 1736/1737; † [[1793]]) war [[Bierbrauer]] am [[Stiegl]]; er kaufte im Jahre [[1788]] das Höllbräu und übergab es [[1791]] seinem Sohn Franz de Paul Elixhauser (* 1764; † 1793/1797).<ref>Artikel [[Johann Ambros Elixhauser]] samt dort ersichtlichem Grabmal; Artikel [[Franziska Kobler]] unter Verweis auf den „Uebergabe Vertrag“ vom 10. Oktober 1791 von Johann Ambrosius Elixhauser, „Stiegl Brauer“, an den Sohn Franz Elixhauser, und auf [[Erich Marx]] (Hg.), ''Das »Höllbräu« zu Salzburg. Geschichte eines Braugasthofes'', Salzburg 1992, S.&nbsp;183 und passim; [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]] – [[Robert Hoffmann (Historiker)|Hoffmann, Robert]]: ''Geschichte der Stadt Salzburg'', Salzburg 1996, S.&nbsp;189.</ref>
*Dessen Witwe Franziska Elixhauser geb. Hofmann heiratete im Jahr 1794 [[Seraphin Kobler]].<ref name="Bierwanderung"/> Kobler (* 1770; † 1841), aus Raab im [[Innviertel]] stammend, übernahm das Höllbräu; 1794 wird er „angehender Höllbräuer“ genannt, 1796 „bürgerlicher Bierbrauer in der Höll“. Ein Dokument von 1837 weist seine Kinder Seraphin Kobler und [[Franziska Kobler|Franziska]] als Besitzer der Höllbräuhauses aus.<ref>Artikel [[Franziska Kobler]] mit weiteren Nachweisen.</ref>
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*Dessen Witwe Franziska Elixhauser geb. Hofmann heiratete im Jahr 1794 [[Seraphin Kobler]].<ref name="Bierwanderung"/> Kobler (* 1770; † 1841), aus Raab im [[Innviertel]] stammend, übernahm das Höllbräu; 1794 wird er „angehender Höllbräuer“ genannt, 1796 „bürgerlicher [[Bierbrauer]] in der Höll“. Ein Dokument von 1837 weist seine Kinder Seraphin Kobler und [[Franziska Kobler|Franziska]] als Besitzer der Höllbräuhauses aus.<ref>Artikel [[Franziska Kobler]] mit weiteren Nachweisen.</ref>
 
* Im Jahr [[1871]] kauften der Braumeister [[Engelbert Schrems]] (* [[1827]]; † [[1892]]) und dessen Ehefrau Anna Maria (* [[1848]]; † [[1932]]) das Höllbräu. Dieses ging im Jahr [[1902]] auf den Sohn [[Josef Schrems|Josef]] (*  [[1875]]; † [[1929]]) über.<ref>Artikel [[Schrems]] und ''Presseunterlagen'' (wie oben).</ref>
 
* Im Jahr [[1871]] kauften der Braumeister [[Engelbert Schrems]] (* [[1827]]; † [[1892]]) und dessen Ehefrau Anna Maria (* [[1848]]; † [[1932]]) das Höllbräu. Dieses ging im Jahr [[1902]] auf den Sohn [[Josef Schrems|Josef]] (*  [[1875]]; † [[1929]]) über.<ref>Artikel [[Schrems]] und ''Presseunterlagen'' (wie oben).</ref>
  

Version vom 3. Mai 2020, 10:50 Uhr

Höllbräu-Fassade 2008.
Rechts vorne unten, am Rudolfskai, erkennt man eine überdachte Terrasse: die Höllbräu Speise-Terrasse. Aufnahme 1950er- oder 1960er-Jahre.
Datei:Höllbräu Relief Satan Teufel.jpg
Satan Teufel Relief Höllbräu Eingang

Das Höllbräu war eines der ältesten Gaststättenbetriebe der Salzburger Altstadt an der Judengasse. Heute ist darin ein fünf-Sterne-Hotel untergebracht, aktuell (Februar 2016) mit dem Namen Hotel Altstadt Radisson Blu.

Geschichte

Die Geschichte des Hauses lässt sich bis 1377 zurückverfolgen. Wahrscheinlich stand sogar die Pfalz an jener Stelle, an der dann ein Bürgerhaus errichtet wurde. Auch soll sich eine Synagoge an dieser Stelle befunden haben. Ab 1437 war es dann das Höllbräu, eine der Salzburger Brauereien.

Im 15. und 16. Jahrhundert ist am Höllbräu die Familie Laubinger bezeugt:[1]

  • 1449: erste Nennung, Michael und Martha Laubinger
  • 1479: Sohn Emmeran Laubinger
  • 1498: Sohn Caspar Laubinger
  • 1516: Veronika Laubinger und Virgil Huber (∞ 1523)

Zu den Besitzern gehörten vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert die Familien Elixhauser, Kobler und Schrems:

Im März 1908 findet sich eine Werbung in der Salzburger Wacht für den Höllen-Bock-Anstich am Samstag, den 14. März durch Josef Schrems.[5]

Die Brauerei fiel nach dem Ersten Weltkrieg dem allgemeinen Konzentrationsprozess des Brauwesens zum Opfer und musste die Bierproduktion im Jahr 1923[1] einstellen. Bestehen blieben aber Gasthaus und Beherbergungsbetrieb.

Nach einem behutsamen Umbau, der in den 1990er-Jahren erfolgte, entstand aus einem bereits heruntergekommenen Gasthof zur Hölle ein modernes Fünf-Sterne-Hotel. Erhalten geblieben sind wertvolle Stiegenaufgänge, Gewölbe und Mauerwerk.

Der Erzengel Michael als Seelenwäger wurde am Eck zum Nachbarhaus wahrscheinlich 1927, als die heutige Fassade im Erdgeschoss nach 1910 erstellten Plänen von Franz Zell ausgeführt wurde, dort angebracht worden.

Ehemalige Personen aus dem Höllbräu

Literatur

Bildkat

 Höllbräu – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Presseunterlagen zur historischen Bierwanderung durch Salzburg am 15. Oktober 2009 (Red. Alexandra Picker, Hebenstreit & Picker PR)
  2. Artikel Johann Ambros Elixhauser samt dort ersichtlichem Grabmal; Artikel Franziska Kobler unter Verweis auf den „Uebergabe Vertrag“ vom 10. Oktober 1791 von Johann Ambrosius Elixhauser, „Stiegl Brauer“, an den Sohn Franz Elixhauser, und auf Erich Marx (Hg.), Das »Höllbräu« zu Salzburg. Geschichte eines Braugasthofes, Salzburg 1992, S. 183 und passim; Dopsch, HeinzHoffmann, Robert: Geschichte der Stadt Salzburg, Salzburg 1996, S. 189.
  3. Artikel Franziska Kobler mit weiteren Nachweisen.
  4. Artikel Schrems und Presseunterlagen (wie oben).
  5. Quelle ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 19. März 1908, Seite 8