Direktor Georg Bankosegger (* 5. Juli 1872 in der Stadt Salzburg; † 16. Mai 1946 ebenda)[1] war ein Volksschul⁣direktor und langjähriger Obmann des Salzburger Landeslehrervereins.

Aus seinem Leben

Georg Bankosegger war Sohn des Packträgers Josef Bankosegger und der Tischlermeisterstochter Anna geb. Schober.[1]

Er kam im Februar 1894 als Unterlehrer an die Volksschule in Wolfsbach (Bezirk Amstetten, ).[2] Er heiratete am 9. September 1895 im Salzburger Dom 23-jährig die 20-jährige Rosina Friesacher, Tochter eines Salzburger Geflügelhändlers.[3] In Wolfsbach wurden die Kinder Hildegard (* 1899) und Alfred (* 1906, † klein) geboren.[4]

Nach 14-jähriger Tätigkeit in Wolfsbach wurde ihm im Sommer 1908 vom k. k. Landesschulrat für Salzburg die Schulleiterstelle an der Volksschule St. Jakob am Thurn verliehen.[5] In St. Jakob am Thurn kam der Sohn Walter Georg (* 1913) zur Welt.[6]

Bankoseggers spätere Berufslaufbahn vollzog sich in der Stadt Salzburg. Im Herbst 1912 wurde ihm eine Lehrerstelle an der öffentlichen Knaben-Volksschule am Franz-Josefs-Kai verliehen.[7] Im Sommer 1923 wurde er zum definitiven Oberlehrer an der Volksschule Mülln ernannt,[8] welche Stelle er bis 1932 innehatte[9]. Im Mai 1924 wurde er vom Bundesminister für Unterricht in Würdigung seines vieljährigen verdienstvollen Wirkens im öffentlichen Schuldienst durch Verleihung des Titels "Direktor" ausgezeichnet.[10]

Auch außerhalb seiner eigentlichen Berufstätigkeit entfaltete Bankosegger seine Wirksamkeit. So war er lange als Obmann des Landeslehrer-,[11] des Fortbildungsschullehrer- und des Lehrerhaus-Vereins tätig,[9] auch als Obmann des Salzburger Fortbildungsschullehrer-Vereins[9] bzw. Vertreter des Landes-Fortbildungsschulrates für gewerbliche Fortbildungsschulen[12]Dem Salzburger Landeslehrerverein stand er bereits von 1920 bis 1923[13] und später erneut vor, wobei er im Jahr 1938 nach dem "Anschluss" an der Überführung des Landeslehrervereins in den Nationalsozialistischen Lehrerbund, Gau Salzburg, beteiligt war[14]. Er war überdies langjähriger Obmann des Salzburger Sängerbundes.[15]

Quellen

  1. 1,0 1,1 Taufbuch der Stadtpfarre Salzburg-St. Blasius, Bd. IV S. 165
  2. Wiener Zeitung, 25. Februar 1894, S. 1
  3. Trauungsbuch der Dompfarre, Bd. XI S. 410
  4. Taufbuch der Pfarre Wolfsbach, Bd. XI, S. 68 und 141
  5. Volksfreund, 4. Juli 1908, S. 2
  6. Taufbuch der Pfarre St. Jakob am Thurn, Bd. IV S. 90
  7. Salzburger Wacht, 30. Oktober 1912, S. 5
  8. Salzburger Volksblatt, 18. Juli 1923, S. 7
  9. 9,0 9,1 9,2 Salzburger Volksblatt, 4. Juli 1942, S. 5: Personalnachrichten.
  10. Salzburger Volksblatt, 19. Mai 1924, S. 3
  11. Salzburger Volksblatt, 23. Jänner 1937 S. 5: Salzburger Landes-Lehrerverein. Ein Jahr Arbeit im Dienste der Schule.
  12. Salzburger Volksblatt, 26. Juni 1928, S. 8; Salzburger Chronik, 12. Februar 1929, S. 10
  13. Deutscher Volksruf, 26. Mai 1923, S. 5: Austritt der Sozialdemokraten aus dem Salzburger Landes-Lehrerverein.
  14. Salzburger Volksblatt, 7. Juni 1938, S. 6: Pfingsttagung der Salzburger Lehrerschaft.
  15. Salzburger Nachrichten, 17. Mai 1946, S. 3
Zeitfolge
Vorgänger

Johann Klingenschmid

Schulleiter der Volksschule Mülln
1923–1932
Nachfolger

Anton Engl

Zeitfolge
Vorgänger

Georg Riedherr

Schulleiter der Volksschule St. Jakob am Thurn
1908–1912
Nachfolger

Josef Fallnhauser


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