Fritz Vogl

Aus SALZBURGWIKI
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Ing. Friedrich Martin Peter – meist: Fritz – Vogl (* 30. Juli 1899 in St. Michael im Lungau; † 19. Juni 1966) in der Stadt Salzburg)[1] war ein Salzburger Hauptschullehrer sowie Ski- und NSDAP-Funktionär, der vor allem in Zell am See wirkte.

Leben

Fritz Vogl war Sohn des Oberlehrers Martin Vogl und der Twenger Postmeisterstochter Flora geb. Kendler.[1]

Er besuchte nach dem Gymnasium die Hochschule für Bergbauwesen. Im Ersten Weltkrieg errang er die kleine und die große Tapferkeitsmedaille sowie das Kärntnerkreuz, zuletzt war er Leutnant der Reserve. Nach Abschluss seines Hochschulstudiums wurde Vogl im Juli 1930 zum wirklichen Fachlehrer an der Hauptschule Zell am See ernannt[2] und zog in die Pinzgauer Bezirkshauptstadt.

Nachdem er sich zuvor etwa in der Deutschen Gemeinschaft für alkoholfreie Kultur als Leiter des Gaus Salzburg engagiert hatte,[3] widmete er sich im Pinzgau nach Kräften der Förderung des Skinachwuchses. Er bereitete im Winter 1931/32 den in Zell am See abgehaltenen Salzburger Landes-Jugendschitag vor,[4], war ab 1934 Jugendwart des Skiklubs Zell am See, weiters Landesjugendführer des Salzburger Landes-Skiverbandes und überdies Jugend- und Jungmannenwart der Sektion Pinzgau des Alpenvereins. Der Landesschulrat für Salzburg sprach ihm am 22. März 1933 die Anerkennung "für sein verdienstvolles Wirken und sein vorbildliches Verhalten der Skijugend gegenüber als Landesjugendführer von Salzburg des ÖSV" aus.

In Zell am See, dieser frühen Hochburg des österreichischen Nationalsozialismus, trat Vogl im November 1931 in die aufstrebende NSDAP ein. Nach deren Verbot besuchte er mehrere Schulungslager des NS-Lehrerbundes.

Am 30. September 1935 heiratete er in Salzburg-Mülln Karoline Berta Hayder.[1]

Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistisch beherrschte Deutsche Reich (1938) hatten die Nationalsozialisten Grund zum Feiern. Ing. Vogl hielt in einer Festsitzung des Alpenvereins am 27. April 1938 eine Festrede.[5] Ab Mai 1938 machte Vogl Karriere im Gauschulungsamt, wo er für "Deutsche Geschichte und Rassenpolitik" und ab 1940 Gauschulungsredner war. Unter der nationalsozialistischen Herrschaft wurden der Skiklub Zell am See und andere Vereine aufgelöst und in die NS-Turn- und Sportgemeinde (NS-TSG) Zell am See überführt; als Vereinsführer fungierte Fritz Vogl. Zudem war er Kreissportführer für den Pinzgau, bis er zum Kriegsdienst in die deutsche Wehrmacht einrückte.

Ab 1938 war Vogl zudem (nach Verstaatlichung der Lehrerinnenbildungsanstalt der Ursulinen) kommissarischer Leiter der Staats-Lehrerinnenbildungsanstalt Salzburg.[6]

Quellen

Einzelnachweise

Zeitfolge
Vorgängerin

Maria Eleonora Ehrenstraßer

kommissarischer Leiter der Staats-Lehrerinnen­bildungs­anstalt Salzburg
1938–194x
Nachfolger

Georg Mayregg