Johann Baptist Berchtold zu Sonnenburg
Reichsfreiherr Johann Baptist Franz Berchtold zu Sonnenburg (* 22. Oktober 1736 Salzburg, † 26. Februar 1801 St. Gilgen) war Pfleger von St. Gilgen und Ehemann von Maria Anna Walburga Ignatia Mozart, genannt Nannerl.
Er war das dritte von acht Kindern des Franz Anton Virgil Berchtold von Sonnenburg, Pflegers von Hüttenstein und St. Gilgen, und der Maria Anna Elisabeth Gschwendtner von Freyenegg.
Nach dem Philosophie- und Rechtsstudium, dem er in Salzburg oblag, kehrte er nach St. Gilgen zurück und betätigte sich als Assistent seines Vaters, dem er nach dessen Tod (1769) als Pfleger nachfolgte.
Am 8. Juli 1792 wurde er mit seinem Bruder in den Freiherrenstand erhoben.
Er war dreimal verheiratet:
- mit Maria Margarethe Polis von Moulin († 10. November 1779), mit der er vier Kinder hatte;
- mit Jeanette Maria Mayrhofer von Grünbichl († 15. April 1783), mit der er einen Sohn hatte;
- seit 23. August 1784 mit W. A. Mozarts Schwester Nannerl (1751 – 1829), mit der er drei Kinder hatte:
- Leopold Alois Pantaleon (* 25. Juli 1785, † 15. Juni 1840 Innsbruck)
- Johanna Maria Anna Elisabeth, genannt Jeanette (* 22. März 1789, † 1. September 1805 Salzburg), und
- Maria Barbara (* 22. November 1790, † April 1791).
Über das Verhältnis Berchtolds zu Nannerl zitiert Constant von Wurzbach eine freundliche Umschreibung O. Jahns, wonach Berchtold "sie zwar hochgeschätzt, aber nicht eigentlich verstanden haben soll".
Nachdem Berchtold am 26. Februar 1801 gestorben war, verließ Nannerl St. Gilgen und zog nach Salzburg.
Quellen
- Ruth Halliwell: The Mozart family: four lives in a social context (Oxford University Press, 1998, ISBN 0198163711, 9780198163718); s. insb. S. 187 f: Graphik “Some interrelationships among the Berchtold von Sonnenburg, Polis von Moulin and Amann families in Salzburg”
- Constant von Wurzbach: Mozart-Buch (Wien 1869), S. 293