Als man diesen starken Festungsring 1821 als Wehrbauwerk aufließ, wurden die weitläufigen Anlagen als Steinbruch freigegeben und zur Uferbeschlachtung der begradigten und regulierten Salzach verwendet. 1866 überlies Kaiser Franz Joseph I. die ehemaligen Wälle der Stadtgemeinde Salzburg. [1]
Der Erdkern des St. Vital Bollwerks ist teilweise als Rosenhügel erhalten und als solcher den Salzburgern gut bekannt. Die umgebenden Flächen wurden eingeebnet und die alten Wehrgräben zugeschüttet (einschließlich der Grabenanlage vor der heutigen Wasserbastei).
So entstand anstelle des einstigen Großen Bastionsgartens ein neugestalteter Garten, der heutige Kurgarten. Der Kurgarten hat eine Fläche von etwa 30.000 Quadratmetern (inkl. Zwerglgarten und Wasserbastei).
Name
Die Stadt Salzburg ist seit Mitte des 19. Jahrhundert ein Kurort. Der Name des Gartens geht auf das alte Kurhaus zurück, das dort am 3. Mai 1868 als „Actien-Badehaus“ aufwändig gestaltet eröffnet worden war. Die Stadt Salzburg hat 1872 das Actien-Badehaus erworben.
1870 vermachte Hubert Sattler der Stadt Salzburg das Sattler-Panorama seines Vaters Johann Michael Sattler und in zwei Schüben 127 seiner Kosmoramen. Die Stadt baute ihm dafür 1875 einen ständigen Ausstellungspavillon im Kurpark zwischen Schloss Mirabell und Kurhaus. 1937 wurde der Ausstellungspavillon - weil mittlerweile baufällig geworden - wieder abgerissen.
Auch das großzügig gestaltete ursprüngliche Kurhaus wurde abgerissen und an anderer Stelle ein deutlich kleineres errichtet.