L 108 Gaisberg Landesstraße
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| L 108 Gaisberg Landesstraße | |
| Ziffer: | L 108 |
| Länge: | XXX km |
| davon in Sbg: | XXX km |
| Startpunkt: | Ort1 |
| Endpunkt: | Ort2 |
Die Gaisbergstraße (L 108) ist eine Bergstraße im Flachgau (teilweise aber auch im Stadtgemeindegebiet von Salzburg), die zur Gaisbergspitze führt.
Die Straße
Sie ist 8,652 km lang und überwindet einen Höhenunterschied von 672 m. Sie beginnt bei Guggenthal und führt vorbei an der Gersbergalm, Judenbergalm (heute Hotel Kobenzl), Mitteregg und Zistelalm (auf 986 m ü. A.) bis auf die Gaisbergspitze.
Geschichte
Der Bau dieser Straße war gleichzeitig auch das Ende der Zahnradbahn, der Gaisbergbahn. Salzburger Zeitungen berichteten erstmals am 10. Februar 1928 von der Idee von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl, auf den Gaisberg eine Kombination von Straße und Seilschwebebahn errichten zu wollen.
Doch die Kostenberechnungen ließen dann nur das Straßenprojekt zu und noch im Februar 1928 begann die Wiener Tiefbaufirma Redlich & Berger mit dem Baulos I (von insgesamt drei). Baulos I war von Guggenthal bis zur Judenbergalpe, Baulos II von der Judenbergalpe zur Rauchenbichleralpe und das letzte Baulos ging dann zur Gaisbergspitze. Baulos III wurde von der Firma Vianova, heute Strabag, errichtet.
Etwa 700 Arbeiter waren mit der Errichtung dieser Straße beschäftigt.
Die Gaisbergstraße wurde am 16. Mai 1929 von Dr. Rehrl als erste Straße in Österreich eröffnet, die ausschließlich touristischen Zwecken diente. Dr. Rehrl hatte nämlich erkannt, dass die wirtschaftlich triste Situation von Österreich nach dem Ersten Weltkrieg unter anderem nur durch Zufluss von Devisen zu meistern sein wird. Um Touristen anzulocken, plante er aus dieser Überlegung heraus neben der Gaisberg-Autostraße auch die Großglockner Hochalpenstraße und die Salzburger Festspiele.
Die Straße war mautpflichtig - 1934 kostete die Fahrt für den Autofahrer vier Schilling, jeder Mitreisende musste nochmals zwei Schilling bezahlen. Schon bald begann die Albus Ausflugsfahrten auf die Gaisbergspitze anzubieten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, am 15. Juni 1950 begann dann, wiederum die Albus, mit einem regelmäßigen, nicht von der Zahl der Fahrgäste (bisher mindestens 12) abhängigen Linienverkehr auf den Gaisberg.
Von 1929 bis 1969 fanden auf dieser Straße auch die legendären Gaisbergrennen statt, seit 2003 ein Gaisbergrennen mit nostalgischem Bezug.
Am 18. Juli 1951 wurde sie wegen schweren Baumängel gesperrt und konnte erst wieder am 11. Jänner 1952 für den Verkehr freigegeben werden.