Schloss Arenberg
Das Schloss Arenberg in Salzburg-Äußerer Stein an der Arenbergstraße 8/10 in der rechtsufrigen Altstadt stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert.
Geschichte
Es wurde im 17. Jahrhundert von Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein erworben und war dann wieder ab 1791 in privater Hand. Dann kaufte es der Landschaftsgärtner Josef Rosenegger. 1862 ging es in den Besitz von Fürstin Sophie Arenberg über.
Nach einem Brand 1814 erstand es neben dem Bürglsteingut wieder in spätbiedermeierlichem Stil. Bemerkenswert ist eine Kassettendecke, die aus Schloss Tandalier (Radstadt) stammt, aus dem 16. Jahrhundert und der reizvolle Park.
Im 20. Jahrhundert war eine Nebenstelle des "Hauses der Natur" im Schloss untergebracht. Es diente auch als Wohnstätte des Dichters Hermann Bahr und dann als Max-Reinhardt-Forschungs- und Gedenkstätte. 2004 erwarb es die American Austrian Foundation und renovierte es um Millionen Euro. Unter anderem wurde auch der gesamte Park neu gestaltet.
Es zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.
Brände
Schon 1814 brannte das damalige Bürglsteingut. Am 20. April 2009 um 15.16 Uhr wurde Brandalarm ausgelöst. Ein neuerlicher Brand zerstörte den Dachstuhl des Schlosses. Dabei kam es zu einer beachtlichen Rauchentwicklung. Zwei Arbeiter erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung, ein Feuerwehrmann kollabierte und fünf erlitten Rauchgasvergiftungen.
Es wurde versucht, so viele Kunstwerke wie möglich vor den Flammen zu retten. Die Löschmannschaften versuchten den Schaden durch Löschwasser und notwendigem Aufreißen des Daches so gering wie möglich zu halten. Trotzdem sprach man von einem Millionenschaden. Vor allem das extrem viel notwendige Löschwasser - bis zu 3 000 Liter pro Minute - zerstörte Stuck und und Dekor. Bis die Mauern der oberen Stockwerke wieder ganz trocken sind, wird es rund einen Monat dauern.
Das nahe gelegenen Unfallkrankenhaus Salzburg musste vorübergehend die Operationssäle schließen. Beißender Rauch drang über die Klimaanlage ins Spitalinnere.
13 Stunden kämpften rund 250 Mann der Feuerwehren gegen den immer wieder in Glutnestern aufflackernden Brand, bis es erst am 21. April um 4.17 Uhr Brand aus heißen konnte.
Die ersten Schätzungen des Schadens auf rund sechs Millionen Euro mussten Tage später auf bis zu zehn Millionen erhöht werden. Nicht nur der Dachstuhl mit den historischen Tramdecken muss abgetragen und restauriert werden. Auch mindestens zwei weitere obere Geschosse müssen abtragen, restauriert und wieder errichtet werden: wertvolle Holzdecken, Wandverkleidungen, Flügeltüren, Kachelöfen u. a. müssen Stück für Stück vorsichtig heraus gelöst werden, bevor sie restauriert werden können.
Als Brandursache wurden Lötarbeiten am Kupferdach des Schlosses ermittelt. Mitarbeiter der Altenmarkter Firma Perwein, waren mit der Säuberung der Dachrinnen beauftragt gewesen. Dabei entdeckten sie einen kleinen Schaden und versuchten diesen zu reparieren. Obwohl die Männer vorschriftsmäßig einen Feuerlöscher und Wasser dabei gehabt hatten, konnten sie die rasche Ausbreitung des Feuers nicht verhindern.
Bei den Aufbauarbeiten nach dem Brand 2009 kam es zu einem tödlichen Arbeitsunfall. Am 19. August stürzten beim Aufbau eines Materialkrans ein Mann in Tod, ein zweiter wurde schwer verletzt.
Quellen
- www.salzburg-rundgang.at
- Salzburger Nachrichten, 21. April 2009