Schach-Landesverband Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Dr. med. | Walter Klimitschek (Dr. med. , Ex LM, Staatsligaspieler in den 1970ern, Mozart; inaktiv).<br /> | ||
Heinz Peterwagner (2241/7/2003; Mozart)<br /> | Heinz Peterwagner (2241/7/2003; Mozart)<br /> | ||
Wolfgang Hackbarth (2195/1/95), ATSV-Ranshofen, 2x LM, Staatsligaspieler der 1970-1990er) <br /> | Wolfgang Hackbarth (2195/1/95), ATSV-Ranshofen, 2x LM, Staatsligaspieler der 1970-1990er) <br /> | ||
Version vom 2. Oktober 2017, 19:48 Uhr
Der Schach-Landesverband Salzburg (SLV), ist ein Sport-Fachverband (rechtlich ein Verein).
Allgemeines
Der Schach-Landesverband Salzburg wurde am 24. August 1950 gegründet.
In frühen Schach-Zeiten wurde diese Tätigkeit zwischen den Schachvereinen, insbesondere von der Salzburger Schachgesellschaft (1910) aus koordiniert.
Mitglieder des SLV sind die 28 Schachvereine (Klubs) und Schachsektionen von Sportvereinen im Bundesland Salzburg und angrenzenden Regionen von Oberösterreich, bei 5 Spielgemeinschaften.
Auch viele Spieler aus dem angrenzenden bayrischen Rupertiwinkel, sowie Gastspieler (bzw. sogenannte Legionäre) wirken im Verband mit.
1.833 Vereinsspieler mit nationaler Elozahl sind beim SLV gemeldet (incl. Gastspieler), davon 705 aktive Meisterschaftsspieler (Stand 2016).
Der Verband organisiert und koordiniert mit den Vereinen das Spielgeschehen, insbesondere die Mannschaftswettkämpfe, Einzel-Landesmeisterschaften und Entsendungen im Bundesland Salzburg.
Es gibt
- das klassische Turnierschach (Standardschach),
- das Schnellschach (Rapid-) und
- das Blitzschach
als Formen des Nah(kampf)schachs.
Für
4. das seltenere (Problem-) Kompositionsschach und
5. das Fernschach
werden meist ergänzend Computerprogramme und Internet eingesetzt (Formen des Hybridschachs).
Bei den Mannschaftswettkämpfen wird in Leistungsklassen und Regionen, von der 2. Klasse bis zur Bundesliga-A (vor 2003 als Staatsliga-A bezeichnet) gespielt.
Schach wird von der LSO Landessportorganisation und der BSO, wie auch international in ca. 100 Staaten, als Sport anerkannt.
Die psychische Wettkampfkomponente und Belastung unter zeitlichem Druck ist dabei sehr hoch anzusetzen. Die Stärkemessungen und Organisationsformen erfüllen sportliche Erfordernisse.
Der Weltschachverband (FIDE) ist Mitglied des IOC´s, des Olypischen Kommitees.
Auch das IOC hat Schach als Sport anerkannt, aber noch nicht als olympische Sport-Disziplin.
(ÖSB/S-Aktiv 7/2016).
International finden sich 175 Föderationen in der FIDE-Ratingliste (Stand 2016). Mitglieder hat die FIDE ca. 190.
Spielstärkemessung
Diese erfolgt in 1. Leistungsklassen, 2. Graden und 3. Ratingzahlen (Fide-Rating und Elo).
1. in Leistungsklassen (beim Mannschaftsschach)
2. in Graden (FIDE- [internationale] und ÖSB-[nationale])
2.1.internationale: GM, IM, FM und CM (CM = FIDE-Meisterkandidat, erst seit 2002 eingeführt)
2.2. (frühere)nationale: ÖM (NM) und MK
(Anmerkung: Die (früheren) nationalen Grade, ÖM (NM) und MK (=Meisterkandidat), werden vom ÖSB aufgrund der Einführung des FIDE-CM und FM seit 2015 nicht mehr verliehen.)
3.1.Internationales FIDE-Rating, und
3.2.nationale österreichische ELO.
(Anmerkung: in der nationalen Elo werden mehr Turniere als in der int. FIDE Rating, zB. auch Klubmeisterschaften, erfasst).
Weil Mädchen und Frauen zumeist schon traditionell weniger intensiv spielen, oder mehr unter sich, gibt es neben den allgemeinen Graden, auch eigene w (woman,weibliche).
Spitzenschach:
Insbesondere die Klubs und Spielgemeinschaften SIR, Schwarzach, Ranshofen, Mozart-1910, und ASK sind (meistens) Bundesliga Vereine (BL-A oder/und-B).
Gespielt wurde Schach privat und in kleinen Spielzirkeln seit dem späten Mittelalter, auch zur Mozart-Zeit,in Gasthäusern, Salons, später in den bürgerlichen Kaffeehäusern, gelegentlich immer schon.
Es hatte auch immer schon über die Jahrhunderte Schwankungen, Abschwünge und Aufleben von Neuem gegeben.
Die Spielregeln und Figurenzüge sind einem sehr hohen Teil der Bevölkerung bekannt.
Erst die erhöhte Mobilität (Mannschaftsschach), mehr Freizeit, der zunehmende Wettkampfcharakter, formale Strukturen der Zeitkontrolle, Trainings- und Turnierformen, führten historisch dann zu juristischen und sportlichen Organisationsformen, bis zum jetzigen Spitzen-Schachsport.
Schon vor über 100 Jahren wurde Schach aber immer schon auch in den Sportzeitungen gebracht.
Wobei sich der Landesverband mehr dem Jugend-und Breitenschach widmet.
Schach ist an sich interdisziplinär und beinhaltet sowohl sportliche, künstlerische, kulturelle, wie wissenschaftliche Attribute, neben der gesellschaftlichen und sozialen Komponente eines geselligen Klublebens.
Kurze Geschichte des Schachspiels in Salzburg und darüber hinaus
Frühe Zeiten
Die Schachspielszene, neben Würfel... im Codex Buranus aus dem Spätmittelalter, bzw. die Lieder der carmina burana um 1320 dürften nach der Forschung im großen Salzburger Metropolitanumkreis entstanden sein (in Seckau, Seggau oder Brixen).
Vielleicht eine gewisse mitteleuropäische Reaktion auf das Buch der Spiele (ohne Titel, bzw. libros de los juegos) von 1284 (1321 altspanische Zeit) von König Alfons X., El Sabio (dem Weisen) in Sevilla, im christlichen Spanien, in dem viele alte arabische Mansuben, aber auch schon einige europäische Neuerungen verarbeitet werden.
Oder die offene Frage, ob das Strategiespiel nicht weit früher schon über Italien, die räuberischen Wikinger als Händler, oder Byzanz nach Mitteleuropa kam. Im Wesentlichen tritt es aber in Mitteleuropa erst zur und nach der Zeit der Kreuzzüge in Erscheinung.
Proto-Schach und Schachfiguren
Schach-geometrische (später auch Mosaik) Formen finden sich zudem schon früh in Äypten und Kreta, oder z. B. wurde jüngst in Rom bei einer Kaserne von Kaiser Hadrian (Anf. 2. Jhd.) nahe der Aurelianischen Mauer in 9 Metern Tiefe eine Art Riesen-Schachmosaik mit weiß-dunkelgrauen Feldern ausgegraben. (Kämpften darauf die Gladiatoren?)[1]
Die Venafro-Schachfiguren (Italien) des abstrakten, arabischen Typs (aus Tierknochen) sollen vom Ende des 10. Jahrhunderts stammen und sind damit wohl unter den ältesten Figuren in Europa. Überraschend war aber, dass der Fund 1932 eigentlich in einem Etruskergrab geschah, was sie widerum verdächtig machte.
Um den Iran, Turan und die alten Karawanenstädte gibt es einige Funde.
Viele Funde aus Bein und Holz gibt es aus dem Spätmittelalter bis in das 16. Jahrhundert um Novgorod an der Ostsee, der alten Rus, Komtur der Hanse und früheren Wikinger (Waräger)-Stadt.
Nur die Datierungen von Fundstücken bereiten Probleme, weil sich die abstrakten Figurentypen über Jahrhunderte fortgesetzt hatten.
Lindner, I.: The Art of chess pieces. Moskau 1994.
Frühe Araber hatten die Perser und auch Byzantiner als Erfinder angeführt. Der Moslem, iranische Chronist und Dichter Firdausi setzt um 1000 die Problemlösung im Iran (das größer war als Persien) und den Übergang des Rätselspiels durch einen Weisen (Berater des Schah) in die vorislamisch- zoratostrische Zeit (in das 6. Jahrhundert n. Chr.). Es soll aus Nord-Indien her stammen.
Leider gibt es zur Bergkristallschleiferei in Salzburg keine/kaum zuordenbar bekannte Stücke. Stammen die Osnabrücker Figuren des Domschatzes (ca. 12. Jahrhundert) etwa gar vom Alpen-Bergkristall und wurden abstrakten Typs geschliffen?
Natürlich war (ist) in Salzburg als bedeutendem Fürsterzbistum das "Schach"-Buch (ein belehrendes Traktat) von Jacobus de Cessollis "über die Sitten der Menschen und den Pflichten der Vornehmen und Niederen, abgeleitet vom Schachspiel", aus dem Spätmittelalter (Titel in lat.), (vermutlich nach englischen Vorbildern), vorhanden.
Frühe anzunehmende Berufsspieler (Wettspiele) im späten Mittelalter dürften mehr dem "fahrenden Volk" angehört haben und hatten daher eine zwar interessante, aber keine tradionelle soziale gesellschaftliche Stellung.
Adel, Klerus oder Akademiker, die spielten oder publizierten, taten dies dann meist anonym. Bzw. waren Herausgeber (Zahler), und Verfasser von Werken nicht unbedingt immer deckungsgleich.
1507: Der Bregenzer Jakob Mennel (ca. 1460-1525), späterer Hofhistoriker von Kaiser Maximilian I., kürzt schon 1507 als Jurist das riesige Konvolut des Traktates des K. v. Amannhausen radikal auf das schachlich Wesentliche zusammen. Wenngleich er in der Schachliteratur, doch etwas unterbewertet, nicht als der Innovative hervortritt.
Es ist das erste österreichische Schachbuch, aber noch nach den alten Regeln des langsamen Schach..
1512: 5 Jahre nach Mennels Buch kommt in Rom das Schachbuch, großteils schon des neuen Schach, des portugiesischen Meisters Damiano, heraus. Ob Damiano ein damals übliches Namens-Kryptogramm war, oder der Pharmazeut und Spieler wirklich so hieß, bleibt offen.
Damiani erweitert 1512 das erste gedruckte und noch erhaltene Schachbuch von 1497 (knapp vor 1500 wird es angesetzt) des Spaniers Lucena, gedruckt zu Salamanca, in dem erstmals die neuen Spielregeln, gemischt mit Problemen des alten Schachs, vorkommen. Ca. 7 erhaltene Exemplare soll es davon noch geben.
1616: Auch der spätere Gustavo Seleno spielt sich ca. 100 Jahre danach, 1616, mit diesen Raffinessen und veröffentlicht in Braunschweig /Lüneburg das erste deuschsprachige Schachbuch des neuen Schach (nach Vorbild von Ruy Lopez).
Neuzeitliches Schach
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert findet der Übergang vom langsamen alten zum neuen, beschleunigten Schach, nach welscher [=romanischer, meist: spanisch- italienischer] Art) statt, in dem einige Figuren größere Reichweiten erhalten.
Die Bezeichnungen der Schach-Figuren wandeln sich etwas in der Geschichte und nach Nationen.
Das ritterliche Spiel hatte sich schon etwas "minnisiert". Die Dame (kluge Frau), bei Cessolis die Kunigin, war früher vielleicht der (viros militaris generis) mächtige Ritter, neben dem König (dem Alten?). Daneben die Laufen als Wappenträger (Herolde) zu Pferd und zu Fuß. Die Boten (Laufen, chevaucheurs). Die Spießträger in der vordersten Linie müssen die Rosse wenden. Die Türme sind vielleicht Armbrustschützen..werden dann von der Kraft zu weit reichenden Kanonen.
Schlachtruf der Franzosen-Ritter im 14. Jhd. war "notre dame". Auch daher könnte dann "der Dame" Begriff her gekommen sein.
Bei Cessolis war der Läufer etwa noch der Senex, Alte, der Richter in der Gesellschaft.
Das "in die Hut stellen", bei Mennel könnte aber auch schon auf eine Art Rochade hinweisen. Anmerkung: ZB. Mitte des 19. Jhd. war ein "Oberhutmeister" (= Hüttenmeister in einem Eisenwerk).
Der Doppelanzug des Bauern ist erstmals schon im andalusischen Schach des Alfonso erwähnt.
Schach findet sich bei den vielen europäischen und deutschsprachigen Spielbüchern meistens immer an vorderster Stelle. Viele Schach-Schriften und Bücher werden aber, dem damaligen Trend der Zeit entsprechend, anonym, bzw. mit Pseudonym verfasst, bzw. viele dann raubkopiert. Daher sind manche Autoren letztlich nicht absolut gesichert oder eruierbar.
Um 1670-1690. "Zur geistigen Erheiterung" kauft der Kremsmünster Pater Ernst auf seiner Reise in das Wildbad Gastein in der Stadt Salzburg um 55 Kreuzer ein Schachbrett; seine 2 Begleiter zum "Zeitvertreib" deutsche Spielkarten. In den weiteren Abrechnungen und Reiseberichten liest man dann meist von "verspielet"..3 Gulden,.. usw.
....1756. Im Spielbuch der in der Kaiserstadt Wien gängigen Spiele:" Die Kunst erlaubt die Welt mitzunehmen, in den verschiedenen Arten der Spiele..", beim Kapitel Schach eine Kopie von Philidor´s Werk, präferiert der Autor (Philidor) 1.e4 e5 2. Lc4 ...
Er ulkt etwa, dass in Deutschland auf so viele unterschiedliche Arten gespielt werde, dass man nur anhand des Spielbrettes und der Figuren sehe, dass es sich um das Schachspiel handle.
Mit der aufkommenden Literatur standardiert sich dann bis ins 19.Jhd. langsam das Schach.
1771 wird Kempelen´s Schachtürke, ein genialer Schachautomat, den er 1769 fertigt, Kaisern Maria Theresia in Wien vorgestellt.
1772, 1784 und 1793/94, also zur Mozartzeit, wird das Schachspiel im Erzbistum Salzburg schriftlich erwähnt. Vater Leopold Mozart und seine Tochter Anna-Maria (Nannerl) hatten "von Zeit zu Zeit", also gelegentlich, bei schlechtem Wetter gespielt.
1772 In den Salzburger Kaffee-und Schokoladehäusern wurde mit Patent vom Dezember 1772 das Schachspiel zeitlich an Sonntagen vom kirchlichen Landesfürsten aus eingeschränkt.
Vom Genius, Wolfgang Amade´ Mozart, der sich einerseits als schwärmerischer Belmonte sah, als er seine Sängerin Constanze ehelichte, der aber, nach seinen Werken und den Briefen, quasi auch Mathematiker (Fugenbau), Architekt (von Luftschlössern), Philologe (Sprachspiele) und Nekroamant war, also auch die Geistersprache beherrschte, ist eigentümlicherweise gar nichts Konkretes über das Schachspiel bekannt.
Wo er doch die meisten Spiele seiner Zeit, insbesondere das Bölzelschießen, Billard und viele Kartenspiele, wie zB. das Pharao, gerne und teils um hohes Geld spielte.
Er hatte schon als Kind mit Spiel und seiner Improvisationskunst ungeheure Sensation erweckt (frei zitiert u. gekürzt nach diverser Musik-Literatur von 1842).
1795: Spezielle österreichische Schachbücher folgen mit Allgaier 1795 und etwas eigentümlich, im selben Jahr vom Grazer Geographen Jos. Karl Kindermann (1801 u. erweitert 1819); siehe: M. Ehn und Prof. W. Sauberer´s Artikel dazu.
Der Salzburger Hof des bedeutenden Fürsterzbistums (bis 1803) war architektonisch sehr italienisch beeinflusst. Eigenartigerweise findet man aber in Salzburg sehr wenig frühe konkrete Schach-Quellen, etwa zur Zeit der Rennaissance. Ein übergroßes Marmorbrett, wohl ein frühes Gartenschach, findet sich im Archiv. Ansonst wenig. Ob man davon etwa ableiten könnte, dass im "kleinen Kirchenstaat" weniger gespielt wurde? Wohl kaum. Spiele wurden einfach gespielt und früher wurde meist nichts darüber aufgezeichnet.
Im Schatz-Durchhaus in der Getreidegasse wurden bei Bauarbeiten einige Holz-Schachfiguren aus dem 16./17. Jahrhundert gefunden.[2] Das Festungsmuseum zeigt ein altes Spielbrett.
Bei der frühen Josef u. Klara Schatz-Drechslerei (seit 1835), zudem ein Spielwarengeschäft neben der Konditorei, wurden auch Schachfiguren gedrechselt.
Auch zur Mozartzeit wird in Salzburg Schach gespielt[3].
Im Weiteren geht es nur um organisiertes Turnierschach, Klubschach, und wird somit ein Zeitsprung vollzogen.
1868 bis 1910: Vom Schach-Kaffeehaus zum modernen Turnier
Im Oktober 1868 wird in Salzburg ein Schachklub mit etlichen "tüchtigen Spielern" in Salzburger und Linzer Zeitungen erwähnt, der im Café Baldauf seinen Sitz haben werde.
Zwischen Jänner 1869 und März 1879 sind in der Stadt Salzburg dann (zumindest) drei lokale Stadtturniere im Café Baldauf am Platzl, bei der Linzer Gasse und Nachfolger Cafe´s in Zeitungen/Chroniken dokumentiert.
Sieger 1/1869 unbekannt. (Nur das Turnier im Jänner 1869 wurde in der frühen Mozart-Chronik vermerkt).
Sieger 1873: der Fotograph Ludwig Hardtmuth (1826-1875).
Winter 1878-1879 Baumeister Josef Christoph (1842-1913).
Dann folgt eine organisatorische, oder Quellen-Lücke.
Zuvor ist schon in der Altstadt in der Errichschen Caffetterie, Getreidgasse 24, das es seit 1816 gab, neben dem Vorgänger Mozart (Nr. 22), nahe dem Schatzdurchgang gespielt worden.
Siehe zB. auch F. Kulstrunks historisierende Zeichnung. In: Die Getreidegasse, S 74.
Bis in die 1860er trat das Schachspiel in den Medien in Österreich (und Europa) auch fast nur als Problemkomposition oder mit komponierten Partien, und nur mit wenig wirklich gespielten Partien in Erscheinung.
Das Schachspiel in der Stadt Salzburg verlagert sich nach dem Bahnbau 1860, dem der Westbahn 1875 und der aufkommenden wirtschaftlich-industriellen Entwicklung in ein im Frühjahr 1876 neu errichtetes Café Koller (ab 1903 Krimmel) in der Neustadt an der Westbahnstraße 2, der heutigen Rainerstraße. Vielleicht war dieses nach dem damals berühmten Dragoner-Offizier Koller benannt?
Das Nachfolger-Café des Baldauf (1868) am Platzl hieß aber ebenfalls ab 1881 Café Koller, was leicht zu Verwechslungen führen könnte.
In den Cafés treffen sich das Bürgertum, höhere Beamte, Gewerbetreibende, Künstler. Zeitungslesen, Billard und Spiele prägen diese Kultur des "Zeitvertreibs". Das Fernsehen gab es ja noch nicht.
Diese lose Form des Spielbetriebes im österreichischen Kaffeehaus erübrigte auch lange die Notwendigkeit von speziellen Klubs. Daher gründen sich diese in Österreich gegenüber Deutschland erst realtiv spät und finden sich die ersten zB. sogar überraschend in einigen Bergbauorten.
Höhere Spielerzahlen und Turniere mit Zeitmessung erforderten dann aber doch speziellere Räumlichkeiten und Organisationsformen.
Die Arbeiterschaft und Landbevölkerung kämpfen in dieser Zeit noch um´s Überleben. Es wird zwar genauso gespielt, wenngleich mehr Kartenspiel. In Salzburg Watten, Schnapsen, Färbeln; aber auch Brettspiele, Würfeln, Kegeln, Stockschießen im Winter, Bölzlschießen (Scheibenschießen).
Schach wurde gelegentlich in Gasthäusen, Kantinen, dann auch in Arbeiterheimen, aber mehr lose und ohne ständige Verpflichtungen, gespielt.
Auch in anderen Sportarten gibt es viele gute Hobbysportler, die aber doch keinem Meisterschaftsbetrieb beitreten wollen. Oder aus denen sich dann langsam erst ein Verein entwickelt.
Wenngleich sich aus der Geschichte des Schachspiels zeigt, dass viele der stärksten Spieler aus einfachen Verhältnissen stammen, Schach auch relativ bildungsunabhängig ist, es auch einer sehr speziellen analytischen Begabung (und wie bei jedem Sport) vor allem intensiven Trainings und guter Nerven unter hohem Druck bedarf.
Wie es zB. auch Stefan Zweig in seiner Schachnovelle ausführt.
Vergleich: Bei den übrigen Sportvereinen gibt es die ersten Organisierten früh im 19. Jhd. bei den Turnern und Athlethen, Wettkämpfe bei den Ruderern, der noble Pferdesport. Dann folgt Leichtathletik. Um 1905 bilden sich zB. etliche Schiklubs im Pongau/Pinzgau, um Gäste ausbilden zu können. Landhockey folgt, und erst nach dem ersten Weltkrieg entwickelt sich langsam der organisierte Fußballsport. Das damals häufige Feldhandball hat sich zum harten Hallensport mutiert.
Es herrschte auch um diese Zeit noch die Sechstage-Arbeitswoche, mit dem Ziel einer 48-Stunden-Woche. Die Freizeit war demnach bei einer ca. 50-60 Stunden-Arbeitswoche dem normalen Volk noch sehr begrenzt.
Zudem herrschten noch weitgehende Armut in weiten Teilen der Bevölkerung und teils triste Wohnverhältnisse.
1910 bis 1939
Gründung der Salzburger Schachgesellschaft
Im Frühjahr 1910, im Jahr des Weltmeisterschafts-Kampfes zwischen dem Deutschen Dr. Emanuel Lasker und dem Österreicher Carl Schlechter, erfolgte die gründende Versammlung der Salzburger Schachgesellschaft am 30. April 1910 (Nichtuntersagungsbescheid am 27. März 1910) im Hotel Mirabell, nach anderer Quelle im Hotel Mozart, damals noch an der Paris Lodronstrasse.
Das Proponentenkommitee der Interessierten traf sich jedenfalls zuvor schon am 3. März 1910 im Café Krimmel.[4]
§ 1 der Vereinsstatuten: "Der Zweck der Gesellschaft ist, Schachfreunden (Herren und Damen) einen Vereinigungspunkt und Gelegenheit zur Übung und sachgemäßen Fortbildung im Schachspiele zu bieten und …".
Klubabend war jeden Donnerstag ab 16.00 Uhr. Wobei man die Hälfte der Mitglieder dort aber fast täglich im Café sah.
Spieler dieser späteren Salzburger Schachgesellschaft kämpften schon am 20.Februar 1910 beim Traunteiner SK im nahen Bayern bei einem Simultan von GM Rudolf Spielmann und spielten auch schon viele Jahre zuvor ohne formalen Klub im Cafe´Krimmel.
Der Meisterspieler, Staatsbahn-Ingenieur Josef Hrdina (1882-1914), sowie die Schach-Senioren Baumeister Joseph Christoph (* 1842, † 1913), Salzburger Gemeinderat von 1897 bis 1909, der Sieger des kleinen Stadtturniers von 1878/79, und der Bahninspektor Adolf Mehrer (1853-) sind die drei Initatoren und wurden am 21. Juni 1912 bei der Versammlung im Mozartstübchen des Stieglkeller Ehrenmitglieder der Salzburger Schachgesellschaft.
Sie erhielten Ehrendiplome, vom Salzburger Maler Prof. Franz Kulstrunk gestaltet.[5]
Der "Mehrer des Schach´s, als gewisse graue Eminenz, wurde erster Salzburger Obmann. Er kam aber schon ab 1912 beruflich nach Wien, Meister Josef Hrdina wurde von der Bahn nach Tirol versetzt, wo er dann 1912 Innsbrucker Klubmeister wurde.
Ab 1912 wurde Ernst Lechner, der spätere Präsident der Finanzlandesdirektion, Obmann der Salzburger Schachgesellschaft. Lechner hatte 1881 schon in Salzburg gemeinsam mit dem Literaten Hermann Bahr und Reininghaus (Brauerei) maturiert und war wohl Ende des 19. Jahrhunderts neben dem Senior BM Christoph einer der frühen Spieler des Cafés Krimmel – neben dem jungen Beamten Alois Laschensky (1883-1945), dessen Vater, dem Musiker beim Dommusikverein Christian Laschensky, dem Beamten Heinrich Ullrich, oder dem Architekten Franz Drobny.
Einige Lehrer (Amannshauser, Barth, ...), Schuldirektoren, Beamte, auch Bahn- und Postbeamte, Gewerbetreibende, zB. Dachdeckermeister Otto Kunstmann, … ein Adjunkt, Primarius, einige Offiziere, der Fotograf Carl P. Wagner, der aber bald nach Innsbruck ging, Prof. Joh. Morawetz, Kuhn, Juristen …, Landesrat Dr. Jos. Tischlinger, …finden sich berufsmäßig in der Mitgliederliste ab 1910 und den ersten Jahren aus anfangs 1910 31 Personen.
Im folgenden Jahr 1911 stieg es auf 37; 1913 46, bis 1923 sukzessive auf 120 Spieler an.
Prof. R. Trimmel stiftete zB. 1913 als "Schönheitspreis" ein Ölbild.
1. Wettkampf:
Am 12. Juni 1910 finden im Salzburger Gasthaus zur Rose Mannschafts-Vergleichskämpfe gegen das bayrische Traunstein (gegründet 1906), und im Februar 1911 der Retourkampf gegen die Klubs Traunstein und [[Trostberg] statt. 50 Zuseher und Kiebitze sind dabei. Auch zwei Frauen nehmen bereits teil.
Die damals in München weilenden Berufsspieler, Großmeister Rudolf Spielmann, S. Schapiro, Hans Fahrni und S. Alapin werden dazu engagiert.
Salzburg siegt am 12. Juni 1910 auf den 18 Brettern 12:6, verliert im Retourkampf im Februar 1911 aber gegen die mit guten Münchnern verstärkten Chiemgauer 7,5:9,5.
Gegen diese benachbarten Bayern wird oftmals bis in die 1960er gekämpft, sie waren auch bahnmäßig günstig erreichbar.
Auch einige Mal wurde anfangs gegen Wels gekämpft, so lange es in Salzburg noch keine anderen Klubs gab.
Damals wurden auch gern Korrespondenz-(Beratungs)-Schachpartien zwischen Schachgesellschaften von Städten gespielt. So 1910/11 Salzburg gegen Innsbruck 2:2.
1911: Bayrischer Meister:
Der Initator der SGS, der Meisterspieler und Eisenbahner Ing. Josef Hrdina (1882-1914), erringt am 23.7.1911 sogar die bayrische Meisterwürde am 3. bayrischen Schachkongress (17.-23.7. 1911) in München. Wobei er für das bayrische Traunstein spielt und erhält den Münchener Prinzregenten Ehrenpreis.
Am 27.10.1913 gibt der Weltmeister, Weltenbürger und Philosoph Dr. Emanuel Lasker in Salzburg ein Simultan auf 25 Bretter (20 =4-1) und hält Vorträge im Kurhaus.
Nach dem 1. Weltkrieg kommen 1919 GM Richard Reti, in den 1920er folgen die Meister Vidmar, Ernst Grünfeld, Rudolf Spielmann, der junge Tiroler Erich Eliskases.
GM Reti am 25.4.1919 (18:2-3), GM Rudolf Spielmann am 18. Juni 1923 im Gasthof Sternbräu (15:2-5).
Es waren wohl die von Univ. Prof. Vidmar so postulierten goldenen Schachzeiten.
Der Laibacher Elektrotechniker und Meister Prof. Milan Vidmar gibt am 24.7.1922 ein Simultan im Cafe Corso.
Die Schachgesellschaft hatte damals mit dem Hotelier und Politiker Karl Irresberger auch einen großen Förderer, der diese Gastspieler gratis nächtigen ließ.
1921: Alois Laschensky wird 3. Preisträger im Hauptturnier B, beim 6. Bayrischen Schachkongress in Regensburg (13.-21.8.1921).
1922 5 Salzburger nehmen am 7. Bayrischen Schachkongress in Innsbruck teil (2.-9.9.1922).
1922 und 1923 Franz Motzko 2x Klubmeister der SGS
1923: Wegen der damals sehr hohen Infaltion steigt auch der Mitgliedsbeitrag.
Ab Oktober 1923 wird das Café Mozart in der Salzburger Getreidegasse nach mehreren Wechseln (zuvor das Café Corso) ein Schachcafé mit zB. 1923 über 120 Mitgliedern und Sitz der Schachgesellschaft.
Aktuell wird dort noch von einigen täglich spätnachmittags, außer am Wochenende, oder bei zu starkem Touristenansturm, gespielt.
GM Richard Reti überrascht am 28.3.1927 noch mit einem Blind-Simultan-Spiel im Cafe Mozart an 10 Brettern. Die Partien dauern von 20.00 bis 02.00 Uhr. 50 Kiebitze weilen bis zuletzt aus.
1928 wird von der SGS bereits ein ungustiöser Arierparagraph eingeführt. Da es in Salzburg damals, entgegen etwa Wien, praktisch keine/kaum jüdische Spieler gab, hatte das zwar keine realen Auswirkungen auf das Spielgeschehen. Es verdeutlicht aber das sich stetig verändernde politische Klima.
Quellen: u.a. G. Ammerer u. Jutta Baumgartner: Die Getreidegasse. Salzburgs berühmteste Straße,...(zu Hauschroniken, dem Cafe Mozart im Haus Nr 22, der Schatz-Drechslerei u. Konditorei, Mozarts Geburtshaus, usw.). Salzburg 2011.
Arbeiterschach und Salzburger Vororte
Vielleicht stärkere Spieler aus dem Arbeiterstand hätten sich damals die teuren Standes-Cafés, hohe Klubgebühren, oder teure Schach-Literatur, aber gar nicht leisten können. Von denen wurde noch eher lose in Gasthäusern gespielt.
Anmerkung: Interessanterweise wurde Ende dieses Gründungsjahres 1910 auch der Grazer Arbeiterschachklub gegründet. Zuvor im Dez. 1909 bereits der Wiener Arbeiterschachklub (mit Spiellokalen anfangs in Favoriten und Ottakring).
Am 30.11.1913 hält Weltmeister Dr. E. Lasker im Wiener Arbeiterschachklub einen Vortrag (neben einem großen Simultan) über die Bedeutung des Schachspiels für den modernen Arbeiter.
Kadletz, Karl: In: Forster, Hansen, Negele: Emanuel Lasker, Denker...2009, S 286.
In Salzburg Stadt besteht der Arbeiter-Schachklub im Arbeiterheim von 1924-1934 und wird in der Salzburger Wacht bis Nov. 1931 (gratis Lehrstunde) oft beworben. Einige Vergleichskämpfe mit dem Reichenhaller Arbeiterschachklub im Herbst 1925, 21. März 1926 und 1927, auch auf 11 Brettern in Freilassing, sind in der Presse bekundet.
Heinz Kraupner und Gregor Wagner sind die engagierten Promoter. Stadelmann, Plank usw. Spieler. Nachdem Heinz Kraupner dann das Cafe Posthof als Pächter übernommen hatte, fehlte dieser Organisator dem frühen ASK im Arbeiterheim, bis er wieder nach 1945 tatkräftig in Erscheinung trat.
Schach-Unterricht war gratis. 40 Groschen Mitgliedsbeitrag, dafür inclusive Schachzeitung.
Die österreichische Arbeiterschachzeitung mußte aber aus finanziellen Gründen wieder eingestelt werden. In der der AZ gab es dafür aber eine Schachrubrik.
Am 14.5.1927 gibt zB. der Meister und Schachliterat Hans Kmoch im Arbeiterheim ein Simultan, nachdem er zuvor am 12.5. bei der SSG im Cafe Mozart eines gegeben hatte. Das sparte Kosten.
Es wurden große Anstrengungen unternommen, das Schachspiel auch bei den Arbeitern zu verbreiten und es nicht nur den Bürgerlichen zu überlassen. (zB. Salzburger Wacht v. 14.11.1931, S 15).
Der Spieler des ATSV-Bischofshofen, der Eisenbahner August Maggi, wurde im Nov. 1925 sogar überraschend erster Salzburger Landesmeister.
Quellen:
Mozart Chronik, AZ, Salzburger Zeitungen,
Ehn, Michael: Das politische Spiel. Venedig. 1997,
Der Standard: Serie über das österreichische Arbeiterschach, 2001.
Deutsches Wochenschach v. 5.3.1905, Nr. 10: Schachspiel und Arbeiter. Zu den Anfängen des deutschen Arbeiterschach in Berlin und Brandenburg.
1910-1930er: Frühe Salzburger Schachklubs, Sektionen und Bezirke
1910: Salzburger Schachgesellschaft (1910), seit 1923 im Cafe Mozart.
1923: Schachklub (Sektion des ATSV) Bischofshofen, im Cafe´Dum. 1919 Im Oktober, erfolgte die Gründung des ATSV-Bischofshofen, wo um 1923 der B´hofer Schachspieler August Maggi mit einer Schach-Sektion hervortritt.
1931 zB. mit gratis Unterricht und praktischem Spiel "für schachspielende Genossen" in der Salzburger Wacht erwähnt.
(Quelle: SW v. 13. bis 18.11.1931, S 8).
1924: Gründung: Arbeiter-Schachklub (1924-1934) in der Stadt; Arbeiterheim (Quelle: Sbg Wacht).
1926/27 Schachklub Maxglan (1926-1939), der von 1927-1939 Salzburg-regionale Heinrich Kiener-Turniere veranstaltet; Mühringerbräu, Bayernstraße 20. Im Jahr 1934 Umgründung. Funktionäre: Josef Itzinger sen. u. jun. und Gattin (Gründer), der Maler Alfred Deggendendorfer (Ehrenobmann), Karl Tschabrunn, Präsident: Heinrich Kiener.
1927 wird im benachbarten Freilassing (Bayern) der SK Freilassing gegründet.
1930 (ca.) Schachklub St. Johann i.P. im damaligen Café Moser, später beim Taxenbacherwirt an der Wagrainerstraße. 1930er: in St. Johann im Pongau (Spieler: Andraske, Rechberger, Leitner, Hans Holleis,..).
1932: Am 12.11.1932 erfolgte zB. in St. Johann ein Wettspiel Pongau gegen die Stadt Salzburg (5:9:).
…
1935 Schachklub Itzling-Gnigl (1935-1939). Zuvor Spielbetrieb im Rahmen des ATSV-Itzling (1926). Spiellokl: Gasthof Auerhahn (teils auch Gasthof Eigenherr (Zur Westbahn), oder Gärtnerwirt).
1926 Gründung des ATSV-Itzling, der zuvor eine Abteilung des Salzburger ATSV war. Der jur. Schachklub Itzling-Gnigl wird dann aber erst im Jan. 1935 gegründet.
1936 Schachklub Lehen (1933-1939), Trinkerfürsorgeheim, dann Gasthof Sternhof, Ignaz Harrerstraße.
1936 Gründung des SK Bad Ischl (wo natürlich schon in der Kaiserzeit der Monarchie gespielt wurde).
Kurzfristigere Schach-Aktivitäten
Im November 1909 wird sogar schon in Tamsweg im Lungau eine Schachvereinsgründung beim Gast-und Kaffeehaus Brandl mit vielen Spielern zeitungsmäßig erwähnt (Obmann Dr. Franz Schierl). Weitere Daten dazu fehlen.
Im Jannuar 1912 findet in Hallein ein kleines lokales Turnier in der Zeitung Erwähnung.
1924 gibt es in Hallein einen Schachzirkel um Karl Schulz im Cafe Galsterer.
Zumindest 1926 und 1927 veranstaltete zB. auch der SAK 1914 (im Okt. 1927) beim Bahnhofrestaurant kleine interne Schachturniere mit ca. 20 Teilnehmern (Mitgliedskarte des SAK war erforderlich).
1. Kahler, 2. Marteau, 3. Franz Wintersteiner (der Organisator), 4. Frl. Schmid usw.
1934 und 1935 werden (wohl vom SK Itzling oder dem ASK) Schachturniere für Arbeitslose organisiert. Sieger 1935: Ludl (SK Itzling, Schriftsetzer/Buchbinder)
Stadtmeister und offizielle Landesmeister 1910-1939 (anfangs als Klubmeister, bzw. Sieger im Winterturnier der Salzburger Schachgesellschaft).
- 1910/1911: Heinrich Wolfrum (*ca. 1859, Rechnungsrat), 21 Teilnehmer
- 1911/1912: Carl P. Wagner (Fotograph)
- 1912/1913: Alois Laschenky (Beamter)
- 1913/1914: Alois Laschensky
- 1914/1915: Dr. Josef Frank (Magistratskonzipist, †5.1923)
- 1915 (Frühjahr) Alois Laschensky
- 1915/1916 Dr. Frank (durch den 1. WK eingeschränkter Betrieb)
- 1918/1919 Dr. Frank
- 1919/1920: Wilhelm Ullrich
- 1920/1921: Wilhelm Ullrich
- 1921/1922: Franz Motzko Unternehmer
- 1922/1923: Franz Motzko
- 1923/1924 kein Winterturnier (wegen Lokalfragen)
- 1925: 1. offizieller Landesmeister: August Maggi (ATSV-Bischofshofen)
- 1928: 2. LM Erich Flir
- 1931: 3. LM Karl Mayer
- 1932: Klub M. DI Erich Flir
- 1933: 4.LM R. Wallaschek
- 1935/36: 5.LM Walter Kolneder
- 1935 Klubmeister Karl Mayer
- 1937 1. offizieller Stadtmeister Karl Mayer
- 1938: 6.LM Willhelm David
- 1939: 7.LM Karl Mayer
.
Anmerkung: Die folgenden Salzburger Einzel-Landesmeister sind im online Archiv der SLV-Homepage abgebildet.
Motzko: Starker Spieler der Salzburger Schachgesellschaft, 2x Klubmeister 1922 und 1923, international angesehen, Bauunternehmer, Schachtheoretiker, Korrespondenzschachspieler und Problemkomponist Franz Motzko (* 1868, † 1929); Motzko Variante im Offenen Spanier.
Mannschafts- Wettkämpfe
Nach dem 1. Weltkrieg: Landes-Vergleichskämpfe mit Oö
1921: 1. Wettkampf gegen Oberösterreich
Am 23. Oktober 1921 gab es in Vöcklabruck den ersten Wettkampf Salzburg gegen Oberösterreich, insbesondere Welser Spieler, auf 16 Bretter; 8:3:5 für Oö (Linzer Tagespost v. 25.10.1921, S 8).
Retourkampf 2.7.1922 im Cafe´Korso in Salzburg.
1923 existiert eine kleine Schachgruppe des ATSV in Bischofshofen, mit den Eisenbahnern August Maggi (1885-1973) und Joh. Jakobek, die beide auch am 9. Mai 1926, am zweiten Vergleichskampf Salzburg gegen Oö in Vöcklabruck auf 14 Bretter teilnehmen. Alle anderen waren von der Schachgesellschaft. Maggi war auf dem Spitzenbrett gesetzt.
1926: Die Salzburger Auswahl beim 2. Wettkampf gegen Oö am 9.6.1926:
August Maggi (ATSV Bischofshofen), Wilhelm Ullrich, Franz Motzko, G. Hopfinger, Alois Laschenky, der Student Erich Flir, Hofrat Dr. Ferdinand Baldi, Dr. Hlawatschek, Dr. Oskar Günther, der Eisenbahner Joh. Jakobek (Bischofshofen), Czaika, Dr. Trubik, Kulm,..(Major Kirchtaler, bzw. Schwarz (der Anitiquitätenhändler ?) hatten 1921 teilgenommen).
Pfingsten 1926 In Salzburg am 23.5.1926: Wettkampf Wien gegen die Bundesländer (auch als Wien gegen Alpenland bezeichnet) auf 13 Bretter, bei dem von Salzburg A. Maggi, Ullrich und Kuhn mitwirken. Wien dominierte klar. Die Salzburger Maggi u. Ullrich erzielen remis. (Quellen: WSZ, SVBL). In den offiziellen Ansprachen wird Schach als "in weiteren Kreisen bestehendes geistiges Bedürfnis" gesehen.
1929: Beim erneuten Schachwettkampf in Attnang gegen Oö am 17.4.1929:
Erich Flir, Alois Laschensky, Wilhelm Ullrich, Linnerth, Pagler, Dr. O. Günther, Czaika, G. Hopfinger, Karl Mayer, Otto Kunstmann, Koberz, Brünner, Siegel, Kuchera, Dr. Hlawatschek, Kaltner, Schwarz.
Die Salzburger siegen gegen den Linzer SV 9:8.
Meister Ernst Grünfeld gibt am 21.5.1929 ein Simultan.
1931: Freundschaftskampf in Linz: 6:6.
Durchschnittlich waren in den 1930er 30 Spieler täglich im Cafe´Mozart.
1929 und 1932 fanden anläßlich des 25-jährigen Jubiläums des Linzer Schachvereines, neben dem Wettkampf zwischen dem (späterem) GM Erich Eliskases gegen Rudolf Spielmann (dem letzten Ritter des Königsgambits), Vergleichskämpfe der Salzburger mit dem Linzer Schachverein auf 17 Bretter statt.
Quelle: Linzer Tagespost v. 17.4.1929, bzw. 9/1932, mit Auflistung der Spieler.
So wurde bei den Ansprachen 1929 die Not der damaligen Profi-Schachmeister beklagt und eine Schach-Notgemeinschaft gefordert.
1934: Am 30. Juni 1934 begann in Klagenfurt das erste Ländertreffen mit 8 Vierer-Mannschaften.
Turniersieger wurde Tirol (22,0) vor 2. Steiermark (21,0) 3.OÖ u.Salzburg (17,0). 4. Niederösterreich (16,5),5. das nicht so stark besetzte Wien, 6. Vorarlberg, 7. Kärnten I u. 8. K.II.
1933 u.1935: Weltklassespieler Erich Eliskases in Salzburg.
1935 21.4.- Ostern: Vergleichskampf Salzburg-Wels 9:3.
(Quelle: SC v. 28.4.1935, S 16).
Den Retourkampf am 2.11.1935 in Wels gewannen dann die Welser hoch.
1936: Erste Salzburger Mannschaftsmeisterschaft:
In der Ersten Republik begann in Salzburg ab 1936 die Meisterschaft zwischen den damaligen drei Vereinen in der Stadt Salzburg. Organisiert durch eine Arbeitsgemeinschaft.
Ergebnis 1. LMM 1936:
1. SK Itzling (9,5)
2. Salzburger Schachgesellschaft (8,5)
3. SK Maxglan (6)
Die Itzlinger mit Kurt Berger, Leeb, Lehner, Reinegger, Weilguni,..siegten. Die SG stellte allerdings nur die zweite Garnitur auf. Der SK Lehen (1933) nahm noch nicht daran teil.
Dann begannen erst nach dem Krieg wieder ab 8. Oktober 1950 die Mannschaftskämpfe.
Im österreichischen Ständestaat (1934-1938) wurden nach den Februarereignissen 1934 die früheren (weitgehend sozialdemokratischen) Arbeiterturn-und Sportvereine (ASV, ATSV,..), die teils schon kleinere, eher inoffizielle Schachsektionen hatten, wie die Itzling-Gnigler und Maxlaner, im Jahr 1934 behördlich aufgelöst, politisch etwas umgefärbt, und anschließend bis 1936 teils neu, als eigene jur. Schachvereine gegründet.
1937: Am 1. Mai: Wettkampf Salzburg gegen den damaligen OÖ Meister Steyr auf 15 Bretter: 9,5:5,5 (SC v.8.5. S 16)
1938 Am 14.3.1938, unbeeindruckt vom ns-Umsturz 2 Tage zuvor, und dem Einmarsch der Hitler-Deutschen, wurde die 17 !-rundige Landesmeisterschaft (14.1.-14.3) beendet.
1. Willhelm David, 2. G. Hopfinger 3. Karl Mayer, vor Gabriel Geiger und dem Itzlinger Oskar Ludl (18 qualifizierte Teilnehmer; SC 26.3.1938).
1939: Die LM (Gaumeisterschaft) 1939 im Cafe Posthof gewann Karl Mayer vor 2. Gabriel Geiger und 3. G. Hopfinger (Ende: 24.2.1939). 1939 Lokal starkes Heinrich-Kiener Turnier. 1942 Im Herbst des Kriegsjahres findet noch eine Stadtmeisterschaft mit einigen Pensionisten statt. Daten fehlen.
Künstler und Schachspiel:
Der weltbekannte Literat Stefan Zweig (* 1881, † 1942) spielte gelegentlich in den 1920ern im Café Bazar. Als konkretes Mitglied der Schachgesellschaft scheint er aber nicht auf. Stefan Zweig hatte auch "die seelische Superiorität des Besiegten" stark interessiert.
In: Die Welt von Gestern. Die Niederlage soll nicht nur ertragen, sondern gemeistert werden.
Der Eisenbahner-Literat Georg Eberl hatte die Sechsmeisterturniere im Kriegsjahr Juni 1942 mit Weltmeister Alexander Aljechin besucht und nach dem Krieg darüber literarisch berichtet.
In späteren Zeiten spielen etwa der Maler Alfred Deggendorfer (1899-1984), bei Maxglan und dann Mozart. Wohl auch der Maxglaner Maler Franz X.Jung (1883-1963).
An Musikern schon Leopold Mozart, der ab 1737 in Salzburg studiert hatte, sowie auch seine Tochter Anna-Maria (Nannerl), spätere von Berchtold zu Sonneburg... gelegentlich bei schlechtem Wetter.
Die Pianisten Friedrich Gulda, wenn er mal in Salzburg war und Alessandro Misciasci, wohl der Beste (und eifrigste) der Künstlerriege, oder der Bratschist Peter Langgartner, der ansonst die Viola Bastarda geigt.
Der in Salzburg geborenene Wiener Malerfürst Hans Makart spielte im 19.Jhd. gern und leidenschaftlich.
Der frühere Bergsteiger und bekannte Alpinist Wolfgang Axt ist zudem als guter Pongauer Ligaspieler erwähnenswert.
1907 fand in Eben im Pongau ein regionales, als auch Künstler-Turnier statt. Erster Preis: Eine Standuhr. Zu den nächsten Turnieren wurden die Künstler Salzburgs eingeladen. Dazu fehlen aber weitere Daten.
1925: Erster Salzburger Landesmeister
Erster Salzburger Landesmeister, damals noch ohne offiziellem Landesverband, aber von der Schachgesellschaft so ausgeschrieben, weil es auch ausserhalb der Schachgesellschaft in der Stadt gute Spieler im Lande gab, wurde im November 1925 im Café Mozart- zur Überraschung der Stadt-Salzburger- der Bischofshofner Eisenbahner August Maggi (1885-1973). Als "homo novus" (der neue Mensch) in der Presse bezeichnet.
A. Maggi, der von der Grazer Schachgesellschaft her kam, spielt dann 1926 gegen den (geteilten) österreichischen Staatsmeister, den Wiener Siegfried R. Wolf, immerhin ein beachtliches remis (WSZ 1926).
Damit hatte das uralte Pongauer Bischofshofen wieder eine seiner historisch oftmals erwähnten "Merkwürdigkeiten" gezeitigt.
Frühe gute Spieler:
1910 bis 1940
sind Alois Laschensky (1883-1945), Beamter, einer der guten Spieler der ersten Stunden um 1910, Sohn des Musikers vom Dommusikverein Christian Laschensky, der auch schon Ende des 19. Jhd. gespielt haben dürfte, der Unternehmer Franz Motzko (1868-1929), Wilhelm Ullrich (1888-1950er) Landesbeamter, Oberrechnungsrat und Sohn eines Obergeometers, der Bischofshofener Eisenbahner August Maggi (1885-1973), Walter Kolneder und 1930-1940 vor allem Karl Mayer, Erich Flir (1905-1995), Wilhelm David, Gustav Hopfinger (1892-1960er), Gabriel Geiger (ca.1899; ein Schuster),.. wohl die besten Spieler in Salzburg.
1933 wird der damalige Salzburger Landesmeister Richard Wallaschek (er kam vom Welser Arbeiterschachklub) 4.-6. bei der österreichischen Staatsmeisterschaft, im folgenden Jahr 1934 sogar Dritter.
Ab 1928 kam stud. Erich Flir, in späteren Jahren einer der Besten, als "Zugroaster" von Tirol nach Salzburg und wirkte weit über seinen 80er in der Liga.
Sein Vater Walter Flir (1881-1957) war Meisterspieler, als Jüngster einer der Mitbegründer des Innsbrucker ISK (1904), sogar Bayrischer Meister zu Kulmbach 1920 und Trainingspartner des späteren Weltklassespielers Erich Eliskases.
Der Salzburger Landesverband
In der ersten Republik gab es noch keinen Salzburger Landesverband. Dieser wurde erst 1950 gegründet.
Ein eigener Landesverband (so wie etwa in Tirol oder Vorarlberg um diese Zeit gegründet), wurde 1927 von der SG zwar auch angedacht, aber dann wurde diese Koordinationsfunktion Mitte der 1930er doch mittels einer Arbeitsgemeinschaft der drei damigen Stadt-Vereine, der Schachgesellschaft, SK Maxglan und SK Gnigl-Itzling erledigt.
Anfangs schließt sich 1910 die neue Salzburger Schachgesellschaft (1910) (wie auch der Innsbrucker SK, gegründet Febr. 1904) dem Deutschen Schachbund an. Damals gab es auch noch keinen österreichischen Verband. Am 3. September 1921 dann bis 1924 dem erst neu gegründeten Österreichischen Schachverband.
Quelle: Wiener Sporttagblatt v. 9.9.1921.
Dieser ÖSV (Österreichischer Schachverband) der ersten Republik wurde nach mehreren Versuchen in der früheren Monarchie, insbesondere von 1890, aber erst nach dem 1. Weltkrieg, am 12. Dezember 1920 in Wien gegründet.
In der Zeit der Monarchie gab es nur einen gemeinsamen Heeres-Schachverein. 1869 wurde zB. im Wiener Heerescasino ein Schach-und Billardklub gegründet (Quelle: Neues Fremden Blatt v. 13.9.1869, Neue Militärische Zeitschrift).
Am 31.8.1890 wurde über Anregung des Neuen Wiener Schachklubs zwar kurfristig ein österreichisch-ungarischer Schachbund während des Grazer Schachkongesses in Graz gegründet, der sich aber dann doch mangels teilnehmender Vereine nicht entfalten konnte.
Quelle: Deutsches Wochenschach (Nr.6,1890, 45/50, S 417 u. 326).
Wegen der zunehmenden politischen Spannungen in der Zeit der ersten Republik waren auch nicht alle österreichischen Schachvereine im ÖSV vertreten. Nach dem 2. Weltkrieg wollte man diese Fehler der Vergangenheit durch mehr Einheit und Zusammenarbeit vermeiden.
1925 spaltete sich zudem der österreichische Arbeiterschachbund (der zu Ostern 1924 in Wien gegründet worden war, und der auf dem Wiener Arbeiterschachklub, gegründet 12/1909, basierte) mit seinen Schachkreisen ab.
Salzburg-Stadt und Bischofshofen wurden dem Kreis 5) zu oberösterreichen Arbeiterschach-Klubs zugeordnet (AZ, 6/1924).
Das kleine lokale Turnier 1926 in Salzburg und die Aktivitäten der Itzlinger sind dazu bekannt.
Der Arbeiterschachbund wollte nur den Amateurbetrieb und lehnte Spiele um Geld grundsätzlich ab. Auch um Wettverluste und Tragödien zu vermeiden und vielleicht keine brotlosen Berufsspieler zu produzieren. Es gab Beratungspartien und Spiele mit Vorgaben, um die unterschiedlichen Klassenstärken gegenüber reinen Hobby-und Gelgenheitsspielern etwas ausgleichen zu können und gewisse Chanchengleichheit herzustellen.
Die Betonung und Förderung des Breiten-und Hobbyschach war sehr lobenswert, in seiner gänzlichen Ablehnung des angeprangerten "Starsystems" ging er aber doch zu weit, wollen und müssen doch auch Profispieler davon leben.
In den 1920-30ern ging es um Gegenentwürfe zu den sogenannten Bürgerlichen (Wohlhabenderen) und dem Etablieren von günstigen Nischen für ärmere Hobbyspieler und Sportler. Manchmal ging es auch nur um Machtfragen zwischen Funktionären.
Auch erfolgte 1924 wieder der Austritt aus dem ÖSV. In der Salzburger Schachgesellschaft wurde in den nächsten Jahren mehrfach der Wechsel diskutiert, im Spielausschuss zwar beschlossen, dann doch nicht umgesetzt.
Es waren nur teils politische Überlegungen maßgeblich. Es hatte ja auch seine Vorteile, weil man so doch an den nahen bayrischen Bewerben (Einzelmeisterschaft) mitspielen konnte.
Erst 1927 wurde nach (1921-1924) letztlich dem damals umstrukturierten österreichischen Verband (ÖSV) wieder beigetreten.
1921 wurde jedenfalls von der Salzburger Schachgesellschaft neben dem ÖSV auch dem Bayrischen Schachbund bis 1924 (bzw. 1926, andere Quelle) beigetreten.
1921 in Regensburg und 1922/23 nahmen Salzburger Spieler an dessen Bewerben teil (zB. erfolgte die damalige Bayerische Meisterschaft 2.-13.9.1922 in Innsbruck).
Schach in den 1940ern
Ab Jänner 1939 fand die Einzel-Meisterschaft unter dem Großdeutschen Schachbund im Cafe´Posthof statt.
Im Juni 1942 und Juni 1943 organisierte dieser welt-bedeutende Sechsmeisterturniere in Salzburg, im Hotel Mirabell. Mit dem späteren Sieger, Weltmeister Alexander Aljechin und dem WM-Titel Aspiranten, dem Esten Paul Keres. Offenbar um im Krieg mit geringem Aufwand und Mitteln etwas Ablenkung und Normalität suggerieren zu können.
Diese Turniere wurden auch schon im Herbst 1941 und Frühjahr 1942 angekündigt.
Auch die anderen KdF Reichsschachturniere, die es sogar bis 1944 gab, erfolgten unter dem Zeichen der geistigen und kulturellen Truppenbetreuung.
Die hohen Erwartungen von GM Keres wurden aber von Aljechin noch stark gedämpft.
(Der Direkt-Score von Aljechin gegen den jügeren Keres, der aber doch erst in den 1950ern am stärksten war, von 1935 bis 1943 betrug 9:5).
Der junge Deutsche Klaus Junge aber schlug im Juni 1942 sogar den 50-jährigen WM Aljechin (1892-1946) in einer der jeweils beiden Partien, was die linientreue Presse als größte Sensation in der Geschichte des Schach´s feierte.
Im Juni 1943 war Junge an der Front und nahm nicht mehr am 2. Turnier teil.
Parallell dazu wurde im Juni 1942 auch ein europäischer Schachbund unter ns. deutscher Führung mit dessen Verbündeten und einigen Unabhängigen (aus 13 Ländern) gegründet, um die geplante Nachkriegsordnung schon zu gestalten. Der mit Kriegsende aber erlosch.
Der veranstaltende Großdeutsche Schachbund unterstand "dem Protektorat" des ns. Reichleiters und- Statthalters Baldur von Schirach.
Der damals in Salzburg anwesende deutsche Meister Brinkmann aus dem Altreich, der über die Ziele des großdeutschen Schachbundes im Hotel Mirabell und seiner Tätigkeit in der HJ reverierte, gab ein Simultan, wobei er gar 14 Partien verlor, 8 remisierte und 15 gewann. Er entkam daher noch hauchdünn der Blamage.
Das Internationale Turnier Bad Gastein 1948
1948, vom 25. Mai bis 20. Jun. fand, nur drei Jahre nach dem Krieg, im Kurort Bad Gastein bereits ein Internationales Schachturnier statt, das der schwedische IM Eric Lundin gewann.
Vor dem 2., dem Franzosen Nicolas Rossolimo und dem 3. Pal Benkö (Ungarn).
Dazu gibt es zB. eine österreichische Sonderbriefmarke, bzw. Stempel. Die Organisation erfolgte vom Wiener Ing. Gerhard Bruckner.
Das Gästeturnier (B-Turner) gewann der Badener Albert Lounek.
Quelle auch: online Chronik des Schachklubs Baden bei Wien.
1949 Ein lokales WM-Aljechin-Erinnerungsturnier.
Sieger 1949: Dr. Hans Geiger, 2. Hopfinger 3. Dr. Walchshofer 4. Romanenko 5. Ing. Gerhard Bruckner.
Arbeiter- und Eisenbahnerschach:
Der frühere, weitgehend sozialdemokratische Itzlinger Schachklub der 1930er (im Rahmen des ATSV-Itzling, gegründet 1926, bzw. des Schachklubs Itzling, 1935), wurde Ende der 1940er wieder als anfangs (inoffizielle?) Schach-Sektion des ATSV erweckt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 die Wiedergründung des ATSV-Itzling (1926), neben Fußball, auch mit anderen Sportarten. 1946 pachtete der ATSV ein Grundstück an der Plainstraße (das heutige Anton Kronreif Sportzentrum), bei dessen Kantine später der Schachklub ASK in den 1970ern spielte.
1948: Umbenennung in Amateur-Sportvereinigung (ASV).
Mit dem Spitzenspieler Georg v. Berner (Stadt-und Landesmeister 1950/51, der aber 1951 nach Kanada auswanderte) und hatte seine Spiellokale beim Gasthof Aignherr in Itzling und beim ehemaligen Hotel Bahnhof.
Mit den Spielern Klaus Albrecht, Stockinger, Weilguni, Kurt Berger, Brunauer, Brandauer, Spalt, Hagn, Borenitsch, Bitter, Stadler, Grabler,....
Nachkriegs- Schach
Im Frühjahr 1946 wurde nach dem Weltkrieg eine Eingabe an die Besatzungsmacht gerichtet, das Schach-Vereinsleben wieder aufnehmen zu dürfen. Am 18.11.1946 kommt es dann im Café Mozart wieder zu einer Generalversammlung.
Am 1. Juli 1947 wird nach dem Zweiten Weltkrieg, während der US-amerikanischen Besatzungszeit, vorerst die inoffizielle Landesgruppe Salzburg gegründet, mit dem Vorsitzenden Heinz Kraupner, und erfolgte der Beitritt zum neu geschaffenen ÖSB.
Der Materialstand war gleich null. Das Mozart war vorher noch ein US-amerikanisches Offizierscasino, das Café Posthof arg bombenbeschädigt. Dennoch findet bereits 1946/47 eine Stadtmeisterschaft statt, die Dr. Walchshofer gewinnt.
Etliche Spieler sind umgekommen oder noch in Kriegsgefangenschaft. Einige displaced people, auch Volksdeutsche aus dem Osten, füllen wiederum die entstandenen Lücken.
1947: In Bad Ischl: Ein neuerlicher Vergleichskampf zwischen Salzburg und Oberösterreich endet remis.
Entwicklung ab den 1950ern
1951 führten die Amateure in Kärnten gegen Wolfsberg-Kohlegrube ein Freundschaftsspiel, Anfang der 1950er gegen Hallein.
Bis diese Schachgruppe/Sektion schließlich 1955 im neu gegründeten Schachklub ASK mündete.
Gründung des SLV 1950:
Der Salzburger Landesverband wird dann offiziell am 24.8.1950, anfangs mit sechs Mitgliedern (Vereinen, bzw. Sportsektionen) gegründet.
Erster Salzburger Schachklub 1910 - Mozart
Salzburger Schachgesellschaft-Posthof
ASV-Amateure-Itzling (1951 ATSV, dann ESV, aus diesen wurde dann im Dez. 1955 der ASK),
Schachverein Bischofshofen (1950)
Schachverein Holzwerke St. Johann im Pongau (1950)
Schach-Sektion des Sportklubs Zell am See
Schon im folgenden Jahr 1951 wurde in 2 Klassen mit 9 Mannschaften zu je 8 Brettern gespielt.
Bekannte Schachzirkel, aber noch nicht Vereine, gab es 1950 zudem schon in Hallein, Radstadt, Schwarzach, Saalfelden (Bericht von Präs. HR Ritter v. Hoch (1888-1970) beim ersten Landestag im Febr. 1951).
Die Zeller hatten sich aber bald wieder verabschiedet und folgte später dafür der Werksport-und Kulturverein Kaprun aus dem Pinzgau.
Im Pongau nahmen auch kurzfristig die Mühlbacher Knappen teil.
(Quelle: u.a. Egger: Chronik Neumarkt)
Seit 7. Oktober 1950 läuft die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft.
Viele Vereinsgründungen
1950 Am 11.1.1950 teilte sich die Salzburger Schachgesellschaft in die Spielstätten und zwei Vereine im Café Posthof und die im alten Spielcafe´Mozart bleibenden (Erster Salzburger Schachklub 1910. Mozart).
Der Klub Mozart sieht aber nur eine juristische Namensnovation (=Änderung) und sich nach allen Jubiläen als durchgängig seit 1910 wahren ältesten Schachklub in Salzburg
1950: Die SK´s Bischofshofen , St. Johann und die Schachsektion des Sportklubs Zell a.See werden (nach Vorgängern) 1950 gegründet.
Der Halleiner Schachklub Jan. 1954. Es wird aber auch dort schon einige Jahre zuvor gespielt (Chronik des SK Hallein).
Schon 1950/51 gibt es vielfache Vergleichskämpfe insbesondere von Mozart gegen Venedig, Rom, Schachring-Zürich, auf 25 Bretter gegen Traunstein (mit Chiemgauern verstärkt), in Bad-Gastein gegen den Kärntner Meister ESV-Admira-Villach und Wels.
1953/1954 erfolgen Teilnahme von Mozart am europäischen Mitropa-und Westropa Cup mit guten Ergebnissen.
DI Erich Flir, Walter Wöll von Mozart und Georg Berner (Amateure Itzling) sind in den 1950er-1960ern wohl die besten Spieler.
In der Zeit von 1953 bis 1956 wurde Mozart 1x zweiter u. 1x Drtter bei den österreichischen Vereinsstaatsmeisterschaften und erneut 1974/75.
(1953 wurden diese Vorgänger der späteren Staatsliga ( Bundesliga) eingeführt).
Damals war wohl Hietzing-Wien in Österreich die Nr. 1 (und die vielen Wiener Meister vorherrschend). In den 1970ern kamen die Grazer Vereine und die VÖST stark auf.
Mozart hatte ab April 1958 eine "Zweigstelle" in Wals, bis sich später der HSV Wals gründete.
In 10 Jahren zwischen 1950-1960 hatte zB. allein der Klub Mozart 268 gemeldete (Kaffeehaus- u. Turnier)-Spieler (die aber teils wieder aufhörten, zu anderen Klubs wechselten usw.).
1954/1955: Im Jan. 1954 wird der SK Hallein, im Dezember 1955 der ASK als Arbeiterschachklub von Kurt Berger u. dem Schlosser Rupert Borenitsch gegründet, der aber quasi ein Nachfolger des früheren Itzlinger Klubs (1935), bzw. der ASV-Amateuere, ATSV, ESV-Sektion war. Aber auch einige Spieler der früheren Lehener-und Maxglaner Vereine der 1930er umfasste.
Die ASKler sehen sich nun aber mehr als Nachfolger der Maxglaner und residieren Mittwochs im Violett, im Salzburg Austria Fußballspieler-Lokal.
Der ASK, der "Allgemeine Schachklub", hat immer noch ein sehr lebendiges Klubleben, zumal sich ansonst doch viele Spieler in das Internet verzogen haben.
Jeden ersten Mittwoch immonat gibt es dort ein Blitzturnier.
Im Pinzgau führte damals der Kultur-und Werksportklub Kaprun (1948), mit seinem Vorkämpfer Weikl.
1958 K. Schatzl, der Oberkellner vom Cafe´Glockenspiel, der aber beim Verein Posthof spielt, wird Landesmeister (dazu gibt es zB. einen amüsanten Artikel vom Salzburger Literaten Walter Müller im SN-online-Archiv).
Am 19. Juli 1959 findet in Seekirchen (zum 5. Geburtstag) ein schönes Schachfest mit 8er-Mannschaften und 30-Minuten Kurzzeit-Partien statt.
1959: Die Schachvereinigung Oberndorf-Laufen (das bayrische Laufen gegründet bereits 1948) nimmt an den Salzburger Bewerben teil.
Ebenso der 1. SK Bad Ischl (OÖ) von 1959-1998.
Ab 1966 gab es, ausgehend vom Schachklub Freilassing, Grenzlandturniere (Schnellschach).
1966 Mai: SSG Posthof -gegen Wels (auf 15 Bretter).
1967 Der frühere ATSV bzw. SK Bischofshofen (1923 und 1950) wird über die neue Schach-Sektion im ESV-Bischofshofen (ASKÖ-Mitglied) neu belebt und siegt mit den jungen Spielern in der 2. höchsten Divison. Sternstunden um die 1980er. Baumeister Ing. Hans Schmid ist 30 Jahre verdienstvoller Obmann.
1970: Mozart siegt im 1. österr. Schach-Cup (aber keine Bestbesetzung der anderen Bundesländer). 1970: Mozart Dritter bei den Vereinsstaatsmeisterschaften; hinter 1. Gemeinde Graz und 2. Berghofer Wien.
1969/70 Die Landesliga wird eingeführt. Bis dahin wurde nur in einer ersten und 2. Klasse gespielt.
1973 folgten die neuen Bewerbe Landes-Blitzmeisterschaft und Landescup.
Quelle: ASK Chronik.
1973 Ranshofen siegt bei den österr. Vereinsstaatsmeisterschaften.
1973 der Kultur-und Werksportklub Kaprun feiert sein 25-Jahre Jubiläum mit einem Pinzgauer Mannschafts-Schachturnier (1. Kaprun, 2. Bischofshofen).
1973 USK-Uttendorf (gegründet 1961) nimmt beim SLV erstmals teil.
1973 SC Inter Salzburg, anfangs eine Mischung aus Schach-und Geselligkeitsklub, wird in Liefering gegründet, dann Taxhamer, Lehner,... und steigt in den 1990ern bis zum Bundesliga-A Klub auf.
1974/75 Mozart: 2. bei den österreichischen Vereins-Staaatsmeisterschaften.
1974: Der Salzburg-Pongauer Maler und Grafiker Stefan Schneider (1908-1980) wird FIDE Internationaler Meister (IM) im scharfsinnigen Problemkompositionsschach (damals noch ohne Computerunterstützung, mit etwa 300 Problemkompositionen).
In den 1970ern bis Anfang der 1980er prägen die vielen guten Mozartler wie ÖM Walter Klimitschek und die Ranshofner Staatsligaspieler IM Arne Dür (aus Tirol), Josef Ager, oder ÖM A. Prameshuber (Staatsmeister 1958) das Salzburger Spitzen-Schach. Um nur einige zu nennen.
1975/76: Gründung der Staatsliga
Der engagierte Werksportverein-ATSV Ranshofen war 1971 von OÖ zum Salzburger Verband gestoßen.
Obmann Wolfgang Hackbarth wollte wohl der damals sehr starken VÖEST-Linz ausweichen und witterte in Salzburg offenbar mehr Beute. Zudem war es auch leichter erreichbar.
Er hatte großen Anteil an der Gründung der neuen Staatsliga 1975/76 (seit 2003 Bundesliga), die den früheren Vereinsstaatsmeisterschaften (seit 1953) nachgefolgt war. Mit großer Unterstützung seiner Gattin Christa, die gute Spielerin als auch Funktionärin ist.
Ranshofen gewann 2x die Staatsliga (1973 und 1988/89).
1979/80: die Westliga der drei westlichen Bundesländer wird gegründet.
Im Café Mozart in der Getreidegasse wird, vor allem in den 1960-1980ern, täglich ab Nachmittag, von 20-30 gewieften Cafehaus-Blitzern gespielt und Partien analysiert.
Auch der bekannte Pianist Friedrich Gulda fand sich manchmal zum Blitzspiel ein, oder das Playboy-und Penthousegirl Brigitta C., die sogar sehr beachtliche 1840 nat. Elo und den WMK Titel errang.
Damals kamen auch etliche Gewerbetreibende der Innenstadt ins Cafe Mozart zum Spiel (und sponserten manchmal bei den Blitzturnieren schöne Preise).
(
Durch die Ausdünnung des Gewerbes in der Stadt, Fitness-Trends, aus Kostengründen und infolge der Computerisierung hat sich das früher sehr beliebte Cafehausschach leider nun doch stark verflüchtigt. Der Trend ging zum exakteren Turnierschach.
Vor allem der ASK, aber auch Royal oder SK Salzburg-Süd hatten (und haben noch) immer ein sehr gutes Klubleben.
Im Turnierschach entwickelt sich weltweit ab den 1970ern das Elosystem, eine Messung der Spielstärke, die nun in Variationen für andere Sportarten herangezogen wird.
1970: GM Paul Keres zum Simulta erneut nach Salzburg.
Der frühere tschechische Weltklassespieler GM Salo Flohr gab 1975 u.1978/779 Simultanvorstellungen im Land.
Simultans der russ. GMs Makaritschev (1979) u. Schweschnikow (1980).
WM Anatol Karpov folgte 1979 u. 1982 (spezielle Artikel auf der SLV Seite).
Zur Zeit von Verbandspräsident Karl Groiss und Landesspielleiter Erich Schneider (1938-1992), bzw. in der Zeit von Weltmeister Bobby Fischer, kam es ab Mitte der 1970-1980er Jahren zu neuen Vereinsgründungen und starker Aufwärtsentwicklung der Jugend.
Der ESV-Bischofshofen (1967) mit dem jungen Josef Klinger (dem späteren Großmeister), das 4x um 1980 Landescup-Finalist, 1980/81 Westligameister und 2x zweiter
1978: Der Landesverband flog 1978 nach Ägypten und folgend mit 50 Leuten zu einem Freundschaftskampf und Ausflug nach Moskau. 1982 ging es mit 60 Leuten nach Budapest.
1973-1989:Massen-Länderkämpfe: Nov. 1973: Salzburg -Innkreis (OÖ) auf 31 Bretter; 1978 Sbg.- Chiemgau, 1978 S - OÖ in Mayrwies auf 58 Bretter (5.5.1978), LK S -Tirol auf 40 Bretter, 1980 S- Burgenland, 1983 Salzburg -Chiemgau (15:9, Jugend 2:1), 1983 S -Stmk., 2x S- Kärnten (1989)
Die sich rasant entwickelnden europäische Open-Turniere, wo Spieler Elo, internationale Elo u. Normen erwerben konnten, lösen dann diese früheren Mannschafts-Bewerbe ab.
1981-2001 gab es den Alpencup, ein freundschaftliches, nettes Kurzeitturnier der 3 Vereine: Uttendorf, Inter Salzburg und Klausen (Südtiol), später statt Inter mit dem SK Jenbach ergänzt.
Meister der Bundesliga B (frühere Westliga, bzw. Staatsliga B-West und-Mitte).
Mozart in der Saison 1979/80 und 81/82,
ESV-Bischofshofen (1967) 1980/81,
Inter 1982/83, 1984/85 und 1989/90,
ASK 1983/84,
die Spielgemeinschaft SIR (Süd-Inter-Royal) 2000/1, und 2001/2 (2x Meister BL-B-Mitte), 2009/10 und 2012/13
1983: Schachklub Golling gegründet
1984 NM R. Hanel wird nach A. Herzog 2. bester Österreicher bei der 5. offenen Wiener Meisterschaft.
1984: Während andere Vereine aufblühen, überaltert die Schachgesellschaft 1910 (Posthof), die 1980 noch mit 36 Teilnehmern ein schönes Turnier veranstaltet und versucht mit der Umbennnung in Union-Grödig ein Weiterbestehen (bis 1992). Der Druck der nachrückenden starken Jugend dürfte zudem maßgeblich gewesen sein. (Quelle: u.a. Egger).
1985 Der 18jährige Josef Klinger: Österreichischer Herren-Staatsmeister. Er gewinnt in der Schweiz ein Kat. V Turnier.
Tolle Jubiläen: ASK 30-Jahre, Mozart-75 Jahre.
Bei der ASK Veranstaltung siegt IM Josef Klinger im Blitz bei 94 Teilnehmern.
Beim Mozart-Schnellschachturnier siegt Bayern München (damals mit den 3 IM´s Kindermann, Klaus Bischoff, Gerald Hertneck u. FM Klundt), vor 2. Mozart I (IM Josef Klinger, NM Reinhard Hanel, NM E. Brestian, NM Heinz Peterwagner). 3. SAVA Begrad 4. Budapest 5. Inter Salzburg,.. (18 internationale Mannschaften).
1985/86 Der ASK spielt eine Saison in der obersten österreichischen Divison.
1985 SK Neumarkt am Wallersee gegründet.
(Zb. haben im Schach Klub Neumarkt dann innerhalb von 30 Jahren 230! Spieler zumindest eine Partie für diesen Verein gespielt, siehe: Martin Egger: Chronik..).
1988/89 Ranshofen siegt in der Staatsliga. Mit den Dür´s, A. Prameshuber, J. Ager.
In den 1980/90ern wirkt der USK Uttendorf sogar in der Westliga (spätere Bundesliga-B), mit seinen Spitzen Hahn und Feichtner.
Kombibewerbe:
Die Vereine Mattighofen, Ampflwang und Radstadt organisieren schöne Mannschafts-Blitz, bzw. Kurzzeit-Turniere.
Seekirchen schon im Juli 1959 einen Fußball-Kegel-Schachbewerb.
Die drei Stadtvereine: ASK, Inter und Mozart veranstalten in den 1970-8Oern: Fußball-Schach Kombibewerbe.
Mozart (1975) und Bad Ischl: Schach-Schirennen. Schach und Schilanglauf: (1980) Radstadt gegen Salzburg-Süd in Radstadt.
Mondsee: Schach am See,
ASK: Schach-Kegeln, Schach .Dart,....
Also kam auch der Spaß und Körpersport manchmal nicht zu kurz.
Das Schachhaus: Vom Herbst 1984 bis 1996 gab es ein eigenes Schach-Haus des Verbandes in Lehen, in der Strubergasse, das im Oktober 1984 mit einem Simultan des "Zauberers von Riga", dem Kombinationskünstler Ex WM Michael Tal eingeweiht wurde. Salzburger Politiker spielten. Der Lyriker Christoph Aigner gab eine Lesung.
Betriebsmeisterschaften und Turniere veranstaltet
Zuletzt wurde allerdings mehr gewürfelt, bis es mangels Geld für Investitionen eingestellt wurde.
1982-1990er: Betriebs-Schachmeisterschaften:
AK Salzburg/ÖGB organisieren mit dem Verband ab 1982 für über 10 Jahre im Schachhaus die Betriebs-Schachmeisterschaften, die öfters die ambitionierten Post Spieler gewannen.
Auch die SGKK, AK, Baufirmen, mehrere Banken, Eisenwerk Sulzau, Druckereien, oder die Salzburg-Krone,... nahmen etwa mit recht guten Mannschaften daran teil.
Salzburger Schach-Open:
DI Gerhard Herndl gibt seit 1984 die Halleiner Schachzeitung, mit Robert Rettenbacher die Verbandszeitung SIS heraus und organisierte ab 1986 das Halleiner Schach-Open.
Dieses setzte sich dann durchgehend im Werfen (Tenneck) und nun Schwarzacher Open fort.
Dachverbände:
ASKÖ: Die vielen ASKÖ Bewerbe, von offenen Schüler, Jugend, Einzel,-Blitz-und Mannschafts-LM und BLM sind/waren zumeist Schnellschach- und Blitz-Bewerbe. Fast immer seit ca. 1957 vom ASK organisiert.
(ASKÖ Vereine waren/sind: ASK, ESV-Bischofshofen, ATSV-Ranshofen, RIF, Konkordiahütte-Tenneck, ASKÖ-Radstadt, Trimmelkamm, (von 1990-2010 auch SC Inter Salzburg), um 1950er kurz auch die Mühlbacher Knappen (siehe Egger)
1990: Salzburg-ASKÖ Bundesmeister (aber mit einer weitgehend Ranshofener Staatsligamannschaft (IM K. Mathe, FM Werner Dür, FM Ulli Fößmeier, FM Franz Hager). MF: Hartwig Huber
1993: Franz Waggerl (Inter) wurde überraschend ASKÖ Bundes-Einzel-Meister.
1994: Großes ASKÖ (auch Freiluft-Schach-Fest (organisiert von Inter) am Lieferinger Anton-Kronreif Center.
Quellen: weiteres sehe ASK Chronik
Union: 7-teils offene Union LM´s gab es vom Nov. 1980-1986; vor allem über den USK Uttendorf (wobei die 1985er mit Elowertung erfolgte).
Der ASVÖ fördert einige Klubs.
Quellen: ASK Chronik zu den ASKÖ- und USK-Uttendorf-Blog zu den Union-Bewerben.
1992: Jörg Kraschl (SC Inter) Jugendstaatsmeister U-18.
1992 (2.-4.10.1992) Das Gnigler Turnier
Preisfonds (1 Stunde/40 Züge/damals eine kurzfristige int. Elowertung) im Rahmen der Mephisto-Grand-Prix Serie der ehemaligen Müchner Schachcomputerfirma abgehalten.
Zufällig auch zum 100. Geburtstag und 50. Todestag von Ex Weltmeister Alexander Aljechin.
180 Teilnehmer.
1.IM Valentin Arbakov (Russ) Elo 2345 8,5 Punkte,
2. GM Alexander Woitkiewicz (Pol) 2530 7,5
3. GM Romuald Mainka (D) 2550 7,
4. IM Bjarke Kristensen (Dän)2370 7,
5. IM Ralf Hess (D) 2345 7.
Quellen: Salzburg Krone und Staatsliga-Topchess. Hrsg.: Alexander Fauland und Hannes Krawagna.
Mit dem Manager DI Johann Fischer kam Inter Salzburg von 1990-1997 zu Sternstunden in der Staatsliga.
So spielt 1993 der spätere Weltmeister Wladimir Kramnik (damals aber schon Nr. 1 der Weltrangliste) für Inter Salzburg drei Partien in der österreichischen Staatsliga bei der Schachgala im Panoramarestaurant des Hotel Europa mit 300 Zusehern und Mitwirkenden im Rahmenprogramm.
Unter dem Motto: "Kommen´s in´s Europa, solange es noch steht".
Die Staatsligabroschüre mit beträchtlichen Werbeschaltungen (damalige Staatsligafinanzierung) wird vom SC Inter von 1990-1997 herausgegeben.
1992/93 Inter Salzburg: 3. in der Staatsliga und ist Salzburg Mitte der 1990er eine Schach-"Großmacht" in Österreich (Zitat nach IM A. Fauland).
1993 Josef Klinger erneut österreichischer Staatsmeister
1993 SC Schwarzach wird gegründet und übernimmt einen Teil der Spieler des früheren ESV-Bischofshofen.
Der SC Schwarzach stößt später bis in die Bundesliga A vor und organisiert das immer gut besetzte Schwarzacher Open.
1995/1996: Inter Salzburg: 3. der Staatsliga A.
1996: Wettstreit: Mensch gegen Maschine im MCA (Museum). Salzburger Auswahl gegen Mephisto-Computer.
1996/97: Das MMM–Turnier von Salzburg-Süd.
Vom 3. Oktober 1996 bis zum 20. März 1997 veranstaltete Salzburg-Süd unter Obmann Prof. Willi Sauberer das mit 20.000.- öS gut dotierte MMM-Turnier:
1000-Jahre Salzburger Münz-, Markt- und Mautrecht; ein Neun-Runden-Turnier der 10 eingeladenen Salzburger Spitzen.
1. FM Reinhard Hanel (2340) 7, 2. FM Franz Hager (2240) 6,5, 3. Klaus Jürgens (D)(2185) 6, 4. MK Herbert Gottsmann (2170) 5, 5. Christoph Dölzlmüller (2170) 4,5, 6.-8. Franz Waggerl (2230), Hermann Hamberger (2205), MK Arthur Hinteregger (2140)je 4, Nico de Jongh (NL) (2110) 3, Christoph Löffler (oZ) 2.
(Anmerkung: FIDE Rating)
1997: Franz Waggerl ASKÖ-Bundesmeister
1999:Jubiläum-Schnellschachturnier: 20 Jahre Süd/25 Jahre Inter. 50.000.- öS Preisfonds.
Organisiert von Prof. Willi Sauberer, Turnierleiter: Arnold Endthaler.
1. GM Istvan Farago (Ungarn)
Die früheren Salzburger Stadtmeisterschaften (die erste offizielle erfolgte 1937, 1939, dann ab 1946) wurden ab den 1990ern meist vom ASK gemeinsam mit deren Klubmeisterschaft organisiert und waren immer lokal recht gut besetzt.
Aber schon 1921 wurde zB. Wilhelm Ullrich (von der SGS), der das Winterturnier 1920/21 gewonnen hatte, als "Champion" von Salzburg in der Presse gefeiert.
2000/1und 2001/2002:
Inter-Salzburg/Süd (später SIR genannt) gewinnt 2x die Bundesliga B-Mitte.<br
2003 Eva Moser: Großmeisterin bei den Frauen
2006:Die Tamswegerin Eva Moser wird österreichische Staatsmeisterin der Allgemeinen Klasse, siegt im Turnier von Augsburg, wird IM der allgemeinen Klasse, und erzielt eine GM-Norm.
2010: SIR (Spielgemeinschaft Süd-Inter-Royal) Meister der BLB-West und Aufstieg in die 1. BL-A
2016: Der neue SLV-Präsident MAS Rudolf Berti und Kassier Günter Vorreiter, organisieren in St. Johann i.P. mit dem bewährten Turnierleiter DI Gerhard Herndl hervorragend die österreichischen Staatsmeisterschaften.
2016 Emanuel Frank siegt im Turnier von Semriach (60 Teilnehmer) und wird hervorragender 2. beim Open von Neumarkt (70 Teilnehmer).
Saison 2016/2017: Die Spielgemeinschaft SIR siegt (mit bayrischen Legionären) in der Bundesliga B-West und steigt wieder in die Bundesliga-A auf.
2017: Magdalena Mörwald- österreichische Jugend-Staatsmeisterin W-U-16
Anmerkungen: Computer, Internet, konkurrierende Games, gesteigertes Outdoor-und Fitness-Verhalten verödeten zwar einige Klubleben, erhöhten aber wiederum den Wissensstand gigantisch.
Schach steht in der Freizeit-und Fitnessgesellschaft in hoher Konkurrenz mit vielen Spielen und Programmen, bietet aber dem hobbymäßigen Gelegenheitsspieler, dem geselligen Klubmenschen, bis sportlich engagiertem Kämpfer, doch so einiges an Herausforderung, Belebung der grauen Zellen, als auch Vergnügen.
In den Quellenangaben, insbesondere der Homepage des Verbandes, sind die weitere historische Entwicklung, Elozahlen, Verbands-Funktionäre, Ergebnisse der Einzel-und Mannschafts-Landesmeisterschaften abgebildet.
Einige gute Salzburger Spieler
1. Stärkster Salzburger Spieler war bisher Josef Klinger (jun.), geboren in St. Johann im Pongau, der 1985 den IM Titel (Internationaler Meister) und 1988 sogar den Grad eines IGM (Internationaler Großmeister) errungen hat.
Seine besten Erfolge (höchste Elo: 2520 Elo 7/1990): damals im erweiterten Kreis der besten west-mitteleuropäischen Spieler.
1982, im Alter von 15 Jahren, österreichischer Jugendstaatsmeister (bis U-19), Dritter der Jugendweltmeisterschaft 1985, im Alter von 18 Jahren 1985 und abermals mit 26 Jahren 1993 österreichischer Staatsmeister (bei nur 2 Teilnahmen, 2 Siege).
Mehrere große internationale Turniersiege, drei Mal in Zürich, Berlin, Biel, Bad Wörishofen, Werfen,... errang er Mitte der 1980er- Anfang der 1990er Jahre, verlegte sich dann aber in Wien auf das Pokern.
2. Die geborene und dort aufgewachsene Tamswegerin IM Eva Moser, spätere Kärnterin, Grazerin, ist IM (Internationale Meisterin) der allgemeinen Klasse, mit 2471 höchster Elo, derzeit ca. 2445 ELO (und seit 2003 WGM bei den Frauen).
2006 wird sie sogar österreichische Staatsmeister(in) der allgemeinen Klasse. Eva Moser hat allerdings noch nie beim Salzburger-Verband gespielt.
3. Zudem hat Salzburg einige (7) FM (FIDE -Meister), NM (nationale Meister), CM und MKs hervorgebracht.
Anmerkung: Der Grad CM (FIDE Meistercandidat) wurde erst 2002 von der FIDE eingeführt.
Die früheren nationalen Grade (ÖM, MK) werden vom ÖSB nun infolge der FIDE Grade und der int. Rating nicht mehr vergeben.
4. Frühere (historische) Spieler vor Einführung der Elozahlen können zeithistorisch vergleichend leider mangels damaliger ELO Wertung nicht angeführt werden. Infolge einiger Berechnungsänderungen-und abgesenkten Einstiegswerten, insbesondere bei der Jugend, über die letzten Jahrzehnte, können die aktuellen internationalen Rating auch nicht immer absolut stringent mit früheren Zeiträumen verglichen werden.
Computer, Internet und Software-entwicklung haben Training, Analysemöglichkeit, Wissen und Tempo revolutionert und internationalisiert.
Salzburg hatte auch durchwegs immer nur mehr oder weniger schachlich engagierte Hobby-Spieler, ausser zeitweise dem Profi Klinger.
Weltweit ist infolge der Technik eine starke Verjüngung und Verbreiterung der Spitze, aber auch eine starke Internationalisierung des Schachs (insbesondere nach Ost und Fernost) feststellbar.
Aufgrund des sehr hohen Trainings-Zeitaufwandes, der sonstigen Lebensführung (und der doch geringen finanziellen Aussichten), bleibt Schach im Westen zumeist doch nur ein interessantes Hobby.
Die österreichischen GM Mathias Ragger (Top 50 der Welt), oder IM Eva Moser sind da sehr seltene Ausnahmetalente.
International und auch in Österreich hat das inzwischen sehr gute junge Frauen-Spitzenschach stark zugenommen, während das Hobby-Breitenschach der Männer im mittleren Alter hingegen doch stagniert.
Hier machen sich der Fitnesstrend, Gemütlichkeit, beruflicher Druck, oder sonstige PC-Spiele, bzw. Internet bemerkbar.
Titelträger und historisch höchste internationale Elozahlen
der im Salzburger Landesverband ( der über das Bundesland Salzburg hinaus reicht) geborenen und wohnhaften (ansässigen) Spieler (also ohne Legionäre).
Anmerkung:
GM, IM, FM und CM sind internationale FIDE-Grade (des Weltschachverbandes).
Großmeister, Internationaler Meister, FIDE-Meister, FIDE- Meisterkandidat (ähnlich etwa im Go, oder den Kampfsportarten Judo, Karate,.. mit Gürtel- und Dan-Graden).
NM und MK (Nationaler Meister (früher ÖM) und Meisterkandidat (sind österreichisch-nationale Grade die durch ÖSB vergeben wurden).
Anmerkung: Ein FM ist zugleich auch NM
FIDE-Rating
Fide Rating bzw. Elo ist ein mathematisches Ratingsystem, eine Spielstärkemessung, die nun auch mit Modifikationen bei diversen anderen Sportarten verwendet wird.
Bei Neueinsteigern, Jugendlichen, oder wenig Partien ergeben sich höhere Schwankungsbreiten und Unschärfen.
FIDE Grade (mit historisch höchsten internationalen Elo/Monat/Jahr):
GM: Josef Klinger (2520,7/1990, inaktiv)
IM Eva Moser (zudem WGM), highest (2471,7/2012), 1982 geboren und aufgewachsen in Tamsweg. Sie hat allerdings noch nie im Salzburger Landesverband gewirkt.
FM: (=FIDE Meister)
Reinhard Hanel (2380,7/95), Dr. med, Ex LM (Landesmeister)
Harald Herndl (2375,7/98, inakt.),Dr. techn., Ex LM
Jörg Kraschl (2360,1/96) 1992: Jugendstaatsmeister U-18, inktiv),
Franz Hager (2340,1/1986, inakt.), Dr. jur. , Ex LM
Engelbert Schöppl (2325/1/87), oftmaliger Blitzmeister
Werner Mikenda (2315/1/83), Dr. , Ex LM, Bad Ischler, nur in den 1960/70ern in Salzburg ( in Wien FM)
Johann Fischer (2315,7/90, inakt.), Dipl. Ing., 1981 Grazer Stadtmeister (bei 108 Teilnehmer),
Alman Durakovic (2310/2015, BIH (Bosnien), Schach-Trainer.
CM: (=FIDE-Meisterkandidat. Dieser Titel wurde erst von der FIDE 2002 neu eingeführt).
Arthur Hinteregger (2241/7/2001), 3-facher Ex-Landesmeister,
Robert Scheiblmaier (2236/1/02), RA Mag. ,EX LM u. Stadtmeister
Johann Mayerhofer (2215/5/2011).
Herbert Gottsmann (2206/4/13)
(Anmerkung: alle 4 waren zuvor auch nationale MK)
Anmerkung: Hartmuth Schiner (2231/2015), Panajotov Radoslav (2267/11/12), Bulgarien- Klub Thalgau-Mondsee und MK Juro Ljubic (2291/7/02), Cro, Schwarzach) würden zwar die Voraussetzungen erfüllen, aber bislang fehlender Antrag.
Anmerkung: Hermann Hamberger zB. hatte (2275/7/90) als höchste int. Elo, auch G. Nindl und F. Waggerl hatten ca. 2250 Höchststände, aber keine Titel.
Nationale Grade des ÖSB (Elo/Monat/Jahr)
NM (Nationale Meister, früher ÖM bezeichnet):
Josef Ager (2330/7/1998) ATSV-Ranshofen
Walter Klimitschek (Dr. med. , Ex LM, Staatsligaspieler in den 1970ern, Mozart; inaktiv).
Heinz Peterwagner (2241/7/2003; Mozart)
Wolfgang Hackbarth (2195/1/95), ATSV-Ranshofen, 2x LM, Staatsligaspieler der 1970-1990er)
MK (Nationale Meisterkandidaten):
Juro Ljubic (CRO; 2291/2002); 3-facher Ex LM; von der ELO auch CM, fehlender Antrag;
Alarich Lenz (2280/7/90) wurde in Wien MK
Siegfried Teufl (2258,1/00), Ex LM
Wolfgang Schwaninger (2255/7/04), wurde in Wien MK, wie auch seine Gattin Ulrike S.(WMK),
Christoph Löffler (2186/7/06),
Harald Hicker (2179/10/05; Mozart), Dr jur. ,starker Spieler seit den 1960ern, Ex-Stadtmeister
Gerhard Spiesberger(2166/5/11), Ranshofen), Ex LM
Johann Fischbacher (LM 1978, inakt) Ex LM
Gerhard Mikenda (Dr. , Bad Ischl, nun wieder beim LVOö),
Lukas Prüll (2009/10/07; ASK), Ex LM
Anmerkung: österr. MK Grade werden nun vom ÖSB (wegen Einführung des intern. CM) nicht mehr vergeben.
WMK: aktive:
Christa Hackbarth (2005/1/1998), Ex wLM, Ranshofen
Michaela Hapala (DDr. ,Ex wLM, nun Wien)
Eva Wunderl (1883/2016), EX wLM, ÖS (geprüfte nationale Schiedsrichterin),
Edith Hanel, u.a. (inaktiv)
FIDE- Kompositionsschach:
IM Stefan Schneider (24.4.1908-12/1980). 1974 wurde der Pongauer Maler und Grafiker FIDE-Internationaler Meister im Problemkompositionsschach (damals noch ohne Computerunterstützung mit ca. 300 beachtlichen Problemen).
Prof. Johann Hollik (Salzburg-Süd), teilte 1990 den 1. Preis im Problemlöser-Wettbewerb der „Deutschen Schachzeitung".
Fernschach (ICCF Titel):
IM Max Aigmüller (+), 1995 Fernschach-Europameister (Klub Inter Salzburg). Vor Verleihung verstorben.
IM Fritz Fleischanderl (Klub Mozart)
IM Kurt Wallner + (SK Hallein)
Anmerkung: Diese hatten damals ihre Titel mit noch weit schwächerer Computerunterstützung erkämpft.
Anmerkungen:
Das Interesse am Schach gehen somit quer durch alle Berufsparten.
Von den jüngeren Spitzen sind die Frank Brüder, insbesondere Emanuel (derzeit ca. 2160), u. Leon Fanninger die aktivsten und zählen zum sehr guten Nachwuchs.
Mathias Marchhart (2163/10/07), Thomas Mroz, R. Azad (2153/11/10), wie auch sonst viele gute Junge sind derzeit fast alle berufs-und studienbedingt, bzw. aus geänderten Freizeit-Prioritäten weitgehend inaktiv.
Nachbarschaft, Gäste und Legionäre: (Zahlen sind höchstes internationales Fide-Rating)
Aufgrund der Grenzlagen haben immer schon viele gute, vor allem bayrische-und deutsche Profi-und Semiprofi-Spieler in Salzburg mitgespielt.
Seit den 1970ern schon, der bayrische Meister IM Klaus Klundt (Deutscher Seniorenmeister), in den 1990ern die GM Klaus Bischoff, Deutscher Meister 2013 und 2015, GM Stefan Kindermann (geborener Österreicher, 2585/1/95), GM Gerald Hertneck, aktuell GM Hans-Joachim Hecht, FM Dietrich König, Ulli Fössmeier, Martin Stielfried , Andreas Lickleder.
Aktuell der Freilassinger Bernhard Besner, Arnulf Westermeier, oder auch schon langjährig, die Wiener FM Dr.Klaus Opl und FM Peter Roth, oder früher der steirische IM Georg Danner (2455/7/94).
Der ungarische Top-GM Peter Leko in seinen Jugendjahren bei Ranshofen.
Der SC Neumarkt verstärkt sich mit Kärntnern und dem vielfachen Turniersieger FM Guido Kaspret, die Schwarzacher mit kroatischen GMs. Insbesondere Ranshofen und Ach-Burghausen haben aufgrund der Grenzlage viele "Grenzgänger" in ihren Reihen. Uttendorf hat einige Steirer.
Andererseits spielen etliche Salzburger wiederum in Oberbayern, im Schachkreis Inn-Chiemgau.
Die aktuellen, aktiven Spitzenspieler: siehe: FIDE, Elolisten (bei chessresults) und Mannschaftsaufstellungen der SLV-Homepage.
News
SIR siegt in der BLB-West und steigt wieder in die höchste Liga auf.
Emanuel Frank siegt beim 5 Runden-Turnier von Semriach (4/2016, 60 Teilnehmer) u. wird 2. beim 9 rundigen Neumarkter Open (9/2016, bei 70 Teilnehmern), Landesmeister 2017
WMK Eva Wunderl, Spielerin in der Frauen-Bundesliga.
Jugendschach:
Magdalena Mörwald, Staatsmeisterin U-16 (April/2017).
Sie konnte für Salzburg bereits 7 goldene Jugend-Staatsmeistertitel erringen.
zB. EU-Meisterin U-12 (2013)
Miriam Mörwald, Silber-Staatsmeisterschaft W-U14 (2016).
Daniel Elsässer (Oberndorf), Silber bei der M-Jugendstaatsmeisterschaft 2016 U-10,
Kata Vicze, ÖM W-U10: Silber STM 2016
Leon Fanninger, Vize-LM 2017
Turniere
Jährlich finden im Sommer internationale Turniere im Bundesland statt:
- das Schwarzacher Open,
- das Wallersee Open in Neumarkt am Wallersee 15x von 2001-2016
- sowie die Seniorenstaatsmeisterschaften in Maria Alm am Steinernen Meer
Vereine (Sektionen) des Schach-Landesverbandes Salzburg
Stadt Salzburg und Umgebung
- Allgemeiner Schachklub Salzburg (ASK)
- 1. Salzburger Schachclub 1910, Mozart (Spg. mit Oberndorf u. Bergheim)
- Schachklub Salzburg-Süd (Die Stadtvereine Süd-, Royal und seit 2016 Mondsee (statt früher Inter Sbg.) spielen unter der Spielgemeinschaft SIR).
- Schachklub Royal Salzburg (SIR)
- SC Inter Salzburg (früher in der Spielgemeinschaft SIR). Der Klub wurde in einen reinen Ausbildungsverein umgewandelt, ohne Teilnahme an Meisterschaften. Er schied damit 2015 auch aus der Spielgemeinschaft SIR aus, die 2016 durch Mondsee wieder auf drei Vereine erweitert wurde).
- Schulschach AG Österreich (deaktiv, keine Mannschaft)
- Heeres-Sport-Verein Wals Sektion Schach (derzeit keine Mannschaft)
- Sportunion Bergheim, Sektion Schach (Spielgem. mit Mozart u. Oberndorf)
- Kroatischer Schachverein SK "Pjesak"(Spielgemeinschaft mit Schwarzach)
- (der Postsportverein/Sektion Schach spielt beim ASK)
Flachgau und Tennengau
- Halleiner Schachklub
- Schachklub Golling (Spg. mit Konkordiahütte)
- Schachfreunde Rif (derzeit keine Mannschaft)
- Schachvereinigung Oberndorf-Laufen (Spg. mit Trimmelkamm u. Mozart)
- Union-Schachclub Seekirchen
- Schachclub Neumarkt
- Schachfreunde Mattighofen
- Naturfreunde Raiffeisen Mondseeland, Sektion Schach
- Museumsverein Obertrum am See
- WSV-ATSV Ranshofen Schach
- SPORTUNION Raiba Hochburg-Ach,Sektion Schach (Anmerkung: Ach-Burghausen)
(1. SK Bad Ischl (Oö, Vorgänger 1936) war von 1959-1998 beim SLV Salzburg.
Pongau und Pinzgau
- Sportverein Schwarzach im Pongau, Sektion Schach
- Sportverein Konkordiahütte-Tenneck, Sektion Schach
- Schachclub ASKÖ Radstadt
- Sportclub Taxenbach, Sektion Schach
- Union Billard- und Schachclub Bruck, Sektion Schach
- Union Sportclub Uttendorf, Sektion Schach
- Heeres-Sportverein Saalfelden, Sektion Schach (Spielgemeinschaft mit Uttendorf)
- Schachklub Zell am See
- Pinzgauer Schachsenioren
Die Einzel- und Mannschafts-Landesmeister finden sich unter "Archiv" auf der Homepage des SLV.
Aktuell: zB.: Jugend Einzel-Landesmeisterschaft 2015
Knaben und Mädchen U/8 bis U/18 in Bergheim - Mehrzweckhalle von 14. bis 15. Februar 2015
U/18 Burschen: 1. Frank Jeremias (Neumarkt, 1850) 5 (13,5) und Jakob Tobias (Royal, 1849) 5 (13,5), 3. Rienessel Lukas (Oberndorf/Laufen, 1395) 2,
U/18, U/16 und U/14 Mädchen gemeinsam: 1. Haidenberger Flora (Neumarkt, 1524) 3,5, 2. Kraft Lena (Beste U/16 - Neumarkt, 1444) 2,5, 3. Augustin Natascha (Royal, 1413) 0.
U/16 Burschen: 1. Loreth Viktor (Oberndorf/Laufen, 1762) 2, 2. Hebeth Kevin (Ranshofen, 1194) 0.
U/14 Burschen: 1. Kipman Felix (Hallein, 1102) 9, 2. Schneeweis Elias (Ranshofen, 1320) 8, 3. Falk Fabian (Ranshofen, 1076) 7, 50), 8. Augusta Tobias (Neumarkt, 856) 3 (5,50), 9. Königstorfer Jonas (Neumarkt, 932) 1½, 10. Köckerbauer Alexander (Ranshofen, 0) 1.
U/12 Burschen: 1. Fanninger Leon (Oberndorf/Laufen, 1332) 8½, 2. Lauer Falk (Ranshofen, 1426) 7 (48), 3. Loreth Thomas (Oberndorf/Laufen, 1209) 7 (45),
U/12 und U/10 Mädchen gemeinsam: 1. Küng Lea (Neumarkt, 1017) 5,5, 2. Eichler Melanie (Neumarkt, 867) 3, 3. Azad Katrina (Royal, 892) 2,5, 4. Stadler Eva (Beste U/10 - Ranshofen, 800) 1.
U/10 Burschen: 1. Elsässer Daniel (Oberndorf/Laufen, 1133) 6, 2. Kipman Filip (Hallein, 987) 5, 3. Ferner Tobias (Bergheim, 861) 4,
U/8 Burschen: 1. Burgstaller Bastian (Neumarkt) 3, 2. Küng Simon (Neumarkt) 1.
U/8 Mädchen: 1. Horn Sarah (Royal) 3, 2. Eichler Lara (Neumarkt) 1.
Weblinks
www.chess.at ÖSB, nationales ELO Rating
www.fide.com (Weltschachverband, internationales ELO-Rating)
www.chess-results.com/ Tunier- und Spielersuche
www.chessbase.de tägliche internationale Schachnachrichten
www.schachundspiele.at/ Homepage vom Schach-Historiker-und Vertrieb, Mag. Michael Ehn, Wien, Gumpendorferstrasse
Quellen
- Homepage des SLV
- Schach Aktiv, das österreichische Schachmagazin (monatlich) und frühere Wiener Schachzeitung.
- Salzburger Sportjahrbuch des Landes
- wikipedia /Schach/ Bundesliga /Österreich (Ergebnisse seit 1975/ Detailergebnisse seit 1991)
- SIS (Salzburger Verbandszeitung), Halleiner Schachzeitung,
- Schachvereins Chroniken:
Rettenbacher, Robert: 50 Jahre-ASK Chronik. 2005.
Dies, Rudolf: 80 Jahre-Mozart. 1990, nach der Chronik von "Mattl" (Mathias) Röhrenbacher.
Dr. Egger, Martin (Hrsg): Festschrift: 30 Jahre Schachklub Neumarkt.168 Seiten. 2015.
Dr. Scheichl, Eduard Reithofer, Kurt Wallner, u.a.: 50 Jahre. Jubiläumsbuch des SK Hallein. 2004. Ergänzung: 60 Jahre Chronik. 2014.
Chronik des SK Oberndorf-Laufen
Eder, Herbert, u.a.: 40-Jahre Schachfreunde Mattighofen. 2001.
Grundner, Alois: Online Chronik und Blog des USK-Uttendorf.
Grünwald, Johann: 50 Jahre Schachklub Taxenbach, 1959-2009 (seit 1978 beim SLV).
inoff. Chronik SK Seekirchen (von Fink u.a.).
Myslik, Helmut: 75 Jahre Chronik des SK Hietzing-Wien. Wien 1996.
Schachrubriken in: SN, Salzburger Tagblatt, SVZ-Schachwoche (1986-2014).
- Österreichische Schachrundschau. Organ des (ehemaligen) österreichischen Schachverbandes. In: Wiener Sonntagsblatt. 9.9.1921.
- Schach-Sonntag, auch "Der Sonntag". Mitteilungsecke des (ehemaligen) Linzer Abeiterschachklubs. Hrsg.: Gottfried Eibensteiner
- Süddeutsche Schachblätter 1907/1908
- Strouhal, Ernst: acht mal acht: Zur Kunst des Schachspiels. Wien. 1996. (Österreichischer Staatspreis).
- Ehn, Michael: Geniales Schach im Wiener Kaffeeehaus. 1750-1918. Wien 2017.
- Holländer, Hans u. Barbara : Schachpartie. Durch Zeiten und Welten. 369 Seiten, 350 Fotos. 2005. Zur allgemeinen Schach-Kulturgeschichte.
- MCA (Hrsg.) und Dommuseum: Salzburg zur Zeit der Mozarts. Salzburg. 1991
- Institut für Spielforschung u. Spielpädagogik der Hochschule Mozarteum Salzburg. Katalog: Spielbücher und Grafik des 16.-18. Jhd.(Manfred Zollinger, G.G. Bauer); und die Serie: Homo Ludens, der spielende Mensch. Band 4 (Schach). Salzburg, 1994.
- KHM: Spielwelten der Kunst. Wien. 1998.
- Niemeyer, N., Schweiger, G.: Von der Krone zum Bürger. Schach in der höfischen und bürgerlichen Kultur von 1750-1850. Sonderausstellung in Grafing. München. 2011.
- Spiele der Stadt: Glück, Gewinn und Zeitvertreib. Wien 2013, und Ausstellung Wien Museum. Von Ernst Strouhal, Manfred Zollinger, Brigitte Felderer. Spiele am Beispiel von Wien, teilweise wohl auch historisch auf Salzburg umlegbar.
- Sauberer, Willi: Schach-Lang-Läufer. Reihe "Spielgeschichten", Hgg. von Rainer Buland, Institut für Spielforschung an der Universität Mozarteum. Wien – Berlin 2013.
- Sauberer, Willi: 20 Jahre weiß und schwarz. Schachklub Salzburg-Süd 1979-1999. Salzburg 1999.
- Bruns, Edward: Das Schachspiel als Phänomen der Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. 2003. LIT Verlag.
- 65 Jahre Schachnovelle. Marginalia. Randbemerkungen zur Geschichte und Kultur des Schachspiels, Bd 1, 2007 ( Hrsg.: Susanna Poldauf, A. Saremba).