Pfarrkirche zum hl. Martin (Hallwang): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Erstmals wird eine Kirche [[1430]] genannt. Der [[Gotik|gotische]] Kirchenbau wurde von [[1687]] bis [[1694]] dreischiffig erweitert, 1787 | + | Nach der "Hallwanger Chronik" des Pfarrvikars [[Josef Dürlinger]] soll am [[20. Juli]] [[1197]] die Kirchenweihe des dritten Kirchenbaus erfolgt sein. Dessen Langhaus entsprach schon jener der heutigen Kirche. |
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| + | Erstmals wird eine Kirche [[1430]] genannt. Der [[Gotik|gotische]] Kirchenbau wurde von [[1687]] bis [[1694]] dreischiffig erweitert. Planung und Leitung der Arbeiten erfolgten durch den Salzburger [[Hofbaumeister]] [[Giovanni Gaspare Zuccalli]]. Am [[20. Juli]] 1694 erfolgte die feierliche Einweihung. Das ist der Tag der heiligen Margareta von Antiochien, an dem die Kirche ihr [[Patrozinium]]. Die Statue der hl. Margareta befindet sich im rückwärtigen Kirchenschiff auf der sogenannten Männerseite. | ||
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| + | Doch schon 1787 wieder wieder auf ein Schiff zurückgebaut. Der [[Gotik|gotische]] und in seinem Kern romanische Turm erhielt [[1763]] einen Helm nach einem Entwurf von [[Wolfgang Hagenauer]]. [[1858]] wurde die Kirche Pfarrkirche. [[1971]] wurde die Kirche außen und [[1974]] innen restauriert. | ||
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Bei Grabungen [[1974]] wurde ein Bad eines [[Römischer Gutshof|römischen Gutshofes]] aus dem ersten und zweiten Jahrhundert gefunden, darüber Reste der ersten Kirche aus dem [[9. Jahrhundert|9.]] und [[10. Jahrhundert]]. Danach erfolgte ein Neubau der [[Romanik]], der heutige Chor und der Turm sind im Kern erhalten. | Bei Grabungen [[1974]] wurde ein Bad eines [[Römischer Gutshof|römischen Gutshofes]] aus dem ersten und zweiten Jahrhundert gefunden, darüber Reste der ersten Kirche aus dem [[9. Jahrhundert|9.]] und [[10. Jahrhundert]]. Danach erfolgte ein Neubau der [[Romanik]], der heutige Chor und der Turm sind im Kern erhalten. | ||
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| + | So schrieb Benedikt Pillwein in seiner 1844 erschienenen Beschreibung des Herzogtums Salzburg.<ref>[https://www.pfarre-hallwang.at/weitere-info-s/unsere-pfarrkirche/ pfarre-hallwang.at], den Originaleintrag bei Pillwein aber nicht gefunden.</ref> | ||
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| − | Der Hochaltar hat einen [[barock]]en Aufbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mitte des [[19. Jahrhundert]]s wurde der Altar verändert. Das Hochaltarblatt hl. Martin wurde 1849 von [[ | + | Der Hochaltar hat einen [[barock]]en Aufbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mitte des [[19. Jahrhundert]]s wurde der Altar verändert. Das Hochaltarblatt hl. Martin wurde [[1849]] von Johann Endfelder in [[Schwaz]]. Es wurde erst bei der Renovierung des Innenraums 1849 angebracht. Zuvor befand sich am Hochaltar ein Reiterstandbild des heiligen Martin des [[Barock]]bildhauers [[Meinrad Guggenbichler]]. Es ist bis heute verschollen, wahrscheinlich wurde es 1849 zerstört. |
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| + | Das Aufsatzbild zeigt eine Darstellung der heiligen Dreifaltigkeit von [[Sebastian Stief]]. Die beiden seitlichen Figuren zeigen den hl. [[Rupert von Worms|Rupert]] (links) und den hl. Ulrich (rechts). | ||
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| + | Der linke Seitenaltar zeigt eine Madonna mit Kind, die ebenfalls von Sebastian Stief um [[1858]] entstand. | ||
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| + | Die Orgel baute [[Ludwig Mooser]] [[1842]]. | ||
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| + | Im Inneren ist eine römische Grabplatte für Quintus Sabinius Euprepes und Sabinia Tertulla aus dem ersten Jahrhundert zu sehen. | ||
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Version vom 19. Oktober 2025, 16:13 Uhr
Die Pfarrkirche zum hl. Martin ist die Pfarrkirche der Flachgauer Gemeinde Hallwang. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.
Geschichte
Nach der "Hallwanger Chronik" des Pfarrvikars Josef Dürlinger soll am 20. Juli 1197 die Kirchenweihe des dritten Kirchenbaus erfolgt sein. Dessen Langhaus entsprach schon jener der heutigen Kirche.
Erstmals wird eine Kirche 1430 genannt. Der gotische Kirchenbau wurde von 1687 bis 1694 dreischiffig erweitert. Planung und Leitung der Arbeiten erfolgten durch den Salzburger Hofbaumeister Giovanni Gaspare Zuccalli. Am 20. Juli 1694 erfolgte die feierliche Einweihung. Das ist der Tag der heiligen Margareta von Antiochien, an dem die Kirche ihr Patrozinium. Die Statue der hl. Margareta befindet sich im rückwärtigen Kirchenschiff auf der sogenannten Männerseite.
Doch schon 1787 wieder wieder auf ein Schiff zurückgebaut. Der gotische und in seinem Kern romanische Turm erhielt 1763 einen Helm nach einem Entwurf von Wolfgang Hagenauer. 1858 wurde die Kirche Pfarrkirche. 1971 wurde die Kirche außen und 1974 innen restauriert.
1858 wurde die Kirche, bis dahin eine Filiale der Pfarre Bergheim, zur selbständigen Pfarrkirche erhoben.
Das heutige Geläute, bestehend aus drei Glocken, wurde von der Firma Oberascher in Salzburg gegossen und am 13. März 1949 eingeweiht.
Bei Grabungen 1974 wurde ein Bad eines römischen Gutshofes aus dem ersten und zweiten Jahrhundert gefunden, darüber Reste der ersten Kirche aus dem 9. und 10. Jahrhundert. Danach erfolgte ein Neubau der Romanik, der heutige Chor und der Turm sind im Kern erhalten.
Die helle, einfache Kirche zu Ehren des heiligen Martin mit drei hölzernen Altären stand urkundlich schon 1481. Am Chor trifft man auf die Jahreszahl 1675, am Tabernakel auf die Spuren der Gewalttätigkeit der Neufranken im Jahre 1800
So schrieb Benedikt Pillwein in seiner 1844 erschienenen Beschreibung des Herzogtums Salzburg.[1]
Ausstattung
Der Hochaltar hat einen barocken Aufbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Altar verändert. Das Hochaltarblatt hl. Martin wurde 1849 von Johann Endfelder in Schwaz. Es wurde erst bei der Renovierung des Innenraums 1849 angebracht. Zuvor befand sich am Hochaltar ein Reiterstandbild des heiligen Martin des Barockbildhauers Meinrad Guggenbichler. Es ist bis heute verschollen, wahrscheinlich wurde es 1849 zerstört.
Das Aufsatzbild zeigt eine Darstellung der heiligen Dreifaltigkeit von Sebastian Stief. Die beiden seitlichen Figuren zeigen den hl. Rupert (links) und den hl. Ulrich (rechts).
Der linke Seitenaltar zeigt eine Madonna mit Kind, die ebenfalls von Sebastian Stief um 1858 entstand.
Die Orgel baute Ludwig Mooser 1842.
Im Inneren ist eine römische Grabplatte für Quintus Sabinius Euprepes und Sabinia Tertulla aus dem ersten Jahrhundert zu sehen.
Bilder
Pfarrkirche zum hl. Martin (Hallwang) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Pfarrkirche zum hl. Martin (Hallwang) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- www.pfarre-hallwang.at
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Pfarrkirche zum hl. Martin (Hallwang)"
Einzelnachweis
- ↑ pfarre-hallwang.at, den Originaleintrag bei Pillwein aber nicht gefunden.