Weißsee Gletscherbahn: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Weißsee Gletscherbahn''' ist eine [[Aufstiegshilfen|Seilbahn]] in den [[Hohen Tauern]].
 
Die '''Weißsee Gletscherbahn''' ist eine [[Aufstiegshilfen|Seilbahn]] in den [[Hohen Tauern]].
  
== Lage ==
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== Geografie ==
Sie befindet sich mit der Talstation am [[Enzingerboden]] am Südende des [[Stubachtal]]s und führt in ca. 20 Minuten mit der Sechser-Umlaufbahn über die Mittelstation zum [[Berghotel Rudolfshütte]], das dem [[Zell am See|Zeller]] Hotelier Dr. [[Wilfried Holleis]] gehört. Von der Bergstation führt ein Tunnel direkt zum Berghotel Rudolfshütte. Dort liegt die [[Weißsee Gletscherwelt]].
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Die Weißsee Gletscherbahn befindet sich mit der Talstation am [[Enzingerboden]] im südlichen [[Stubachtal]] in der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Uttendorf]]. Sie führt in ca. 20 Minuten mit der Sechser-Umlaufbahn über die Mittelstation am [[Grünsee]] zum [[Berghotel Rudolfshütte]], das dem [[Zell am See|Zeller]] Hotelier Dr. [[Wilfried Holleis]] gehört. Von der Bergstation führt ein Tunnel direkt zum Berghotel Rudolfshütte in der [[Weißsee Gletscherwelt]].
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
[[1936]] wurde von den [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] eine [[Materialseilbahn]] errichtet, als die Errichtung der [[Weißsee]]<nowiki>sperre</nowiki> in Aussicht gestellt worden war. Diese Materialseilbahn entsprach aber in keiner Hinsicht den Anforderungen der Errichtung einer Staumauer in dieser Höhe. In der Planungsphase bildeten sich zwei Projektgruppen. Die eine der Minimalisten argumentierte mit den niedrigeren Kosten für eine reine Betriebs- und Materialseilbahn. Die Gruppe der Maximalisten hingegen hoben die Vorteile einer auf kommerzielle Nutzung ausgerichtete Seilbahn nach Ende der Bauarbeiten hervor. Diese Gruppe setzte sich dann auch durch.  
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Bis 1982 führt nur die [[ÖBB Seilbahn Weißsee]] über die Mittelstation am [[Tauernmoossee]] zur Rudolfshütte. Diese war eigentlich eine Werksseilbahn der ÖBB, transportierte aber auch Touristen. Das Projekt einer Einseil-Umlaufbahn nur für Touristen wurde dann am Beginn der [[1980er]]-Jahre realisiert. Die mit dem Namen "Seilbahn Rudolfshütte" errichtete Bahn wurde am ersten Weihnachtstag, den [[25. Dezember]] [[1982]], eröffnet.  
  
Doch erst [[1948]] erhielt die deutsche Maschinenbaufirma Pohlig den Auftrag zur Errichtung dieser Seilbahn. Die Bauausführung lag in den Händen der Firmen Rieser, Plana und der Arbeitsgemeinschaft Union-Baugesellschaft-Universale. Die Zweisektion-Führung der Seilbahn war durch den Knick notwendig, den die Trasse nimmt. Interessant dabei war die technische Lösung. Sowohl die Personen- als auch Güterwagen wurden in der Mittelstation von ihren Fahrgestellen gelöst und über Rollbahngeleise in die nächste Sektion gefahren.
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Für den Bau der Mittelstation am [[Grünsee]] mussten 5&nbsp;000 Kubikmeter Felsgestein aus dem Berg gesprengt werden. Es entstand ein Restaurant mit 80 Sitzplätzen und eine Sonnenterrasse. Zwischen der Tal- und Mittelstation wurden 100 Gondeln eingesetzt, zwischen der Mittel- und Bergstation Rudolfshütte waren es 64 blaugetönte mit Vollpanoramascheiben ausgestattete Gondeln. 75 der 133 Millionen [[Schilling]], die die Errichtung kostete, gingen an Unternehmen im [[Mitterpinzgau|Mitter]]- und [[Oberpinzgau]]. Die Seilbahn konnte 1&nbsp;700 Personen pro Stunde befördern und hatte eine Geschwindigkeit von fünf Metern pro Sekunde.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=ojHbdQ4P0FTvh%2B7Ib4G8xYOF7PYPN2Uh6LyOVS14nZsBWGkp430GRRoxGS00Eoz5A%2F8rYLdpxFd0o%2BUdR2BumAGtf7ghlSNHv%2FL1nAHWfHPaZB0Jtat3oVtSHfvI4Xd4&id1=19821201_07&q=Rudolfsh%25C3%25BCtte#slide7 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 1. Dezember 1982, Seite 7</ref> Für die 570 Höhenmeter benötigte die Bahn acht Minuten.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=FDeTfHnVInSSOmTD4OzwqKkNfDQEf%2FadBd0FbWrv6wdAYyaIAcRuVSMBT6St9DMWSThih6%2BdN6GS%2FMxyY1oy3zW3tTzNX18p64ntnlRhVnP02galwzoDDy7Zxbb9WpXT&id1=19830104_07&q=Rudolfsh%25C3%25BCtte#slide7 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 4. Jänner 1983, Seite 7</ref>
  
[[1951]] nahm sie dann ihren Betrieb auf.  
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Mit der Errichtung der Weißsee-Bahn erhoffte man sich auch einen touristischen Aufschwung in dieser alpinen Hochregion, dem der [[Österreichischer Alpenverein|Österreichische Alpenverein]] wohlwollend gegenüberstand.  
  
Die Weißsee-Bahn war in gewisser Hinsicht auch ein Aufholprojekt des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]] gegenüber [[Oberösterreich]], wo im Herbst 1951 das erste Teilstück der Obertrauner Dachsteinbahn in Betrieb genommen wurde.  
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Dann stand seit Mai [[2003]] die Seilbahn wegen akuter Finanznöte und drohendem Konkurs still. Allein in jenem Jahr betrug der Verlust vier Millionen [[Schilling]]. Die Weißseebahn machte jährlich geschätzte 290.000 Euro Verlust.<ref>Quelle [http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf4.htm www.seilbahn.net]</ref> Dann fand sich das Land Salzburg neben anderen Investoren an der Abdeckung der Schulden bereit.<ref>[http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf1.htm www.seilbahn.net/]</ref>
  
Die erste Sektion, die in Betrieb gegangen war, führte vom [[Enzingerboden]] zum [[Tauernmoossee]] hinauf und brachte Bergsteiger ins [[Granatspitze|Granatspitz]]<nowiki>gebiet</nowiki>. Parallel dazu gab es aber ein weiteres Seilbahnprojekt der ÖBB, der Seilbahn zur Rudolfshütte. Das Projekt einer Einseil-Umlaufbahn wurde dann am Beginn der [[1980er]]-Jahre realisiert. Die mit dem Namen "Seilbahn Rudolfshütte" errichtete Bahn wurde am Weihnachtstag ([[25. Dezember]]) [[1982]] eröffnet.
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Der [[Zell am See|Zeller]] Steuerberater [[Erwin Prodinger]], der Zeller Hotelier [[Wilfried Holleis]] und der Millionär und Sponsor der Zeller Eisbären, [[Otto Wittschier]], wollten die Weißseebahn übernehmen, verlautete eine Pressemeldung am [[11. Jänner]] [[2003]] der "[[Salzburger Nachrichten]]". Prodinger war bis dahin Gesellschafter der pleite gegangenen "Weißsee-Gletscherbahnen Gesellschaft m.b.H." gewesen. Die drei Interessenten arbeiteten ein zehn Punkte umfassendes Konzept aus. Darüber wurde Anfang Jänner 2003 in der Gemeinde [[Uttendorf]] beraten. Auch [[Landeshauptmann-Stellvertreter|LHStv]]. [[Wolfgang Eisl]] ([[ÖVP]]), Finanzreferent des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] und ressortzuständig für den [[Fremdenverkehr]], wurde informiert. Wolfgang Eisl konnte sich die Mithilfe des Landes vorstellen. Die würde sich über zehn Jahre erstrecken und jährlich 100.000 Euro betragen. Eisls Bedingungen waren dafür
 
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* Prodinger, Holleis und Wittschier müssen die persönliche Haftung übernehmen;  
Mit der Errichtung der Weißsee-Bahn erhoffte man sich auch einen touristischen Aufschwung in dieser alpinen Hochregion, dem der Österreichische [[Alpenverein]] wohlwollend gegenüberstand.
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* der Betrieb muss im vorhandenen Umfang weitergeführt werden;  
 
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* es dürfen keine weiteren öffentlichen Mittel in Anspruch genommen werden;  
Dann stand seit Mai [[2003]] die Seilbahn wegen akuter Finanznöte und drohendem Konkurs still. Allein in jenem Jahr betrug der Verlust vier Millionen [[Schilling]]. Die Weißseebahn machte jährlich  geschätzte 290.000 Euro Verlust.<ref>Quelle [http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf4.htm www.seilbahn.net]</ref> Dann fand sich das Land Salzburg neben anderen Investoren an der Abdeckung der Schulden bereit.<ref>Quelle [http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf1.htm www.seilbahn.net/]</ref>
 
 
 
Der Zeller Steuerberater [[Erwin Prodinger]], der Zeller Hotelier [[Wilfried Holleis]] und der Millionär und Sponsor der Zeller Eisbären, [[Otto Wittschier]], wollten die Weißseebahn übernehmen, verlautete eine Pressemeldung am [[11. Jänner]] [[2003]] der "[[Salzburger Nachrichten]]". Prodinger war bis dahin Gesellschafter der pleite gegangenen [[Weißsee-Gletscherbahnen Gesellschaft m.b.H.]] gewesen. Die drei Interessenten arbeiteten ein zehn Punkte umfassendes Konzept aus. Darüber wurde Anfang Jänner 2003 in der Gemeinde [[Uttendorf]] beraten. Auch [[Landeshauptmann-Stellvertreter|LHStv]]. [[Wolfgang Eisl]] ([[ÖVP]]), Finanzreferent des Landes und ressortzuständig für den [[Tourismus]], wurde informiert. Wolfgang Eisl konnte sich die Mithilfe des Landes vorstellen. Die würde sich über zehn Jahre erstrecken und jährlich 100.000 Euro betragen.  
 
             
 
Eisls Bedingungen:     
 
* Prodinger, Holleis und Wittschier müssen die persönliche Haftung übernehmen; <br />
 
* der Betrieb muss im vorhandenen Umfang weitergeführt werden;<br />
 
* es dürfen keine weiteren öffentlichen Mittel in Anspruch genommen werden; <br />
 
 
* in den kommenden zehn Jahren ist eine gemeinsame Lösung mit den ÖBB zu erarbeiten;  
 
* in den kommenden zehn Jahren ist eine gemeinsame Lösung mit den ÖBB zu erarbeiten;  
             
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Die [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] führten parallel zur 1983 offiziell eröffneten Weißseebahn ihre eigene [[ÖBB Seilbahn Weißsee|Werksbahn]]. Die war 50 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Eisl: "Zwei Bahnen, die einen Berg erschließen und nur 500 Meter voneinander entfernt sind, ergeben volkswirtschaftlich keinen Sinn." Im Konzept der Interessenten heißt es: "Ziel ist die Fortführung der Weißsee Gletscherbahnen auf einen möglichst langen Zeithorizont, mindestens auf zehn Jahre. Es ist unbedingt anzustreben, dass eine schnelle Lösung des Problems herbeigeführt wird, um den Frühjahrsskilauf, der heuer durch Ostern besonders spät liegt, noch umsatzmäßig zu nützen."
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Die ÖBB führten parallel zur 1982 offiziell eröffneten Weißseebahn immer noch ihre eigene Werksbahn weiter. Die war 50 Jahre alt und ebenfalls sanierungsbedürftig. Eisl meinte zu dieser Situation, dass zwei Bahnen, die einen Berg erschließen und nur 500 Meter voneinander entfernt sind, volkswirtschaftlich keinen Sinn ergeben. Im Konzept der Interessenten hieß es: "Ziel ist die Fortführung der Weißsee Gletscherbahnen auf einen möglichst langen Zeithorizont, mindestens auf zehn Jahre."
  
Die bestehende Gesellschaft sollte erheblich verändert, das bisherige Eigenkapital (1,2 Mill. Euro), auf 580.000 Euro reduziert werden. Das Land Salzburg, die Gemeinde Uttendorf und der Tourismusverband leisten, so die Vorstellung der Interessenten, gemeinsam und jährlich einen Zuschuss von 218.000 Euro. Der Österreichische Alpenverein - er betreibt das [[Alpincenter Rudolfshütte]] - schießt zum Betrieb der Bahn pro Jahr 72.800 Euro zu.  
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Die bestehende Gesellschaft sollte erheblich verändert, das bisherige Eigenkapital (1,2 Mill. Euro), auf 580.000 Euro reduziert werden. Das Land Salzburg, die Gemeinde Uttendorf und der Tourismusverband leisten, so die Vorstellung der Interessenten, gemeinsam und jährlich einen Zuschuss von 218.000 Euro. Der Österreichische Alpenverein - er betrieb damals noch das [[Alpincenter Rudolfshütte]] - schießt zum Betrieb der Bahn pro Jahr 72.800 Euro zu.  
  
Anfang Mai 2003 war von den Gläubigern ein Zwangsausgleich akzeptiert worden. Die Quote wurde von 20 auf 28 Prozent erhöht, einem Weiterbetrieb sollte damit ab Mitte Juni nichts mehr im Wege stehen. Nach jahrelangem hin und her gab es für diejenigen, die auf einen dauerhaften Weiterbestand der Gletscher-Kabinenseilbahn hofften, nun wieder Grund zur Freude. 56 Gläubiger mit Forderungen von mehr als 2,5 Mio. Euro hatten für den Zwangsausgleich gestimmt, "nur" 18 waren dagegen. Besondere Rücksicht sei bei der Entscheidung auf die Region [[Oberpinzgau]] genommen worden.
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Anfang Mai 2003 war von den Gläubigern ein Zwangsausgleich akzeptiert worden. Die Quote wurde von 20 auf 28 Prozent erhöht, einem Weiterbetrieb sollte damit ab Mitte Juni nichts mehr im Wege stehen. Nach jahrelangem hin und her gab es für diejenigen, die auf einen dauerhaften Weiterbestand der Gletscher-Kabinenseilbahn hofften, nun wieder Grund zur Freude. 56 Gläubiger mit Forderungen von mehr als 2,5 Mio. Euro hatten für den Zwangsausgleich gestimmt, 18 waren dagegen. Besondere Rücksicht sei bei der Entscheidung auf die Region [[Oberpinzgau]] genommen worden.
  
Erleichterung herrscht wieder beim Österreichischen Alpenverein, dessen Alpinzentrum Rudolfshütte nun weiterhin via Weißseebahn erreichbar war. Künftig sollten auch im Winter wieder die Räder laufen. [[Eisklettern|Eiskletterer]] und Tourengeher aus vielen Teilen Europas, Trainingskurse des Alpenvereins, Teams der Bergrettung und Künstler nutzten die Region um Weißsee und [[Stubacher Sonnblick]] seit Jahren für Schulungen und Workshops. Der Neustart sollte Mitte Juni 2003 erfolgen. Mehr als 50 Prozent der Arbeitsplätze konnten damit ebenfalls gerettet werden<ref>Quelle [http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf7.htm www.seilbahn.net]</ref>.
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Erleichterung herrscht wieder beim Österreichischen Alpenverein, dessen Alpinzentrum Rudolfshütte nun weiterhin via Weißseebahn erreichbar war. Künftig sollten auch im Winter wieder die Seilbahn verkehren. [[Eisklettern|Eiskletterer]] und Tourengeher aus vielen Teilen Europas, Trainingskurse des Alpenvereins, Teams der Bergrettung und Künstler nutzten die Region um Weißsee und [[Stubacher Sonnblick]] seit Jahren für Schulungen und Workshops. Der Neustart sollte Mitte Juni 2003 erfolgen. Mehr als 50 Prozent der Arbeitsplätze konnten damit ebenfalls gerettet werden.<ref>[http://www.seilbahn.net/newsline/uttendorf7.htm www.seilbahn.net]</ref>.
 
 
==Betriebszeiten==
 
Die Weißsee Gletscherbahn ist im Sommer täglich während der Öffnungszeiten der Rudolfshütte von 09:30 bis 17:00 Uhr, im Herbst zeitlich eingeschränkt und im Winter von 09 bis 16:15 Uhr in Betrieb.
 
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [https://www.gletscherwelt-weissee.at/de/ www.gletscherwelt-weissee.at]
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* [https://www.gletscherwelt-weissee.at www.gletscherwelt-weissee.at]
* Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereins Freunde der Salzburger Geschichte]], Band 20, [[Peter Staudacher]] in ''Luft-Seilbahnen im Land Salzburg''
 
 
* [http://www.senator-otto-wittschier.at/Presse/Sites/Weisseebahn_nachrichten.htm www.senator-otto-wittschier.at]
 
* [http://www.senator-otto-wittschier.at/Presse/Sites/Weisseebahn_nachrichten.htm www.senator-otto-wittschier.at]
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== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
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Version vom 16. Juli 2024, 09:36 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die für die Allgemeinheit benutzbare Weißsee Gletscherbahn. Die ÖBB Seilbahn Weißsee, die parallel zu dieser Seilbahn bestanden hat, wird in einem eigenen Artikel behandelt.
Von links nach rechts: Bergstation der ÖBB-Seilbahn Weißsee, Bergstation der Weißsee Gletscherbahn, Hotel Rudolfshütte
Stützen und Gondeln der Weißsee Gletscherbahn unterhalb der Mittelstation. Im Bildhintergrund der Grünsee.
In der Mittelstation der Weißsee Gletscherbahn.

Die Weißsee Gletscherbahn ist eine Seilbahn in den Hohen Tauern.

Geografie

Die Weißsee Gletscherbahn befindet sich mit der Talstation am Enzingerboden im südlichen Stubachtal in der Pinzgauer Gemeinde Uttendorf. Sie führt in ca. 20 Minuten mit der Sechser-Umlaufbahn über die Mittelstation am Grünsee zum Berghotel Rudolfshütte, das dem Zeller Hotelier Dr. Wilfried Holleis gehört. Von der Bergstation führt ein Tunnel direkt zum Berghotel Rudolfshütte in der Weißsee Gletscherwelt.

Geschichte

Bis 1982 führt nur die ÖBB Seilbahn Weißsee über die Mittelstation am Tauernmoossee zur Rudolfshütte. Diese war eigentlich eine Werksseilbahn der ÖBB, transportierte aber auch Touristen. Das Projekt einer Einseil-Umlaufbahn nur für Touristen wurde dann am Beginn der 1980er-Jahre realisiert. Die mit dem Namen "Seilbahn Rudolfshütte" errichtete Bahn wurde am ersten Weihnachtstag, den 25. Dezember 1982, eröffnet.

Für den Bau der Mittelstation am Grünsee mussten 5 000 Kubikmeter Felsgestein aus dem Berg gesprengt werden. Es entstand ein Restaurant mit 80 Sitzplätzen und eine Sonnenterrasse. Zwischen der Tal- und Mittelstation wurden 100 Gondeln eingesetzt, zwischen der Mittel- und Bergstation Rudolfshütte waren es 64 blaugetönte mit Vollpanoramascheiben ausgestattete Gondeln. 75 der 133 Millionen Schilling, die die Errichtung kostete, gingen an Unternehmen im Mitter- und Oberpinzgau. Die Seilbahn konnte 1 700 Personen pro Stunde befördern und hatte eine Geschwindigkeit von fünf Metern pro Sekunde.[1] Für die 570 Höhenmeter benötigte die Bahn acht Minuten.[2]

Mit der Errichtung der Weißsee-Bahn erhoffte man sich auch einen touristischen Aufschwung in dieser alpinen Hochregion, dem der Österreichische Alpenverein wohlwollend gegenüberstand.

Dann stand seit Mai 2003 die Seilbahn wegen akuter Finanznöte und drohendem Konkurs still. Allein in jenem Jahr betrug der Verlust vier Millionen Schilling. Die Weißseebahn machte jährlich geschätzte 290.000 Euro Verlust.[3] Dann fand sich das Land Salzburg neben anderen Investoren an der Abdeckung der Schulden bereit.[4]

Der Zeller Steuerberater Erwin Prodinger, der Zeller Hotelier Wilfried Holleis und der Millionär und Sponsor der Zeller Eisbären, Otto Wittschier, wollten die Weißseebahn übernehmen, verlautete eine Pressemeldung am 11. Jänner 2003 der "Salzburger Nachrichten". Prodinger war bis dahin Gesellschafter der pleite gegangenen "Weißsee-Gletscherbahnen Gesellschaft m.b.H." gewesen. Die drei Interessenten arbeiteten ein zehn Punkte umfassendes Konzept aus. Darüber wurde Anfang Jänner 2003 in der Gemeinde Uttendorf beraten. Auch LHStv. Wolfgang Eisl (ÖVP), Finanzreferent des Landes Salzburg und ressortzuständig für den Fremdenverkehr, wurde informiert. Wolfgang Eisl konnte sich die Mithilfe des Landes vorstellen. Die würde sich über zehn Jahre erstrecken und jährlich 100.000 Euro betragen. Eisls Bedingungen waren dafür

  • Prodinger, Holleis und Wittschier müssen die persönliche Haftung übernehmen;
  • der Betrieb muss im vorhandenen Umfang weitergeführt werden;
  • es dürfen keine weiteren öffentlichen Mittel in Anspruch genommen werden;
  • in den kommenden zehn Jahren ist eine gemeinsame Lösung mit den ÖBB zu erarbeiten;

Die ÖBB führten parallel zur 1982 offiziell eröffneten Weißseebahn immer noch ihre eigene Werksbahn weiter. Die war 50 Jahre alt und ebenfalls sanierungsbedürftig. Eisl meinte zu dieser Situation, dass zwei Bahnen, die einen Berg erschließen und nur 500 Meter voneinander entfernt sind, volkswirtschaftlich keinen Sinn ergeben. Im Konzept der Interessenten hieß es: "Ziel ist die Fortführung der Weißsee Gletscherbahnen auf einen möglichst langen Zeithorizont, mindestens auf zehn Jahre."

Die bestehende Gesellschaft sollte erheblich verändert, das bisherige Eigenkapital (1,2 Mill. Euro), auf 580.000 Euro reduziert werden. Das Land Salzburg, die Gemeinde Uttendorf und der Tourismusverband leisten, so die Vorstellung der Interessenten, gemeinsam und jährlich einen Zuschuss von 218.000 Euro. Der Österreichische Alpenverein - er betrieb damals noch das Alpincenter Rudolfshütte - schießt zum Betrieb der Bahn pro Jahr 72.800 Euro zu.

Anfang Mai 2003 war von den Gläubigern ein Zwangsausgleich akzeptiert worden. Die Quote wurde von 20 auf 28 Prozent erhöht, einem Weiterbetrieb sollte damit ab Mitte Juni nichts mehr im Wege stehen. Nach jahrelangem hin und her gab es für diejenigen, die auf einen dauerhaften Weiterbestand der Gletscher-Kabinenseilbahn hofften, nun wieder Grund zur Freude. 56 Gläubiger mit Forderungen von mehr als 2,5 Mio. Euro hatten für den Zwangsausgleich gestimmt, 18 waren dagegen. Besondere Rücksicht sei bei der Entscheidung auf die Region Oberpinzgau genommen worden.

Erleichterung herrscht wieder beim Österreichischen Alpenverein, dessen Alpinzentrum Rudolfshütte nun weiterhin via Weißseebahn erreichbar war. Künftig sollten auch im Winter wieder die Seilbahn verkehren. Eiskletterer und Tourengeher aus vielen Teilen Europas, Trainingskurse des Alpenvereins, Teams der Bergrettung und Künstler nutzten die Region um Weißsee und Stubacher Sonnblick seit Jahren für Schulungen und Workshops. Der Neustart sollte Mitte Juni 2003 erfolgen. Mehr als 50 Prozent der Arbeitsplätze konnten damit ebenfalls gerettet werden.[5].

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 1. Dezember 1982, Seite 7
  2. www.sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 4. Jänner 1983, Seite 7
  3. Quelle www.seilbahn.net
  4. www.seilbahn.net/
  5. www.seilbahn.net