Regina Grindlinger: Unterschied zwischen den Versionen

T schaible (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 3: Zeile 3:


== Leben ==
== Leben ==
Die Familie Grindlinger lebte seit [[1918]] in der [[Gemeinde Morzg]]. Nach dem frühen Tod des Vaters Josef Grindlinger im Jahre [[1923]] musste die Mutter Regina ihre vier Kinder alleine aufziehen. Sie übersiedelten in die [[Stadt Salzburg]] und wechselten öfters ihre Wohnungen. Die Kinder machten eine Handels- oder Handwerkslehre. Otto wurde Handelsangestellter, Stella Büroangestellte und [[Dorothea Grindlinger|Dorothea]] Schneiderin. Henriette, die jüngste Tochte, war noch ein Lehrmädchen, als die Familie im November [[1935]] ihren letzten Wohnsitz in Salzburg, [[Judengasse]] 17, 3. Stock, anmeldete.  
Die Familie Grindlinger lebte seit [[1918]] in der Gemeinde [[Morzg (Gemeinde)|Morzg]]. Nach dem frühen Tod des Vaters Josef Grindlinger im Jahre [[1923]] musste die Mutter Regina ihre vier Kinder alleine aufziehen. Sie übersiedelten in die [[Stadt Salzburg]] und wechselten öfters ihre Wohnungen. Die Kinder machten eine Handels- oder Handwerkslehre. Otto wurde Handelsangestellter, Stella Büroangestellte und [[Dorothea Grindlinger|Dorothea]] Schneiderin. Henriette, die jüngste Tochte, war noch ein Lehrmädchen, als die Familie im November [[1935]] ihren letzten Wohnsitz in Salzburg, [[Judengasse]] 17, 3. Stock, anmeldete.  


[[1938]], nach dem [[Anschluss]], verloren alle ihre Arbeitsstelle und wurden aus Salzburg nach [[Wien]] vertrieben. Der Sohn Otto war bis [[28. November]] 1938 im [[Konzentrationslager Dachau|KZ Dachau]] inhaftiert. In Wien versuchte die Familie, die als [[Polen]] galten, Visa für [[Großbritannien]] und die [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]] zu erhalten. Die Geschwister Otto, Stella und Henriette konnten im April 1939 nach England flüchten, die Mutter aber hatte kein Visum erhalten und ihre Tochter Dorothea blieb bei ihr in Wien.
[[1938]], nach dem [[Anschluss]], verloren alle ihre Arbeitsstelle und wurden aus Salzburg nach [[Wien]] vertrieben. Der Sohn Otto war bis [[28. November]] 1938 im [[Konzentrationslager Dachau|KZ Dachau]] inhaftiert. In Wien versuchte die Familie, die als [[Polen]] galten, Visa für [[Großbritannien]] und die [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]] zu erhalten. Die Geschwister Otto, Stella und Henriette konnten im April 1939 nach England flüchten, die Mutter aber hatte kein Visum erhalten und ihre Tochter Dorothea blieb bei ihr in Wien.