Brauerei Guggenthal: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Das gute Wasser aus den [[Kühberg]]-Quellen ließ das Guggenthaler Bier weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt werden. Aber auch die Erhaltung der anderen Gebäude waren | + | Das gute Wasser aus den [[Kühberg]]-Quellen ließ das Guggenthaler Bier weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt werden. Aber auch die Erhaltung der anderen Gebäude waren Weickl wichtig. Er ließ zwischen [[1861]] und [[1864]] von [[Valentin Ceconi]] das Bräuhaus, die Villa, die neugotische [[Kirche zum hl. Kreuz und zur hl. Elisabeth]] sowie verschiedene Nebengebäude teils renovieren, teils neu bauen. |
Unter dem Besitzer Richard Hatschek war die Brauerei um die Jahrhundertwende [[19. Jahrhundert|19.]]/[[20. Jahrhundert]] ''Kammerlieferant Sr. K. K. Hoheit des Herrn Erzherzog [[Joseph Ferdinand]]'' gewesen. Hatscheck ließ dann [[1916]] die Biererzeugung einstellen.<ref name="Kutil">Quelle historische Bilder, veröffentlicht von [[Hans Kutil]] in seinem Facebook am 24. Juni 2018</ref> | Unter dem Besitzer Richard Hatschek war die Brauerei um die Jahrhundertwende [[19. Jahrhundert|19.]]/[[20. Jahrhundert]] ''Kammerlieferant Sr. K. K. Hoheit des Herrn Erzherzog [[Joseph Ferdinand]]'' gewesen. Hatscheck ließ dann [[1916]] die Biererzeugung einstellen.<ref name="Kutil">Quelle historische Bilder, veröffentlicht von [[Hans Kutil]] in seinem Facebook am 24. Juni 2018</ref> | ||
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In der [[Stadt Salzburg]] gab es ein ''Guggenthaler Bierstübl'', das heutige [[Hotel Stadtkrug Salzburg|Hotel Stadtkrug]].<ref name="Kutil"></ref> | In der [[Stadt Salzburg]] gab es ein ''Guggenthaler Bierstübl'', das heutige [[Hotel Stadtkrug Salzburg|Hotel Stadtkrug]].<ref name="Kutil"></ref> | ||
| − | Die heutigen Gebäude gehören zu den [[Denkmalschutz (Koppl)|denkmalgeschützten | + | Die heutigen Gebäude gehören zu den [[Denkmalschutz (Koppl)|denkmalgeschützten Objekten]] in Koppl. |
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| − | + | Jahrzehntelangen Debatten, was mit dem Gebäude geschehen sollte, setzte ein [[Brände (Geschichte)|Großfeuer]] am [[24. Juni]] [[2018]] ein Ende. Das Feuer brach gegen 05:40 Uhr aus. Als die Einsatzkräfte kurz vor 6 Uhr sonntagmorgens am Brandort eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus dem Gebäude. Der Löscheinsatz war für die Feuerwehrleute heikel: Wegen der Einsturzgefahr konnten sie die Flammen nicht im Inneren des Gebäudes bekämpfen, schilderte Einsatzleiter Johannes Ebner. 170 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen rückten zur Bekämpfung des Großbrandes aus. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus [[Freiwillige Feuerwehr Koppl|Koppl]], [[Freiwillige Feuerwehr Hof|Hof]], [[Freiwillige Feuerwehr Plainfeld|Plainfeld]], [[Freiwillige Feuerwehr Ebenau|Ebenau]], [[Freiwillige Feuerwehr Eugendorf|Eugendorf]] und [[Freiwillige Feuerwehr Seekirchen am Wallersee|Seekirchen am Wallersee]]. Das Gebäude brannte im Laufe des Sonntags bis auf die Grundmauern ab. | |
Noch Tage später war die Brandursache nicht geklärt. Zeugenaussagen nach sollen sich am Brandtag zwischen zwei und drei Uhr morgens Personen in der Ruine aufgehalten haben. Ermittler fanden bisher allerdings noch keine Hinweise auf Brandbeschleuniger.<ref>{{Quelle SN|27. Juni 2018}}</ref> | Noch Tage später war die Brandursache nicht geklärt. Zeugenaussagen nach sollen sich am Brandtag zwischen zwei und drei Uhr morgens Personen in der Ruine aufgehalten haben. Ermittler fanden bisher allerdings noch keine Hinweise auf Brandbeschleuniger.<ref>{{Quelle SN|27. Juni 2018}}</ref> | ||
==Erwähnenswert== | ==Erwähnenswert== | ||
| − | Die Fläche zwischen der Kirche von Guggenthal und dem alten Brauhaus diente den legendären [[Gaisbergrennen]] in der Nachkriegszeit bis [[1969]] als Fahrerlager. | + | Die Fläche zwischen der Kirche von Guggenthal und dem alten Brauhaus diente den legendären [[Gaisbergrennen]] in der [[Nachkriegszeit]] bis [[1969]] als Fahrerlager. |
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* [https://www.sn.at/salzburg/chronik/gut-guggenthal-niedergebrannt-grosseinsatz-fuer-feuerwehr-29586997 www.sn.at/salzburg], mit einem Video der SN, in dem das Gebäude in Vollbrand zu sehen ist | * [https://www.sn.at/salzburg/chronik/gut-guggenthal-niedergebrannt-grosseinsatz-fuer-feuerwehr-29586997 www.sn.at/salzburg], mit einem Video der SN, in dem das Gebäude in Vollbrand zu sehen ist | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
| − | * Beitrag in den [[Salzburger Nachrichten]] am 11. September 2004 von Burgi Schobersberger | + | * Beitrag in den [[Salzburger Nachrichten]] am 11. September 2004 von [[Burgi Schobersberger]] |
* [https://www.sn.at/salzburg/chronik/gut-guggenthal-niedergebrannt-grosseinsatz-fuer-feuerwehr-29586997 www.sn.at/salzburg/chronik], Großbrand | * [https://www.sn.at/salzburg/chronik/gut-guggenthal-niedergebrannt-grosseinsatz-fuer-feuerwehr-29586997 www.sn.at/salzburg/chronik], Großbrand | ||
* [http://www.salzburg24.at/grossbrand-in-guggental-fordert-feuerwehr/5292429 www.salzburg24.at], Großbrand | * [http://www.salzburg24.at/grossbrand-in-guggental-fordert-feuerwehr/5292429 www.salzburg24.at], Großbrand | ||
Version vom 29. Juni 2018, 17:52 Uhr
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Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte. |
Aus der Brauerei Guggenthal in Guggenthal am Fuße des Salzburger Hausberges, dem Gaisberg, stammte das Guggenthaler Bier.
Geschichte
Die Ursprünge der Brauerei reichen in das frühe 17. Jahrhundert zurück. Georg Weickl erwarb 1860 das gesamte Gut Guggenthal und widmete sich auch seiner nun erworbenen Brauerei.
Das gute Wasser aus den Kühberg-Quellen ließ das Guggenthaler Bier weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt werden. Aber auch die Erhaltung der anderen Gebäude waren Weickl wichtig. Er ließ zwischen 1861 und 1864 von Valentin Ceconi das Bräuhaus, die Villa, die neugotische Kirche zum hl. Kreuz und zur hl. Elisabeth sowie verschiedene Nebengebäude teils renovieren, teils neu bauen.
Unter dem Besitzer Richard Hatschek war die Brauerei um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert Kammerlieferant Sr. K. K. Hoheit des Herrn Erzherzog Joseph Ferdinand gewesen. Hatscheck ließ dann 1916 die Biererzeugung einstellen.[1]
In der Stadt Salzburg gab es ein Guggenthaler Bierstübl, das heutige Hotel Stadtkrug.[1]
Die heutigen Gebäude gehören zu den denkmalgeschützten Objekten in Koppl.
Großbrand
Jahrzehntelangen Debatten, was mit dem Gebäude geschehen sollte, setzte ein Großfeuer am 24. Juni 2018 ein Ende. Das Feuer brach gegen 05:40 Uhr aus. Als die Einsatzkräfte kurz vor 6 Uhr sonntagmorgens am Brandort eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus dem Gebäude. Der Löscheinsatz war für die Feuerwehrleute heikel: Wegen der Einsturzgefahr konnten sie die Flammen nicht im Inneren des Gebäudes bekämpfen, schilderte Einsatzleiter Johannes Ebner. 170 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen rückten zur Bekämpfung des Großbrandes aus. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Koppl, Hof, Plainfeld, Ebenau, Eugendorf und Seekirchen am Wallersee. Das Gebäude brannte im Laufe des Sonntags bis auf die Grundmauern ab.
Noch Tage später war die Brandursache nicht geklärt. Zeugenaussagen nach sollen sich am Brandtag zwischen zwei und drei Uhr morgens Personen in der Ruine aufgehalten haben. Ermittler fanden bisher allerdings noch keine Hinweise auf Brandbeschleuniger.[2]
Erwähnenswert
Die Fläche zwischen der Kirche von Guggenthal und dem alten Brauhaus diente den legendären Gaisbergrennen in der Nachkriegszeit bis 1969 als Fahrerlager.
Bilder
siehe Guggenthal – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Video
- www.sn.at/salzburg, mit einem Video der SN, in dem das Gebäude in Vollbrand zu sehen ist
Quellen
- Beitrag in den Salzburger Nachrichten am 11. September 2004 von Burgi Schobersberger
- www.sn.at/salzburg/chronik, Großbrand
- www.salzburg24.at, Großbrand
Fußnoten
- ↑ 1,0 1,1 Quelle historische Bilder, veröffentlicht von Hans Kutil in seinem Facebook am 24. Juni 2018
- ↑ "Salzburger Nachrichten", 27. Juni 2018
