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Version vom 16. Oktober 2012, 15:55 Uhr
Die Richterhöhe ist eine heute als Aussichtsort genutzte mittelalterlich Wehranlage (irreführenderweise auch "Lodronsche Zwinger" genannt) am Südostrand des Mönchsberges in der Stadt Salzburg mit einem bemerkenswerten Blick über Schloss Leopoldskron und das Leopoldskroner Moos zum Untersberg und zum Hochstaufen.
Allgemeines
Die Wehranlage geht in wesentlichen Teilen auf das späte 13. Jahrhundert zurück, wurde aber unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron teilweise verstärkt.
Auf der Richterhöhe, genauer im Oberen Zwinger stehen der mittelalterlich Josefs- und der Michaelsturm. Im Unteren Zwinger befinden sich der mittelalterliche Bertholdsturm und der Lodronsche Georgsturm. Am Steilhang zum Oberen Zwinger wurde zuletzt wieder Wein angebaut. Fast die gesamte Wehrmauer der Richterhöhe ist ebenfalls dem Mittelalter zuzuordnen.
Name
Die Richterhöhe ist seit 1906 nach Eduard Richter (* 1847, † 1905), einem Geografen, Historiker und Alpinisten, benannt.
Geschichte
Auf der Richterhöhe stehen zwei Wehrtürme, die seit etwa 1280 gemeinsam mit der dortigen Stadtmauer die südöstliche Eckbefestigung der Stadt Salzburg darstellte. Im 18. Jahrhundert wurden diese Türme als Pulverlager verwendet.
Seit 1965 stand der Michaelsturm der Pfadfindergruppe Salzburg 9 als Heim zur Verfügung. Nach Anmietung des Josefsturms benutzt ihn nun die Pfadfindergruppe Salzburg 11 Morzg. Dieser Wechsel war dank dem Landesverband der Salzburger Pfadfinder möglich, der die beiden Türme von der Stadt Salzburg gepachtet hat.
Erwähnenswert
Peter Handke wohnte mit seiner Tochter Amina ab August 1979 für zehn Jahre in einem Anbau des historisierend im Stil eines Schlosses über dem Fels der Stadtmauer errichteten Hauses seines Freundes Hans Widrich nächst der der Richterhöhe, Mönchsberg 17.
Am steilen Südabhang des Mönchsberges und des Festungsberges gab es vor Jahrhunderten Weingärten. 2008 begann man wieder mit dem Weinbau unterhalb der Richterhöhe. Der Anbau von Weinreben wurde von der Salzburger Pfadfindergilde - einer vom Landesverband der Salzburger Pfadfinder unabhängige Organisation für ältere Pfadfinder wieder ins Leben gerufen.
Quellen
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006
- Salzburgwiki
- www.peterhandke.at
- zwei Türme auf der Richterhöhe und einer unterhalb laut dem grafischen Informationssystem der Stadt Salzburg