Republik Österreich: Unterschied zwischen den Versionen

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Um das Jahr 996 (Ostarrîchi) verstand man darunter einen Teil des heutigen Niederösterreich, später die gesamte Mark der Babenberger, die dann zum Herzogtum erhoben wurde und zugleich um einen stattlichen Teil des heutigen Österreich vermehrt wurde. Später zum Erzherzogtum erhoben, meinte „Österreich“ in einem engen Sinne das in „Österreich ob der Enns“ (heute: [[Oberösterreich]]) und „Österreich unter der Enns“ (heute: [[Niederösterreich]]) geteilte Territorium.
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Vielfach wurde „Österreich“ in der Neuzeit auf die Gesamtheit der in den Grenzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gelegenen Territorien des Hauses Habsburg bzw. der deutschen (österreichischen), im Gegensatz zur spanischen, Linie der Habsburger bezogen.
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Um 1500 kam für die habsburgische Ländergruppen – die damals noch nicht die böhmischen und ungarischen Länder umfasste - die Scheidung in „Niederösterreich“ (umfassend Österreich ob und unter der Enns, [[Steiermark]], [[Kärnten]], [[Slowenien|Krain]] sowie [[Küstenland|Görz]]) und „Oberösterreich“ ([[Tirol]] sowie Streubesitz in [[Vorarlberg]], [[Deutschland#Schwaben|Schwaben]] und [[Frankreich#Politische_Einteilung|Elsass]]) auf, später „Innerösterreich“ für Steiermark, Kärnten, Krain und Görz, „Vorderösterreich“ für die Gebiete westlich des Arlbergs.<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Habsburgische_Erblande#Erzherzogtum_.C3.96sterreich_und_seine_Nebenl.C3.A4nder_und_Gebiete ''„Habsburgische Erblande“''.]</ref>
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Ein solcher engerer Sprachgebrauch kam auch in Bezeichnungen wie „Österreichische Hofkanzlei“ zum Ausdruck. Die österreichische Hofkanzlei war in ursprünglich zwei, später drei Abteilungen (später „Expeditionen“ genannt) untergliedert, entsprechend den Länderkomplexen Niederösterreich, Innerösterreich und Vorderösterreich.
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Dabei existierte auch ein umfassenderer Sprachgebrauch, der den von den Habsburgern, dem „Haus Österreich“, regierten Länderkomplex meinte.
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1804 nahm [[Kaiser Franz I.|Kaiser Franz]] den Titel Kaiser von Österreich an, und es entstand das „Kaisertum Österreich“ als Bezeichnung für die vom Kaiser regierten Gebiete. Ob er auch auf die Länder der ungarischen Krone bezogen werden sollte, blieb offen. Allerdings behielten die Länder der ungarischen Krone und das 1815 hinzugekommene Lombardo-Venezianische Königreich ihre eigene Verwaltung, einen einheitlich verwalteten Länderkomplex bildeten somit nur die „deutschen Erbländer der österreichischen Monarchie“ einschließlich Dalmatiens und Galiziens. In der Pillersdorfschen Verfassung von 1848 wurde eine Anzahl von Ländern des Kaiserreiches, nämlich die vormals „deutsche Erbländer“ genannten, zum „österreichischen Kaiserstaat“ zusammengefasst. Nach der Niederwerfung der italienischen und der ungarischen Revolution erließ [[Kaiser Franz Joseph I.|Kaiser Franz Joseph]] jedoch im Jahr [[1849]] eine neue Verfassung, die all seine Königreiche und Länder, also auch Ungarn und Lombardo-Venetien, als „Kronländer“ in den Österreichischen Kaiserstaat einbezog. 1867 - Lombardo-Venetien war inzwischen verloren – wurde der Kaiserstaat in die Doppelmonarchie „Österreich-Ungarn“ umgewandelt. Die österreichische Reichshälfte dieser Monarchie hieß aber amtlich nicht „Österreich“, sondern „die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder“, nichtamtlich auch „Cisleithanien“ oder eben sehr wohl „Österreich“. Offiziell wurde „Österreich“ als Name der „im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder“ erst 1915 eingeführt.<ref>Vgl. den [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Cisleithanien#Namensgebung.2C_Gebietsumfang ''„Cisleithanien“''.]</ref>
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Als die Monarchie im Jahr [[1918]] zerfiel, war „Österreich“ Synonym für einen Vielvölkerstaat, und einer der aus diesem Vielvölkerstaat entstehenden Nationalstaaten wählte die Staatsbezeichnung Deutsch-Österreich, da er die deutschsprachigen Teile des Vielvölkerstaates in sich vereinigen wollte. Auf den Namensbestandteil „Deutsch-“ musste der neue Staat 1919 verzichten, und seitdem ist „Österreich“ der Name der Alpenrepublik. (Die Verfassung von 1934 wählte den Staatsnamen „Bundesstaat Österreich“, der durch den Anschluss von 1938 an das Deutsche Reich in das „Land Österreich“ übergeleitet wurde, das 1940 aufgelöst wurde. Die Staatsdoktrin geht allerdings davon aus, dass Österreich 1938 als Staat nicht unterging, sondern nur seine Handlungsfähigkeit verlor, die es 1945 wiedergewann.)
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== Österreich und Salzburg ==
 
== Österreich und Salzburg ==
Salzburg war, bedingt durch seine von den [[Bayern|bayerischen]] Herzögen beeinflusste Entstehungsgeschichte ([[Rupert von Worms]] wurde vom Bayernherzog [[Theodo II.]] entsandt, die Salzburger Lande zu christianisieren), zunächst nach Deutschland hin orientiert. Mit der ersten "Landesordnung" im Jahr [[1328]] fand die endgültige Loslösung von Bayern statt und es entstand ein eigenständiges [[Erzbistum (Überblick)|Fürsterzbistum]]. Dieses dauerte bis [[1800]], als durch den Einmarsch der Franzosen Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] nach Wien flüchtete. Es folgte das [[Herzogtum Salzburg]], mit einer bayerischen und nochmaligen französischen Unterbrechung. Am [[1. Mai]] [[1816]] kam dann Salzburg (mit einigen anderen Gebieten) endgültig zur österreichischen Monarchie.
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Salzburg war, bedingt durch seine von den [[Bayern|bayerischen]] Herzögen beeinflusste Entstehungsgeschichte ([[Rupert von Worms]] wurde vom Bayernherzog [[Theodo II.]] entsandt, die Salzburger Lande zu christianisieren), zunächst nach [[Bayern]] orientiert. Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] konnte das Land von Bayern loslösen, statt und es entstand ein eigenständiges [[Erzbistum (Überblick)|Fürsterzbistum]]. Dieses hatte bis zur Säkularisierung des Jahres [[1803]] Bestand. Es folgte das [[Herzogtum Salzburg]], mit einer französisch-bayerischen Unterbrechung von [[1809]] bis [[1816]]. Am [[1. Mai]] [[1816]] kam Salzburg (mit einigen anderen Gebieten) endgültig zur österreichischen Monarchie.
  
Allerdings gab es schon wesentlich früher immer wieder Verflechtungen mit Österreich. Schon allein aus geografischen Gründen - waren doch die [[Habsburger]] auch in [[Tirol]] zu Hause gewesen.  
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Allerdings gab es schon wesentlich früher immer wieder Verflechtungen mit Österreich. Schon allein aus geografischen Gründen - waren doch die [[Habsburger]] auch in [[Tirol]] zu Hause gewesen. Auch die Salzburger Erzbischöfe stammten schon seit dem [[17. Jahrhundert]] durchwegs aus dem habsburgischen Österreich.
  
== Quellen ==
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==Quellen, Fußnoten==
 
* Salzburgwiki-Artikel
 
* Salzburgwiki-Artikel
* Wikipedia Deutschland
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* deutsche [[Wikipedia]]
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* Artikel [http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.o/o660839.htm „Österreichbegriff“] auf aeiou.at
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Fußnoten:
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[[Kategorie:Geografie]]
 
[[Kategorie:Geografie]]
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Version vom 26. Dezember 2010, 21:28 Uhr

Österreich ist ein europäischer Staat.

Lage

Österreich ist ein Binnen- und Alpenland in Mitteleuropa.

Die Nachbarländer sind im Westen bzw. Nordwesten die Bundesrepublik Deutschland, im Norden Tschechien, im Osten die Slowakei und Ungarn, im Süden Slowenien und Italien sowie im Südwesten die Schweiz und Liechtenstein.

Staatsform

Österreich ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Republik.

Die Bundeshauptstadt ist Wien.

Österreich besteht aus neun Bundesländern: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien.

Die Republik Österreich ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen und seit 1995 Mitglied der Europäischen Union.

Der Österreichbegriff in historischer Sicht

Die Bezeichnung „Österreich“ galt im Laufe des letzten Jahrtausends für sehr unterschiedliche Gebiete:

Um das Jahr 996 (Ostarrîchi) verstand man darunter einen Teil des heutigen Niederösterreich, später die gesamte Mark der Babenberger, die dann zum Herzogtum erhoben wurde und zugleich um einen stattlichen Teil des heutigen Österreich vermehrt wurde. Später zum Erzherzogtum erhoben, meinte „Österreich“ in einem engen Sinne das in „Österreich ob der Enns“ (heute: Oberösterreich) und „Österreich unter der Enns“ (heute: Niederösterreich) geteilte Territorium.

Vielfach wurde „Österreich“ in der Neuzeit auf die Gesamtheit der in den Grenzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gelegenen Territorien des Hauses Habsburg bzw. der deutschen (österreichischen), im Gegensatz zur spanischen, Linie der Habsburger bezogen.

Um 1500 kam für die habsburgische Ländergruppen – die damals noch nicht die böhmischen und ungarischen Länder umfasste - die Scheidung in „Niederösterreich“ (umfassend Österreich ob und unter der Enns, Steiermark, Kärnten, Krain sowie Görz) und „Oberösterreich“ (Tirol sowie Streubesitz in Vorarlberg, Schwaben und Elsass) auf, später „Innerösterreich“ für Steiermark, Kärnten, Krain und Görz, „Vorderösterreich“ für die Gebiete westlich des Arlbergs.[1]

Ein solcher engerer Sprachgebrauch kam auch in Bezeichnungen wie „Österreichische Hofkanzlei“ zum Ausdruck. Die österreichische Hofkanzlei war in ursprünglich zwei, später drei Abteilungen (später „Expeditionen“ genannt) untergliedert, entsprechend den Länderkomplexen Niederösterreich, Innerösterreich und Vorderösterreich.

Dabei existierte auch ein umfassenderer Sprachgebrauch, der den von den Habsburgern, dem „Haus Österreich“, regierten Länderkomplex meinte.

1804 nahm Kaiser Franz den Titel Kaiser von Österreich an, und es entstand das „Kaisertum Österreich“ als Bezeichnung für die vom Kaiser regierten Gebiete. Ob er auch auf die Länder der ungarischen Krone bezogen werden sollte, blieb offen. Allerdings behielten die Länder der ungarischen Krone und das 1815 hinzugekommene Lombardo-Venezianische Königreich ihre eigene Verwaltung, einen einheitlich verwalteten Länderkomplex bildeten somit nur die „deutschen Erbländer der österreichischen Monarchie“ einschließlich Dalmatiens und Galiziens. In der Pillersdorfschen Verfassung von 1848 wurde eine Anzahl von Ländern des Kaiserreiches, nämlich die vormals „deutsche Erbländer“ genannten, zum „österreichischen Kaiserstaat“ zusammengefasst. Nach der Niederwerfung der italienischen und der ungarischen Revolution erließ Kaiser Franz Joseph jedoch im Jahr 1849 eine neue Verfassung, die all seine Königreiche und Länder, also auch Ungarn und Lombardo-Venetien, als „Kronländer“ in den Österreichischen Kaiserstaat einbezog. 1867 - Lombardo-Venetien war inzwischen verloren – wurde der Kaiserstaat in die Doppelmonarchie „Österreich-Ungarn“ umgewandelt. Die österreichische Reichshälfte dieser Monarchie hieß aber amtlich nicht „Österreich“, sondern „die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder“, nichtamtlich auch „Cisleithanien“ oder eben sehr wohl „Österreich“. Offiziell wurde „Österreich“ als Name der „im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder“ erst 1915 eingeführt.[2]

Als die Monarchie im Jahr 1918 zerfiel, war „Österreich“ Synonym für einen Vielvölkerstaat, und einer der aus diesem Vielvölkerstaat entstehenden Nationalstaaten wählte die Staatsbezeichnung Deutsch-Österreich, da er die deutschsprachigen Teile des Vielvölkerstaates in sich vereinigen wollte. Auf den Namensbestandteil „Deutsch-“ musste der neue Staat 1919 verzichten, und seitdem ist „Österreich“ der Name der Alpenrepublik. (Die Verfassung von 1934 wählte den Staatsnamen „Bundesstaat Österreich“, der durch den Anschluss von 1938 an das Deutsche Reich in das „Land Österreich“ übergeleitet wurde, das 1940 aufgelöst wurde. Die Staatsdoktrin geht allerdings davon aus, dass Österreich 1938 als Staat nicht unterging, sondern nur seine Handlungsfähigkeit verlor, die es 1945 wiedergewann.)

Österreich und Salzburg

Salzburg war, bedingt durch seine von den bayerischen Herzögen beeinflusste Entstehungsgeschichte (Rupert von Worms wurde vom Bayernherzog Theodo II. entsandt, die Salzburger Lande zu christianisieren), zunächst nach Bayern orientiert. Erzbischof Eberhard II. von Regensberg konnte das Land von Bayern loslösen, statt und es entstand ein eigenständiges Fürsterzbistum. Dieses hatte bis zur Säkularisierung des Jahres 1803 Bestand. Es folgte das Herzogtum Salzburg, mit einer französisch-bayerischen Unterbrechung von 1809 bis 1816. Am 1. Mai 1816 kam Salzburg (mit einigen anderen Gebieten) endgültig zur österreichischen Monarchie.

Allerdings gab es schon wesentlich früher immer wieder Verflechtungen mit Österreich. Schon allein aus geografischen Gründen - waren doch die Habsburger auch in Tirol zu Hause gewesen. Auch die Salzburger Erzbischöfe stammten schon seit dem 17. Jahrhundert durchwegs aus dem habsburgischen Österreich.

Quellen, Fußnoten

Fußnoten:

  1. Vgl. den Wikipedia-Artikel „Habsburgische Erblande“.
  2. Vgl. den Wikipedia-Artikel „Cisleithanien“.

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Republik Österreich, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.