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* Artikel [http://www.burgen-austria.com/Archiv.asp?Artikel=Wiespach ''„Wiespach“''] auf www.burgen-austria.com ≈ Artikel [http://de.esterhazy.net/index.php?title=Wiespach ''„Wiespach“''] auf de.esterhazy.net | * Artikel [http://www.burgen-austria.com/Archiv.asp?Artikel=Wiespach ''„Wiespach“''] auf www.burgen-austria.com ≈ Artikel [http://de.esterhazy.net/index.php?title=Wiespach ''„Wiespach“''] auf de.esterhazy.net | ||
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Version vom 23. Oktober 2010, 16:07 Uhr
Schloss Wiespach ist ein Schloss in der Stadtgemeinde Hallein.
Lage und bauliche Charakteristik
Das Schloss liegt inmitten eines Parks an der Grenze zu Oberalm. Es ist ein Rechteckbau mit zwei schmalen Türmchen im Osten und Westen.
Kapelle
Im Erdgeschoss des Hauptbaues befindet sich eine Kapelle, die urkundlich 1607 erwähnt ist und seit 1735 die Meßlizenz besitzt.
Geschichte
Der Ursprung dieses Schlosses reicht in das 13. Jahrhundert zurück. Es mag schon früher bestanden haben, da das Geschlecht der Ritter von Wiespach bis in die 1370er Jahre nachzuweisen ist. Erstmals findet sich 1434 eine urkundliche Erwähnung.
Besitzgeschichte
Das Schloss kam als Lehen an Veit Aschacher und 1476 an den Pongauer Gewerken Georg Kölderer aus der Familie Kölderer von Hoch.
Dann folgte ab 1555 als Besitzer der fürstliche Leibarzt Dr. Paul Rettinger von Wiespach und Radeck, nach dessen Tod sein Sohn Martin Hercules Rettinger, Fürstbischof von Lavant, und später seine Tochter Benigna Rettinger.
1570 kam der Sitz an Stephan Frankmann von Ochsenfeld, den Salzburger Stadtrichter. Dessen Stiefsohn Marx von Gils, erzbischöflicher Kuchelmeister und Pfleger von Glanegg, erbte 1601 den Besitz.
1647 kaufte Johann Christof Pauernfeind von Eyß (* 1625, † 1694) den Sitz Wiespach, den er 1660 an die Brüder Baltasar – seinen Schwiegersohn -, Elias und Franz Staudacher weitergab. Im Geschlecht der Staudacher von Wispach verblieb das Schloss, bis Paris Ignaz (Enkel des Franz) Staudacher von Wispach es 1760 an Leopold Freiherrn von Prank verkaufte.[1]
Acht Jahre später wurde der Besitz an Franz Friedrich Freiherrn von Negri veräußert. 1816 wurde das Schloss versteigert. 1878 erwarb Daniel Graf Esterhazy das Schloss und 1926 wurde es von den Kuratoren des entmündigten Sohnes, Franz Graf Esterhazy, an die Familie Steinbacher verkauft. 1958 übernahm die Stadtgemeinde Hallein das Schloss. 2010 verkaufte es die Stadtgemeinde um 200.000 Euro an Claus und Gabriela Spruzina, die nun daraus ein Haus der Kunst machen möchten mit Galerie, Künstlercafé und Ateliers.
Bau- und Nutzungsgeschichte
Der 1476 in den Besitz gelangte Gewerke Georg Kölderer baute den bisherigen turmartigen Bau um, oder ganz neu, sodass ein schmucker Ansitz entstand.
Nach Beginn des 17. Jahrhunderts erhielt das Schloss durch eine neue Fassadengestaltung ein frühbarockes Aussehen.
Nach dem Erwerb (1958) durch die Stadtgemeinde Hallein wurde eine Jugendherberge im Schloss eingerichtet.
Der Verein Jugend- und Familiengästehäuser betrieb die Jugendherberge bis Ende 2006, als der Vertrag auslief und nicht mehr verlängert wurde. Seither verfällt das Gebäude.
Quellen, Fußnoten
- Tennengauer Nachrichten, 12. Mai 2010
- www.rettinger.tv mit dortigen Quellen: Erzbischöfliches Konsistorialarchiv SalzburgBb-VI-1854 Bischöfe von Lavant von Karlmann Tangl, Verlag Lehn MDCCCXLI., DEHIO Salzburg, Georg Clam-Martinic (Burgen&Schlösser in Österreich)
- Artikel „Wiespach“ auf www.burgen-austria.com ≈ Artikel „Wiespach“ auf de.esterhazy.net
- Salzburger Nachrichten, 23. Oktober 2010
- ↑ Franz Martin, Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte: 9. Paurnfeind von Eyß, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK) Band 69 (1929) S. 72-76 (73) und 41. Staudacher von Wispach, MGSLK Band 77 (1937) S. 140 ff (141) = Franz Martin: Hundert Salzburger Familien (Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1946) S. 54 ff und 176 ff.