Landesberufsschule Hallein: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | 1938: Die Fortbildungsschule wurde nun als Berufsschule bezeichnet. | ||
| + | 1942: Spezialisierung der gewerblichen KLassen in "Fachgruppenklassen". Eine hauswirtschaftliche Abteilung für berufslose Mädchen und die Sägewerkerschule in Kuchl wurden der Kreisberufsschule angeschlossen. Die Unterbringung erfolgte noch immer in der Bundesfachschule und in der Bäumelschule. | ||
| + | 1946: Nach Kriegsende stand das Bäumelhaus ausschließlich der Berufsschule zur Verfügung. | ||
| + | 1947: Aus Platzmangel mußten zwei Klassen im Gesellenvereinshaus am Schöndorferplatz untergebracht werden. | ||
| + | 1951: Die Landesberufsschule Hallein wurde aus dem ehemaligen Knabenhort in Hallein (Niedertorplatz 1) als Bezirksberufsschule/gewerbliche Berufsschule gebildet. An ihr wurden auch Steinmetzlehrlinge aus dem ganzen Land ausgebildet. | ||
| + | 1958: Für die Elektriker wurde der Lehrgangsunterricht eingeführt, wobei die Jugendherberge im [[Schloss Wiespach]] als Unterkunft diente. Bis zur Errichtung des neuen Schulgebäudes am Weisslhofweg wurde der Unterricht in mehreren Exposituren [[Molnarschule am Molnarplatz, Gasthaus zur goldenen Kugel, Bäumelschule und Wiesengasse]] abgehalten. | ||
| + | 1965: Am [[22. September]] [[1965]] konnte der Unterricht in den neuen Räumlichkeiten am Weisslhofweg beginnen. | ||
| − | + | 1977: wurde das Landesberufsschülerheim mit Turnhalle und Sportplatz eröffnet. | |
| + | 1989: wurden einige Sparten der Salzburger Berufsschulen zusammengelegt (Elektroinstallateure, Einzelhandelskaufleute sowie Büro- und Industriekaufleute in Salzburg, die metallverarbeitenden und -industriellen Ausbildungsberufe in Hallein). | ||
| + | 1997: Nach zweijährigen Bauarbeiten wurden die erweiterten Räumlichkeiten der Nutzung übergeben. Das Installateurgebäude wurde nun bezogen. | ||
=== Direktoren === | === Direktoren === | ||
Version vom 22. Dezember 2020, 13:39 Uhr
| Schulbild | |
|---|---|
| Schuldaten[1] | |
| Schulkennzahl: | 502015 |
| Name der Schule: | Landesberufsschule Hallein |
| Adresse: | Weisslhof 5 5400 Hallein |
| Website: | www.lbs-hallein.salzburg.at |
| E-Mail: | direktion@lbs-hallein.salzburg.at |
| Telefon: | (0 62 45) 8 03 36 |
| Direktor: | Dipl.-Päd. Ing. Michael Farkas |
Die Landesberufsschule Hallein ist eine Berufschule in der Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein.
Allgemeines
An der Landesberufsschule Hallein werden Lehrlinge aus folgenden Lehrberufen ausgebildet:
- Dachdecker - Spengler
- Installations- und Gebäudetechnik
- Metalltechnik
- Maschinenbautechnik
- Seilbahntechnik
- Doppellehre Seilbahntechnik - Elektrotechnik
- Doppellehre Elektrotechnik - Maschinenbau
- Technischer Zeichner
- Werkzeugbautechnik
- Zerspanungstechnik
Seit 2008 wird an dieser Berufsschule als einzige Berufsschule Österreichs der Lehrberuf Seilbahnfachfrau/mann angeboten. In einer dreijährigen Ausbildung erfahren die Schüler alles, was für einen modernen Seilbahnfachmann wichtig ist. Der erste Kurs begann mit 30 Lehrlingen, im Schuljahr 2009/2010 kamen zusätzliche 33 Lehrlinge dazu.
Im Schuljahr 2019/20 besuchen nun 230 Lehrlinge aus Österreich, Deutschland und Südtirol den 3,5 jährigen Lehrberuf.
Die praktische Ausbildung erfolgt in den ehemaligen Johnson & Johnson-Gebäuden. Dort wurden 2011 Seilbahnanlagen für Versuche und Simulationen auf höchstem technischem Niveau errichtet.
Am Aufbau der Ausbildung war auch der Halleiner Erwin Stangassinger beteiligt, der von Dezember 2010 bis Dezember 2018 Geschäftsführer bei den Dorfgasteiner Bergbahnen war. Ausbildungsleiter an der Landesberufsschule Hallein ist aktuell (Februar 2020) Roland Gruber, ehemaliger Betriebsleiter bei den Bergbahnen Hofgastein.
Mit Schuljahr 2020/21 werden auch die beiden Doppelberufe Elektrotechnik-Seilbahntechnik und Elektrotechnik-Maschinenbau an der Landesberufsschule Hallein ausgebildet. In diesem Schuljahr besuchen 1440 Schülerinnen und Schüler die Landesberufsschule Hallein.
Geschichte
Bereits 1870 wurde in Hallein eine gewerbliche Fortbildungsschule eingerichtet. Den Unterricht, dreimal in der Woche von 18h bis 20h, erteilten die Lehrer der Volksschule und der Leiter der Holzschnitzerschule. 1893: Sieben Gewerbegenossenschaften teilten sich die Unterhaltskosten für die Fortbildungsschule. Der Unterricht fand am Sonntag statt. 1908: Die Fachschule und die ihr angegliederte Fortbildungsschule überseiedelten in das neue Schulgebäude in Burgfried 1910: Die erste kaufmännische Klasse wurde eingeführt. 37 Schüler erhielten Unterricht in Maschinenschreiben und Kanzleiarbeit. 1938: Die Fortbildungsschule wurde nun als Berufsschule bezeichnet. 1942: Spezialisierung der gewerblichen KLassen in "Fachgruppenklassen". Eine hauswirtschaftliche Abteilung für berufslose Mädchen und die Sägewerkerschule in Kuchl wurden der Kreisberufsschule angeschlossen. Die Unterbringung erfolgte noch immer in der Bundesfachschule und in der Bäumelschule. 1946: Nach Kriegsende stand das Bäumelhaus ausschließlich der Berufsschule zur Verfügung. 1947: Aus Platzmangel mußten zwei Klassen im Gesellenvereinshaus am Schöndorferplatz untergebracht werden. 1951: Die Landesberufsschule Hallein wurde aus dem ehemaligen Knabenhort in Hallein (Niedertorplatz 1) als Bezirksberufsschule/gewerbliche Berufsschule gebildet. An ihr wurden auch Steinmetzlehrlinge aus dem ganzen Land ausgebildet. 1958: Für die Elektriker wurde der Lehrgangsunterricht eingeführt, wobei die Jugendherberge im Schloss Wiespach als Unterkunft diente. Bis zur Errichtung des neuen Schulgebäudes am Weisslhofweg wurde der Unterricht in mehreren Exposituren Molnarschule am Molnarplatz, Gasthaus zur goldenen Kugel, Bäumelschule und Wiesengasse abgehalten. 1965: Am 22. September 1965 konnte der Unterricht in den neuen Räumlichkeiten am Weisslhofweg beginnen.
1977: wurde das Landesberufsschülerheim mit Turnhalle und Sportplatz eröffnet. 1989: wurden einige Sparten der Salzburger Berufsschulen zusammengelegt (Elektroinstallateure, Einzelhandelskaufleute sowie Büro- und Industriekaufleute in Salzburg, die metallverarbeitenden und -industriellen Ausbildungsberufe in Hallein). 1997: Nach zweijährigen Bauarbeiten wurden die erweiterten Räumlichkeiten der Nutzung übergeben. Das Installateurgebäude wurde nun bezogen.
Direktoren
- 1887-1911: Franz Oppelt
- 1911-1918: Hubert Spanring
- 1918-1925: Oskar von Felgel
- 1925-1934: Franz Neuhauser
- 1934-1938: Willi Eder
- 1938-1943: Erich Würtinger
- 1943-1946: Georg Nennadal
- 1946-1947: Franz Buchinger
- 1947-1985: Rudolf Sollath
- 1985–1989: Siegfried Buchinger, Stellvertreter Robert Jenner
- 1989–2005: Robert Jenner, Stellvertreter Paul Steindl und Johann Peter Rautenbacher
- 2005–2009: Manfred Kastner, Stellvertreter Johann Peter Rautenbacher
- 2009–2019: Johann Peter Rautenbacher, Stellvertreter Ernst Seiwald
- 2019–2020: Ernst Seiwald, Stellvertreter Michael Farkas
- seit 2020: Michael Farkas, Stellvertreter Stefan Pressnitz
Weblink
Quellen
- Salzburger Woche, Gesamtausgabe 21. Jänner 2011 (Lehrlingsbeilage)
- Kindlmann, Helmut: Geschichte der Salzburger Berufsschule. Diplomarbeit aus Rechtsgeschichte zur Erlangung des akademischen Grades eines Magisters an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Salzburg 2012.