Burg Mauterndorf: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Mauterndorf Burg.jpg|thumb|Burg Mauterndorf im Sommer]]
 
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[[Datei:Burg mauterndorf winter.JPG|thumb|Burg Mauterndorf im Winter, im Vordergrund das [[Schloßmayerhaus]]]]
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[[Datei:Burg Mauterndorf v. Norden.jpg|thumb|Burg Mauterndorf von Norden]]
[[Datei:Kapelle in der Burg Mauterndorf.jpg|thumb|Kapelle in der Burg Mauterndorf]]
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[[Datei:Plumpsklo neben dem Schlafgemach von Leonhard von Keutschach.jpg|thumb|Plumpsklo neben dem Schlafgemach von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach]]
[[Datei:50 Schilling Richard Wettstein reverse.jpg|thumb|Die Burg auf dem 50-Schillingschein in den 1960ern]]
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Die '''Burg Mauterndorf''' ist eine Maut-Burg mit einem Kern aus dem [[13. Jahrhundert]], die auf einer Anhöhe in der Marktgemeinde [[Mauterndorf]] im [[Lungau]] steht. Der Fahrweg über den Tauern führte dabei seit dem Spätmittelalter durch die östlichen Teile der Burg hindurch. Der stattliche Wehrbau ist Mitglied der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]] und steht unter [[Denkmalschutz]].
Die '''Burg Mauterndorf''' ist eine Maut-Burg aus dem [[13. Jahrhundert]] in der Marktgemeinde [[Mauterndorf]] im [[Lungau]]. Sie ist Mitglied der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]] und steht unter [[Denkmalschutz]].
 
  
 
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Die ehemalige Sommerresidenz der [[Salzburger Erzbischöfe]] wurde vom [[Salzburger Domkapitel]] an der Mautstation des bereits aus der [[Römer]]zeit bestehenden Nord-Süd-[[Handel (historisch)|Handelsweges]] errichtet. Mit dem Bau der Burg wurde im Jahre [[1235]] begonnen. Im [[15. Jahrhundert]] wurde die Anlage von [[Dompropst]] [[Burkhard II. von Weißpriach|Burkhard von Weißpriach]] und Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] erweitert.
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Unter dem bedeutenden Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] wurde im Jahre [[1235]] durch das [[Salzburger Domkapitel]] mit dem Bau der Burg begonnen. Seit Anbeginn diente sie zur Sicherung des Fahrweges über den Radstätter Tauern und gleichzeitig als wichtige Mautstation. Der Weg über den Radstätter Tauern war zwar schon in antik-römischer Zeit erbaut worden, war aber mit dem Ende des Römischen Reiches immer mehr verfallen und wurde entlang der Taurach erst wieder unter Erzbischof Regensberg instand gesetzt.  
  
Die Kapelle ist mit Fresken aus dem [[14. Jahrhundert]] und einem [[Gotik|gotischen]] Flügelaltar (um [[1455]]) ausgestattet.
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Die Burg bestand anfangs aus einer Ringmauer, einem Wohngebäude (Pallas) und mittig aus einem mächtigen Bergfried, dessen Mauern an der Basis allseits bis 2,5 m stark sind. Dieser Turm wurde um 1480 erhöht und ausgebaut. Im [[15. Jahrhundert]] wurde die Burganlage zuerst von Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach|Burkhard von Weißpriach]] und danach vor allem von seinem Nachfolger [[Leonhard von Keutschach]] stark erweitert und diente auch als Sommerresidenz des letztgenannten Landesherren. Dieser veranlasste um 1480 auch die kunstvolle Ausgestaltung der sog. Keutschachzimmer mit ihrer Holztäfelung und den originalen Rankenbemalungen, die teilweise im 19. Jahrhundert ergänzt wurden. Das Wappen des Bischofs mit der bekannten Rübe ist - ähnlich wie auf der Festung Hohensalzburg auch hier an vielen Stellen der Burg zu sehen.
  
Bis [[1806]] verblieb die Burg im Besitz des Domkapitels, wurde dann aber Staatseigentum, und verfiel zusehends. Sie wurde [[1832]] zur Ruine erklärt. [[1836]] erwarb [[Karl Graf Welsperg-Raitenau]] die Burgruine Mauterndorf, die er jedoch nach drei Jahren, ohne dem Verfall der Burg Einhalt geboten zu haben, wieder verkaufte. [[1894]] konnte mit dem preußischen Stabsarzt Dr. [[Hermann von Epenstein]] ein Käufer gewonnen werden, der die Anlage wieder restaurierte. Nach achtjähriger Arbeitszeit konnte die Burg unter großem finanziellen Aufwand fertiggestellt werden. Man war bemüht, alles noch vorhandene Alte zu erhalten. Der Neubau wurde eine getreue Wiedergabe der ehemaligen Anlage.  
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Bis [[1806]] verblieb die Burg im Besitz des Domkapitels, wurde dann aber Staatseigentum, und verfiel in der Zeit des Kaisertums Österreich unter [[Franz II./I.|FranzI.]]. der für seine Sparsamkeit bekannt war, zusehends. Sie wurde [[1832]] lediglich offiziell  zur Ruine erklärt. [[1836]] erwarb [[Karl Graf Welsperg-Raitenau]] zwar die Burgruine Mauterndorf, die er jedoch nach drei Jahren ohne Maßnahmen zur Sanierung wieder verkaufte. [[1894]] konnte mit dem preußischen Stabsarzt Dr. [[Hermann von Epenstein]] endlich ein Käufer gewonnen werden, der die Anlage wieder restaurierte. Nach achtjähriger Arbeitszeit konnte die Burg unter großem finanziellen Aufwand fertiggestellt werden. Man war bemüht, alles noch vorhandene Alte zu erhalten. Der Neubau wurde weitgehend als Rekonstruktion der ehemaligen Anlage geplant.  
  
 
Nach dem Tod von Dr. Epenstein im Jahre [[1934]] setzte Frau Epenstein [[Hermann Göring]], dessen Pate ihr Mann war, als Erben für die Burg ein. Dieser nahm sich jedoch nicht die Zeit, seinen Besitz grundbücherlich eintragen zu lassen und so verlor die Schenkung ihre Rechtsgültigkeit. Somit wurden Verwandte von Frau Epenstein rechtmäßige Eigentümer der Burg.
 
Nach dem Tod von Dr. Epenstein im Jahre [[1934]] setzte Frau Epenstein [[Hermann Göring]], dessen Pate ihr Mann war, als Erben für die Burg ein. Dieser nahm sich jedoch nicht die Zeit, seinen Besitz grundbücherlich eintragen zu lassen und so verlor die Schenkung ihre Rechtsgültigkeit. Somit wurden Verwandte von Frau Epenstein rechtmäßige Eigentümer der Burg.
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[[1968]] erwarb schließlich das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] die Burg Mauterndorf und restaurierte das historische Gebäude in den Jahren [[1979]] bis [[1982]] mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro. Heute dient die Burg als Landschaftsmuseum für den Lungau und regionales Kulturzentrum. Zudem bietet die Erlebnisausstellung "Lust aufs Mittelalter", eine Zeitreise ins ausgehende [[15. Jahrhundert]].
 
[[1968]] erwarb schließlich das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] die Burg Mauterndorf und restaurierte das historische Gebäude in den Jahren [[1979]] bis [[1982]] mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro. Heute dient die Burg als Landschaftsmuseum für den Lungau und regionales Kulturzentrum. Zudem bietet die Erlebnisausstellung "Lust aufs Mittelalter", eine Zeitreise ins ausgehende [[15. Jahrhundert]].
  
[[2003]] wurde auch der 44 m hohe Wehrturm, der mit szenischen Darstellungen ausgestattet ist, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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[[2003]] wurde auch der 44 m hohe freistehende Bergfried mit seinen mächtigen Mauern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er ist zum Burg-Innenhof hin seit etwa 1500 mit der Darstellung des Heiligen Christophorus (samt dem Wappen des Erzstiftes und des damaligen Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach) geschmückt.  
  
[[2007]] wurde die Sanierung der mit Holzschindeln gedeckten Dächer und der Dachstühle notwendig. [[2008]] begann man schrittweise Fassadenabschnitte zu säubern und zu restaurieren. Die fertige Westfassade vermittelt einen ersten Eindruck von der strahlenden Qualität der neuen Kalkfassaden, die in den kalten, inneralpinen Wintern auch ihre Widerstandsfähigkeit beweisen sollen.
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[[2007]] wurde die Sanierung der mit [[Holzschindel]]n gedeckten Dächer und der Dachstühle notwendig. [[2008]] begann man schrittweise Fassadenabschnitte zu säubern und zu restaurieren. Die fertige Westfassade vermittelt einen ersten Eindruck von der strahlenden Qualität der neuen Kalkfassaden, die in den kalten, inneralpinen Wintern auch ihre Widerstandsfähigkeit beweisen sollen.
  
Heute ist die Burg Mauterndorf ein beeindruckendes historisches Bauwerk mit reicher geschichtlicher Vergangenheit. Die Säle, Gewölbe und Gemächer dienen heute als Schauräume der Erlebnisausstellung "Lust aufs Mittelalter". Weil kaum Originalstücke erhalten sind, wurde eine Zeitreise ins Mittelalter des ausgehenden [[15. Jahrhundert]]s inszeniert. Die Burgräumlichkeiten beherbergen darüber hinaus auch das [[Lungauer Landschaftsmuseum]], das regionale Tagungs- und Kulturzentrum sowie einen Gastronomiebetrieb.
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Heute ist die Burg Mauterndorf ein beeindruckendes historisches Bauwerk mit reicher geschichtlicher Vergangenheit. Die Säle, Gewölbe und Gemächer dienen heute als Schauräume der Erlebnisausstellung "Lust aufs Mittelalter". Weil kaum Originalstücke erhalten sind, wurde eine Zeitreise ins Mittelalter des ausgehenden [[15. Jahrhundert]]s inszeniert. Die Burgräumlichkeiten beherbergen darüber hinaus auch das [[Lungauer Landschaftsmuseum]], das regionale Tagungs- und Kulturzentrum sowie einen Gastronomiebetrieb.
  
Burgverwalterin war bis zum [[31. Juli]] [[2015]] [[Elisabeth Heiß]], seither [[Inge Stolz]]<ref>[https://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/lokales/mit-50-hat-sie-neu-begonnen-d1785412.html Stadtblatt Salzburg vom 12. Juli 2016]</ref>.
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Burgverwalterin war bis zum [[31. Juli]] [[2015]] [[Elisabeth Heiß (Burgverwalterin)|Elisabeth Heiß]] und dann bis [[2025]] [[Inge Stolz]]<ref>[https://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/lokales/mit-50-hat-sie-neu-begonnen-d1785412.html Stadtblatt Salzburg vom 12. Juli 2016]</ref>. Seit Herbst ist der 35-jährige Lungauer Philipp Wiedl neuer Burgverwalter. <ref name="S24Dez25">[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/lungau/frischer-wind-fuer-geschichtstraechtiges-wahrzeichen-philipp-wiedl-uebernimmt-burgverwaltung-von-mauterndorf-art-310227 3. Dezember 2025]</ref>
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==Die Burgkapelle==
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[[Datei:Kapelle in der Burg Mauterndorf.jpg|thumb|Die Kapelle der Burg Mauterndorf]]
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Die Burgkapelle  über dem alten Tauernweg errichtet, war mit ihrem gotischen Rippengewölbe zuerst dem Heiligen Kaiser Heinrich, sowie Kunigunde und Virgil gewidmet.  Seit 1861 wurde sie dann Unserer lieben Frau geweiht. Die gut erhaltene und beeindruckende gotische Wandmalerei zeigt unter dem Brustbild des Erlösers im mittleren Gewölbefeld Darstellungen des alten und des neuen Testamentes. Die bunte Triumpfbogenwand aus der Mite des 14. Jahrhunderts zeigt als großes Fresko die Krönung Mariens auf dem Thron Salomos. Diese Wandgemälde gehören zu den schönsten und wertvollsten des Salzburger Landes. 
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Der gotische Altar der Kapelle (um 1455) zeigt im Schrein im heutigen Zustand die heilige Maria, und seitlich die heilige Katharina auf Kaiser Maxentius stehend sowie die heilige Barbara auf ihrem Vater Dioscurus stehend. Die Predella darunter ist erneut mit heiligen Frauen ausgestattet: in der Mitte die Heilige Anna selbdritt, umgeben von den heiligen Elisabeth und Kunigunde einerseits und Maria Magdalena und Helena anderseits. 
  
 
==Besucherangebote==
 
==Besucherangebote==
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===Lungauer Landschaftsmuseum===
 
===Lungauer Landschaftsmuseum===
Das [[Lungauer Landschaftsmuseum|Landschaftsmuseum]] ist im Südturm der Burg beheimatet und gibt Auskunft über Lungauer Brauchtum, Flora, Fauna und Mineralien.
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Das [[Lungauer Landschaftsmuseum|Landschaftsmuseum]] ist im Südturm der Burg beheimatet und gibt Auskunft über Lungauer Brauch, Flora, Fauna und Mineralien.
 
 
==Öffnungszeiten 2018<ref>{{Quelle PN|22. März 2018 Salzburgs Burgen starten in den Frühling}}</ref>==
 
Geöffnet von [[24. März]] bis [[3. April]] [[2018]] von 11:00 bis 19:00 Uhr.<br />
 
Mai, Juni, September und Oktober von 10:00 bis 18:00 Uhr<br />
 
Juli und August von 9:30 bis 18:30 Uhr
 
  
* Am Palmwochenende von 11:00 bis 17:00 Uhr Ostermarkt mit Kinderprogramm
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==Öffnungszeiten ==
* Am Karsamstag von 12:00 bis 16:00 Uhr Ostereiersuche auf der Burg
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Aktuelle Öffnungszeiten siehe homepage.
  
 
== Besucherzahlen ==
 
== Besucherzahlen ==
2012 haben 29&nbsp;000 Personen die Burg besucht, um drei Prozent mehr als im Jahr 2011.
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2012 haben 29&nbsp;000 Personen die Burg besucht, um drei Prozent mehr als im Jahr 2011. [[2024]] waren 41&nbsp;000 Besucher in die Burg gekommen.<ref name="S24Dez25" />
 
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==Bildergalerie==
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== Ausblicke in verschiedene Richtungen vom Turm ==
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Datei:Ausblick vom Turm der Burg Mautendorf nach Südwesten.jpg|Ausblick vom Turm der Burg Mautendorf auf [[Mauterndorf]] und in Richtung St. Michael
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Datei:Ausblick vom Burgturm in den Westen von Mauterndorf.jpg|In den Westen
Datei:Ausblick vom Turm der Burg Mauterndorf nach Osten.jpg‎‎|Ausblick vom Turm der Burg Mauterndorf nach Osten
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Datei:Ausblick vom Turm der Burg Mautendorf nach Südwesten.jpg|nach Südwesten
Datei:Tiefblick in den Burghof.jpg |Tiefblick in den Burghof
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Datei:Ostausblick von der Burg Mauterndorf.jpg|Ostausblick von der Burg Mauterndorf
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Datei:Ausblick vom Turm der Burg Mauterndorf nach Südosten.jpg|Ausblick vom Turm der Burg Mauterndorf nach Südosten
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
*Salzburger Burgen und Schlösser
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* [https://www.salzburg-burgen.at/de/ Salzburger Burgen und Schlösser]
*"''Wie der Lungau noch hinter'm Tauern war''" von Wernfried Gappmayer, Eigenverlag Lungauer Landschaftsmuseum Burg Mauterndorf
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* ''Wie der Lungau noch hinter'm Tauern war''" von Wernfried Gappmayer, Eigenverlag Lungauer Landschaftsmuseum Burg Mauterndorf
*"''Baudenkmal''" - Das Fachjournal für Denkmalschutz und Denkmalpflege, ISBN 978-3-95025223
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* ''Baudenkmal'' - Das Fachjournal für Denkmalschutz und Denkmalpflege, ISBN 978-3-95025223
 
* {{Quelle LN|24. Jänner 2013}}
 
* {{Quelle LN|24. Jänner 2013}}
== Weblinks ==
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== Einzelnachweise ==
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== Einzelnachweis ==
 
 
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Aktuelle Version vom 3. Dezember 2025, 19:43 Uhr

Burg Mauterndorf im Sommer
Burg Mauterndorf von Norden
Plumpsklo neben dem Schlafgemach von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach

Die Burg Mauterndorf ist eine Maut-Burg mit einem Kern aus dem 13. Jahrhundert, die auf einer Anhöhe in der Marktgemeinde Mauterndorf im Lungau steht. Der Fahrweg über den Tauern führte dabei seit dem Spätmittelalter durch die östlichen Teile der Burg hindurch. Der stattliche Wehrbau ist Mitglied der Dachmarke hello salzburg und steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Unter dem bedeutenden Erzbischof Eberhard II. von Regensberg wurde im Jahre 1235 durch das Salzburger Domkapitel mit dem Bau der Burg begonnen. Seit Anbeginn diente sie zur Sicherung des Fahrweges über den Radstätter Tauern und gleichzeitig als wichtige Mautstation. Der Weg über den Radstätter Tauern war zwar schon in antik-römischer Zeit erbaut worden, war aber mit dem Ende des Römischen Reiches immer mehr verfallen und wurde entlang der Taurach erst wieder unter Erzbischof Regensberg instand gesetzt.

Die Burg bestand anfangs aus einer Ringmauer, einem Wohngebäude (Pallas) und mittig aus einem mächtigen Bergfried, dessen Mauern an der Basis allseits bis 2,5 m stark sind. Dieser Turm wurde um 1480 erhöht und ausgebaut. Im 15. Jahrhundert wurde die Burganlage zuerst von Fürsterzbischof Burkhard von Weißpriach und danach vor allem von seinem Nachfolger Leonhard von Keutschach stark erweitert und diente auch als Sommerresidenz des letztgenannten Landesherren. Dieser veranlasste um 1480 auch die kunstvolle Ausgestaltung der sog. Keutschachzimmer mit ihrer Holztäfelung und den originalen Rankenbemalungen, die teilweise im 19. Jahrhundert ergänzt wurden. Das Wappen des Bischofs mit der bekannten Rübe ist - ähnlich wie auf der Festung Hohensalzburg auch hier an vielen Stellen der Burg zu sehen.

Bis 1806 verblieb die Burg im Besitz des Domkapitels, wurde dann aber Staatseigentum, und verfiel in der Zeit des Kaisertums Österreich unter FranzI.. der für seine Sparsamkeit bekannt war, zusehends. Sie wurde 1832 lediglich offiziell zur Ruine erklärt. 1836 erwarb Karl Graf Welsperg-Raitenau zwar die Burgruine Mauterndorf, die er jedoch nach drei Jahren ohne Maßnahmen zur Sanierung wieder verkaufte. 1894 konnte mit dem preußischen Stabsarzt Dr. Hermann von Epenstein endlich ein Käufer gewonnen werden, der die Anlage wieder restaurierte. Nach achtjähriger Arbeitszeit konnte die Burg unter großem finanziellen Aufwand fertiggestellt werden. Man war bemüht, alles noch vorhandene Alte zu erhalten. Der Neubau wurde weitgehend als Rekonstruktion der ehemaligen Anlage geplant.

Nach dem Tod von Dr. Epenstein im Jahre 1934 setzte Frau Epenstein Hermann Göring, dessen Pate ihr Mann war, als Erben für die Burg ein. Dieser nahm sich jedoch nicht die Zeit, seinen Besitz grundbücherlich eintragen zu lassen und so verlor die Schenkung ihre Rechtsgültigkeit. Somit wurden Verwandte von Frau Epenstein rechtmäßige Eigentümer der Burg.

1968 erwarb schließlich das Land Salzburg die Burg Mauterndorf und restaurierte das historische Gebäude in den Jahren 1979 bis 1982 mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von umgerechnet rund 1,5 Millionen Euro. Heute dient die Burg als Landschaftsmuseum für den Lungau und regionales Kulturzentrum. Zudem bietet die Erlebnisausstellung "Lust aufs Mittelalter", eine Zeitreise ins ausgehende 15. Jahrhundert.

2003 wurde auch der 44 m hohe freistehende Bergfried mit seinen mächtigen Mauern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er ist zum Burg-Innenhof hin seit etwa 1500 mit der Darstellung des Heiligen Christophorus (samt dem Wappen des Erzstiftes und des damaligen Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach) geschmückt.

2007 wurde die Sanierung der mit Holzschindeln gedeckten Dächer und der Dachstühle notwendig. 2008 begann man schrittweise Fassadenabschnitte zu säubern und zu restaurieren. Die fertige Westfassade vermittelt einen ersten Eindruck von der strahlenden Qualität der neuen Kalkfassaden, die in den kalten, inneralpinen Wintern auch ihre Widerstandsfähigkeit beweisen sollen.

Heute ist die Burg Mauterndorf ein beeindruckendes historisches Bauwerk mit reicher geschichtlicher Vergangenheit. Die Säle, Gewölbe und Gemächer dienen heute als Schauräume der Erlebnisausstellung "Lust aufs Mittelalter". Weil kaum Originalstücke erhalten sind, wurde eine Zeitreise ins Mittelalter des ausgehenden 15. Jahrhunderts inszeniert. Die Burgräumlichkeiten beherbergen darüber hinaus auch das Lungauer Landschaftsmuseum, das regionale Tagungs- und Kulturzentrum sowie einen Gastronomiebetrieb.

Burgverwalterin war bis zum 31. Juli 2015 Elisabeth Heiß und dann bis 2025 Inge Stolz[1]. Seit Herbst ist der 35-jährige Lungauer Philipp Wiedl neuer Burgverwalter. [2]

Die Burgkapelle

 
Die Kapelle der Burg Mauterndorf

Die Burgkapelle über dem alten Tauernweg errichtet, war mit ihrem gotischen Rippengewölbe zuerst dem Heiligen Kaiser Heinrich, sowie Kunigunde und Virgil gewidmet. Seit 1861 wurde sie dann Unserer lieben Frau geweiht. Die gut erhaltene und beeindruckende gotische Wandmalerei zeigt unter dem Brustbild des Erlösers im mittleren Gewölbefeld Darstellungen des alten und des neuen Testamentes. Die bunte Triumpfbogenwand aus der Mite des 14. Jahrhunderts zeigt als großes Fresko die Krönung Mariens auf dem Thron Salomos. Diese Wandgemälde gehören zu den schönsten und wertvollsten des Salzburger Landes.

Der gotische Altar der Kapelle (um 1455) zeigt im Schrein im heutigen Zustand die heilige Maria, und seitlich die heilige Katharina auf Kaiser Maxentius stehend sowie die heilige Barbara auf ihrem Vater Dioscurus stehend. Die Predella darunter ist erneut mit heiligen Frauen ausgestattet: in der Mitte die Heilige Anna selbdritt, umgeben von den heiligen Elisabeth und Kunigunde einerseits und Maria Magdalena und Helena anderseits.

Besucherangebote

Ein Rundgang durch Burg und Museum dauert in etwa zwei Stunden. Es gibt eine rund 120 Quadratmeter große Aussichtsterrasse mit 35 Sitzplätzen zusätzlich zur Burgschenke, von der aus man einen herrlichen Ausblick über die mittelalterliche Marktgemeinde Mauterndorf hat.

Erlebnisausstellung

Besucher der Erlebnisausstellung werden ins ausgehende 15. Jahrhundert versetzt: Szenische Darstellungen verdeutlichen die Arbeit des Personals auf Leonhard von Keutschachs Sommerresidenz und geben auf sechs Etagen einen Einblick wie ein mittelalterlicher Turm funktionierte.

Lungauer Landschaftsmuseum

Das Landschaftsmuseum ist im Südturm der Burg beheimatet und gibt Auskunft über Lungauer Brauch, Flora, Fauna und Mineralien.

Öffnungszeiten

Aktuelle Öffnungszeiten siehe homepage.

Besucherzahlen

2012 haben 29 000 Personen die Burg besucht, um drei Prozent mehr als im Jahr 2011. 2024 waren 41 000 Besucher in die Burg gekommen.[2]

Ausblicke in verschiedene Richtungen vom Turm

weitere Bilder

  Burg Mauterndorf – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
  Burg Mauterndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblink

Quellen

Einzelnachweise