Steuern und Abgaben: Unterschied zwischen den Versionen
K (Textersetzung - „Salzburgwiki“ durch „SALZBURGWIKI“) |
|||
| (12 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| − | |||
| − | |||
Dieser Artikel beschäftigt sich mit historischen '''Steuern und Abgaben''' in [[Stadt Salzburg|Stadt]] und [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]. | Dieser Artikel beschäftigt sich mit historischen '''Steuern und Abgaben''' in [[Stadt Salzburg|Stadt]] und [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]. | ||
| Zeile 6: | Zeile 4: | ||
* '''Rüststeuern''' für die Türkenabwehr bei ungenügendem Schutz | * '''Rüststeuern''' für die Türkenabwehr bei ungenügendem Schutz | ||
* [[Ungeld]] | * [[Ungeld]] | ||
| − | * '''Zehent''' <ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Zehnt Wikipedia | + | * '''Zehent''' <ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Zehnt Wikipedia ]</ref> |
* [[Niederlage|Niederlageabgabe]] | * [[Niederlage|Niederlageabgabe]] | ||
| + | * [[Brückenmaut]] | ||
| + | * [[5. Februar]] [[1327]]: beurkundet der Papst Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] die Subsidiarsteuer (Einkommenssteuer) in der [[Salzburger Kirchenprovinz]], wenngleich diese schon seit [[1324]] eingehoben wurde - die Einhebung dieser Schatzssteuer gilt als Geburtsstunde des selbständigen Landes Salzburg | ||
===== 18. Jahrhundert ===== | ===== 18. Jahrhundert ===== | ||
* '''Herd-''' und '''Kaminsteuer''' in Stadt und Land Salzburg | * '''Herd-''' und '''Kaminsteuer''' in Stadt und Land Salzburg | ||
| − | * [[1735]] brachten die [[Salzburger | + | * [[1735]] brachten die [[Hohe Salzburger Landschaft]] eine '''Fenstersteuer''' zur Diskussion. So sollten Bürgen in Städten und Märkten je Fenster 12 Kreutzer, am Land sechs, für Stall- oder sonstige Fenster drei Kreutzer bezahlt werden. Aber [[Erzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] lehnte ab, da er die Unzufriedenheit des Volkes fürchtete. Außerdem hatte er Angst vor dem Gespött im übrigen Deutschland, die dann vielleicht noch meinten, in Salzburg werde sogar das Tageslicht besteuert. Und natürlich bedachte er die Kosten für die Fensterzählung. |
* [[1742]] wurde eine '''Kopfsteuer''' von jenen Personen eingehoben, die sonst keine Steuern zahlten... | * [[1742]] wurde eine '''Kopfsteuer''' von jenen Personen eingehoben, die sonst keine Steuern zahlten... | ||
| − | |||
===== 20. Jahrhundert ===== | ===== 20. Jahrhundert ===== | ||
Am [[30. März]] [[1948]] beschließt der [[Salzburger Gemeinderat]] die Einhebung einer 25-prozentigen Abgabe auf Eintrittspreise für Kinos, einer 20-prozentigen Abgabe für Sportveranstaltungen und einer Abgabe von 10 Prozent für Theatervorstellungen - die ''Lustbarkeitsabgabe''; die Sportabgabe wird nach Protesten von Sportvereinen später reduziert; | Am [[30. März]] [[1948]] beschließt der [[Salzburger Gemeinderat]] die Einhebung einer 25-prozentigen Abgabe auf Eintrittspreise für Kinos, einer 20-prozentigen Abgabe für Sportveranstaltungen und einer Abgabe von 10 Prozent für Theatervorstellungen - die ''Lustbarkeitsabgabe''; die Sportabgabe wird nach Protesten von Sportvereinen später reduziert; | ||
| − | Am [[1. August]] [[1950]] trat die vom Salzburger Gemeinderat beschlossene Gebrauchsgebührenordnung in Kraft; für die Nutzung von Verkehrs- oder Erholungsflächen sowie des darüber befindlichen Luftraumes (z. B. durch Reklameschilder oder Leitungen) ist nun eine Gebühr − eine | + | Am [[1. August]] [[1950]] trat die vom Salzburger Gemeinderat beschlossene Gebrauchsgebührenordnung in Kraft; für die Nutzung von Verkehrs- oder Erholungsflächen sowie des darüber befindlichen Luftraumes (z. B. durch Reklameschilder oder Leitungen) ist nun eine Gebühr − eine [[Luftsteuer]] − zu entrichten; |
| + | |||
| + | [[29. Mai]] [[1951]]: Abgabe auf Speiseeis. Die vom Gemeinderat beschlossene Abgabe wurde in der Form abgeführt, dass jene Firmen, die Eis verkaufen, für das Jahr [[1951]] einen Pauschalbetrag von 35.000 Schilling bezahlten. | ||
[[1953]] gab es gleich mehrere neue Steuern: | [[1953]] gab es gleich mehrere neue Steuern: | ||
* Am [[30. April]] ersetzte die neue Ortstaxe in der Stadt Salzburg, gestaffelt von einem bis vier Schilling, die bisherige Fremdenzimmerabgabe und die Saisonabgabe im [[Fremdenverkehr]]. | * Am [[30. April]] ersetzte die neue Ortstaxe in der Stadt Salzburg, gestaffelt von einem bis vier Schilling, die bisherige Fremdenzimmerabgabe und die Saisonabgabe im [[Fremdenverkehr]]. | ||
| − | * Am [[7. Mai]] beschloss der [[Salzburger Gemeinderat]], das Tor am [[Kapuzinerberg]] während der Nachtstunden verschlossen zu halten und ein | + | * Am [[7. Mai]] beschloss der [[Salzburger Gemeinderat]], das Tor am [[Kapuzinerberg]] während der Nachtstunden verschlossen zu halten und ein "Sperrgeld" einzuheben. |
* Am [[6. August]] genehmigte der [[Salzburger Landtag]] eine ''Bäderbau-Abgabe'': alle erwerbstätigen Stadtbewohner müssen bis zu 4,50 Schilling pro Monat bezahlen; die Dauer der Abgabe für den Neubau des Hallenbades ist mit höchstens 10 Jahren begrenzt; | * Am [[6. August]] genehmigte der [[Salzburger Landtag]] eine ''Bäderbau-Abgabe'': alle erwerbstätigen Stadtbewohner müssen bis zu 4,50 Schilling pro Monat bezahlen; die Dauer der Abgabe für den Neubau des Hallenbades ist mit höchstens 10 Jahren begrenzt; | ||
Ab [[1. Februar]] [[1954]] musste jeder Erwerbstätige in der Stadt Salzburg 4,50 Schilling monatlich für die Finanzierung des Hallenbades entrichten; | Ab [[1. Februar]] [[1954]] musste jeder Erwerbstätige in der Stadt Salzburg 4,50 Schilling monatlich für die Finanzierung des Hallenbades entrichten; | ||
| − | == | + | ==Einzelnachweis== |
<references/> | <references/> | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
* Ein Beitrag von [[Franz Martin]] in ''Salzburg Chronik'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1960 | * Ein Beitrag von [[Franz Martin]] in ''Salzburg Chronik'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1960 | ||
| − | * | + | * SALZBURGWIKI |
[[Kategorie:Kurioses]] | [[Kategorie:Kurioses]] | ||
| + | [[Kategorie:Kulturgeschichte]] | ||
Aktuelle Version vom 28. August 2024, 18:52 Uhr
Dieser Artikel beschäftigt sich mit historischen Steuern und Abgaben in Stadt und Land Salzburg.
Mittelalter
- Rüststeuern für die Türkenabwehr bei ungenügendem Schutz
- Ungeld
- Zehent [1]
- Niederlageabgabe
- Brückenmaut
- 5. Februar 1327: beurkundet der Papst Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz die Subsidiarsteuer (Einkommenssteuer) in der Salzburger Kirchenprovinz, wenngleich diese schon seit 1324 eingehoben wurde - die Einhebung dieser Schatzssteuer gilt als Geburtsstunde des selbständigen Landes Salzburg
18. Jahrhundert
- Herd- und Kaminsteuer in Stadt und Land Salzburg
- 1735 brachten die Hohe Salzburger Landschaft eine Fenstersteuer zur Diskussion. So sollten Bürgen in Städten und Märkten je Fenster 12 Kreutzer, am Land sechs, für Stall- oder sonstige Fenster drei Kreutzer bezahlt werden. Aber Erzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian lehnte ab, da er die Unzufriedenheit des Volkes fürchtete. Außerdem hatte er Angst vor dem Gespött im übrigen Deutschland, die dann vielleicht noch meinten, in Salzburg werde sogar das Tageslicht besteuert. Und natürlich bedachte er die Kosten für die Fensterzählung.
- 1742 wurde eine Kopfsteuer von jenen Personen eingehoben, die sonst keine Steuern zahlten...
20. Jahrhundert
Am 30. März 1948 beschließt der Salzburger Gemeinderat die Einhebung einer 25-prozentigen Abgabe auf Eintrittspreise für Kinos, einer 20-prozentigen Abgabe für Sportveranstaltungen und einer Abgabe von 10 Prozent für Theatervorstellungen - die Lustbarkeitsabgabe; die Sportabgabe wird nach Protesten von Sportvereinen später reduziert;
Am 1. August 1950 trat die vom Salzburger Gemeinderat beschlossene Gebrauchsgebührenordnung in Kraft; für die Nutzung von Verkehrs- oder Erholungsflächen sowie des darüber befindlichen Luftraumes (z. B. durch Reklameschilder oder Leitungen) ist nun eine Gebühr − eine Luftsteuer − zu entrichten;
29. Mai 1951: Abgabe auf Speiseeis. Die vom Gemeinderat beschlossene Abgabe wurde in der Form abgeführt, dass jene Firmen, die Eis verkaufen, für das Jahr 1951 einen Pauschalbetrag von 35.000 Schilling bezahlten.
1953 gab es gleich mehrere neue Steuern:
- Am 30. April ersetzte die neue Ortstaxe in der Stadt Salzburg, gestaffelt von einem bis vier Schilling, die bisherige Fremdenzimmerabgabe und die Saisonabgabe im Fremdenverkehr.
- Am 7. Mai beschloss der Salzburger Gemeinderat, das Tor am Kapuzinerberg während der Nachtstunden verschlossen zu halten und ein "Sperrgeld" einzuheben.
- Am 6. August genehmigte der Salzburger Landtag eine Bäderbau-Abgabe: alle erwerbstätigen Stadtbewohner müssen bis zu 4,50 Schilling pro Monat bezahlen; die Dauer der Abgabe für den Neubau des Hallenbades ist mit höchstens 10 Jahren begrenzt;
Ab 1. Februar 1954 musste jeder Erwerbstätige in der Stadt Salzburg 4,50 Schilling monatlich für die Finanzierung des Hallenbades entrichten;
Einzelnachweis
Quellen
- Ein Beitrag von Franz Martin in Salzburg Chronik, Verlag "Das Bergland-Buch", 1960
- SALZBURGWIKI