Mayer & Co Beschläge GmbH: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Mayer & Co Beschläge GmbH''' (Maco) ist ein Salzburger Familienunternehmen, das seine Firmenzentrale an der [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]] im [[Salzburger Stadtteil]] [[Salzburg Süd]] hat.
  
 
== Geschichte ==
 
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Das Unternehmen wurde [[1947]] in [[Altenmarkt]] von [[Lorenz Mayer]] gegründet und übersiedelte an den heutigen Standort in Salzburg im Jahr [[1952]].
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Das Unternehmen wurde [[1947]] in [[Altenmarkt]] im [[Pongau]] von [[Lorenz Mayer]] gegründet und übersiedelte [[1952]] an den heutigen Standort in der [[Stadt Salzburg]] im Jahr.
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== Standorte ==
 
== Standorte ==
Neben der Zentrale in Salzburg gibt es noch mit dem [[Mayer & Co Beschläge GmbH Werk Mauterndorf]] und in Trieben in der [[Steiermark]] zwei weitere Standorte in Österreich sowie je einen in [[Russland]], der [[Bundesrepublik Deutschland]], [[Italien]], [[Großbritannien]], den [[Niederlande]]n und [[Polen]]. Insgesamt sind weltweit rund 2&nbsp;300 Mitarbeiter beschäftigt.
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Neben der Zentrale in Salzburg gibt es seit [[2010]] mit dem [[Mayer &amp; Co Beschläge GmbH Werk Mauterndorf]] und in <span style="color:green">Trieben</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Trieben]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>in der [[Steiermark]] zwei weitere Standorte in Österreich sowie je einen in [[Russland]], der [[Bundesrepublik Deutschland]], [[Italien]], [[Großbritannien]], den [[Niederlande]]n und [[Polen]]. Insgesamt waren Mitte der [[2010er]]-Jahre weltweit rund 2&nbsp;300 Mitarbeiter beschäftigt.
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Maco hatte [[2018]] in der Zentrale 650 Mitarbeiter, mehr als 100 waren es in [[Mauterndorf]]. Der größte Standort seit [[1994]] ist Trieben in der Obersteiermark mit knapp 1&nbsp;100 Mitarbeitern. <ref>[https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/maco-beschlaege-kauft-im-norden-zu-29352799 Salzburger Nachrichten, 19. Juni 2018]</ref>
  
Maco hat in der Zentrale derzeit 650 Mitarbeiter, mehr als 100 sind es in [[Mauterndorf]]. Der größte Standort seit 1994 ist Trieben in der Obersteiermark mit knapp 1100 Mitarbeitern. <ref>[https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/maco-beschlaege-kauft-im-norden-zu-29352799 Salzburger Nachrichten, 19. Juni 2018]</ref>
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Im Frühjahr 2012 wurde das Unternehmen wegen illegaler Preisabsprachen zu einer Strafzahlung von 18,5 Mill. Euro verurteilt. Aufgrund der Kooperationsbereitschaft bei der Aufklärung dieser illegalen Preisabsprachen wurde die ursprüngliche Strafzahlung um 25 Prozent gesenkt. Neben Maco wurden noch sieben deutsche und ein italienisches Unternehmen mit Strafzahlungen belegt, insgesamt 67,5 Mill. Euro Kartellstrafe. Bereits im Juli 2007 ließ die EU-Kommission Razzien durchführen, auch bei Maco. Geschäftsführer [[Jürgen Pratschke]] betonte jedoch gegenüber Medien, Kunden seien in keiner Weise geschädigt worden.
  
== 18,5 Mill. Euro Strafzahlung ==
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Trotz [[Coronapandemie]] wurde [[2020]] zum Rekordjahr. Noch Mai 2020 hatte der Beschlägehersteller ein Umsatzminus von 40 Millionen Euro erwartet. Am Ende war 2020 aber das beste Jahr der Geschichte und man suchte weitere 80 Mitarbeiter. Tatsächlich hatte die Firmengruppe mit 2&nbsp;550 Mitarbeitern - davon 620 am Stammsitz in der Salzburger Alpenstraße, weitere 90 in Mauterndorf und am Standort in Trieben 830 Mitarbeiter- 2020 mit 311 Mill. Euro das umsatzmäßig stärkste Jahr der Firmengeschichte gefeiert. Das waren um drei Millionen Euro oder gut ein Prozent über dem Jahr 2019.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/maco-trotz-coronakrise-wurde-2020-zum-rekordjahr-100986724 www.sn.at], 13. März 2021</ref>
Im Frühjahr 2012 wurde das Unternehmen wegen illegaler Preisabsprachen zu einer Strafzahlung von 18,5 Mill. Euro verurteilt. Aufgrund der Kooperationsbereitschaft bei der Aufklärung dieser illegalen Preisabsprachen wurde die ursprüngliche Strafzahlung um 25 Prozent gesenkt. Neben Maco wurden noch sieben deutsche und ein italienisches Unternehmen mit Strafzahlungen belegt, insgesamt 67,5 Mill. Euro Kartellstrafe.  
 
  
Bereits im Juli 2007 ließ die EU-Kommission Razzien durchführen, auch bei Maco. Geschäftsführer Jürgen Pratschke betonte jedoch gegenüber Medien, Kunden seien in keiner Weise geschädigt worden.  
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[[2023]] war die Maco-Gruppe mit einem Auftragsrückgang von rund 15 Prozent konfrontiert und musste im Sommer 900 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Das Unternehmen stellte auch auf eine 30,8-Stunden-Woche um. Der Freitag wird produktionsfrei und das Unternehmen stellt auf eine Viertagewoche um. 92,5 Prozent vom Gehalt erhalten Arbeiter und Angestellte künftig. [[2022]] erwirtschaftete das Unternehmen 350 Millionen Euro Umsatz.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/salzburger-beschlaegehersteller-maco-schickt-900-mitarbeiter-in-kurzarbeit-142382146 www.sn.at], 22. Juli 2023</ref>
  
 
== Produkte ==
 
== Produkte ==
 
Unter anderem werden Ladenbeschläge, Kantenverschlüsse und Beschlaglösungen angeboten und hergestellt sowie Oberflächentechnik.
 
Unter anderem werden Ladenbeschläge, Kantenverschlüsse und Beschlaglösungen angeboten und hergestellt sowie Oberflächentechnik.
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* [https://www.maco.eu/de-AT/Unternehmen/MACO-Gruppe www.maco.eu], die Maco-Gruppe im Überblick
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== Quellen ==
 
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{{homepage|https://www.maco.eu/de-AT}}
 
* [http://regionaut.meinbezirk.at/epaper/stadtblatt-salzburg-142012-e169.html Bezirksblatt Stadtblatt Salzburg, 14/2012], abgefragt am 31. Mai 2012
 
* [http://regionaut.meinbezirk.at/epaper/stadtblatt-salzburg-142012-e169.html Bezirksblatt Stadtblatt Salzburg, 14/2012], abgefragt am 31. Mai 2012
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* {{Quelle SN|22. April 2021}}
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
 
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Aktuelle Version vom 22. Dezember 2025, 20:01 Uhr

Die Gewerbebetriebe Mayer & Co Beschläge GmbH und Porsche Alpenstraße noch im Stadtgebiet von Salzburg im Landschaftsschutzgebiet Salzburg-Süd. Dann die Salzach und links oben Elsbethen im südlichen Flachgau. Der gelbe große Bau am oberen Bildrand ist Schloss Goldenstein.
Karte

Mayer & Co Beschläge GmbH (Maco) ist ein Salzburger Familienunternehmen, das seine Firmenzentrale an der Alpenstraße im Salzburger Stadtteil Salzburg Süd hat.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1947 in Altenmarkt im Pongau von Lorenz Mayer gegründet und übersiedelte 1952 an den heutigen Standort in der Stadt Salzburg im Jahr.

Großbrand

Am Donnerstag, den 6. Februar 2025, geriet das Chemielager der Beschlägefabrik gegen 22:30 Uhr in Brand geraten und alle Einheiten der Berufsfeuerwehr und alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt wurden alarmiert. Die Feuerwehr sperrte in der Nacht alle Fahrbahnen der Alpenstraße. Mittlerweile sind zwei davon wieder geöffnet. Der Verkehr wird über die zwei verbliebenen Fahrstreifen geleitet. Fünf Personen wurden bei dem Großbrand verletzte, teilte Branddirektor Werner Kloiber am Freitagmorgen den "Salzburger Nachrichten" auf Aufrage mit. Dabei handele es sich um zwei Mitarbeiter der Firma Maco mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung und drei Feuerwehrleute. Letztere haben laut Kloiber Verletzungen beim Löschangriff durch austretenden Säure erhalten. Trotz Einsatzkleidung habe die Säure zu "leichten Verätzungen" bei den Feuerwehrleuten geführt. Auf dem Firmengelände sind laut Angaben der Berufsfeuerwehr "mehrere tausend Liter Säure und Lauge" ausgetreten. Wie die auf dem Firmengelände befindlichen Chemikalien weiter zu sichern sind, werde mit der zuständigen Behörde besprochen. Es handelt sich dabei um Salpetersäure und Salzsäure. 120 Feuerwehrleute, Polizei und Rettungskräfte waren seit Donnerstagnacht bis Freitagvormittag vor Ort. Nach ersten Erkenntnissen wird ein technisches Gebrechen als Brandursache angenommen.[1]

Standorte

Neben der Zentrale in Salzburg gibt es seit 2010 mit dem Mayer & Co Beschläge GmbH Werk Mauterndorf und in Trieben[2][3]in der Steiermark zwei weitere Standorte in Österreich sowie je einen in Russland, der Bundesrepublik Deutschland, Italien, Großbritannien, den Niederlanden und Polen. Insgesamt waren Mitte der 2010er-Jahre weltweit rund 2 300 Mitarbeiter beschäftigt.

Maco hatte 2018 in der Zentrale 650 Mitarbeiter, mehr als 100 waren es in Mauterndorf. Der größte Standort seit 1994 ist Trieben in der Obersteiermark mit knapp 1 100 Mitarbeitern. [4]

Im Frühjahr 2012 wurde das Unternehmen wegen illegaler Preisabsprachen zu einer Strafzahlung von 18,5 Mill. Euro verurteilt. Aufgrund der Kooperationsbereitschaft bei der Aufklärung dieser illegalen Preisabsprachen wurde die ursprüngliche Strafzahlung um 25 Prozent gesenkt. Neben Maco wurden noch sieben deutsche und ein italienisches Unternehmen mit Strafzahlungen belegt, insgesamt 67,5 Mill. Euro Kartellstrafe. Bereits im Juli 2007 ließ die EU-Kommission Razzien durchführen, auch bei Maco. Geschäftsführer Jürgen Pratschke betonte jedoch gegenüber Medien, Kunden seien in keiner Weise geschädigt worden.

Trotz Coronapandemie wurde 2020 zum Rekordjahr. Noch Mai 2020 hatte der Beschlägehersteller ein Umsatzminus von 40 Millionen Euro erwartet. Am Ende war 2020 aber das beste Jahr der Geschichte und man suchte weitere 80 Mitarbeiter. Tatsächlich hatte die Firmengruppe mit 2 550 Mitarbeitern - davon 620 am Stammsitz in der Salzburger Alpenstraße, weitere 90 in Mauterndorf und am Standort in Trieben 830 Mitarbeiter- 2020 mit 311 Mill. Euro das umsatzmäßig stärkste Jahr der Firmengeschichte gefeiert. Das waren um drei Millionen Euro oder gut ein Prozent über dem Jahr 2019.[5]

2023 war die Maco-Gruppe mit einem Auftragsrückgang von rund 15 Prozent konfrontiert und musste im Sommer 900 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Das Unternehmen stellte auch auf eine 30,8-Stunden-Woche um. Der Freitag wird produktionsfrei und das Unternehmen stellt auf eine Viertagewoche um. 92,5 Prozent vom Gehalt erhalten Arbeiter und Angestellte künftig. 2022 erwirtschaftete das Unternehmen 350 Millionen Euro Umsatz.[6]

Produkte

Unter anderem werden Ladenbeschläge, Kantenverschlüsse und Beschlaglösungen angeboten und hergestellt sowie Oberflächentechnik.

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.sn.at, 7. Februar 2025 sowie InfoMediaWorx in Facebook mit Bildern
  2. siehe EnnstalWiki → enns:Trieben
  3. Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesterwiki des SALZBURGWIKIs
  4. Salzburger Nachrichten, 19. Juni 2018
  5. www.sn.at, 13. März 2021
  6. www.sn.at, 22. Juli 2023