Hotel Sacher Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | Das Hotel war ursprünglich etwa halb so groß wie heute. Es umfasste 66 Fremdenzimmer, einen südöstlich angebauten, zweigeschossigen Speisesaal, den eine Veranda krönte, und einen Hotelgarten. | |
| − | + | 1873 starb Karl (II.) Irresberger 42-jährig. Seine Witwe Barbara Irresberger, geb. Moser (aus der [[Henndorf|Henndorfer]] Gastwirts- und Bierbrauerfamilie [[Caspar-Moser-Bräu|Moser]]), führte das Hotel weiter und übergab es [[1898]] an ihren zweitgeborenen Sohn Franz Irresberger. | |
| − | + | Dieser erweiterte und modernisierte das Hotel in den Bauabschnitten von [[1898]]/[[1899|99]], dem der Garten, und [[1906]], dem die Veranda zum Opfer fiel. Nun verfügte das Hotel über 107 Zimmer. Nach dem Tod des kinderlosen Franz Irresberger ([[1929]]) führten seine Neffen und Nichten als „Franz Irresbergers Erben OHG“ das Hotel weiter. | |
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| − | Dieser erweiterte und modernisierte das Hotel in den Bauabschnitten von [[1898]]/[[1899|99]], dem der Garten, und [[1906]], dem die Veranda zum Opfer fiel. Nun verfügte das Hotel über 107 Zimmer. | ||
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[[1945]] bis [[1955]] wurde das Hotel von der amerikanischen Besatzungsmacht als Offiziershotel in Anspruch genommen. Nach der Rückgabe führte es die Familie Irresberger noch bis [[1960]] weiter und verkaufte es in diesem Jahr an die Familien Blanckenstein und Ségur-Cabanac. | [[1945]] bis [[1955]] wurde das Hotel von der amerikanischen Besatzungsmacht als Offiziershotel in Anspruch genommen. Nach der Rückgabe führte es die Familie Irresberger noch bis [[1960]] weiter und verkaufte es in diesem Jahr an die Familien Blanckenstein und Ségur-Cabanac. | ||
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Nach neuerlichen Um- und Ausbauten umfasste das Hotel [[1984]] 135 Zimmer und Appartements mit 200 Betten, Restaurationsräume, Salons, Konferenzsäle, das Kaffee-Restaurant „Mozartkugel" sowie die Gaststätten „Salzachgrill“ und „Salzachkeller“. | Nach neuerlichen Um- und Ausbauten umfasste das Hotel [[1984]] 135 Zimmer und Appartements mit 200 Betten, Restaurationsräume, Salons, Konferenzsäle, das Kaffee-Restaurant „Mozartkugel" sowie die Gaststätten „Salzachgrill“ und „Salzachkeller“. | ||
| − | [[1988]] veräußerten die Familien Blanckenstein und Ségur-Cabanac das Hotel an Peter Gürtler, den Besitzer des Wiener Hotels Sacher | + | [[1988]] veräußerten die Familien Blanckenstein und Ségur-Cabanac das Hotel an Peter Gürtler, den Besitzer des Wiener Hotels Sacher<ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Hotel_Sacher Hotels Sacher]</ref>. Dieser ließ [[1989]]/[[1980|/90]] eine Generalsanierung durchführen. Seit seinem Tod ([[1990]]) steht das Hotel – fortan „Hotel Sacher Salzburg“ - unter der Patronanz von Dipl.-Kfm. Elisabeth Gürtler<ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_G%C3%BCrtler-Mauthner Dipl.-Kfm. Elisabeth Gürtler]</ref>. |
Von Beginn an war das Hotel von Persönlichkeiten mit Rang und Namen gerne besucht. Mit der Eröffnung der [[Salzburger Festspiele]] stand es im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. | Von Beginn an war das Hotel von Persönlichkeiten mit Rang und Namen gerne besucht. Mit der Eröffnung der [[Salzburger Festspiele]] stand es im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. | ||
| − | Der ''Österreichische Hof'' gehörte zu den führenden Hotels Europas. Das Hotel | + | Der ''Österreichische Hof'' gehörte zu den führenden Hotels Europas. Das Hotel beherbergt eine Kunstsammlung von Gemälden des [[19. Jahrhundert]]s. Im Foyer ein Atrium mit Mosaikboden und edlem Mobiliar. Bilder von berühmten Persönlichkeiten, die Gäste im Hotel waren, zieren im Restaurant eine Wand. Nimmt man Einblick in das Gästebuch, entdeckt man beinahe ausschließlich berühmte Namen. Seit den [[1950er]]-Jahren wohnen auch fast alle internationalen Staatsoberhäupter und Minister in diesem Hotel, wenn sie sich zu einem offiziellen Anlass in der Stadt Salzburg befinden. |
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Version vom 27. Dezember 2008, 18:41 Uhr
Das heutige Hotel Sacher, ehemals Hôtel d'Autriche, dann Hotel Österreichischer Hof, in der Neustadt von Salzburg in der Schwarzstraße, zählt zu den geschichtsträchtigsten Hotels des ganzen Bundeslandes.
Geschichte
Karl Freiherr von Schwarz errichtet am Ufer der Salzach dieses Gebäude mit einem herrlichen Blick auf die Altstadt und die Festung Hohensalzburg. Nach seiner Fertigstellung in dreijähriger Bauzeit verkaufte es Schwarz 1866 an Karl (II.) Irresberger, Besitzer vom „zum Mohren“ in der Judengasse. Dieser eröffnete es am 1. Juni 1866 als "Hotel Österreichischer Hof".
Das Hotel war ursprünglich etwa halb so groß wie heute. Es umfasste 66 Fremdenzimmer, einen südöstlich angebauten, zweigeschossigen Speisesaal, den eine Veranda krönte, und einen Hotelgarten.
1873 starb Karl (II.) Irresberger 42-jährig. Seine Witwe Barbara Irresberger, geb. Moser (aus der Henndorfer Gastwirts- und Bierbrauerfamilie Moser), führte das Hotel weiter und übergab es 1898 an ihren zweitgeborenen Sohn Franz Irresberger.
Dieser erweiterte und modernisierte das Hotel in den Bauabschnitten von 1898/99, dem der Garten, und 1906, dem die Veranda zum Opfer fiel. Nun verfügte das Hotel über 107 Zimmer. Nach dem Tod des kinderlosen Franz Irresberger (1929) führten seine Neffen und Nichten als „Franz Irresbergers Erben OHG“ das Hotel weiter.
1945 bis 1955 wurde das Hotel von der amerikanischen Besatzungsmacht als Offiziershotel in Anspruch genommen. Nach der Rückgabe führte es die Familie Irresberger noch bis 1960 weiter und verkaufte es in diesem Jahr an die Familien Blanckenstein und Ségur-Cabanac.
Nach neuerlichen Um- und Ausbauten umfasste das Hotel 1984 135 Zimmer und Appartements mit 200 Betten, Restaurationsräume, Salons, Konferenzsäle, das Kaffee-Restaurant „Mozartkugel" sowie die Gaststätten „Salzachgrill“ und „Salzachkeller“.
1988 veräußerten die Familien Blanckenstein und Ségur-Cabanac das Hotel an Peter Gürtler, den Besitzer des Wiener Hotels Sacher[1]. Dieser ließ 1989//90 eine Generalsanierung durchführen. Seit seinem Tod (1990) steht das Hotel – fortan „Hotel Sacher Salzburg“ - unter der Patronanz von Dipl.-Kfm. Elisabeth Gürtler[2].
Von Beginn an war das Hotel von Persönlichkeiten mit Rang und Namen gerne besucht. Mit der Eröffnung der Salzburger Festspiele stand es im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens.
Der Österreichische Hof gehörte zu den führenden Hotels Europas. Das Hotel beherbergt eine Kunstsammlung von Gemälden des 19. Jahrhunderts. Im Foyer ein Atrium mit Mosaikboden und edlem Mobiliar. Bilder von berühmten Persönlichkeiten, die Gäste im Hotel waren, zieren im Restaurant eine Wand. Nimmt man Einblick in das Gästebuch, entdeckt man beinahe ausschließlich berühmte Namen. Seit den 1950er-Jahren wohnen auch fast alle internationalen Staatsoberhäupter und Minister in diesem Hotel, wenn sie sich zu einem offiziellen Anlass in der Stadt Salzburg befinden.
Quellen
- diverse Internetseiten, insbesondere die des Hotel Sacher Salzburg
- Salzburger Fotografien 1880 - 1918 aus dem Atelier Würthle, Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg 18, 2003, ISBN 3-901014-93-4
- Informationsbroschüren des Hotels von 1984 und 1991