Brände im Salzburger Dom: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 28. Oktober 2008, 17:19 Uhr
Im Laufe der Geschichte des Salzburger Doms gab es bisher 10 Brände im Salzburger Dom.
- 845: Der erste Dom von Bischof Virgil stand kaum 70 Jahre, als ein Blitz einschlug und der Dom bis auf die Grundmauern abbrannte. Doch dann war auch Platz für einen größeren romanischen Dom, den Erzbischof Arn errichten ließ.
- 1128: Das Feuer, das bei einem Glockenguß auf dem Domplatz entstanden war, vernichtete große Teile der Stadt, die Stiftskirche St. Peter sowie den Dom.
- 1167: In der Nacht vom 4. auf 5. April brannten die Grafen von Plain im Auftrag von Kaiser Friedrich Barbarossa die Stadt nieder, der auf den Salzburger Erzbischof Konrad II. von Babenberg nicht gut zu sprechen weil, weil diesen den vom Kaiser ernannten Gegenpapst nicht anerkannte;
- 1312: Bei diesem Brand schmolzen sogar die Glocken ob der großen Hitze.
- Der Brand im Jahr 1598 in der Nacht vom 11. auf 12. Dezember war dann bereits der achte, der zugleich auch die komplette Zerstörung des Domes und Neubeginn unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau brachte.
- 1859: Nochmals Brand, der durch Unachtsamkeit bei Renovierungsarbeiten im Dachstuhl entstand. Damit das Feuer nicht auf die Türme übergreifen konnte, mauerte der Franziskanerbruder Wendelin Seiwald schnell die Turmtüren zu - die Türmen blieben auch tatsächlich vom Feuer verschont.
- 1944: Am 16. Oktober durch einen Bombentreffer der alliierten Flugverbände, dabei stürzte die Kuppel ein. Bereits am 15. Juli 1945 begannen die Instandsetzungsarbeiten am Dom. Am 26. Mai 1949 nahmen dann 35.000 Menschen am Salzburger Domfest teil, bei dem nach einem großen Festzug Fürsterzbischof Andreas Rohracher das 100 Kilogramm schwere vergoldete Kuppelkreuz auf die wieder hergestellte Domkuppel aufgezogen wird. Nach nahezu 15jähriger Wiederaufbauzeit fand dann am 1. Mai 1959 der erste Gottesdienst, abgehalten vom Erzbischof Andreas Rohracher, statt.
Quelle
- Hauptartikel Salzburger Dom
- Salzburgs Synchronik, Josef Brettenthaler Verlag Alfred Winter, Salzburg 2002, ISBN 3-85380-055-6