Burkhart I. von Ziegenhain: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 24. Juli 2026, 20:53 Uhr

Burkhart I. von Ziegenhain, auch Burkart von Ziegenhain († 23. oder 25. August 1247 auf dem Weg nach Salzburg), war wenige Monate lang Erzbischof von Salzburg.
Leben
Nach dem Tod von Erzbischof Eberhard II. am 1. Dezember 1246 wählte das Domkapitel Philipp von Spanheim zum Nachfolger, einen Sohn Herzog Bernhards II. von Kärnten und Neffen des böhmischen Königs Ottokar I. Um seine Erbansprüche auf Kärnten nicht zu gefährden, nahm er die Wahl an, lehnte dabei aber gleichzeitig die Annahme der höheren Weihen (Weihe zum Bischof) ab, weil mit diesem Schritt seine erblichen Herrschaftsansprüche auf Kärnten hinfällig geworden wären. Papst Innozenz IV. anerkannte die Wahl Philipps daher nicht und ernannte am 25. Februar 1247 Propst Burkhart von Ziegenhain zum Erzbischof von Salzburg. Am 6. März wurde Burkhart in Lyon zum Priester und Bischof geweiht und erhielt kurz darauf das Pallium.
Burkhart ertrank am 23. oder 25. August 1247 auf der Reise von Lyon nach Salzburg (vermutlich im Bodensee). Ob es sich dabei um einen Unfall oder um ein getarntes Attentat handelte, ist ungewiss.
Philipp von Spanheim folgte nun doch Burkhart als Administrator und "Erwählter zum Erzbischof", ohne die höheren Weihen zu erhalten.
Literatur
- Wagner, Hans: Vom Interregnum bis Pilgrim von Puchheim: In: Geschichte Salzburgs - Stadt und Land, Bd.I/1, hg. von Heinz Dopsch, Salzburg 2. Aufl.1983, S. 437–479, hier S. 437.
| Vorgänger |
Salzburger Erzbischof 1246–1247 |
Nachfolger |