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'''Alfred Adrowitzer''' (* [[28. Juni]] [[1916]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[24. Jänner]]<ref>Andere Angabe: [[25. Jänner|2'''5'''. Jänner]] [[1982]] ([[Friedhöfe der Stadt Salzburg#Weblinks|Städtische Friedhöfe]], [http://www.stadt-salzburg.at/internet/leben_in_salzburg/gesellschaft_soziales/friedhoefe/sucheverstorbene.aspx Gräbersuche]).</ref>
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'''Alfred Adrowitzer''' (* [[28. Juni]] [[1916]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[24. Jänner]]<ref>Andere Angabe: [[25. Jänner|2'''5'''. Jänner]] [[1982]] ([[Friedhöfe der Stadt Salzburg#Weblinks|Städtische Friedhöfe]], [http://www.stadt-salzburg.at/internet/leben_in_salzburg/gesellschaft_soziales/friedhoefe/sucheverstorbene.aspx Gräbersuche]).</ref> [[1982]] ebenda) war ein Salzburger Redakteur.
[[1982]] ebenda) war ein Salzburger Journalist.
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==Leben==
 
==Leben==
Der Sohn des Notariatsanwärters Dr. Max Rossberger und der aus Galizien stammenden Maria Andruszewicz wuchs in Salzburg bei Zieheltern auf. Er besuchte das Salzburger [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum]], an dem er im Jahr 1936 maturierte. Ursprünglich wollte er den Priesterberuf ergreifen, nahm jedoch im Oktober 1936 das Studium der Philosophie an der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|philosophisch-theologischen Fakultät]] der [[Universität Salzburg]] auf; dieses verdiente er sich teilweise selbst als Erzieher und Vizepräfekt am [[Collegium Rupertinum]]. Im Herbst 1937 wechselte er nach Wien, wo er zwei Semester lang Rechtswissenschaften studierte und bis März 1938 journalistisch für die Zeitung [[Salzburger Chronik]]tätig war. Nach dem [[Anschluss]]1938 musste er dem Studium aus finanziellen Gründen entsagen. [[1938]]/[[1939|39]] war er in Salzburg als Sekretär im [[Dompfarramt]], 1939–40 als Buchhalter und Geschäftsführer in einem Großhandel für Häute und Felle beschäftigt. Im März 1941 erlangte er eine Anstellung als Buchhalter beim Salzburger Bankhaus [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Carl Spängler & Co.]].  
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Der Sohn des Notariatsanwärters Dr. Max Rossberger und der aus Galizien stammenden Maria Andruszewicz wuchs in Salzburg bei Zieheltern auf. Er besuchte das Salzburger [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum]], an dem er im Jahr [[1936]] maturierte. Ursprünglich wollte er den Priesterberuf ergreifen, nahm jedoch im Oktober 1936 das Studium der Philosophie an der [[Theologische Fakultät in Salzburg|Theologischen Fakultät in Salzburg]] auf; dieses verdiente er sich teilweise selbst als Erzieher und Vizepräfekt am [[Collegium Rupertinum]]. Im Herbst 1937 wechselte er nach Wien, wo er zwei Semester lang Rechtswissenschaften studierte und bis März 1938 journalistisch für die Zeitung "[[Salzburger Chronik]]" tätig war. Nach dem "[[Anschluss]]" 1938 musste er dem Studium aus finanziellen Gründen entsagen. [[1938]]/[[1939|39]] war er in Salzburg als Sekretär im [[Dompfarramt]], 1939–40 als Buchhalter und Geschäftsführer in einem Großhandel für Häute und Felle beschäftigt. Im März 1941 erlangte er eine Anstellung als Buchhalter beim Salzburger Bankhaus [[Bankhaus Carl Spängler &amp; Co. AG|Carl Spängler &amp; Co.]].  
    
Dem [[NS]]-Regime kritisch gegenüberstehend, wurde er auf Betreiben des [[NSDAP]]-Ortsgruppenleiters von Salzburg-[[Itzling]] verhaftet, saß von Februar bis Juni 1944 in Polizeihaft, wurde im Oktober neuerlich verhaftet und danach als Zwangsarbeiter verwendet; im Jänner 1945 wurde er in das [[KZ Buchenwald|Konzentrationslager Buchenwald]] deportiert.
 
Dem [[NS]]-Regime kritisch gegenüberstehend, wurde er auf Betreiben des [[NSDAP]]-Ortsgruppenleiters von Salzburg-[[Itzling]] verhaftet, saß von Februar bis Juni 1944 in Polizeihaft, wurde im Oktober neuerlich verhaftet und danach als Zwangsarbeiter verwendet; im Jänner 1945 wurde er in das [[KZ Buchenwald|Konzentrationslager Buchenwald]] deportiert.
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Nach der Befreiung des Konzentrationslagers durch die US-Streitkräfte kehrte er nach Salzburg zurück. Er nahm nach der Wiederzulassung einer freien Parteipresse im Oktober 1945 bei der vom [[Salzburger Pressverein|Katholischen Preßverein]] herausgegebenen [[Salzburger Volkszeitung]] erneut seine journalistische Tätigkeit auf.  
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Nach der Befreiung des Konzentrationslagers durch die US-Streitkräfte kehrte er nach Salzburg zurück. Er nahm nach der Wiederzulassung einer freien Parteipresse im Oktober 1945 bei der vom [[Salzburger Pressverein|Katholischen Preßverein]] herausgegebenen "[[Salzburger Volkszeitung]]" erneut seine journalistische Tätigkeit auf.  
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Im Jahr 1947 verehelichte er sich mit Gertrude Adrowitzer, geb. Feistauer. Aus der Ehe gingen die beiden bekannten Journalisten [[Hans Adrowitzer|Hans]] (* [[14. März]] [[1949]] in der [[Stadt Salzburg]]) und [[Roland Adrowitzer|Roland]] (* [[18. März]] [[1957]] in [[Hallein]]) hervor.
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Im Jahr [[1947]] verehelichte er sich mit Gertrude Adrowitzer, geborene Feistauer. Aus der Ehe gingen die beiden bekannten Redakteure [[Hans Adrowitzer|Hans]] (* [[14. März]] [[1949]] in der [[Stadt Salzburg]]) und [[Roland Adrowitzer|Roland]] (* [[18. März]] [[1957]] in [[Hallein]]) hervor.
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Bei der „Salzburger Volkszeitung“ – in deren Redaktion zeitweise auch [[Gerd Bacher]], [[Karl Gruber (Offizier)|Karl Gruber]], [[Karl Polly]] und [[Heinz Nußbaumer]] tätig waren – führte er von 1945 bis 1957 das Lokalressort. Im Februar 1957 folgte er [[Friedrich Sommer]], den er schon seit April 1956 krankheitshalber vertreten hatte, als Chefredakeur des Blattes nach. Er leitete die unter dem Zwiespalt zwischen kirchlicher Ausrichtung und Parteiorientierung leidende Zeitung, bis diese im März 1968 als Tageszeitung eingestellt wurde. Selbst [[NS-Opfer|Opfer des NS-Regimes]], trat Adrowitzer als Journalist in der [[Nachkriegszeit]] entschieden für einen demokratischen Neubeginn und die Erziehung zu österreichischem Staatsbewusstsein,  für die Aussöhnung zwischen den beiden großen politischen Lagern und für wohlfahrtsstaatliche Eingriffe in die Wirtschaft ein.
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Bei der "Salzburger Volkszeitung" – in deren Redaktion zeitweise auch [[Gerd Bacher]], [[Karl Gruber (Offizier)|Karl Gruber]], [[Karl Polly]] und [[Heinz Nußbaumer]] tätig waren – führte er von 1945 bis 1957 das Lokalressort. Im Februar 1957 folgte er [[Friedrich Sommer]], den er schon seit April 1956 krankheitshalber vertreten hatte, als Chefredakteur des Blattes nach. Er leitete die unter dem Zwiespalt zwischen kirchlicher Ausrichtung und Parteiorientierung leidende Zeitung, bis diese im März 1968 als Tageszeitung eingestellt wurde. Selbst [[NS-Opfer|Opfer des NS-Regimes]], trat Adrowitzer als Journalist in der [[Nachkriegszeit]] entschieden für einen demokratischen Neubeginn und die Erziehung zu österreichischem Staatsbewusstsein,  für die Aussöhnung zwischen den beiden großen politischen Lagern und für wohlfahrtsstaatliche Eingriffe in die Wirtschaft ein.
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Nach seinem Rücktritt von der Chefredaktion war er in verschiedenen Funktionen im Verlag des [[Salzburger Pressverein]]s tätig. Er redigierte etwa den [[Salzburger Bauernkalender]]und von 1969 bis 1981 das „Österreichische Klerus-Blatt“.  
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Nach seinem Rücktritt von der Chefredaktion war er in verschiedenen Funktionen im Verlag des [[Salzburger Pressverein]]s tätig. Er redigierte etwa den "[[Salzburger Bauernkalender]]" und von 1969 bis 1981 das "Österreichische Klerus-Blatt".  
    
Außerhalb seines Berufes engagierte sich Adrowitzer in der [[ÖVP]]-Kameradschaft der politisch Verfolgten. Von 1948 bis 1968 war er Obmann der Landesgruppe Salzburg und von 1962 an stellvertretender Präsident der österreichischen Journalistengewerkschaft. Ab 1971 fungierte er als Präsident des [[Salzburger Presseclub]]s.
 
Außerhalb seines Berufes engagierte sich Adrowitzer in der [[ÖVP]]-Kameradschaft der politisch Verfolgten. Von 1948 bis 1968 war er Obmann der Landesgruppe Salzburg und von 1962 an stellvertretender Präsident der österreichischen Journalistengewerkschaft. Ab 1971 fungierte er als Präsident des [[Salzburger Presseclub]]s.
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==Auszeichnungen==
 
==Auszeichnungen==
 
*1972: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
 
*1972: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
*1974: [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg#Silbernes Verdienstzeichen des Landes Salzburg (bis 2007)|Silbernen Verdienstzeichen des Landes Salzburg]]
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*1974: [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg#Silbernes Verdienstzeichen des Landes Salzburg (bis 2007)|Silbernes Verdienstzeichen des Landes Salzburg]]
 
*1980: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der [[Bundesrepublik Deutschland]]
 
*1980: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der [[Bundesrepublik Deutschland]]
 
*1981: [[Ehrenring der Stadt Salzburg]]
 
*1981: [[Ehrenring der Stadt Salzburg]]
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{{SORTIERUNG:Adrowitzer, Alfred}}
 
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[[Kategorie:Person]]
 
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[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
 
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[[Kategorie:Journalist]]
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[[Kategorie:Manager]]
[[Kategorie:Salzburger Nachrichten]]
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[[Kategorie:Geschäftsführer]]
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[[Kategorie:Redakteur]]
 
[[Kategorie:NS-Opfer]]
 
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[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
 
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