Rudolf Weinberger (Kommerzialrat): Unterschied zwischen den Versionen

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Kommerzialrat Mag. '''Rudolf Weinberger''' (* [[21. April]] [[1946]]) ist Eigentümer der [[Eisenwerk Sulzau-Werfen|Eisenwerk Sulzau-Werfen R. & E. Weinberger AG]] in der [[Pongau]]er Gemeinde [[Werfen]].
Kommerzialrat Mag. '''Rudolf Weinberger''' (* [[21. April]] [[1946]]) aus der Familie [[Weinberger]] ist Eigentümer der [[Eisenwerk Sulzau-Werfen|Eisenwerk Sulzau-Werfen R. & E. Weinberger AG]] in der [[Pongau]]er Marktgemeinde [[Werfen]].
 
== Familie ==
Rudolf Weinberger hat drei Schwestern, Alexandrine, [[Christine Weinberger|Christine]] und Marie-Therese, verheiratete Willvonseder, sowie einen Bruder Matthias. Seine Mutter war Marie-Louise, geborene Gasteiger von und zu Rabenstein und Kobach (* [[1917]]; † [[25. Dezember]] [[2001]]).<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=WPGGaGb5XC59yDoa9l8NQX2TpbRcrTn59%2BWdEAR4vqqMJ6n6EiU1geVS3hBWEFC6FL2nzVxjnfRo3aTD1hQtj78qUtuZgg69B9rSlxhDqor3faTlQIe%2FdtkpY2EFQfjM&id1=20020102_17&q=%2522Christine%2520Weinberger%2522#slide17 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 2. Jänner 2002, Parte</ref>, ihr Vater der Bergrat h. c. [[Gewerke]] Dipl.-Ing. [[Rolf Weinberger]] (* [[1908]]; † [[1986]]).<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=1APylVyLNlPqx1OmOcuqELyn7hIFK2VHc%2FhFCUsO0wPL%2FkYvJzVnDnpi1G3IrdauuHwu9KAmDvoCej7x%2B2RZp3Vel67zQdecmpeTpHX0PUZ2sHoR63B9SsUjXcyQGUdb&id1=19860808_19&q=%2522Christine%2520Weinberger%2522#slide19 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 8. August 1986, Seite 19, Parte</ref>
 
Seit [[1978]] ist Rudolf Weinberger verheiratet. Der Ehe entsprossen drei Kinder, Hubertus (* [[1979]]), Franziskus (* [[1982]]) und Cecily (* [[1986]]). Die Firma nennt er sein viertes Baby, für das er gerne arbeitet.


== Leben ==
== Leben ==
Weinberger maturierte am [[Humanistisches Gymnasium|humanistischen Gymnasium]] des Jesuitenkollegiums Kalksburg ([[Wien]]). Er studierte an der Universität Innsbruck Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und einige Semester Hüttenwesen an der Montanuniversität Leoben. Durch Praktika in [[Großbritannien|England]] und den [[USA]] sammelte er Erfahrung. 1977 übernahm Weinberger den 25prozentigen Unternehmensanteil seines Vater [[Rolf Weinberger]] und trat in das Familienunternehmen ein.
Weinberger maturierte am humanistischen Gymnasium des Jesuitenkollegiums Kalksburg ([[Wien]]). Er studierte an der Universität Innsbruck Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und einige Semester Hüttenwesen an der Montanuniversität Leoben. Durch Praktika in [[Großbritannien|England]] und den [[USA]] sammelte er Erfahrungen. [[1977]] übernahm Weinberger den 25prozentigen Unternehmensanteil seines Vater [[Rolf Weinberger]] und trat in das Familienunternehmen ein.


1978 heiratete er, der Ehe entsprossen drei Kinder. Die Firma nennt er sein viertes Baby, für das er gerne arbeitet.
[[1988]] wurde Rudolf Weinberger in die Geschäftsführung der damaligen GmbH berufen, die im selben Jahr in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. [[1998]] tat er einen wohlüberlegten und entscheidenden Schritt in seinem unternehmerischen Werdegang und erwarb von seinem Cousin [[Stefan Weinberger]] die restlichen Unternehmensanteile. So verhinderte er eine zur Diskussion stehende Übernahme des Werkes durch einen ausländischen Investor. Zu der nachfolgenden strategischen Neuorientierung des Unternehmens gehörten eine Straffung des breitgefächerten Produktionsprogramms, die Bündelung der technischen Kräfte und die Einstellung der Produktion nicht mehr kostendeckender Produkte. Ein neuer Walzenwerkstoff wurde entwickelt und weltweit zum Patent angemeldet.


1988 wurde Rudolf Weinberger in die Geschäftsführung der GmbH berufen, die im selben Jahr in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. 1998 tat er einen wohlüberlegten und entscheidenden Schritt in seinem unternehmerischen Werdegang und erwarb von seinem Cousin [[Stefan Weinberger]] die restlichen Unternehmensanteile. So verhinderte er eine zur Diskussion stehende Übernahme des [[Eisenwerk Sulzau-Werfen|Werkes]] durch einen ausländischen Investor. Zu der nachfolgenden strategischen Neuorientierung des Unternehmens gehörten eine Straffung des breitgefächerten Produktionsprogramms, die Bündelung der technischen Kräfte und die Einstellung der Produktion nicht mehr kostendeckender Produkte. Ein neuer Walzenwerkstoff wurde entwickelt und weltweit zum Patent angemeldet.
[[2001]] wurde Rudolf Weinberger vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Im gleichen Jahr durfte er für das Unternehmen den Innovationspreis der Salzburger Wirtschaft entgegennehmen. Mit Jahresbeginn [[2016]] wechselte er vom Vorstandsvorsitz in den Aufsichtsrat, dem er seither vorsteht.


2001 wurde Rudolf Weinberger vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Im gleichen Jahr durfte er für das Unternehmen den Innovationspreis der Salzburger Wirtschaft entgegennehmen. Mit Jahresbeginn [[2016]] wechselte er vom Vorstandsvorsitz in den Aufsichtsrat, dem er seither vorsteht.
Seine Devise, so betont [[Gewerke]] Rudolf Weinberger, seien nicht Gewinnmaximierung, sondern soziale Verantwortung und kontinuierliches Wachstum. [[2004]] gründete er mit seinen Söhnen Hubertus und Franziskus die "Rudolf-Weinberger-Privatstiftung", die seither alle Aktien des [[Eisenwerk Sulzau-Werfen|Eisenwerkes Sulzau-Werfen]] besitzt.
 
Seine Devise, so betont [[Gewerke]] Rudolf Weinberger, seien nicht Gewinnmaximierung, sondern soziale Verantwortung und kontinuierliches Wachstum.


Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit widmete sich Rudolf Weinberger auch Gemeinschaftsaufgaben in Wirtschaft und öffentlichem Leben. Er engagiert sich insbesondere für die Anliegen der [[Salzburger Industriebetriebe]], ist seit vielen Jahren Mitglied der Fachvertretung der Gießereinindustrie, seit 1985 Mitglied der Leitung der Sparte Industrie und seit 2003 stellvertretender Obmann der Sparte Industrie in der [[Wirtschaftskammer Salzburg]].
Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit widmete sich Rudolf Weinberger auch Gemeinschaftsaufgaben in Wirtschaft und öffentlichem Leben. Er engagiert sich insbesondere für die Anliegen der [[Salzburger Industriebetriebe]], ist seit vielen Jahren Mitglied der Fachvertretung der Gießereinindustrie, seit 1985 Mitglied der Leitung der Sparte Industrie und seit 2003 stellvertretender Obmann der Sparte Industrie in der [[Wirtschaftskammer Salzburg]].


Er ist er ehrenamtlicher Kurator des [[Seebrunner Kreis]]es und war langjähriger Vorsitzender des [[SOS Kinderdorf Salzburg|SOS Kinderdorfvereines]] in Salzburg.
Er war ehrenamtlicher Kurator des [[Seebrunner Kreis]]es und langjähriger Vorsitzender des [[SOS-Kinderdorf Seekirchen am Wallersee|SOS Kinderdorfvereines]] in Salzburg.


== Ehrungen ==
== Ehrungen ==
In Anerkennung Seiner Verdienste verlieh ihm die Marktgemeinde Werfen am ihre [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Werfen|Ehrenbürgerwürde]]
In Anerkennung Seiner Verdienste verlieh ihm die Marktgemeinde Werfen am ihre [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Werfen|Ehrenbürgerwürde]]<ref>[https://www.meinbezirk.at/pongau/wirtschaft/rudolf-weinberger-feiert-70-geburtstag-d1711435.html Bezirksblätter Pongau vom 21.04.2016: ''Rudolf Weinberger feiert 70. Geburtstag'']</ref>


Aufgrund seiner Verdienste um [[Salzburgs Wirtschaft]] wurde ihm 2004 vom Bundespräsidenten der Berufstitel ''Kommerzialrat'' verliehen.
Aufgrund seiner Verdienste um [[Salzburgs Wirtschaft]] wurde ihm 2004 vom Bundespräsidenten der Berufstitel "Kommerzialrat" verliehen.


Am [[20. März]] [[2000]] wurde ihm das Silberne [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg]] verliehen<ref>[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=22090 Salzburger Landeskorrespondenz vom 22.03.2000]</ref>, am [[23. April]] [[2016]] das [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg]].<ref>[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=56383 Salzburger Landeskorrespondenz vom 23.04.2016]</ref>
Am [[20. März]] [[2000]] wurde ihm das Silberne [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg]] verliehen<ref>[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=22090 Salzburger Landeskorrespondenz vom 22.03.2000]</ref>, am [[23. April]] [[2016]] das Ehrenzeichen des Landes Salzburg.<ref>[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56383 Salzburger Landeskorrespondenz vom 23.04.2016]</ref>


== Quellen ==
== Quellen ==
*Giesserei-Rundschau 53 (2006), [http://www.voeg.at/upload/editor/File/archiv/2006/3-4/Giesserei_3_4_2006.pdf Heft 3/4: Personalia]
* Giesserei-Rundschau 53 (2006), [http://www.voeg.at/upload/editor/File/archiv/2006/3-4/Giesserei_3_4_2006.pdf Heft 3/4: Personalia]
* [[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)|Salzburger Wirtschaft]], 15. April 2011
* [[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)|Salzburger Wirtschaft]], 15. April 2011
{{SORTIERUNG: Weinberger, Rolf}}
* [[Fritz Hörmann|Hörmann, Fritz]]: ''Chronik Werfen''. III. Aufl. Marktgemeinde Werfen 2008.
 
== Einzelnachweise ==
<references/>
 
{{SORTIERUNG:Weinberger (Kommerzialrat), Rudolf}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Familie)]]
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender]]
[[Kategorie:Unternehmer]]
[[Kategorie:Unternehmer]]
[[Kategorie:Industrieller]]
[[Kategorie:Ehrenbürger]]
[[Kategorie:Ehrenbürger]]
[[Kategorie:Ehrenbürger der Marktgemeinde Werfen]]
[[Kategorie:Ehrenbürger der Marktgemeinde Werfen]]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Werfen]]
[[Kategorie:Werfen]]
[[Kategorie:Geboren 1946]]

Aktuelle Version vom 13. Februar 2024, 09:57 Uhr

Kommerzialrat Mag. Rudolf Weinberger (* 21. April 1946) aus der Familie Weinberger ist Eigentümer der Eisenwerk Sulzau-Werfen R. & E. Weinberger AG in der Pongauer Marktgemeinde Werfen.

Familie

Rudolf Weinberger hat drei Schwestern, Alexandrine, Christine und Marie-Therese, verheiratete Willvonseder, sowie einen Bruder Matthias. Seine Mutter war Marie-Louise, geborene Gasteiger von und zu Rabenstein und Kobach (* 1917; † 25. Dezember 2001).[1], ihr Vater der Bergrat h. c. Gewerke Dipl.-Ing. Rolf Weinberger (* 1908; † 1986).[2]

Seit 1978 ist Rudolf Weinberger verheiratet. Der Ehe entsprossen drei Kinder, Hubertus (* 1979), Franziskus (* 1982) und Cecily (* 1986). Die Firma nennt er sein viertes Baby, für das er gerne arbeitet.

Leben

Weinberger maturierte am humanistischen Gymnasium des Jesuitenkollegiums Kalksburg (Wien). Er studierte an der Universität Innsbruck Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und einige Semester Hüttenwesen an der Montanuniversität Leoben. Durch Praktika in England und den USA sammelte er Erfahrungen. 1977 übernahm Weinberger den 25prozentigen Unternehmensanteil seines Vater Rolf Weinberger und trat in das Familienunternehmen ein.

1988 wurde Rudolf Weinberger in die Geschäftsführung der damaligen GmbH berufen, die im selben Jahr in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. 1998 tat er einen wohlüberlegten und entscheidenden Schritt in seinem unternehmerischen Werdegang und erwarb von seinem Cousin Stefan Weinberger die restlichen Unternehmensanteile. So verhinderte er eine zur Diskussion stehende Übernahme des Werkes durch einen ausländischen Investor. Zu der nachfolgenden strategischen Neuorientierung des Unternehmens gehörten eine Straffung des breitgefächerten Produktionsprogramms, die Bündelung der technischen Kräfte und die Einstellung der Produktion nicht mehr kostendeckender Produkte. Ein neuer Walzenwerkstoff wurde entwickelt und weltweit zum Patent angemeldet.

2001 wurde Rudolf Weinberger vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Im gleichen Jahr durfte er für das Unternehmen den Innovationspreis der Salzburger Wirtschaft entgegennehmen. Mit Jahresbeginn 2016 wechselte er vom Vorstandsvorsitz in den Aufsichtsrat, dem er seither vorsteht.

Seine Devise, so betont Gewerke Rudolf Weinberger, seien nicht Gewinnmaximierung, sondern soziale Verantwortung und kontinuierliches Wachstum. 2004 gründete er mit seinen Söhnen Hubertus und Franziskus die "Rudolf-Weinberger-Privatstiftung", die seither alle Aktien des Eisenwerkes Sulzau-Werfen besitzt.

Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit widmete sich Rudolf Weinberger auch Gemeinschaftsaufgaben in Wirtschaft und öffentlichem Leben. Er engagiert sich insbesondere für die Anliegen der Salzburger Industriebetriebe, ist seit vielen Jahren Mitglied der Fachvertretung der Gießereinindustrie, seit 1985 Mitglied der Leitung der Sparte Industrie und seit 2003 stellvertretender Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Salzburg.

Er war ehrenamtlicher Kurator des Seebrunner Kreises und langjähriger Vorsitzender des SOS Kinderdorfvereines in Salzburg.

Ehrungen

In Anerkennung Seiner Verdienste verlieh ihm die Marktgemeinde Werfen am ihre Ehrenbürgerwürde[3]

Aufgrund seiner Verdienste um Salzburgs Wirtschaft wurde ihm 2004 vom Bundespräsidenten der Berufstitel "Kommerzialrat" verliehen.

Am 20. März 2000 wurde ihm das Silberne Ehrenzeichen des Landes Salzburg verliehen[4], am 23. April 2016 das Ehrenzeichen des Landes Salzburg.[5]

Quellen

Einzelnachweise