Dr.-Franz-Rehrl-Haus: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Gegen Ende der [[Baugeschichte der Großglockner Hochalpenstraße|Bauzeit]] der Großglockner Hochalpenstraße (ab dem Bausommer [[1934]]) machte sich der Erbauer der Straße, [[Franz Wallack]], Gedanken über die Errichtung eines Gasthauses im Bereich des Fuscher Törls. Direkt bei diesem war kein Platz dafür. Also entschied er sich für den Sattel zwischen dem Fuscher Törl und der [[Edelweißspitze]]. Unten im [[Ferleitental]] lagerte noch eine zerlegbare Magazinbaracke, die früher einmal im Saarland gestanden hatte. Sie war noch in ''ausgezeichnetem Zustand'' (Quelle Wallack). Die [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] hatte sie seinerzeit von einem Bauunternehmen gekauft, die diese Baracke an die Großglocknerstraße gebracht hatte. Nun schenkte die GROHAG dem Gastwirt | + | Gegen Ende der [[Baugeschichte der Großglockner Hochalpenstraße|Bauzeit]] der Großglockner Hochalpenstraße (ab dem Bausommer [[1934]]) machte sich der Erbauer der Straße, [[Franz Wallack]], Gedanken über die Errichtung eines Gasthauses im Bereich des Fuscher Törls. Direkt bei diesem war kein Platz dafür. Also entschied er sich für den Sattel zwischen dem Fuscher Törl und der [[Edelweißspitze]]. Unten im [[Ferleitental]] lagerte noch eine zerlegbare Magazinbaracke, die früher einmal im Saarland gestanden hatte. Sie war noch in ''ausgezeichnetem Zustand'' (Quelle Wallack). Die [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] hatte sie seinerzeit von einem Bauunternehmen gekauft, die diese Baracke an die Großglocknerstraße gebracht hatte. Nun schenkte die GROHAG dem Gastwirt des [[Gasthof Lukashansl (Ferleiten)|Lukashansls]] in Ferleiten diese Baracke. Dieser zerlegte sie und brachte sie zum Fuscher Törl hinauf, wo er sie neu aufstellte. Er ließ sie erweitern und eröffnete sie zur Eröffnung der Straße im Sommer [[1935]] als "Berghaus am Fuschertörl". |
Am [[23. Juli]] [[1936]] wurde im [[Berghaus Lukashansl]] am Fuscher Törl ein zur Annahme und Abgabe von [[Telegramm]]en ermächtigtes vertragliches Fernsprechvsrmittlungsamt nebst öffentlicher Sprechstelle mit der amtlichen Bezeichnung "Fuscher Törl" eröffnet.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19360721&query=%22Berghaus+Lukashansl%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 21. Juli 1936, Seite 7</ref> | Am [[23. Juli]] [[1936]] wurde im [[Berghaus Lukashansl]] am Fuscher Törl ein zur Annahme und Abgabe von [[Telegramm]]en ermächtigtes vertragliches Fernsprechvsrmittlungsamt nebst öffentlicher Sprechstelle mit der amtlichen Bezeichnung "Fuscher Törl" eröffnet.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19360721&query=%22Berghaus+Lukashansl%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 21. Juli 1936, Seite 7</ref> | ||
Version vom 20. Januar 2024, 14:07 Uhr
Das historische Dr.-Franz-Rehrl-Haus (2 450 m ü. A.) an der Großglockner Hochalpenstraße beim Fuscher Törl am Beginn der Edelweißstraße auf die Edelweißspitze beherbergt heute das Restaurant Fuschertörl.
Geschichte
Gegen Ende der Bauzeit der Großglockner Hochalpenstraße (ab dem Bausommer 1934) machte sich der Erbauer der Straße, Franz Wallack, Gedanken über die Errichtung eines Gasthauses im Bereich des Fuscher Törls. Direkt bei diesem war kein Platz dafür. Also entschied er sich für den Sattel zwischen dem Fuscher Törl und der Edelweißspitze. Unten im Ferleitental lagerte noch eine zerlegbare Magazinbaracke, die früher einmal im Saarland gestanden hatte. Sie war noch in ausgezeichnetem Zustand (Quelle Wallack). Die Großglockner Hochalpenstraßen AG hatte sie seinerzeit von einem Bauunternehmen gekauft, die diese Baracke an die Großglocknerstraße gebracht hatte. Nun schenkte die GROHAG dem Gastwirt des Lukashansls in Ferleiten diese Baracke. Dieser zerlegte sie und brachte sie zum Fuscher Törl hinauf, wo er sie neu aufstellte. Er ließ sie erweitern und eröffnete sie zur Eröffnung der Straße im Sommer 1935 als "Berghaus am Fuschertörl".
Am 23. Juli 1936 wurde im Berghaus Lukashansl am Fuscher Törl ein zur Annahme und Abgabe von Telegrammen ermächtigtes vertragliches Fernsprechvsrmittlungsamt nebst öffentlicher Sprechstelle mit der amtlichen Bezeichnung "Fuscher Törl" eröffnet.[1]
Später wurde aus der Baracke ein Steinhaus und erhielt den Namen von einem der beiden Betreiber der Erbauung der Panoramastraße, dem Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl. Heute ist in diesem Gebäude das Restaurant Fuschertörl untergebracht, das auch einige Betten vermietet.
Vor dem Haus befindet sich der Parkplatz Fuscher Törl I mit Pkw-Parkplätzen sowie 15 Busparkplätzen. Von diesem Parkplatz beginnt die Edelweißstraße auf die Edelweißspitze.
Besonderheit
An der Ostseite des Dr.-Franz-Rehrl-Hauses verläuft der Gemeindegrenze der Pinzgauer Gemeinden Fusch an der Großglocknerstraße und Rauris.
Bilder
Dr.-Franz-Rehrl-Haus – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblinks
Quellen
- Broschüre Touren für Genießer, Großglockner Hochalpenstraßen AG, Ausgabe 2012
- Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues
Einzelnachweis
- ↑ ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 21. Juli 1936, Seite 7