Schloss Hellbrunn: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Markus Sittikus von Hohenems Schloss Hellbrunn anno 1618 .jpg|thumb| [[Markus Sittikus von Hohenems]] Schloss Hellbrunn anno [[1618]]]]
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[[File:Merian Hellbrunn G1186 II.jpg|thumb|Merian: Das fürstl. Lusthaus und Garten Hellenbrunn]]
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[[File:Erzbischof Markus Sittikus 1618 02.jpg|thumb| [[Markus Sittikus von Hohenems]] mit einem Gartenteil von Schloss Hellbrunn ([[1618]]), ein Gemälde von [[Donato Arsenio Mascagni]].]]
[[Datei:Alte Schlosszufahrt mit Mauer und Nebengebäuden.jpg|thumb|Alte Schlosszufahrt mit Mauer und Nebengebäuden]]
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[[Datei:Hellbrunn Schloss 2009.jpg|thumb|Schloss Hellbrunn 2009. Blick von der Zufahrtsachse, kommend von der [[Hellbrunner Allee]].]]
[[Datei:Schloss Hellbrunn mit Einhorn.jpg|thumb|Schloss Hellbrunn mit Einhorn]]
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[[File:Merian Hellbrunn G1186 II.jpg|thumb|Merian: Das fürsterzbischöfliche Lusthaus und Garten ''Hellenbrunn''.]]
[[Datei:Schlossvorhof in Hellbrunn.jpg|thumb|äußerer Schlossvorplatz in Hellbrunn]]
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[[File:Hellbrunn banqueting hall 360 panoramic view.jpg|thumb|Festsaal im Schloss.]]
[[Datei:Gärmaul Schloss Hellbrunn Wasserspiele 05.jpg|thumb|[[Gärmaul]], [[Wasserspiele Hellbrunn]]]]
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[[Datei:Alte Schlosszufahrt mit Mauer und Nebengebäuden.jpg|thumb|Alte Schlosszufahrt mit Mauer und Nebengebäuden.]]
[[Datei:Hellbrunner Schlosspark, Ansicht vom Hellbrunner Berg.jpg|thumb|Schloss Hellbrunn und Schlosspark Hellbrunn <br/>  Ansicht vom [[Hellbrunner Berg]]]]
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[[Datei:Hellbrunner Schlosspark, Ansicht vom Hellbrunner Berg.jpg|thumb|Schloss und Schlosspark Hellbrunn, Ansicht vom [[Hellbrunner Berg]].]]
[[Datei:Schloss Hellbrunn Schlosspark Hellbrunn im Winter 20160124.jpg|thumb|Schloss Hellbrunn im Jänner]]
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Das '''Schloss Hellbrunn''' war die Sommerresidenz der Salzburger [[Fürsterzbischöfe]] und befindet sich im südlichen [[Stadt Salzburg|Stadtgebiet von Salzburg]] in [[Hellbrunn]]. Das Schloss zählt, wie das gesamte Anlage, zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt Salzburg.
Das '''Schloss Hellbrunn''' war die Sommerresidenz der Salzburger [[Fürsterzbischöfe]] und befindet sich im [[Stadt Salzburg|Stadtgebiet von Salzburg]] in [[Hellbrunn]]. Es ist Mitglied der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]].
 
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Das Schloss wurde im Auftrag des Salzburger Fürsterzbischofs [[Markus Sittikus von Hohenems]] vom italienischen Architekten [[Santino Solari]] in den Jahren [[1613]] [[1615]] erbaut. Mit einem Vertrag vom [[21. Juni]] [[1922]] sind Schloss und Park von Hellbrunn an die [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] übergegangen. Vorher waren sie in kaiserlichem Besitz, nach [[1918]] im Besitz des Kriegsgeschädigtenfonds.
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Das Schloss wurde im Auftrag des Salzburger Fürsterzbischofs [[Markus Sittikus von Hohenems]] vom oberitalienischen Architekten [[Santino Solari]] in den Jahren [[1613]][[1615]] erbaut. Mit einem Vertrag vom [[21. Juni]] [[1922]] gingen Schloss und Park von Hellbrunn an die [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] über. Vorher waren sie in [[Habsburgermonarchie|kaiserlichem]] Besitz, nach [[1918]] kurzzeitig im Besitz des Kriegsgeschädigtenfonds. Hellbrunn ist mit dem Schloss und dem Schlossgarten heute als herausragende Sehenswürdigkeit Salzburgs Teil der Dachmarke [[Hello salzburg|hello salzburg]].
  
== Das Schloss ==
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Das Schloss, die Nebengebäude und der Garten haben ihre ursprüngliche Form im Wesentlichen bewahrt. Das Ensemble ist ein Bau der Spät[[renaissance]], im  architektonischen Ausdruck auf klare Formen beschränkt und Schmuckelemente zurückhaltend eingesetzt. Zur Erfassung der Anlage ist es sinnvoll, sich dem Schloss auf der Hauptzufahrt von Osten her zu nähern. Von der Stadt Salzburg durch die [[Hellbrunner Allee]] kommend führt nach rechts durch das Ostportal diese Hauptzufahrt zum Schloss, die als Achse gerade zum Schlosshof weiterführt - beidseits begleitet von Mauern und in Schlossnähe von niedrigen Nebengebäuden um sich zuletzt zu einen [[Schloss Hellbrunn|Ehrenhof]] vor dem Schloss zu öffnen.
Das Schloss, die Nebengebäude und der Garten haben ihre ursprüngliche Form im Wesentlichen bewahrt. Das Ensemble ist [[Renaissance|Spätrenaissance]], im  architektonischen Ausdruck auf klare Formen konzentriert und die Schmuckelemente zurückhaltend eingesetzt. Um die Gesamtkonzeption zu erfassen, ist es notwendig, sich dem Schloss auf der ursprünglichen Zufahrt, von vorne, zu nähern. Vom Zentrum der [[Stadt Salzburg]] durch die [[Hellbrunner Allee]] kommend zweigt man nach rechts auf die Zufahrt ein, die geradeaus zum Schloss führt - beidseits begleitet von Mauern, die in niedrige Gebäude übergehen und sich zuletzt zu einen Ehrenhof öffnen - bis vor die breite Front des Schlosses.
 
  
Dort blickt der Besucher auf das wuchtige Schlossgebäude, das nach Palladio<ref>Andrea di Pietro della Gondola, genannt Palladio (* 30. November 1508 in Padua; † 19. August 1580 in Vicenza) war der bedeutendste Architekt der Renaissance in Oberitalien.</ref> klassisch symmetrisch aufgebaut ist und aus zwei Geschossen mit je zwölf Fenstern besteht. Die Frontseite hat eine Breite von 38 Meter. Ein Treppenaufgang mit Säulen-Ballustrade führt zum Mittelportal hinauf, das halb aus der Erde ragende Kellergeschoss größtenteils kaschierend. Die Fassade ist klassisch gegliedert mit Gesimsen und Lisenen, die Fenster des fürstlichen Wohntraktes mit Spitzgiebeln verziert. Darüber ein Zeltdach mit einer großen Gaupe und Rundgiebel.  
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Dort blickt der Besucher auf das Schlossgebäude, das nach Vorbildern von Sebastiano Serlino, ein italienischer Architekt und Architekturtheoretiker, aber in Teilen vielleicht auch von Palladio<ref>Andrea di Pietro della Gondola, genannt Palladio (* 30. November 1508 in Padua; † 19. August 1580 in Vicenza) war der bedeutendste Architekt der Renaissance in Oberitalien.</ref> symmetrisch gebaut ist und aus zwei Geschossen mit zwölf Fensterachsen besteht. Das Schloss lässt noch gut die Gestalt des spätgotischen Vorgängerbaues mit seinen ursprünglich sieben Fensterachsen erkennen. Die seitlich durch Frontseite besitzt durch seine seitlichen Erweiterungen heute eine Breite von 38 Meter. Es ist im Wesentlichen ein zweigeschossiger Rechteckbau mit einem Walmdach. Die leicht vorspringenden Seitenrisalite treten wenig eigenständig in Erscheinung und ordnen sich unter. Die Fassade schließt nach oben mit einem Putzgesims und darüber mit einem deutlich vorkragendem Hohkehlgesims ab.
  
Das Schlossgebäude beeindruckt durch seine wuchtigen Dimensionen. Die Grundfläche von beeindruckenden 700 Quadratmetern ist nicht erkennbar. Auf den zweiten Blick fällt auf, dass die Parkseite noch größer sein muss, den links und rechts zu sehen, etwas zurückversetzt, aber hervortretend, stehen zwei Türmchen-Erker mit Zeltdächern. Auf der Parkseite angelangt, hinter dem ''Sternweiher'' oder ''Brunnen Altemps'' stehend, blickt der Besucher auf das Schloss in gleichartig Gliederung, jedoch mit einer Front von 55 Metern. Daraus hervortretend ein hoch aufragender Mittelrisalit mit einem Prunkportal, das Gebäude etwas zurückgesetzt, flankiert von zwei eckigen Türmen. 
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Eine doppelarmige Freitreppe mit Säulen-Ballustraden führt zum mittigen erhöhten Portal. Unter dem Portal wurde eine flach gewölbte Grotte mit einem rebenbekränzten antiken Gott und zwei [[Steinbock|Steinböcken]] angelegt. Die Fassade des insgesamt schlichten zweigeschossigen Baues mit seitlich leicht vorspringenden Seitenrisaliten ist von Gesimsen und Lisenen gegliedert. Auffällig ist die horizontale Gliederung des Bauwerkes durch Bandgesimse. Die Fensterachsen konzentrieren sich zur Mittelachse hin. Sie besitzen Umrahmungen aus [[Konglomerat]] und darüber für die Zeit typische dreieckige Verdachungen. In der Gartenseite betont das Gebäude die Horizontale deutlich stärker und ist insgesamt reicher gegliedert. Die vorspringenden seitlichen Eckrisalite mit ihren eigenständigen Giebelaufsatz stehen in der gleichen Linie wie der Mittelrisalit. Die Seitenrisalite besitzen in den oberen Fenstern Kaiserbüsten. Die Gliederung durch horizontale Doppelbänder wird von der Vorderseite des Schlosses übernommen bzw. weitergeführt. Das Portal mit seinem Eingang zur Neptungrotte wird von Pilastern gestaltet die mit Marmorköpfen gekrönt sein und an der Basis der sich nach unten verjüngenden Pilaster die Füße der Figuren zeigen.
 
 
Manieristisch <ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Manierismus wikipedia.de/Manierismus]</ref>, d. h. zerstückelt und zusammengesetzt, sind auch die Grundachsen der Anlage. Zufahrtachse und Parkachse bilden einen spitzen Winkel. Eigen ist auch die formelle Gestaltung der Natur. Nach Norden befinden sich zwei Quellwasserteiche und ein kleines Amphitheater. Von diesem blickt man auf das Schloss zurück und sieht einen eisernen Balkon, der von drei Atlanten getragen wird, die jedoch Orientalen sind. Eigenartig auch das mächtige Rundbogenportal aus versetzten Blockquadern, mit zwei Halbsäulen, in die links ein Mann mit Vollbart und rechts eine Frau ein geschlossen sind und deren nackte Füße an der Säulenbasis zu sehen sind. Spätestens hier ahnt oder erkennt man, dass der Erbauer und damalige Schlossherr nicht nur für die Baukunst seiner Epoche aufgeschlossen war, sondern für Gaukeleien und Scherze auch etwas übrig hatte.<ref> Beschreibung und kunstgeschichtliche Interpretation von [[Benutzer:Xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]]</ref>
 
  
 
== Baugeschichte ==
 
== Baugeschichte ==
Markus Sittikus, ein Vetter zu seinem Onkel und Vorgänger Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]], ist in [[Italien]] aufgewachsen und lernte den damaligen, in Italien aufkommenden Zeitgeist kennen, sich auf dem Land eine Villa für den Sommer zu errichten.  
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Markus Sittikus, ein Vetter zu seinem Onkel und Vorgänger Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]], war in [[Italien]] aufgewachsen und lernte den damaligen, in Italien aufkommenden Zeitgeist kennen, sich auf dem Land eine Villa für den Sommer zu errichten.  
  
So ließ er Santino Solari neben anderen Bauten auch das Schloss und den [[Schlosspark Hellbrunn|Park]] von Hellbrunn erbauen, um dort des Sommers große Feste zu feiern. Die original Ausstattung des Schlosses, z. B. die einst nach Räumen farbig wechselnden, goldgepressten Ledertapeten, die ebenso eigenartig gewirkt haben müssen, ist nicht erhalten geblieben. Die Figuren im Schlosspark Hellbrunn stammen vom Bildhauer [[Hans Waldburger]] selbst oder sind seiner Werkstätte zuzurechnen.
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So ließ er Santino Solari neben anderen Bauten auch das Schloss und den [[Schlosspark Hellbrunn|Park]] von Hellbrunn erbauen, um dort des Sommers große Feste zu feiern. Die originale Ausstattung des Schlosses, z. B. die einst nach Räumen farbig wechselnden, goldgepressten Ledertapeten, die ebenso eigenartig gewirkt haben müssen, ist nicht erhalten geblieben.  
  
2007 kehrten drei Kunstfriese wieder in den [[Carabinierisaal]] des Schlosses zurück. Vermutlich ließ sie Markus Sittikus als Kopien der vom Raffael-Schüler Giulio Romano (*1499, † 1546) für den ''Palazzo del Te'' in Mantua, Lombardei, Italien (einer der größten Paläste Italiens), geschaffenen kleineren Wandfriese anfertigen. Wer die Hellbrunner Nachbildungen schuf, ist unbekannt.  
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2007 kehrten drei Kunstfriese wieder in den Carabinierisaal des Schlosses zurück. Vermutlich ließ sie Markus Sittikus als Kopien der vom Raffael-Schüler Giulio Romano (*1499; † 1546) für den ''Palazzo del Te'' in Mantua, Lombardei, Italien (einer der größten Paläste Italiens), geschaffenen kleineren Wandfriese anfertigen. Wer die Hellbrunner Nachbildungen schuf, ist unbekannt.  
  
Diese Wandfriese hingen bis [[1960]] im Schloss, wurden dann für eine geplante Restaurierung in ein Depot des [[Salzburg Museum|Salzburger Museums Carolino-Augusteum]] gebracht und gerieten in Vergessenheit. Erst als sich [[1990]] ein Selbstmörder mit seinem Fahrzeug vom [[Mönchsberg]] auf das Dach des [[Spielzeug Museum]]s stürzte, in dem sich eines der Depots befunden hatte, fand man bei den Aufräumungsarbeiten die Bilder. Und man begann endlich mit der Restaurierung. Die Kosten von umgerechnet € 66.000,− teilten sich [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt]] und Bundesdenkmalamt.
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Diese Wandfriese hingen bis [[1960]] im Schloss, wurden dann für eine geplante Restaurierung in ein Depot des [[Salzburg Museum|Salzburger Museums Carolino Augusteum]] gebracht und gerieten in Vergessenheit. Erst als sich [[1990]] ein Selbstmörder mit seinem Fahrzeug vom [[Mönchsberg]] auf das Dach des [[Spielzeug Museum]]s stürzte, in dem sich eines der Depots befunden hatte, fand man bei den Aufräumungsarbeiten die Bilder. Und man begann endlich mit der Restaurierung. Die Kosten von umgerechnet € 66.000,− teilten sich [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt]] und Bundesdenkmalamt.
  
Das Schloss ist für Besucher zugänglich und kann ohne Führung mit Audio-Guide besichtigt werden. Das Schloss Hellbrunn ist auch Veranstaltungsort für Feste, Kammerkonzerte, Sommernachtsfeste und Hochzeiten. In der Vorweihnachtszeit findet hier der [[Hellbrunner Adventzauber]] statt.
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== Besichtigung ==
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Das Schloss ist für Besucher zugänglich und kann ohne Führung mit Audio-Guide besichtigt werden. Das Schloss Hellbrunn ist auch Veranstaltungsort für Feste, Kammerkonzerte, Sommernachtsfeste und Hochzeiten. In der Vorweihnachtszeit findet im Schloss und Schlosshof der [[Hellbrunner Adventzauber]] statt.
  
 
== Rund um das Schloss ==
 
== Rund um das Schloss ==
 
Unmittelbar an das Schloss anschließend und teilweise im Gebäude selbst befinden sich die [[Wasserspiele Hellbrunn]]. Die Wasserspiele, einst zur Unterhaltung von Gästen des Erzbischofs Markus Sittikus von Hohenems erbaut, ist heute eine der bekanntesten und beliebtesten Attraktionen von Schloss Hellbrunn.
 
Unmittelbar an das Schloss anschließend und teilweise im Gebäude selbst befinden sich die [[Wasserspiele Hellbrunn]]. Die Wasserspiele, einst zur Unterhaltung von Gästen des Erzbischofs Markus Sittikus von Hohenems erbaut, ist heute eine der bekanntesten und beliebtesten Attraktionen von Schloss Hellbrunn.
  
Umgeben ist das Schloss von einem 60 Hektar großen, historischen [[Schlosspark Hellbrunn|Schlosspark]].
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Umgeben ist das Schloss von einem 60 Hektar großen, historischen [[Schlosspark Hellbrunn|Schlosspark]] um diesen Schlosspark herum liegt der mitgestaltete [[Landschaftsgarten Hellbrunn]].
  
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== Alte Ansichten ==
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* Matthias Merian, 1644: ''Das fürstl. Lusthaus und Garten Hellenbrunn, 1/2 Stund von Saltzburg''
 
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* NE: [[Wilfried Schaber|Schaber, Wilfried]]: ''Hellbrunn - Schloss, Park und Wasserspiele'', März 2004, ISBN: 3-200-00075-9, Schloss Hellbrunn Verwaltung (offizieller Führer)
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== Literatur und Quellen ==
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* Etzendorfer, Hans (Hrsg. und Verleger): ''Hellbrunn'', Broschüre, 60 Seiten, Reihe: Salzburg - Natur - Kultur - Geschichte, 2. Jahrgang, Folge 1,  Verlag Etzendorfer & Co., Salzburg, 1961
 
* [[Friedrich Johann Fischer|Fischer, Friedrich Johann]]: ''Höhle und Gesicht - Mythisches Hellbrunn'', Verlag der [[Salzburger Druckerei]],  um 1980
 
* [[Friedrich Johann Fischer|Fischer, Friedrich Johann]]: ''Höhle und Gesicht - Mythisches Hellbrunn'', Verlag der [[Salzburger Druckerei]],  um 1980
* [[Reinhard Medicus|Medicus, Reinhard]]: ''Der Kreuzwegberg in Hellbrunn und der Anifer Alterbach'', in: [[Bastei]] − Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 54 Jg., Salzburg, 2005, 2. Folge, S. 31−35
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* Fischer, Friedrich Johann: ''Höhle und Gesicht - Mythisches Hellbrunn'', Verlag der Salzburger Druckerei,  um 1980
* [[Hans Etzendorfer |Etzendorfer, Hans]] (Hrsg. und Verleger): ''Hellbrunn'', Broschüre, 60 Seiten, Reihe: Salzburg - Natur - Kultur - Geschichte, 2. Jahrgang, Folge 1,  Verlag Etzendorfer & Co., Salzburg, 1961
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* Kampl,Sibylle; Kühberger, Christoph (Herausg.): ''Schloss Hellbrunn - Schaulust - die unerwartete Welt des Markus Sittikus'', Verlag Schloss Hellbrunn, Sbg, 2016
* ''Hellbrunn, Führer durch Wasserkünste, Schloss und Park'', Herausgeber und Verleger [[Stadtgemeinde Salzburg]], 24. Auflage, 1959<ref> http://data.onb.ac.at/rec/AC05778518 </ref>  
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* [[Wilfried Schaber|Schaber, Wilfried]]: ''Hellbrunn - Schloss, Park und Wasserspiele'', März 2004, ISBN: 3-200-00075-9, Schloss Hellbrunn Verwaltung (offizieller Führer)
 
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* [[Reinhard Medicus|Medicus, Reinhard]]: ''[[Salzburgs Stadtberge und Stadtgärten im Wandel der Zeit]]'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg, 2021
== alte Ansichten ==
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* Medicus, Reinhard: ''Der Kreuzwegberg in Hellbrunn und der Anifer Alterbach'', in: [[Bastei]] − Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 54 Jg., Salzburg, 2005, 2. Folge, S. 31−35
* Matthias Merian, 1644, Das fürstl. Lusthaus und Garten Hellenbrunn, 1/2 Stund von Saltzburg
+
* ''Hellbrunn, Führer durch Wasserkünste, Schloss und Park'', Herausgeber und Verleger [[Stadtgemeinde Salzburg]], 24. Auflage, 1959<ref> http://data.onb.ac.at/rec/AC05778518 </ref>
 
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* ''Die kaiserlichen Lustschlösser Hellbrunn und Klessheim nächst Salzburg, ein Führer für Fremde und Einheimische'', 1856 ([https://books.google.at/books?id=05RpAAAAcAAJ online-Link])
== Quellen ==
 
* Information über die Wandfriese aus einem Beitrag von [[Bernhard Strobl (Journalist)|Bernhard Strobl]] in den [[Salzburger Nachrichten]], Kleinteil am 26. Juli 2007
 
 
* Homepage Schloss Hellbrunn
 
* Homepage Schloss Hellbrunn
  
== Weblinks ==
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== Einzelnachweise ==
* [http://www.hellbrunn.at/hellbrunn/deutsch/start/index.asp Homepage Schloss Hellbrunn]
 
* [http://salzburg.cityful.com/de/Sehenswuerdigkeiten/Schloss/Schloss-Hellbrunn Infos und Fotos zum Schloss Hellbrunn auf dem online Stadtführer cityful.com]
 
 
 
== Fußnoten ==
 
 
<references/>
 
<references/>
  
 
{{SORTIERUNG: Hellbrunn, Schloss}}
 
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[[Kategorie:Tourismus]]
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
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[[Kategorie:Architektur]]
 
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[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:historisches Gebäude]]
 
[[Kategorie:Schloss]]
 
[[Kategorie:Schloss]]
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[[Kategorie:Tourismus]]
 
[[Kategorie:Ausflugsziel]]
 
[[Kategorie:Ausflugsziel]]
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]
 
[[Kategorie:historische Gebäude]]
 

Aktuelle Version vom 13. März 2023, 20:24 Uhr

Das Schloss Hellbrunn im Herbst 2004.
Schloss Hellbrunn, Westseite.
Markus Sittikus von Hohenems mit einem Gartenteil von Schloss Hellbrunn (1618), ein Gemälde von Donato Arsenio Mascagni.
Schloss Hellbrunn 2009. Blick von der Zufahrtsachse, kommend von der Hellbrunner Allee.
Merian: Das fürsterzbischöfliche Lusthaus und Garten Hellenbrunn.
Festsaal im Schloss.
Alte Schlosszufahrt mit Mauer und Nebengebäuden.
Schloss und Schlosspark Hellbrunn, Ansicht vom Hellbrunner Berg.

Das Schloss Hellbrunn war die Sommerresidenz der Salzburger Fürsterzbischöfe und befindet sich im südlichen Stadtgebiet von Salzburg in Hellbrunn. Das Schloss zählt, wie das gesamte Anlage, zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Das Schloss wurde im Auftrag des Salzburger Fürsterzbischofs Markus Sittikus von Hohenems vom oberitalienischen Architekten Santino Solari in den Jahren 16131615 erbaut. Mit einem Vertrag vom 21. Juni 1922 gingen Schloss und Park von Hellbrunn an die Stadt Salzburg über. Vorher waren sie in kaiserlichem Besitz, nach 1918 kurzzeitig im Besitz des Kriegsgeschädigtenfonds. Hellbrunn ist mit dem Schloss und dem Schlossgarten heute als herausragende Sehenswürdigkeit Salzburgs Teil der Dachmarke hello salzburg.

Das Schloss, die Nebengebäude und der Garten haben ihre ursprüngliche Form im Wesentlichen bewahrt. Das Ensemble ist ein Bau der Spätrenaissance, im architektonischen Ausdruck auf klare Formen beschränkt und Schmuckelemente zurückhaltend eingesetzt. Zur Erfassung der Anlage ist es sinnvoll, sich dem Schloss auf der Hauptzufahrt von Osten her zu nähern. Von der Stadt Salzburg durch die Hellbrunner Allee kommend führt nach rechts durch das Ostportal diese Hauptzufahrt zum Schloss, die als Achse gerade zum Schlosshof weiterführt - beidseits begleitet von Mauern und in Schlossnähe von niedrigen Nebengebäuden um sich zuletzt zu einen Ehrenhof vor dem Schloss zu öffnen.

Dort blickt der Besucher auf das Schlossgebäude, das nach Vorbildern von Sebastiano Serlino, ein italienischer Architekt und Architekturtheoretiker, aber in Teilen vielleicht auch von Palladio[1] symmetrisch gebaut ist und aus zwei Geschossen mit zwölf Fensterachsen besteht. Das Schloss lässt noch gut die Gestalt des spätgotischen Vorgängerbaues mit seinen ursprünglich sieben Fensterachsen erkennen. Die seitlich durch Frontseite besitzt durch seine seitlichen Erweiterungen heute eine Breite von 38 Meter. Es ist im Wesentlichen ein zweigeschossiger Rechteckbau mit einem Walmdach. Die leicht vorspringenden Seitenrisalite treten wenig eigenständig in Erscheinung und ordnen sich unter. Die Fassade schließt nach oben mit einem Putzgesims und darüber mit einem deutlich vorkragendem Hohkehlgesims ab.

Eine doppelarmige Freitreppe mit Säulen-Ballustraden führt zum mittigen erhöhten Portal. Unter dem Portal wurde eine flach gewölbte Grotte mit einem rebenbekränzten antiken Gott und zwei Steinböcken angelegt. Die Fassade des insgesamt schlichten zweigeschossigen Baues mit seitlich leicht vorspringenden Seitenrisaliten ist von Gesimsen und Lisenen gegliedert. Auffällig ist die horizontale Gliederung des Bauwerkes durch Bandgesimse. Die Fensterachsen konzentrieren sich zur Mittelachse hin. Sie besitzen Umrahmungen aus Konglomerat und darüber für die Zeit typische dreieckige Verdachungen. In der Gartenseite betont das Gebäude die Horizontale deutlich stärker und ist insgesamt reicher gegliedert. Die vorspringenden seitlichen Eckrisalite mit ihren eigenständigen Giebelaufsatz stehen in der gleichen Linie wie der Mittelrisalit. Die Seitenrisalite besitzen in den oberen Fenstern Kaiserbüsten. Die Gliederung durch horizontale Doppelbänder wird von der Vorderseite des Schlosses übernommen bzw. weitergeführt. Das Portal mit seinem Eingang zur Neptungrotte wird von Pilastern gestaltet die mit Marmorköpfen gekrönt sein und an der Basis der sich nach unten verjüngenden Pilaster die Füße der Figuren zeigen.

Baugeschichte

Markus Sittikus, ein Vetter zu seinem Onkel und Vorgänger Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, war in Italien aufgewachsen und lernte den damaligen, in Italien aufkommenden Zeitgeist kennen, sich auf dem Land eine Villa für den Sommer zu errichten.

So ließ er Santino Solari neben anderen Bauten auch das Schloss und den Park von Hellbrunn erbauen, um dort des Sommers große Feste zu feiern. Die originale Ausstattung des Schlosses, z. B. die einst nach Räumen farbig wechselnden, goldgepressten Ledertapeten, die ebenso eigenartig gewirkt haben müssen, ist nicht erhalten geblieben.

2007 kehrten drei Kunstfriese wieder in den Carabinierisaal des Schlosses zurück. Vermutlich ließ sie Markus Sittikus als Kopien der vom Raffael-Schüler Giulio Romano (*1499; † 1546) für den Palazzo del Te in Mantua, Lombardei, Italien (einer der größten Paläste Italiens), geschaffenen kleineren Wandfriese anfertigen. Wer die Hellbrunner Nachbildungen schuf, ist unbekannt.

Diese Wandfriese hingen bis 1960 im Schloss, wurden dann für eine geplante Restaurierung in ein Depot des Salzburger Museums Carolino Augusteum gebracht und gerieten in Vergessenheit. Erst als sich 1990 ein Selbstmörder mit seinem Fahrzeug vom Mönchsberg auf das Dach des Spielzeug Museums stürzte, in dem sich eines der Depots befunden hatte, fand man bei den Aufräumungsarbeiten die Bilder. Und man begann endlich mit der Restaurierung. Die Kosten von umgerechnet € 66.000,− teilten sich Stadt und Bundesdenkmalamt.

Besichtigung

Das Schloss ist für Besucher zugänglich und kann ohne Führung mit Audio-Guide besichtigt werden. Das Schloss Hellbrunn ist auch Veranstaltungsort für Feste, Kammerkonzerte, Sommernachtsfeste und Hochzeiten. In der Vorweihnachtszeit findet im Schloss und Schlosshof der Hellbrunner Adventzauber statt.

Rund um das Schloss

Unmittelbar an das Schloss anschließend und teilweise im Gebäude selbst befinden sich die Wasserspiele Hellbrunn. Die Wasserspiele, einst zur Unterhaltung von Gästen des Erzbischofs Markus Sittikus von Hohenems erbaut, ist heute eine der bekanntesten und beliebtesten Attraktionen von Schloss Hellbrunn.

Umgeben ist das Schloss von einem 60 Hektar großen, historischen Schlosspark um diesen Schlosspark herum liegt der mitgestaltete Landschaftsgarten Hellbrunn.

Alte Ansichten

  • Matthias Merian, 1644: Das fürstl. Lusthaus und Garten Hellenbrunn, 1/2 Stund von Saltzburg

Bilder

 Schloss Hellbrunn – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Schloss Hellbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Literatur und Quellen

  • Etzendorfer, Hans (Hrsg. und Verleger): Hellbrunn, Broschüre, 60 Seiten, Reihe: Salzburg - Natur - Kultur - Geschichte, 2. Jahrgang, Folge 1, Verlag Etzendorfer & Co., Salzburg, 1961
  • Fischer, Friedrich Johann: Höhle und Gesicht - Mythisches Hellbrunn, Verlag der Salzburger Druckerei, um 1980
  • Fischer, Friedrich Johann: Höhle und Gesicht - Mythisches Hellbrunn, Verlag der Salzburger Druckerei, um 1980
  • Kampl,Sibylle; Kühberger, Christoph (Herausg.): Schloss Hellbrunn - Schaulust - die unerwartete Welt des Markus Sittikus, Verlag Schloss Hellbrunn, Sbg, 2016
  • Schaber, Wilfried: Hellbrunn - Schloss, Park und Wasserspiele, März 2004, ISBN: 3-200-00075-9, Schloss Hellbrunn Verwaltung (offizieller Führer)
  • Medicus, Reinhard: Salzburgs Stadtberge und Stadtgärten im Wandel der Zeit, Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2021
  • Medicus, Reinhard: Der Kreuzwegberg in Hellbrunn und der Anifer Alterbach, in: Bastei − Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 54 Jg., Salzburg, 2005, 2. Folge, S. 31−35
  • Hellbrunn, Führer durch Wasserkünste, Schloss und Park, Herausgeber und Verleger Stadtgemeinde Salzburg, 24. Auflage, 1959[2]
  • Die kaiserlichen Lustschlösser Hellbrunn und Klessheim nächst Salzburg, ein Führer für Fremde und Einheimische, 1856 (online-Link)
  • Homepage Schloss Hellbrunn

Einzelnachweise

  1. Andrea di Pietro della Gondola, genannt Palladio (* 30. November 1508 in Padua; † 19. August 1580 in Vicenza) war der bedeutendste Architekt der Renaissance in Oberitalien.
  2. http://data.onb.ac.at/rec/AC05778518