Saline Hallein: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 7. Dezember 2019, 17:11 Uhr

Perkufen und Halleiner Fuder im Pfannhaus, auf einem Gemälde von Benedikt Werkstötter, 1758, in den Fürstenzimmern im Keltenmuseum Hallein
Aus der Salzproduktion in der Saline Hallein: links sieht man am Rande einer Sudpfanne die Perkufen, rechts, die weißen, bereits getrockneten Salzstöcke, werden von Salzträgern entfernt.
Schautafel in der Alten Saline über die Salinengeschichte
Alte Saline auf der Pernerinsel als Veranstaltungsort
Alte Saline, Veranstaltungsort, Bild Kunstausstellung zu Advent 2009

Die Saline Hallein in Hallein bestand von 1198 bis 1989. Die Hallen der letzten Saline dienen heute als Kultur- und Veranstaltungsstätte. Diese so genannte Alte Saline zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Hallein.

Geschichte

In den Salinen der Stadt Hallein wurde die Sole des Salzbergwerks Dürrnberg versotten. Die Sole wurde in großen Pfannen unter Hitze verdampft und zurück blieb das Grobsalz.

Die Anfänge

1198 wurde erstmals eine Salzpfanne in "muelpach", einem Ort im Bereich der aufgegebenen keltischen Talsiedlung im heutigen Stadtgebiet von Hallein, urkundlich erwähnt. Diese Bezeichnung wird im Laufe des 13. Jahrhunderts durch die Namen Salina und schließlich Hallein (haellinum von Hall = Salz, kleines Hall) abgelöst.

Sudhäuser in der Altstadt

Im Laufe der Jahrhunderte entstanden so mehrere Sudhäuser in der Halleiner Altstadt wie das Colloredo-Sudhaus, Sudhaus Werch anstelle des heutigen Bayrhamerplatzss oder das Sudhaus Raitenau. Das Colloredo-Sudhaus war dann das letzte Sudhaus, bevor eine zentrale Saline auf der Pernerinsel errichtet wurde. Im Übrigen wurde das Colloredo-Sudhaus schon nach wenigen Jahren wieder stillgelegt, weil es sich dabei um eine Fehlkonstruktion handelte.

1850 verloren die Salinen ihre obrigkeitlichen Befugnisse und wurden reine Wirtschaftskörper der Monarchie, zuletzt als k.u.k. alpenländische Salinen. Auf die alpenländischen Salinen entfielen in den letzten Jahren der österreichisch-ungarischen Monarchie mit 170 000 t Salz rund 50 % der Salzproduktion der österreichischen Reichshälfte.

Produktion

Im 15. und 16. Jahrhundert erzeugte die Salinen in Hallein durchschnittlich 24 000 bis 30 000 Tonnen Salz pro Jahr. Davon gelangten etwa zwei Drittel, also zwischen 16 000 und 20 000 Tonnen auf der Salzach in den Handel, der Rest wurde zu Lande exportiert. Pro Jahr legten in Hallein zwischen 1 300 und 1 800 Salzschiffe ab, einschließlich der Schiffe, die vom Berchtesgadener Salzstadel in Rif oder von Salzburg abfuhren, passierten etwa 3 000 bis 3 500 Schiffe jährlich die Stadt Laufen. 1590 erreichte die Produktion in Hallein mit 39 200 Tonnen den Spitzenwert.

Neubau auf der Pernerinsel

Eine längst überfällige Rationalisierung wurde 1854/62 mit dem Bau einer leistungsfähigen Salinenanlage auf der Pernerinsel eingeleitet. Der einseitig auf das Salzwesen ausgerichteten Ökonomie der Stadt Hallein versuchte man in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend mit neuen Betriebsansiedlungen entgegen zu wirken. Es entstanden z. B. ein Zementwerk, eine Tabak- und eine Papierfabrik.

1954/55 erhielt der Salinenstandort Hallein mit der Errichtung einer modernen Thermokompressionsanlage einen letzten Innovationsschub.

Veranstaltungsort Alte Saline

Im Jahre 1989 endet dann die Jahrtausend alte Salzgewinnung mit der Schließung der Saline und der Einstellung der Soleproduktion auf dem Dürrnberg. Kunst und Kultur erfüllen seither die zurückgelassenen Industriestätten mit Leben, u.a. mit Produktionen der Salzburger Festspiele, der internationalen Sommerakademie und des Halleiner Kulturforums. Zur Weihnachtszeit findet in Teilen der Gebäude der Original Halleiner Weihnachtsmarkt statt, alle zwei Jahre die Tennengauer Messetage.

Bildergalerie

Siehe auch

Quellen