Max Huber (Bürgermeister)

Maximilian Johann – meist: Max – Huber (* 7. November 1896 in Landeck, Tirol; † 1973 in der Stadt Salzburg)[1] war Baumeister sowie Bürgermeister und Ehrenbürger der Tennengauer Marktgemeinde Kuchl.

Leben

Familie

Maximilian Johann Huber wurde im nordtiroler Städtchen Landeck als Sohn des nach Altmünster, Bezirk Gmunden, zuständigen Maschinführers der k. k. Staatsbahnen Franz Gruber und der Katharina geb. Walcher geboren.[1] Er heiratete am 26. September 1922 in Berndorf (NÖ) als in der damaligen Gemeinde Torren wohnhafter 25‑jähriger Baumeister die 23‑jährige, aus Wien gebürtige Bischofshofener Kontoristin Hermine Tarnowsky.[2] Der Ehe entspross zumindest eine Tochter Brunhilde Karoline (* 20. Juli 1923 in Golling; † 14. Jänner 2013 in Altmünster).[3]

Huber studierte an der Staatsgewerbeschule Salzburg Hoch- und Tiefbau. Spätestens 1922 finden wir ihn in Golling bzw. Torren.[4] und begann seinen Erwerb als Baumeister in Kuchl im Jahr 1931. Er trug zur damaligen wirtschaftlichen Entwicklung in Kuchl Wesentliches bei.

Politik

Als früher Nationalsozialist war Max Huber bereits 1928 bis 1930 NSDAP- oder DNSAP-Ortsgruppenobmann für Golling.[5]

Als nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im Zuge des Anschlusses Österreichs an das nationalsozialistisch beherrschte Deutsche Reich im März 1938 kommissarische Bürgermeister eingesetzt wurden, wurde Huber zum kommissarischen Bürgermeister von Kuchl ernannt.[6] Er hatte das Bürgermeisteramt inne, bis er am 15. Mai 1940 zum Militärdienst einberufen wurde.

Nachkriegszeit

Erst 1947 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt, widmete sich Huber nun voll seinem Beruf als Baumeister. Dennoch fand er Zeit, sich dem Jugendsport zuzuwenden. Huber war Gründungsmitglied des Schiklubs und des Turnvereins, dem er sich als Obmann und "Turnvater" zeitlebens hingebungsvoll widmete.

Am 20. März 1971 wurde Huber die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Kuchl verliehen.

Nach seinem Tod wurde er im Familiengrab in der Stadt Salzburg bestattet.

Halleiner Turnverein 1866

Unser Max Huber könnte mit jenem Max Huber ident sein, der um 1940 Obmann des Halleiner Turnvereins 1866 gewesen sein soll[7].

Ehrungen

Am 20. März 1971 wurde Huber die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Kuchl verliehen.

Unter den Straßen der Marktgemeinde Kuchl trägt der Max-Huber-Weg seinen Namen.

Quelle

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Landeck, Bd. VI S. 141 (Scan 164)
  2. ↑ Trauungsbuch der Pfarre Berndorf-St. Margareta, Bd. 3 S. 252
  3. ↑ Taufbuch der Pfarre Golling an der Salzach, Bd. XI S. 186
  4. ↑ Siehe die nachfolgende Fußnote.
  5. ↑ Deutscher Volksruf, 29. Dezember 1928, S. 3; 2. März 1929, S. 4; 9. August 1930, S. 4
  6. ↑ Salzburger Chronik, 21. März 1938, S. 11: Neubestellung der Gemeindetage im Lande Salzburg; Salzburger Volksblatt, 21. März 1938, S. 11: Neubestellung der Gemeindetage im Lande Salzburg
  7. ↑ Artikel "Halleiner Turnverein 1866"
Zeitfolge
Vorgänger

Josef Eibl

Bürgermeister von Kuchl
1938–1940
Nachfolger

Josef Moldan