Ignaz Bock
Korbinian Ignaz – meist nur Ignaz – Bock (* 1. September 1825 in Henndorf)[1] war ein Schullehrer und Schulleiter, der in den 1850er- bis 1870er-Jahren an Volksschulen[2] des Landes Salzburg tätig war.
Leben
Ignaz Bock war Sohn des Anton Bock, Schullehrers in Henndorf (und später in Straßwalchen), und der Theresia geb. Schmuck, Tochter eines Wegmaut-Einnehmers von Radstadt.[1]
Lehrer Bock wirkte, soweit bekannt,[3]
- [von 1849 bis 1851 an der Volksschule Adnet,]
- von 1851 bis 1852 an der Volksschule Plainfeld,
- von 1852 bis 1853 an der Volksschule Forstau,
- um 1856 an der Volksschule St. Veit,[4]
- von 1860 bis 1861 an der Volksschule Neukirchen am Großvenediger,
- von 1862 bis 1872 an der Volksschule St. Koloman und
- von 1872[5] bis 1876 an der Volksschule Tweng.
Im Fall der Volksschule Adnet ist der Name des Lehrers als Johann Bock angegeben. Es könnte aber sein, dass es sich in Wahrheit um Ignaz Bock handelte (der Name Johann könnte versehentlich aus dem vorangehenden Listeneintrag übernommen worden sein), zumal eine Zeitungsrecherche keinen einzigen Treffer für einen im Land Salzburg tätigen Lehrer namens Johann Bock (wohl aber einzelne Treffer für einen Lehrer Ignaz Bock) erbringt[6].
Im Jahr 1856 wurde in einer Würdigung derjenigen "Individuen, welche bei den Schulen des Herzogthumes Salzburg in Beförderung des Schulwesens sich ausgezeichnet" und "sich durch besondere Sorgfalt für die intellektuelle und religiös-moralische Bildung der Jugend um die Schule noch insbesondere verdient gemacht" hatten, "Hr. Ignaz Bock, Lehrgehilfe zu St. Veit", erwähnt.[4]
Korbinian Ignaz Bock heiratete am 13. September 1873 – damals bereits Lehrer in Tweng – in der Salzburger Vorstadt Nonntal 48-jährig die 29-jährige Laurentia Anna Maria (meist nur: Anna) Schramm, Tochter des verstorbenen Nonntaler Lehrers Josef Schramm und der Maria Neumayr.[7] Kinder aus dieser Ehe sind nicht bekannt.
Witwe Anna Bock sah sich wiederholt genötigt, beim Land um eine Gnadengabe einzukommen; eine solche wurde ihr 1892 und 1896 in der Höhe von je 36 fl.gewährt.[8]
Einzelnachweise, Anmerkungen
- ↑ 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Henndorf am Wallersee, Bd. V S. 444]
- ↑ Die Bezeichnung "Volksschule" wurde erst 1867 durch das "Reichsvolksschulgesetz" eingeführt, gebräuchlich war sowohl vorher als auch nachher einfach die Bezeichnung als "Schule".
- ↑ Nach dem jeweiligen Artikel über die betreffende Volksschule.
- ↑ 4,0 4,1 Salzburger Zeitung, 16. Juni 1857, S. 3
- ↑ Salzburger Chronik, 21. September 1872, S. 3
- ↑ ANNO-Suchabfragen "Johann Bock" (Erscheinungsort Salzburg) und ähnlich, "Ignaz Bock" (Erscheinungsort Salzburg)
- ↑ Trauungsbuch der Stadtpfarre Salzburg-Nonntal, Bd. V S. 88
- ↑ Salzburger Volksblatt, 22. März 1892, S. 1; Salzburger Chronik, 24. Jänner 1896, S. 2
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Tweng 1872–1876 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule St. Koloman 1862–1872 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
provisorischer Schulleiter der Volksschule Neukirchen am Großvenediger 1860–1861 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Forstau 1852–1853 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulprovisor der Volksschule Plainfeld 1852–1853 |
Nachfolger |
{{Zeitfolge |AMT= Schulleiter der [[Volksschule Adnet]} |ZEIT= [1849–1851] |VORGÄNGER=Johann Dum |NACHFOLGER= Eduard Dum }}