Volkmar Feurstein

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Hofrat Univ.-Prof. Primar Dr. med. Hans Volkmar Feurstein (* 20. April 1921; † 24. November 2010 in der Stadt Salzburg) war Vorstand der Abteilung für Anästhesiologie und Direktor des St. Johanns-Spitals.

Leben

Feurstein war

  • von 1960 bis 1987 Vorstand der Abteilung für Anästhesiologie und
  • von 1970 bis 1987 ärztlicher Direktor

des Landeskrankenhauses Salzburg.

Er entstammte väterlicherseits einem alten Bauerngeschlecht, das durch viele Generationen im Bregenzerwald ansässig war, und mütterlicherseits einer schriftstellerisch begabten Familie aus der Gegend um Magdeburg. Sein Vater Valentin Feurstein war General der Gebirgstruppen.

Nach Schuljahren in Bregenz, Wien und Innsbruck maturierte Feurstein 1939 in Innsbruck; an der dortigen Universität beendete er im Jahr 1945 sein durch Frontdienst in der deutschen Wehrmacht unterbrochenes Medizinstudium mit der Promotion zum Doktor der Medizin.

In der ersten Zeit seiner ärztlichen Tätigkeit war Feurstein wissenschaftlicher Assistent am Pharmakologischen Institut der Universität Innsbruck. 1946 kam er nach Salzburg, um an den Landeskrankenanstalten seine Ausbildung fortzusetzen. Schon bald wandte sich sein Interesse dem im Entstehen begriffenen Fach der Anästhesiologie zu; an Kliniken in Zürich, London, Oxford und Liverpool konnte er sein Fachwissen erweitern; 1952 erhielt er das Facharztdekret − womit er einer der ersten Fachanästhesisten Österreichs war.

1960 wurde die Abteilung für Anästhesiologie und Intensivpflege unter dem Primariat von Feurstein errichtet; anfangs personell klein gehalten, absolvierte dort im Laufe der Jahre eine große Anzahl von Ärzten, Krankenschwestern und Krankenpflegern ihre Spezialausbildung.

Trotz starken Arbeitseinsatzes als Abteilungsvorstand und Anästhesist fand Feurstein auch noch Zeit für wissenschaftliche Arbeiten. Mehr als 60 Veröffentlichungen flossen aus seiner Feder, und in vielen Vorlesungen vermittelte er Wissen und Erfahrungen. 1965 habilitierte er sich in Innsbruck, und 1973 wurde ihm der Titel eines a. o. Universitätsprofessors verliehen.

1970 wurde Feurstein mit der ärztlichen Direktion der Landeskrankenanstalten betraut. In die folgenden Jahre fielen eine besonders rege Bautätigkeit, die Errichtung, Vergrößerung und Renovierung vieler Abteilungen und die Reorganisation des mehr als 1600 Betten umfassenden Zentralkrankenhauses.

Feurstein war ein unermüdlicher Verfechter der Errichtung einer Medizinischen Fakultät in Salzburg. Er war auch Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivtherapie.

Ehrungen

Volkmar Feurstein war Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich sowie des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Salzburg.

Quellen

Zeitfolge