Franz Buchinger

Aus SALZBURGWIKI
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Dipl.-Vw. Franz Buchinger (* 16. Dezember 1921 in Großschönau, Bezirk Gmünd, NÖ;[1] † 18. April 1954 in Zell am See) war Buchhalter und Abgeordneter (VdU) zum Salzburger Landtag.

Leben

Franz Buchinger war Sohn des Franz Buchinger, Postoffizials und Wirtschaftsbesitzerssohnes von Gmünd, und der Lehrerin Hedwig geb. Žalud.[1] Er maturierte nach Volksschule und Realgymnasium im Jahr 1940. Von 1939 bis 1944 leistete er in der deutschen Wehrmacht Kriegsdienst, wurde schwer verwundet und verlor einen Arm. Am 31. Juli 1944 heiratete er in St. Pölten (NÖ) die Wienerin Johanna Drahoš[1]. Er studierte an der Universität Innsbruck Volkswirtschaft (1948 Dipl.-Vw.). 1946/47 war er Bediensteter im Amt der Salzburger Landesregierung. Ab 1948 war er Buchhalter bei der Tauernkraftwerke AG in Kaprun und ab 1949 auch Obmann des Angestelltenbetriebsrates dieses Unternehmen. Von der Landtagswahl 1949 bis zu seinem frühen Tod gehörte er dem Salzburger Landtag an, in dem er auch als Schriftführer[2] fungierte. Ebenfalls 1949 wurde er Mitglied des Vorstandes der Salzburger Arbeiterkammer. Zudem gehörte er der Gemeindevertretung von Zell am See an[3].

Buchinger starb mit 32 Jahren, nachdem er bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert worden war,[2] an den Folgen seiner schweren Kriegsverletzungen[4].

Zwar hatte Buchinger in seinen letzten Lebensjahren im Pinzgau gearbeitet, doch hatte er auch Beziehungen zur Stadt Hallein. Hier leitete er von 1946 bis 1947 die Berufsschule.[5] Hier fand er auch seine letzte Ruhestätte.[6] An seine Witwe Johanna Buchinger wurde im Jänner 1955 der Tabak-Hauptverlag Hallein vergeben.[7]

Welche Anerkennung Buchinger genoss, zeigten Reaktionen auf sein Ableben:

"Er hat sich durch seine sachliche Tätigkeit und sein ernstes Verantwortungsbewußtsein, mit dem er als Abgeordneter die Belange des Landes Salzburg wahrgenommen hat, die Hochachtung aller Mitglieder des Landtages erworben. Der Salzburger Landtag wird daher dem Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren." (Parte des Landtagspräsidiums)[6]
"Trotz seiner im Krieg erlittenen schweren Verwundungen war Franz Buchinger rastlos für das Wohl der Allgemeinheit tätig und erwarb sich dadurch und auch durch seine stets bewiesene Hilfsbereitschaft die Anerkennung und den Dank aller, die ihn kannten. Die "Salzburger Nachrichten" hatten an Abgeordneten Buchinger einen wertvollen Mitarbeiter."[2]

Quelle

  • Voithofer, Richard: Politische Eliten in Salzburg. Ein biografisches Handbuch. 1918 bis zur Gegenwart. Wien (Verlag Böhlau) 2007. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Band 32. ISBN 978-3-205-77680-2. S. 31.

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 Taufbuch der Pfarre Großschönau, Bd. X S. 8
  2. ↑ 2,0 2,1 2,2 Salzburger Nachrichten, 20. April 1954, S. 5: Ungeklärter Tod eines Landtagsabgeordneten
  3. ↑ Salzburger Nachrichten, 29. April 1954, S. 5: Nachfolge für Buchinger aktuell
  4. ↑ Salzburger Nachrichten, 27. April 1954, S. 4: Trauerfeier für Abg. Franz Buchinger
  5. ↑ Artikel "Landesberufsschule Hallein"
  6. ↑ 6,0 6,1 Salzburger Nachrichten, 27. April 1954, S. 9: Parte des Landtagspräsidiums
  7. ↑ Salzburger Nachrichten, 14. Jänner 1955, S. 5: Tabak-Hauptverlag Hallein
Zeitfolge
Vorgänger

Georg Nennadal

Direktor der Landesberufsschule Hallein
1946–1947
Nachfolger

Rudolf Sollath