Gasthof Mödlhamer (Altstadt)
Der Gasthof Mödlhammer an der Getreidegasse in der Salzburger Altstadt war ein historisches Wirtshaus.
Geschichte
Im Gebäude Nr. 26 waren Bierbrauen und Gastromonie seit 1414 (Bierbrauer Niclas) zu Hause gewesen. Nachdem ein Fleischhauer das Haus besaß kam wieder ein Bierbrauer, dem wiederum ein Fleischhauer folgte. Spätestens 1631 nannte man unter dem Besitzer Christian Loyhartinger das Gasthaus Zum goldenen Löwen. 1697 wurde Lorenz Metlhamer Besitzer und es hieß zunächst Metlhamer-, später Mödlhammerbräu. 1742 folgte Franz Anton Metlhamer, nach im kam Josef Möldhamer als Brauer und Gastwirt. Es folgten weitere Besitzer.
Bis zur Errichtung der Synagoge an der Lasserstraße zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich im Mödlhammer ein Gebetsraum für die jüdische Gemeinde.
1899 fand ein Raubmord im ersten Stock des Hauses statt. Eine 45-jährige Wirtschafterin wurde wegen 167 Gulden und einem Mantel von einer hochverschuldeten und betagten Geschirrhändlerin aus der Griesgasse erstochen.
1896 bis 1919 war die Salzburger Sparkasse Besitzerin des Hauses, 1920 kaufte es die Stadtgemeinde Salzburg. Zuvor hatte es vier Jahre Zum Mödlhamer geheißen. 1933 wurde das Haus nach neuerlichem Besitzerwechsel als Großgasthof Mödlhammer neu eröffnet. 1946 zog das Tanz-Kabarett Varieté Oase ein, 1947 die Kleinkunstbühne Kabarett "Bei Fred Kraus".
Seit 1982 ist hier eine McDonalds-Fast-Food-Ketten-Filiale angesiedelt.
Veranstaltungen
1914 fanden der Ball des Geselligkeitsvereins "Almrausch" der Kärntner und Steirer in Salzburg sowie der Tanzschulball der Tanzschule Hans Wagner statt. Auch der Geselligkeitsklub "Sängerlust" traf sich in diesem Gasthof.[1] Allerdings kann aufgrund der immer wieder unterschiedlichen Schreibweise nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um den Gasthof Mödlhamer in Salzburg-Lehen gehandelt hatte.
Quelle
- Buch Die Getreidegasse (Buch 1), Seite 189ff
Fußnoten
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 31. Jänner 1914, Seite 4