Schlangengang (Festung Hohensalzburg)
Der Schlangengang ist eine Verteidigungsanlage im Osten der Festung Hohensalzburg am Festungsberg in der Altstadt der Stadt Salzburg.
Lage
Der Schlangengang ist eine vorgelagerte Mauer oder ein Zwinger, welche(r) die Festung von der Rosspforte im Südosten, über die Flanke des Festungsberges im Osten hinab bis zum Bürgermeisterturm im Nordosten umfasst und schützt.
Name
Die Bezeichnung Schlangengang ist ableitet von den Feldschlangen [1], das sind kleinere "wendige" Kanonen oder Geschütze, die gegen Ende 15. Jahrhundert bis Anfang 16. Jahrhundert gebräuchlich waren.
Geschichte
Der Schlangengang ist jene äußere Mauer, die Erzbischof Bernhard von Rohr um 1470 bis 1480 gegen Nonntal hin errichtet hat. Unter Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach wurde die Mauer um 1504 vom Reißzug, sowie nach 1625 vom Zugang auf die von Matthäus Lang von Wellenburg angelegten Nonnbergbasteien durchbrochen. Die Nonnbergbasteien wurden so zu den ersten Außenbasteien der Festung, eine Funktion, die?? zuvor der Schlangengang inne hatte.
Im Mittel ist er zwölf Meter hoch und hat eine Mauerstärke von drei Metern. An der Außenseite sind die Kargsteine für den ehemals hölzernen Wandschirm zu sehen, die das Bauwerk auf um 1480 verweisen.
Im 16. Jahrhundert wurden an der Außenseite des Schlangengangs zwei Magazine errichtet: südlich des Reißzuges der Luntenturm und nördlich das alte Zeughaus, das später als Handmühlengebäude bezeichnet wurde.
Bildergalerie
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Schlangengang, Wehrgang
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Rundbogen und Fundamente
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Schlangengang, Südwest nach Nordost
Plan
Quelle
- Zwink, Eberhard (Hrsg.), Autoren: Dopsch, Heinz; Heger, Norbert; Heinisch, Reinhard Rudolf; Schlegel, Richard; Schlegel, Walter; Wagner, Franz; Walterskirchen, Gerhard und Zaisberger, Friederike: 900 Jahre Festung Hohensalzburg, Landesfest 4. bis 12. Juni 1977, Schriftenreihe des Landespressebüros, Salzburg 1977