Schaubergwerk Hochfeld
Das Schaubergwerk Hochfeld befindet sich südlich von Neukirchen am Großvenediger im Nationalpark Hohe Tauern.
Geschichte
Obwohl bereits 1525 der Kupferbergbau im Untersulzbachtal erstmals schriftlich erwähnt wurde, findet man erst 1537 die Bezeichnung Hochfeld. Die geförderte Qualität des Erzes war gut, aber mengenmäßig gering. Ober Tag gab es schon Pochwerke, Bergschmiede und Bergstuben.
Mit Unterbrechungen arbeiteten im Untersulzbach verschiedene Gewerken, darunter befanden sich auch Augsburger Kaufleute. Ab 1701 verlor Gregori Perger aus Brambergam Hochfeld im Kupferbergbau sein gesamtes Vermögen, berichten Aufzeichnungen. 1745 vernichtete ein Großfeuer die Taggebäude, 1761 wurden Gebäude durch ein Hochwasser weggerissen und Transportstrecken zerstört.
Der Mühlbacher Bergbau konnte aufgrund seiner hohen Gewinne nach 1780 in den Kupferbergbau am Hochfeld durch neue Erschließungsarbeiten investieren und brachte Hochfeld zur Hochblüte. Die Jahresförderung betrug bis zu 25 to Kupfer. 1758 befanden sich bereits 8/9 Anteile des Reviers im Besitz des Fürsterzbischofs von Salzburg, der dann 1781 auch das letzte Neuntel übernahm. 1805 fielen alle Bergwerksanlagen an die österreichische k & k Monarchie, 1810 für kurze Zeit an Bayern und hieß "Königlich-Bayerischer Kupfer Bergbau Untersulzbach".
Der unrentabel gewordene Bergbau im Untersulzbach wurde 1855 noch von einem Privatmann übernommen, zwei Jahre später aber geschlossen. Noch zwei Mal versuchte man eine rentable Kupfergewinnung in Hochfeld: von 1909 bis 1928 und 1946 bis 1954. Dann wurde der Kupferbergbau eingestellt.
Schaubergwerk
Von 1986 bis 1996 erfolgte ein Umbau in ein Schaubergwerk. Heute sind 1200 Meter des über vier Kilometer langen Stollen- und Schachtsystems für den Besucherbetrieb zugänglich gemacht.