Städtische Fleischbank

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Städtischen Fleischbänke befanden sich bis um 1600 auf der hölzernen Stadtbrücke in der Altstadt von Salzburg. Etwa 1600 bis 1610 wurde diese an den Gries verlegt und erhielten damals die Schlachter und Metzger fest zugewiesene Schlacht- und Verkaufsstellen, die später sukzessive zu Gebäuden wurden.

Geschichte

Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Macellum Civitatis Salzburgensis Städtische Fleischbank.jpg
Städtische Fleischbank hinter dem Fleischtor
Macellum Civitatis Salzburgensis, errichtet 1608
Datei:Macellum Civitatis Salzburgensis Wappen von Wolf Dietrich von Raitenau und Salzburger Stadtwappen.jpg
Macellum Civitatis Salzburgensis: Wappen von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und zweimal das Salzburger Stadtwappen

Fürsterzbischof Wolf Dietrich siedelte die städtischen Fleischbänke, wo die Metzger die Tiere schlachteten und das Fleisch zum Verkauf anboten, „am Gries“ an (heute: Ferdinand-Hanusch-Platz. Um den Ausbruch von Seuchen zu erschweren, wurden die Fleischbänke - so wie die gesamte (Alt)-Stadt - einmal in der Woche durch gestautes Almkanalwasser "gereinigt" (was bis ins 19. Jahrhundert üblich war).

Im 17. Jahrhundert gab es drei Fleischbänke.

  • die Städtische Fleischbank am Gries, damals Macellum Civitatis Salzburgensis oder kurz Macellum genannt, errichtet 1608 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und der Stadt Salzburg, heute Haus Griesgasse Nr. 19 (ehemals Nonstop-Kino, später Stadtwerke)
  • die Gewölbe- und Fleischbänke am südlichen Brückenkopf der Stadtbrücke
  • die Gewölbe- und Fleischbänke im Durchgang Städtisches Niederleghaus mit Mühle und Gasthaus zum wilden Mann, Im heute Haus Griesgasse Nr. 17

Um 1830 zeigt eine Karte [1], dass neben den oben genannten drei Standorten es noch weitere Standorte gab, uzw. entlang der Ursulinengasse (heute: Franz-Josefs-Kai ):

Nach der Errichtung des Schlachthofes in Froschheim im Jahr 1884/1885 wurden die Städtischen Fleischbänke am Gries aufgegeben und deren Gebäude anderen Zweckwidmungen zugeführt.

PDF

"Die rote Hütte oder rote Bank im erzbischöflichen Salzburg", in dem es um die Städtische Fleischbank vor Errichtung des Schlachthof Salzburg in Froschheim geht, u. a. mit einigen Informationen über die Tätigkeit von Theodor Konrad Hartleben als Polizeidirektor, 21. Juli 1801 auf Seite 489.

Quelle

Fußnoten