Salzburger Landesausstellung
Seit 1980 fanden insgesamt sieben Salzburger Landesausstellungen statt.
Konzept
Landesausstellungen wurden und werden von österreichischen Bundesländern als kulturhistorische Großveranstaltungen seit den 1950er-Jahren durchgeführt. Damit verbunden war zumeist die Restaurierung oder Revitalisierung bedeutender Bauwerke.
In den meisten Bundesländern gilt das Konzept mittlerweile als überholt, andere sind vom Jahresrhythmus abgegangen. Salzburg hat zuletzt 1994 eine Landesausstellung veranstaltet. Mangels geeigneter und restaurierungsbedürftiger Gebäude gab es seither keine Neuauflage mehr. Aus Anlass des Jubiläums Salzburg 200 Jahre bei Österreich wird es 2016 nach 22 Jahren Pause wieder eine Landesausstellung in Salzburg geben.
Ausstellungen
- Die Kelten in Mitteleuropa. Kunst, Kultur, Wirtschaft, 1. Landesausstellung vom 1. Mai bis 30. September 1980 im Keltenmuseum Hallein
- Reformation – Emigration. Protestanten in Salzbur, 2. Landesausstellung vom 21. Mai bis 26. Oktober 1981 auf Schloss Goldegg
- St. Peter in Salzburg. Das älteste Kloster im deutschen Sprachraum, 3. Landesausstellung vom 15. Mai bis 26. Oktober 1982 in der Erzabtei St. Peter
- Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Gründer des barocken Salzburg, 4. Landesausstellung vom 16. Mai bis 26. Oktober 1987 im Residenz-Neugebäude und im Dommuseum zu Salzburg
- Landesausstellung Die Bajuwaren. Von Severin bis Tassilo 488 - 788, 5. Landesausstellung vom 19. Mai bis 6. November 1988 im Stift Mattsee und in Rosenheim, Bayern
- Landesausstellung Mozart. Bilder und Kläge., 6. Landesausstellung vom 23. März bis 3. November 1991 im Schloss Kleßheim
- Landesausstellung Salz, 7. Landesausstellung vom 30. April bis 30. Oktober 1994 auf der Pernerinsel und im Keltenmuseum Hallein
- Bischof. Kaiser. Jedermann., 8. Landesausstellung vom 30. April bis 30. Oktober 2016 im Salzburg Museum
Landesausstellung Die Bajuwaren
Die gemeinsame Landesausstellung des Landes Salzburg und des Freistaates Bayern fand vom 18. Mai bis zum 6. November 1988 statt. Die Ausstellungsorte waren Mattsee in Salzburg und Rosenheim in Bayern.
Zwei historische Ereignisse bildeten die zeitlichen Eckpunkte der Schau. Im Jahr 488 gab König Odoaker den Befehl zum Abzug der bedrohten romanischen Bevölkerung aus dem Gebiet zwischen Donau und Alpen und 788 endete mit der Absetzung Herzog Tassilos III.]] die erste bedeutende Epoche der bayerischen Geschichte. In dieser Zeit wurden alle Grundlagen geschaffen, die Altbayern und Österreich bis heute prägen und verbinden. Das Bundesland Salzburg und der Freistaat Bayern, die beide aus dem Stammesherzogtum Baiern hervorgegangen sind, nahmen den 1200sten Jahrestag der Absetzung Tassilos zum Anlass, zum ersten Mal eine gemeinsame Landesausstellung zu veranstalten.
Nicht realisiert
Geplante Landesausstellungen die nicht verwirklicht wurden:
- Paracelsus.
- 1993 in Bad Gastein
- 200 Jahre Verteidigung des Pass Lueg.
- 2009 in Golling
Oberösterreichische Landesausstellung 2008
An der oberösterreichischen Landesausstellung 2008 "Salzkammergut" beteiligen sich auch die Flachgauer Gemeinden St. Gilgen und Strobl. Thema ist u. a. die Entwicklung vom "Kammergut" des Kaisers zu einer der touristisch am meisten frequentierten Regionen Oberösterreichs. Das Land Salzburg beteiligt sich daran mit 600.000 Euro.
Quelle
- Salzburger Nachrichten
- Andreas Hirsch, Textabschnitt Salzburger Landesaustellung Die Bajuwaren