Stadtpfarre Salzburg-St. Elisabeth
Die erzbischöfliche Stadtpfarre Salzburg-St. Elisabeth dient der seelsorglichen Betreuung der Katholiken der Salzburger Elisabeth-Vorstadt und eines kleinen Teils des Stadtteils Itzling.
Allgemeines
Die Pfarre gehört zum Stadtdekanat der Erzdiözese Salzburg.
Pfarrkirche ist die Stadtpfarrkirche St. Elisabeth (auch: Elisabethkirche).
Als Pfarrhof dient das von Giovanni Gaspare Zuccalli für die Herren von Caspis im Jahr 1685 errichtete Caspisschlössl, das später auch „Schloss Schöneck“ und danach „Villa Haimerle“ genannt wurde. Es lag vor der Salzachregulierung fast unmittelbar am Salzachufer. Nach dem kleinen, aber gediegen ausgestatteten und gut erhaltenen Schlösschen waren lange die umgebenden Felder „Caspisfelder“ und die dortige Au „Caspisau“ benannt.
Im Pfarrhof wird der Pfarrkindergarten geführt.
Das Leben der Pfarre wird u.a. auch durch eine Jugendgruppe, die Theatergruppe 42a, einen Singkreis, eine EZA-Fair-Trade-Aktionsgruppe und Motorradwallfahrten bereichert.
Pfarrer
Pfarrer ist seit 1998 Heinrich Wagner.
Vorgänger waren
- 1950 – 1980: Prälat Franz Wesenauer (* 1904, † 1991)
- 1980 – 1998: GR Peter Zeiner (* 1942)
Pfarrbereich
Am 23. November 1952 wurden die Pfarrgrenzen wie folgt umschrieben:
- Im Westen die Salzach,
- im Osten das Geleise des Hauptbahnhofs, der Bahnhof miteinbezogen,
- im Süden die Bahnlinie nach Bayern,
- im Norden das Geleise zur Shell-Niederlassung und von dort in gerader Linie zur Salzach.
Mit Rechtswirksamkeit vom 1. Oktober 2000 wurde als Nordgrenze zur nord- und nordostwärts anschließenden Stadtpfarre Salzburg-Itzling die Adolf-Kolping-Straße (die bereits im Stadtteil Itzling verläuft – die Elisabeth-Vorstadt reicht nur bis zur Erzherzog-Eugen-Straße) festgelegt.
Der Pfarrbereich ist in 23 Wohnviertel unterteilt, die von verschiedenen Gemeindemitgliedern betreut werden.
Geschichte
Im Jahre 1932 wurde Froschheim (also die Elisabeth-Vorstadt) als selbständige Kaplanei innerhalb der Pfarre St. Andrä eingerichtet. Am 22. Februar 1939 wurde die Kaplanei unter dem Titel „St. Elisabeth“ von Erzbischof Sigismund Waitz zur Pfarre erhoben und der hl. Elisabeth von Thüringen gewidmet. Die staatsrechtliche Anerkennung der neuen Pfarre erfolgte später.
Im Zuge der Planung und Anlegung der Elisabeth-Vorstadt hatte die Stadtgemeinde Salzburg von der Familie Ledochowski den um den späteren Pfarrhof gruppierten Komplex erworben sowie Straßen, Wohnbauten, Schule und Kirche projektiert. Ein Abtragen des alten Baues war angedacht, unterblieb jedoch.
Von der Stadtgemeinde hatten im Jahre 1934 die Jesuiten den Bau gekauft. Dieser wurde ihnen 1940 vom NS-Regime entzogen, im Jahre 1948 erfolgte aber die Restituierung. Im Jahr 1950 kaufte die Erzdiözese den Grund und ließ ihn auf den Namen der Pfarre St. Elisabeth in das Grundbuch eintragen.
Mit der Errichtung der Kirche war 1935 begonnen worden, der unfertige Kirchenneubau wurde aber 1944 durch Bomben schwer beschädigt. Die Unterkirche wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut und diente später für einige Jahrzehnte der Elisabethbühne als Veranstaltungsort. Die heutige Kirche wurde in wesentlichen Teilen erst in den Jahren 1953 bis 1955 errichtet.
Im April 2015 feierte die Pfarre „60 Jahre Friedenskirche“.
Kontakt
- Elisabethstraße 39
- 5020 Salzburg
- Telefon: 06 62- 45 00 17; 06 76 - 8746 2071
- E-Mail: st.elisabeth@utanet.at; stadtpfarramt.st.elisabeth@utanet.at
Quellen
- Website der Pfarre
- kirchen.net: Pfarre Salzburg-St. Elisabeth
- Artikel Pfarrkirche St. Elisabeth
- RES (Regesta Ecclesiastica Salisburgensia), Einträge zu Zainer, Peter und Wesenauer, Franz
- Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg, Jg. 2001 Nr. 20: Pfarrgrenzänderung zwischen Salzburg-Itzling und Salzburg-St. Elisabeth bzw. Salzburg-St. Andrä.