Salzburger Lokalbahn
Die Salzburger Lokalbahn (SLB) ist eine Tochter des Energieversorgers Salzburg AG mit Sitz in der Stadt Salzburg. Sie betreibt im Flachgau und im angrenzenden Innviertel die beiden S-Bahnen S1 (Salzburg Lokalbahnhof nach Lamprechtshausen) und S11 (Bürmoos nach Trimmelkam). Ab Dezember 2009 wird sie gemeinsam mit der deutschen Regentalbahn AG auch die Strecke Freilassing – Bad Reichenhall – Berchtesgaden zumindest bis 2022 bedienen.
Geschichte
Bereits 1873 plante die Stadt Salzburg eine Dampftramway zu den touristischen Zielen im Süden der Stadt. 1886 wurde dann die Salzburger Localbahn (SLB) gegründet. Sie fuhr auf der Strecke Hauptbahnhof - Nonntal - Hellbrunn - St. Leonhard. 1888 wurde die SLB in die "Salzburger Eisenbahn- und Tramway Gesellschaft" (SETG) umgewandet. 1893 wurde eine Abzweigung zur Gaisbergbahn nach Parsch eingeweiht. 1896 folgte der Ausbau der Strecke Richtung Norden, die Lokalbahn erreichte Lamprechtshausen. Bald nach der Jahrhundertwende wurde die Südlinie elektrifiziert: die "Rote Elektrische" der SETG und die "Grüne Elektrische" der Bayrischen Staatsbahnen, die die Strecke inzwischen bis zum Königssee nahe Berchtesgaden gemeinsam bedienten, deckten viele Verkehrsbedürfnisse ab.
1928 gründete die SETG die Autobus-Betriebsunternehmung Salzburg, kurz Albus, um damit ein innerstädtisches und regionales Busangebot aufzubauen. 1943 übernahmen die Städtischen Verkehrsbetriebe die innerstädtischen Buslinien der Albus und 1947 auch die Lokalbahn. Ab 1950 firmierte man unter dem Namen Salzburger Stadtwerke.
Am 1. November 1953 wurde die Südlinie der Lokalbahn eingestellt, um den Individualverkehr in der Stadt nicht weiter zu behindern. Dabei war sogar schon ein zweites Streckgleis gebaut worden, das allerdings nie befahren wurde.
Als die Stadtwerke 2000 mit der SAFE zur Salzburg AG fusionierten, fiel die SLB und auch der Stadtbus dieser neuen Unternehmung zu.
Gegenwart
Heute verkehrt die S-Bahn nach Lamprechtshausen und Trimmelkam im Halbstunden-Takt, zu Stoßzeiten auch alle 15 Minuten. Der Fahrplan wurde in den letzten Jahren vor allem auch für Wochenend-Nachtschwärmer stetig verbessert, so dass sich die S1 und S11 inzwischen großer Beliebtheit erfreuen. Täglich werden 15.000 Personen transportiert.
Quelle
- Salzburg AG
- Gunter Mackinger: Der Obus in Salzburg, Verlag Kenning 2005, ISBN 3-933613-74-4