Johann Nusko

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Hofrat Dr. Johann (Edler von) Nusko (* 11. Juni 1857 in Henndorf; † 30. Mai 1933 in der Stadt Salzburg)[1] war als k. k. Finanzdirektor Vorstand der k. k. Finanzdirektion Salzburg.

Aus seinem Leben

Nusko trat nach Vollendung seiner Studien im Jahr 1879 in den staatlichen Finanzdienst bei der Finanzdirektion in Wien ein und kam noch im selben Jahre als Konzipist nach Salzburg. Nach Dienstleistungen in Neunkirchen () und in Baden bei Wien (NÖ) wurde Nusko 1892 in das Steuerreform-Departement des Finanzministeriums berufen. Hier bewährte er sich bei der Ausarbeitung der Vollzugsverordnungen zum Personalsteuergesetz. Nach Beendigung der Arbeiten an der Steuerreform wurde der damalige Sektionsrat im Finanzministerium von Kaiser Franz Joseph I. mit Entschließung vom 4. November 1898 zum Oberfinanzrat und Finanzdirektor in Salzburg ernannt.[2] Nusko war den Salzburgern kein Fremder, denn er hatte ja einen Teil seiner Dienstzeit als subalterner Beamter bei der hiesigen Finanzdirektion verbracht. Er hatte "hier noch viele Freunde und die Sympathien aller, die ihn kennen".[3] Nuskos Amtszeit in Salzburg dauerte keine zwei Jahre: Der Kaiser ernannte den mit dem Titel und Charakter eines Hofrates bekleideten Oberfinanzrat und Finanzdirektor Johann Nusko zum Hofrat und Finanzdirektor in Linz.[4] Dort war er bis zu seiner Pensionierung im November 1915 tätig.

Nusko betätigte sich auch literarisch – im Fach der direkten Steuern; er zeigte aber auch für Kunst und Wissenschaft reges Interesse. Die Heraldik verdankt ihm eine Monographie über Salzburger Fürstenwappen. Er gehörte lange Jahre hindurch dem Ausschuss des Salzburger Kunstvereins an und war später Vizepräsident des Oberösterreichischen Kunstvereines. Er betätigte sich auch als Protektor des Bergknappen-Schützenvereins Dürrnberg.[5]

Nusko starb verwitwet im Alter von 75 Jahren an Herzversagen.[1]

"Mit Dr. Nusko" – so schließt der Nachruf – "ist ein wertvoller Mensch, ein wahrhaft vornehmer Charakter, aus dem Leben geschieden."

Ehrungen

Nusko wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter zuletzt mit dem Komturkreuz Franz-Joseph-Ordens.

Sonstiges

Es gibt "Dr. Johann Nusko-Erbstollen" unterhalb des Dürrnbergs.[6]

Quelle

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Sterbebuch der Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä, Bd. X S. 199
  2. Wiener Zeitung, 15. November 1898, S. 1
  3. Salzburger Volksblatt, 16. November 1898, [1]
  4. Salzburger Volksblatt, 8. Mai 1900, S. 3
  5. Volksfreund, 13. Juli 1912, S. 6
  6. Artikel "Johann Schatteiner"
Zeitfolge