Jakob Adlhart (Bildhauer)

Aus SALZBURGWIKI
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Prof. Jakob Adlhart (* 1. April 1898 in München, Bayern; † 12. August 1985 in Hallein) war ein Bildhauer.

Leben

Adlhart begann seine Ausbildung im väterlichen Werkstattbetrieb in St. Ulrich im Grödner Tal, Südtirol. Sein Vater war Vergolder und Fußmaler. Bereits vor seinem Eintritt in die Volksschule erkannte man das Talent Jakobs. Er wurde von einem Bildschnitzer aus der Werkstatt seines Vaters in die Schnitzkunst eingeweiht.

1909 übersiedelte die Familie nach Hallein. Nach Absolvierung der Bildhauerklasse der Fachschule folgte er seinem Vater nach Dalmatien, der dort an der Renovierung von Altären arbeitete. Der Beginn des Ersten Weltkrieges beendete diese Studienreise.

Durch seinen ersten Lehrer Alois Zwerber lernte er die breite Stilpalette historisierenden Kopieren kennen, setzte sich aber auch mit der Secession auseinander. Ab 1920 leitete er die "Halleiner Werkstätte für kirchliche Kunst und Kunstgwerbe" und studierte von 1921 bis 1923 bei Anton Hanak an der Wiener Kunstgewerbeschule. Er beendete sein Studium mit der Note vorzüglich.

Adlhart schuf vor allem Holzplastiken für Kirchenausstattungen in Salzburg, Oberösterreich und im süddeutschen Raum. Die wichtigsten Werke gelangen ihm in seinen monumentalen Arbeiten für das Erzstift St. Peter (Kolossalkruzifix, 1925) und in Zusammenarbeit mit Clemens Holzmeister für das Kleine Festspielhaus (marmorne Mimenmaske über dem Haupteingang, 1926).

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges musste Jakob Adlhart 1943 nochmals einrücken und entkam durch großes Glück am 13. Februar 1945 bei der Bombardierung von Dresden, dem Tod.

1952 wurde er zum Titularprofessor ernannt.
Weiters arbeitete er auch an zahlreichen Chorgestühlen in den Domen von Salzburg (1957), Eisenstadt (1965) und Speyer, Bundesrepublik Deutschland (1969), mit sowie an Kreuzwegen, Gnadenstühlen und Denkmälern. So befinden sich von ihm in Salzburg rund 30 Werke.

Werke in Salzburg

Quellen

  • Adolf Haslinger, Peter Mittermayr (Hg.): Salzburger Kulturlexikon. Residenz Verlag. Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001. ISBN 3-7017-1129-1
  • Beiträge im Salzburgwiki
  • Ortschronik der Gemeinde Wagrain, Band I