Anton IV. Dürnberger

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Version vom 7. Dezember 2021, 07:05 Uhr von Walter Freiherr von dem Bussche Streithorst (Diskussion | Beiträge) (Fotografie Toni Dürnberger in den Seracs` Zonen 1962 auf Grönland)
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Datei:Seracs` Zonen 1962 auf Grönland1962 Österreichische Deutsche Grönland Expedition Toni Dürnberger

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Toni Dürnberger und Elfriede Kühnel-Dürnberger, Sterbebild.
Video in Gedenken an den österreichischen Bergsteiger Toni Dürnberger, 03:52 min Video

Anton Toni Dürnberger (* 11. September 1932 in St. Martin bei Lofer; † 17. August 1992 am Khan Tengri im Tian-Shan-Gebirge in Kirgisistan) war ein Bergsteiger und Forschungsreisender.

Leben

Anton Dürnberger war der erste Sohn des Elektrizitätswerkbesitzers Anton Dürnberger senior (* 6. Juli 1907, † 15. August 2003), der 1934 das E-Werk des Loferer Ortsteils Hallenstein übernahm und in Lofer verstarb. In den 1950er-Jahren errichtete der den 1. Skilift in Unken auf der Mayerwirtsleiten.

Bekannt wurde Dürnberger als einer der Erstdurchsteiger der Alpawand zusammen mit Sepp Schmiderer und Hans Herbst. Die Dürnberger Verschneidung eine 40 Meter lange, kaminartige Kletterei, in der Alpawand erinnert an die Erstbesteigung. 1966 gelang ihm bei seiner zweiten Grönland-Expedition die Erstbesteigung des Mount Paatusoq im Osten Grönlands.

Er schrieb auch Wanderbücher für den Alpenverein.

Toni Dürnberger und seine dritte Ehefrau Elfriede Kühnel–Dürnberger (* 30. Mai 1940; † 17. August 1992) stürzten 1992 im Abstieg vom 7 010 m ü. A. hohen Khan Tengri im Tian-Shan-Gebirge in Kirgisistan tödlich ab.

Die 1. Grönland-Expedition

1962 war Dürnberger der Leiter der österreichisch-deutschen Grönland-Expedition, die von 10. Juni bis 29. Juli unterwegs war. Teilnehmer der Expedition waren Ernst Herzinger, Kurt Gilg, Stefan Rausch, Alois Häusl, Adolf Dosch und Karl Fried Wasel. Dürnberger konnte nach seiner Rückkehr dem Salzburger Landeshauptmann Hans Lechner, der die Schirmherrschaft für die Expedition übernommen hatte, berichten, dass die Expedition 38 bisher unbegangene Berge und Fjordgletscher gemeistert hatte. An der Expedition hatten neben dem Salzburger ein Grazer und drei Bayern aus Bad Reichenhall teilgenommen.[1]

Die 2. Grönland-Expedition

1966 war Dürnberger der Leiter der deutschen-österreichischen Grönland-Expedition. Teilnehmer der Expedition waren Hans-Georg Voitl, Ernst Lainer und Manfred Zühlke. Die Schirmherrschaft hatte der Heilbronner Oberbürgermeister Paul Meyle übernommen. Nach der geplanten Inlandsüberquerung zur Ostküste gelang Ernst Lainer und Toni Dürnberger die Erstbesteigung des höchsten Berges von Südgrönland, des Mount Paatusoq (2 712 m ü. A.). Der Gipfel wurde am 27. Juni 1966, um 17 Uhr (Grönland Ortszeit) erreicht. Danach erfolgte der Rückmarsch zum Proviantlager. Die im Juni gestartete Expedition musste allerdings bereits Anfang Juli abgebrochen werden, nachdem drei der Expeditionsteilnehmer während eines heftigen Schneesturms in eine 40 Meter tiefe Gletscherspalte stürzten und verletzt wurden. Ziel der Expedition wäre es gewesen, mehrere bisher unbestiegene Gipfel zu bezwingen.[2]

Wanderbücher

  • Loferer und Leoganger Steinberge mit Saalachtal - Kleiner Führer, Bergverlag Rudolf Rother, 1980, Taschenbuch, ISBN: 3763332367
  • Loferer und Leoganger Steinberge. Ein Führer für Täler, Hütten und Berge, 1971, 1976
  • Kurz-Skiführer Lofer - Loferer Alm, Winklmoos, Reiteralpe und Loferer Steinberge, Bergverlag Rudolf Rother, 1963

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 30. Juli 1962, Seite 5
  2. www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 11. Juli 1966, Seite 6