Gruftarkaden auf dem Sebastiansfriedhof

Blick in die Arkaden, in den sich Gräber befinden.
Arkadengang-panarama. Aussichtspunkt Nordwestecke im Ssbastiansfriedhof.
Grabmal der Familie Schöpfer von Klarenbrun.

Gruftarkaden sind Bauwerke auf dem Friedhof St. Sebastian in der rechtsufrigen Altstadt der Stadt Salzburg.

Beschreibung

In den Gruftarkaden, die den Friedhof an seinen vier Außenseiten umgeben, befinden sich die Grabstätten und Grüfte jener Bürger und illustren Persönlichkeiten, die im 17., 18. und 19. Jahrhundert in Salzburg gelebt und gearbeitet haben.

Die Kunst der Grabgestaltung und ihre Entwicklung über drei Jahrhunderte spiegelt sich in diesen Gruftarkaden wieder.

Gräber, Grabsteine und Grabtafeln in den Gruftarkaden

  • Theophrast von Hohenheim, genannt Paracelsus. Dieses Grab stammt aus der Zeit des Friedhofs vor der Anlage des heutigen Campo Santo, die Gebeine wurden im 18. Jahrhundert an den heutigen Standort verlegt. Auf seinem Grabstein ist zu lesen: „Hier ruht Philippus Theophrastus Paracelsus, ausgezeichnet als Doktor der Medizin, der jene grässlichen Krankheiten Aussatz, Zipperlein, Wassersucht durch seine wunderbare Kunst heilte, seine Habe und Gut unter die Armen verteilen ließ und im Jahre 1541, am 24. September, sein Leben mit dem Tod vertauschte“.

Westseite

Nordseite

  • Spängler'sche Grabstätte von Therese und Alois Spängler, Bürgermeister der Stadt Salzburg und Ahnherr der Salzburger Bankiersfamilie Spängler
  • Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert
  • Grabstätte der Familie Gutrath von Alten Gutrath und Puchstein
  • Grabstätte der Familie Lasser von Zollheim
  • Grabstätte der Familie Gastager
  • Schider'sche Grabstätte
  • Grabstätte der Familie Andessner
  • Grabstätte der Familie Stubhahn
  • Grabstätte von Claudia Provenchères, geb. Freiin von Eiselsberg und Eugen Provenchères, sowie Freiherr und Freifrau von Welling
  • Grabstätte der Familie … mit dem großen schwarzen Kreuz
  • Ruhestätte der Familie Kainz
  • Haas'sche Familien Grabstätte
  • Grabstein aus dem 17. Jahrhundert, sowie Grabstein des Johann Nepomuk Urbann und Elisabeth Urbann, Bierbräuer und Guthofbesitzer,
  • Grabstätte des Gregor Hanft, bürgerlicher Bierbräuer und Familie
  • Grabstätte des Josef Polentia Stieger, Hof- und Gerichtsadvokat
  • Grabstätte der Familie Kurz-Goldenstein
  • Grabstätte der Familie von Barisani, mit Sylvester von Barisani, erzbischöflicher Leibarzt

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  • Familie Reutter, mit einem Renaissance-Grabstein, 1486 vom Bildhauer Hans Valkenauer geschaffen
  • Das Grab eines Protestanten des Jahres 1581 zeigt den Spruch „Das Blut Jesu Christi macht uns rein von allen Sünden“.
  • Leopold Mozart, der, wie die Familienchronik der Sonnenburgs belegt, in der Kommunalgruft der Gruftarkaden (Arkade Nr. 84) und nicht im Mozart-Familiengrab auf dem Gräberfeld beigesetzt wurde.
  • Anton Schmid (* 1787, † 1857), österreichischer Musikwissenschaftler
  • Johann Evangelist Schmidt, Orgel- und Klavierbauer. An einem Pfeiler der Gruftarkade Nr. 75 erinnert eine Gedenktafel an den letzten Salzburger Hoforgelmacher.
  • Vinzenz Maria Süß, Gründer des Salzburger Museums Carolino Augusteum.
  • Johann Jakob Hartenkeil, Arzt (Chirurg), Univ.-Professor, Herausgeber, der von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo berufene Reformer des Salzburger Gesundheitswesens.
  • Johann Friedrich Eichler (* 1778; † 1840), Tanzlehrer, kam über zahlreiche Stationen um 1834 nach Salzburg.
  • Otto August Rühle von Lilienstern, preußischer General und Militärschriftsteller, Freund Heinrichs von Kleist
  • Maria und Peter Poschacher, Fleischhauer und Realitätenbesitzer
  • Peter Karl Thurwieser, Meteorologe, Alpinist und Theologieprofessor in Salzburg
  • Franz Endres, Cafetier und Realitätenbesitzer
  • Josef Endres, städtischer Stiftungsverwalter
  • Gertraud und Josef Endres, königlich bayrischer Advokat
  • Carl Konrad
  • Josef Rauchenbichler von Rauchenbühl
  • Dr. Mathias Abele
  • Anton Hasslauer, bürgerlicher Eisenhändler
  • Familie Schönthaler
  • Carl Reisigl

Quellen

  • Salzburgwiki-Einträge
  • Grabsteine
  • wikipedia-de